DE288476C - - Google Patents

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DE288476C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
geeigneten Masse.
Die Verwendung der pneumatischen Radreifen für Automobile und Fahrräder ist, wie bekannt, mit Gefahren und Schwierigkeiten verschiedener Art verknüpft, welche größtenteils durch Verletzungen und daraus folgenden Luftaustritt und Platzen verursacht werden. Es ist infolgedessen sehr viel Arbeit darauf verwendet worden, diese Schwierigkeiten und Nachteile zu vermeiden. Es ist dann auch, wie bekannt, vorgeschlagen worden, die Luftreifen durch volle Kautschukreifen zu, ersetzen oder auch durch Reifen aus Kork, Gummischwamm, Metallspiralen, Metallbürsten o. dgl. Ferner ist auch versucht worden, die erforderliche Elastizität mittels geeigneter Vorrichtungen in anderen Teilen des Rades zu erreichen, aber obwohl die vorgeschlagenen Mittel zum Teil sehr sinnreich gewesen sind, haben sie sich doch alle den Luftreifen nach-
ao stehend gezeigt.
Es ist auch vorgeschlagen worden, als Material für die Herstellung von Radreifen Massen zu verwenden, deren Hauptbestandteil aus Gelatine, Leim oder ähnlichen Kolloiden im Gemisch mit hygroskopischen Körpern, wie Glyzerin, Sirup u. dgl., besteht. Zur Erreichung der erforderlichen Unlöslichkeit der Masse unterwarf man diese einem Härtungsverfahren mittels Formalin und Gerbstoffe verschiedener Art. Zum Zwecke der Verhinderung zu schneller oder zu weitgehender Erhärtung solcher Massen hat man außerdem die verschiedensten Zusätze vorgeschlagen, wie Säuren und saure Verbindungen, Terpentin usw.
Bisher ist es aber nicht gelungen, aus diesen Körpern brauchbare Materialien für Radreifen herzustellen. Beim praktischen Gebrauch hat es sich nämlich gezeigt, daß die nach bekannten Verfahren hergestellte Gelatinemasse nicht imstande gewesen ist, die Temperaturen zu vertragen, denen sie beim Fahren ausgesetzt wird. Entweder ist die Masse dabei geschmolzen, oder sie hat nach und nach ihr Widerstandsvermögen verloren und ist während der Fahrt zu Pulver zerfallen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Verfahren, wodurch ermöglicht wird, Materialien herzustellen, welche die genannten Nachteile nicht besitzen, die also Temperaturen über 100 ° vertragen, ohne zu schmelzen, und während des Gebrauches nicht zerfallen. Dieses Verfahren beruht auf der Erkenntnis, daß es bei der Darstellung von Massen dieser Art nicht nur darauf ankommt, welche Körper in der Komposition verwendet werden, sondern daß es den größten Einfluß auf das Produkt hat, in welcher Reihenfolge und unter welchen Bedingungen die Vermischung der Bestandteile stattfindet; des weiteren wurde erkannt, daß die geringfügigsten Veränderungen in der Menge der verwendeten Zusätze
1~
wesentliche Änderungen der Eigenschaften der, Produkte herbeiführen.
Bei der Herstellung der Masse werden die bekannten Hauptbestandteile, das ist kolloidale und hygroskopische Körper verwendet, sowie auch Erhärtungsmittel und solche Körper, welche die Erhärtung verzögern oder eine zu weitgehende Erhärtung verhindern.
Außerdem wird als Zusatz vorzugsweise
ίο Goldschwefel (Antimonpentasulfid) verwendet, welcher erfahrungsgemäß mit den übrigen Bestandteilen zusammen der Masse eine größere Zähigkeit erteilt.
Unter Anwendung der nachstehend beschrie-.benen Arbeitsweise werden Massen von besonders guten Eigenschaften erhalten.
4 kg Knochenleim und 1 kg Gelatine werden geschmolzen und mit 3 kg Wasser und 3 kg Glyzerin zu einem Brei gemischt. Zu dieser Masse wird zunächst 0,050 kg Goldschwefel gegeben, und nachdem das Ganze gut gemischt ist, wird der Masse 0,5 1 Eisessig zugefügt, welcher ebenfalls mit der Masse gut verrührt wird.
Das so hergestellte Gemisch wird auf kochendem Wasserbad eine gewisse Zeit geschmolzen erhalten. Unmittelbar vor der Formgebung wird ihm unter schnellem und gutem Umrühren eine Flüssigkeit, enthaltend 0,5 1 Eisessig und 1 1 Formalin, zugefügt.
Durch Änderungen der Mengenverhältnisse von Glyzerin und Wasser kann man je nach Wunsch größere oder geringere Elastizität erreichen. Die Essigsäure kann ganz oder teilweise durch andere Körper von ähnlicher Wirkung ersetzt werden, wie Säuren verschiedener Art, saure Verbindungen usw., und an Stelle von Formalin können auch andere Erhärtungsmittel allein oder miteinander bzw. mit Formalin gemischt verwendet werden, z. B. Alaun, Chromsalze, besonders Kaliumoder Ammoniumbichromat, Gerbsäure und Eisenverbindungen usw. Ebenfalls kann man als Zusatz einen Körper verwenden, welcher hergestellt worden ist durch Behandlung von warmem flüssigen Leim mit Formalin und unmittelbar folgender Zerkleinerung der erhärteten Masse in einem Mörser. Von diesem Produkt wird eine geringe Menge mit der ganzen Masse gemischt, bevor die letztere in die Form gebracht wird.
Wie aus dem Obigen hervorgeht, können die einzelnen Bestandteile in dem beschriebenen Beispiel bis zu einem gewissen Grade durch andere Körper ersetzt werden. Dagegen ist es von der wesentlichsten Bedeutung, daß das Erhärtungsmittel mit der zweiten Teilmenge der Säure zu der Gelatinemasse erst dann zugefügt wird, nachdem diese letztere mit einem Teil der ersten Teilmenge der Säure gemischt und einige Zeit erwärmt worden ist, d. h. unmittelbar vor der Formgebung und Abkühlung. .
Es ist auch gefunden worden, daß bei Anwendung von Gelatine von schwach saurer Reaktion eine außerordentlich starke Entwicklung kleiner Gasbläschen stattfindet, welche die Masse außerordentlich porös machen. Durch Versuche hat es sich auch „gezeigt, daß man durch Einverleibung von Körpern mit großem Wärmeleitvermögen, z. B. Aluminiumpulver, vermeiden kann, daß die Temperatur" während des Fahrens in einzelnen Abschnitten der Masse besonders hoch steigt.
Für die Herstellung derartiger Massen hat sich das nachstehende Mischungsverhältnis als vorteilhaft erwiesen: Gelatine 10 Teile, dunkles (rohes) Glyzerin 5 Teile, helles (gereinigtes) Glyzerin 2 Teile, Wasser 3 Teile, Kaliumbichromat 0,25 Teile, Ammoniumbichromat 0,25 Teile, Sirup 2 Teile, Goldschwefel 0,05 Teile, Aluminiumpulver 0,1 Teile.
Die Beanspruchung des aus der neuen Masse hergestellten Reifens wird über den ganzen Querschnitt verteilt und die Dauerhaftigkeit des Lauf mantels infolgedessen sehr erheblich erhöht. Der Reifen bietet ferner großen Widerstand gegen Gleiten auf der Unterlage und ermöglicht außerdem ein völlig geräuschloses Fahren. Es ist auch jede Möglichkeit eines Zersprengens des Reifens und daraus folgender Nachteile und Gefahren ausgeschlossen, selbst wenn der Reifen von einem spitzen Körper oder einem Geschoß durchbohrt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung einer besonders zur Verarbeitung auf Radreifen geeigneten Masse aus Gelatine, Glyzerin, Formaldehyd und Eisessig oder anderen gleichartig wirkenden Säuren, darin bestehend, daß zu dem aus Gelatine, Glyzerin und Wasser hergestellten Brei zunächst eine Teilmenge der zu verwendenden Säure zugefügt und die Masse sodann einige Zeit geschmolzen erhalten wird, worauf man der Masse unmittelbar vor der Formgebung die zweite Teilmenge der Säure in Mischung mit Formaldehyd oder einem anderen Härtemittel zusetzt.
2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, darin bestehend, daß man der Masse Aluminiumpulver oder andere Körper mit gutem Wärmeleitungsvermögen einverleibt.
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