DE289069C - - Google Patents

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DE289069C
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dust
drum
briquetting
pressure medium
atomization
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/10Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
    • C10L5/22Methods of applying the binder to the other compounding ingredients; Apparatus therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Road Paving Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES-
PATENTAMT.
Bei den bisher gebräuchlichen, mit Hilfe einer Dampf- oder Preßluftdüse arbeitenden Verfahren zur Herstellung von Bitumenstaub hat sich gezeigt, daß von dem äußerst feinen Staub durch Verwehen oder Niederschlagen an den Wänden des betreffenden Raumes sehr viel verlorengeht, so daß diese Verfahren verhältnismäßig unwirtschaftlich arbeiten; außerdem sind zur Gewinnung und Herstellung des
Ίο Staubes große Kammern notwendig, aus welchen der Staub durch Schaufeln oder Fördervorrichtung entnommen werden muß, was immer mit Verlusten verbunden ist.
Es ist ferner ein Verfahren zum Mischen von Brikettstoffen bekannt geworden, bei welchem das Bindemittel in fein verteiltem Zustand durch das zerkleinerte Brikettiergut, während dieses unter loser Verteilung im Raum bewegt wird, in entgegengesetzter Richtung hindurchgeführt wird.
Bei der zur Ausführung dieses Verfahrens dienenden Einrichtung wird in der Kammer eine Schaufel- oder Schneckenwelle angeordnet, welche schnell rotiert und das Gut stetig auf wirf t und in der Kammer umherschleudert. Dieses eben erwähnte Verfahren besitzt den Nachteil, daß sich an der Schaufel- bzw. Schneckenwelle eventuell Klumpen des Brikettiergutes ansetzen und sich insbesondere auch der Bindemittelstaub, namentlich wenn derselbe in sehr feiner Pulverform eingeführt wird, an den Wänden der Mischkammer eventuell festsetzt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet demgegenüber ein Verfahren zur Gewinnuiig von Staub und zur Brikettierung mit Staub aus organischen, schmelzbaren Stoffen, wie Pech und Asphalt, durch Zerstäuben und genügend langes In-der-Schwebe-Halten der geschmolzenen Stoffe, wobei das Wesen der Erfindung darin besteht, daß die Zerstäubung von einer Stirnseite her in ein längliches Gehäuse hinein erfolgt, das infolge Drehung oder Erschütterung den in ihm abgelagerten Staub austrägt, wobei im Falle der Brikettierung mit dem Staub das Brikettiergut in das Gehäuse eingeführt wird.
Erwähnt sei, daß -allerdings Vorrichtungen zum Zerstäuben flüssiger Schlacke bekannt geworden sind, bei welchen ein eine Kühlwand bildendes Rohr in Umdrehung versetzt wird und gegen die innere Fläche des Rohres die flüssige Schlacke durch einen Luft- oder Dampfstrom geschleudert wird. Da aber in diesem Falle die Trommelwand als Kühlfläche wirken und die Kühlwirkung durch die Dre-, hung gesteigert werden soll, sind.die Grund-. idee und der Zweck von denen des Gegenstandes der vorliegenden Erfindung verschieden.
In den Zeichnungen sind zwei beispielsweise Ausführungsformen einer Einrichtung zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens im Längsschnitt dargestellt. '
Wie hieraus ersichtlich, besteht die Einrichtung bei beiden Ausführungsformen aus. einer entsprechend langen und großen Tromr
(2. Auflage, ausgegeben am 2g. September 1917J
mei oder Rutsche a, die vorn zweckmäßig offen ist und hier die Ausflußmündung b bildet. Die Trommel ist so angeordnet oder so gestaltet, daß das in ihr befindliche Brikettiergut von selbst mit entsprechender Geschwindigkeit gegen'die Mündung & läuft. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Trommel α ζ. B. in einem entsprechenden Neigungswinkel gegen den Auslauf b schräg abfallend
ίο gelagert und auf einem Rahmenwerk d drehbar angeordnet. Anstatt dessen könnte die Trommel auch kegelstumpfartig ausgestaltet oder wagerecht gelagert sein. Durch die Einfüllrinne / wird das Brikettiergut in das Innere der Trommel eingeführt. Die Trommel wird auf irgendeine geeignete Weise in Umdrehung versetzt, z. B. mit Hilfe von Rollen g, die in Ringnuten h der Trommel eingreifen und von einem Motor i aus mittels Kette k, Riemen
o. dgl. angetrieben werden. Die Trommel kann aber auch durch einen Kettenantrieb o. dgl. bewegt werden, jedoch stets so, daß der betreffende Antrieb immer außen auf der Trommel angreift, so daß diese im Innern keine Achse 0. dgl. enthält.
An einem Ende der Trommel, und zwar bei Fig. 1 am rechten Ende, bei Fig. 2 am linken Ende, ist nun ferner eine gegen die offene Stirnseite der Trommel gerichtete, an
■30 sich bekannte Zerstäubungseinrichtung angeordnet, mit welcher das betreffende organische, schmelzbare Material in die Trommel α unter entsprechendem Druck hineingeblasen wird. Diese Zerstäubungseinrichtung besteht aus 'dem das betreffende Material enthaltenden Behälter m, der rechtwinkelig umgebogen ist und hier ein vorn zugespitztes Rohr η bildet, dessen Mündung durch ein von außen zu betätigendes Ventil 0 abgesperrt werden kann.
Das Rohr η ist von einer Düse p umschlossen, die bei q an eine Druckmittelleitung, z. B. an eine Dampf- oder Preßluftleitung, angeschlossen ist. Durch das der Düseneinrichtung entströmende Druckmittel wird das flüssige, im Trichter m befindliche Pech, Teer, Asphalt ο. dgl. zerstäubt und in Form eines trockenen Pulvers fortgeblasen.
An .der dem Zerstäuber gegenüberliegenden Seite der Trommel α sind mehrere Prallflächen r in geeigneter Weise, z.B. jalousieartig, zweckmäßig etwas schräg hintereinanderliegend angebracht. Diese Prallflächen werden entweder dauernd oder nur zeitweise in geeigneter Weise bewegt oder erschüttert, etwa mit Hilfe einer Stange s, an der die Prallflächen hängen (Fig. 1) oder mittels Arme I ■ (Fig. 2) befestigt sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist hinter den Prallflächen r vor der Rinne/ ein mit der Trommele mitbewegter oder gegebenenfalls auch feststehender, gegen die untere Trommelstirnseite b v/eisender Trichter ν angeordnet, der einen gewissen Abschluß des Trommelinnern gegen die Haube e und Rinne / bildet. Gegenüber dem Zerstäuber ist ferner an die Trommel irgendeine Saugeinrichtung, z.B. ein Exhaustor w angeschlossen, durch den das zur Zerstäubung des Bitumens notwendige Druckmittel so abgesaugt werden kann, daß im Innern der Trommel ein entsprechender schwacher Zug entsteht.
An Stelle der das Gehäuse bildenden Trommel α könnte gegebenenfalls auch eine rings geschlossene, unter entsprechendem Neigungswinkel liegende Rutsche verwendet werden, die mit Hilfe eines geeigneten Antriebes dauernd oder zeitweise hin und her bewegt <":der. erschüttert wird.
Wenn mit Hilfe dieser Einrichtung aus organisch schmelzbaren Stoffen Staub hergestellt werden soll, so setzt man die in der Einführungsseite b befindliche Zerstäubungseinrichtung in Tätigkeit und bläst mit dieser das Material als trockenes Pulver in die sich drehende Trommel oder in die entsprechend bewegte oder erschütterte Rutsche. Das^pulverige Material lagert sich am Boden ^des Gehäuses ab und gleitet zufolge der schrägen Lage des letzteren und der Drehung oder Erschütterung von selbst gegen die untere.Stirnseite des Gehäuses, d..h. gegen den Ausguß der Trommelmündung,, welchem das Material dann in "Staübform entnommen wird. Der an den rückwärtigen Prallflächen r anhaftende Staub fällt beim Bewegen oder Erschüttern der Prallflächen nach unten, desgleichen der am Schutztrichter 0 sich ansetzende Bitumenstaüb. Dadurch kann nichts von dem wertvollen Bitumenstaub verlorengehen. ·
Durch den Sauger w wird während der Herstellung des Bitumenstaubes der im Innern der Trommel· notwendige Zug zur Absaugung des betreffenden Druckmittels erzeugt, der jedoch nicht so stark sein darf, daß er Teile des Bitumenstaubes mitnimmt.
Wenn mit Hilfe der Einrichtung der betreffende Staub mit Kohle, Erz und sonstigen brikettierbaren Materialien gemischt werden soll, so führt man das betreffende Brikettiergut am höher gelegenen Ende des Gehäuses durch die Rinne / ein und arbeitet in der gleichen Weise, wie oben angegeben, weiter.
Bei der Herstellung von solchen Mischungen kann der Staub entweder in der Richtung des aufgegebenen Brikettiergutes oder in entgegengesetzter Richtung eingeblasen werden.
In die Trommel können zur Erzielung einer innigen Mischung Blechrippen eingebaut werden, welche das Mischgut bei der Rotation heben und dann wieder fallen lassen.

Claims (3)

  1. Patent-An Spruch e:
    ' ι. Verfahren zur Gewinnung von Staub und zur Brikettierung mit Staub aus organischen, schmelzbaren Stoffen, wie Pech und Asphalt, durch Zerstäuben und genügend langes In-der-Schwebe-Halten der geschmolzenen Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäubung von einer Stirnseite her in ein längliches Gehäuse hinein erfolgt, das infolge Drehung oder Erschütterung den in ihm abgelagerten' Staub austrägt, wobei im Falle der Brikettierung mit dem Staub das Brikettiergut in das Gehäuse eingeführt wird.
  2. 2.. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Saugeinrichtung angebracht ist, mittels welcher die zur Zerstäubung notwendigen Druckmittel, . wie Luft, Dampf u. dgl.,-abgesaugt werden.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekenn- " zeichnet, daß an der Absaugstelle, jalousiea'r.tig schräg hintereinander liegende Prallflächen angebracht sind, die zeitweise oder, dauernd bewegt oder erschüttert werden, und die den Niederschlag der im Druckmittel befindlichen Staubteilchen bewirken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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