DE288442C - - Google Patents
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- DE288442C DE288442C DENDAT288442D DE288442DA DE288442C DE 288442 C DE288442 C DE 288442C DE NDAT288442 D DENDAT288442 D DE NDAT288442D DE 288442D A DE288442D A DE 288442DA DE 288442 C DE288442 C DE 288442C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21H—INCANDESCENT MANTLES; OTHER INCANDESCENT BODIES HEATED BY COMBUSTION
- F21H1/00—Incandescent mantles; Selection of imbibition liquids therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Gas Burners (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JV£ 288442 KLASSE 4/. GRUPPE
RUDOLF LANGHANS in BERLIN.
Gasglühlichtlampe. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. März 1914 ab.
Die Erfindung betrifft eine Gasglühlichtlampe. Das wesentliche Kennzeichen der Erfindung
besteht darin, daß der Glühkörper, statt wie üblich aus einem imprägnierten und abgebrannten Maschengewebe, aus einem Stück
Plüsch aus · geeignetem Fasermaterial besteht, und zwar kommen als geeignet vorzugsweise
in Frage Ramieplüsch, Baumwollenplüsch oder Plüsch aus Kunstseide. Versuche haben ergeben,
daß sich derartiger im Handel befindlicher Plüsch ebensogut wie die bisher gebräuchlichen
Glühstrümpfe aus Maschengewebe mit den üblichen Leuchtstoffen imprägnieren und veraschen läßt, so daß ein
Glühkörper entsteht, der auf dem ein engmaschiges Sieb bildenden Grundgewebe als
Glühkörper die imprägnierten und veraschten Florfädchen besitzt, d. h. also eine große Anzahl
parallel zur Durchtrittsrichtung des Brenngemisches laufende Stäbchen mit zwischen
diesen in gleicher Richtung laufenden engen Kanälen. Der Verbrennungsvorgang bei einem solchen Glühkörper ist folgender.
Das durch die engen Maschen des Grundgewebes als engmaschiges Sieb tretendeBrenngemisch, das bei seinem Austritt an der Oberfläche des Glühkörpers entzündet wird, verbrennt in den parallel verlaufenden Zwischenkanälen zwischen den eng stehenden Stäbchen bzw. Fäden des Flors, wobei durch Einstellung an der^Gasdüse die Flammenlänge so geregelt wird, daß sie in der Ebene der Enden der Florstäbchen bzw. -fädchen endet. Hier entsteht dann, und zwar erforderlichenfalls durch zugeführte Sekundärluft angefacht, durch die ins Glühen versetzten Fädchen eine starke Lichtemission, die sich von der Endebene der Stäbchen nach innen abnehmend erstreckt. Ein Zurückschlagen der vielen kleinen Teilflämmchen in den Kanälen zwischen den Florstäbchen wird dabei durch das Grundgewebe verhindert.
Das durch die engen Maschen des Grundgewebes als engmaschiges Sieb tretendeBrenngemisch, das bei seinem Austritt an der Oberfläche des Glühkörpers entzündet wird, verbrennt in den parallel verlaufenden Zwischenkanälen zwischen den eng stehenden Stäbchen bzw. Fäden des Flors, wobei durch Einstellung an der^Gasdüse die Flammenlänge so geregelt wird, daß sie in der Ebene der Enden der Florstäbchen bzw. -fädchen endet. Hier entsteht dann, und zwar erforderlichenfalls durch zugeführte Sekundärluft angefacht, durch die ins Glühen versetzten Fädchen eine starke Lichtemission, die sich von der Endebene der Stäbchen nach innen abnehmend erstreckt. Ein Zurückschlagen der vielen kleinen Teilflämmchen in den Kanälen zwischen den Florstäbchen wird dabei durch das Grundgewebe verhindert.
Diese neuen Glühkörper aus Plüschstücken sind nicht nur wohlfeil, sondern sie zeichnen
sich auch durch große Haltbarkeit bei starkem Lichtemissionsvermögen aus. Sie können in
Scheibenform oder in Zylinderform Anwendung finden oder auch in zwischen diesen beiden
Grenzfällen liegenden Formen, z. B. der . Kugelkalottenform. Der Brenner kann ferner
stehende Anordnung oder hängende haben, also ein mit dem Brennerkopf nach oben oder
mit diesem nach unten gerichtetes Brennerrohr. In beiden Fällen ist der Verbrennungsvorgang und die Anordnung des Glühkörpers
aus Plüsch in bezug auf den Brennerkopf die gleiche, es ist nur der Zugzylinder entsprechend
umzulagern.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele mit nach abwärts gerichtetem Brennerrohr
des Brenners im Längsschnitt, und zwar Fig. ι für einen scheibenförmigen Brenner,
und Fig. 2 für einen zylindrischen.
Es ist bereits ein Glühstrumpf für Gasglühlicht bekannt, bei welchem über dem eigentliehen
Grundgewebe des Glühstrumpfes aus demselben frei hervorragende Fäden, Ösen oder sonstige Fadengebilde, die mit dem
Grundgewebe des Glühstrumpfes starr verbunden sind, angeordnet sind. Abgesehen davon,
daß solche Glühstrümpfe die Herstellung eines besonderen Strumpfgewebes erfordern, wäh-
rend im Gegensatz hierzu der Glühkörper des vorliegenden Brenners aus in althergebrachter
Weise fabriziertem Plüschgewebe besteht, ist bei diesem bekannten Glühstrumpf die Stellung
der herausragenden Schleifen oder Fäden zu weitständig und ihre Anzahl zu gering, um
den günstigen Lichteffekt unter der eigentümlichen Flammenbildung des vorliegenden Brenners
zu erzielen, da selbst dann, wenn durch
ίο erhöhte Gaszufuhr die sonst am Grundgewebe
innen entlang entstehende Flammenzone nach außen gerichtet wird, die nötige Sekundärluft
durch die vorstehenden Einzelfäden, Schleifen oder Stäbe abgelenkt wird, so daß trotz unverhältnismäßig
hohen Gasverbrauchs ein gesteigerter Leuchteffekt nicht erzielt wird.
In ; Fig. ι ist α die Gasdüse, deren Querschnitt
in bekannter Weise mittels Stellschraube b geregelt werden kann. Die Primärluft
tritt bei c ein, und das Gemisch gelangt durch das Mischrohr d in den Glühhkörperhalter
e aus keramischem Material. Derselbe besteht nach Fig. 1 aus einem trichterförmigen
Oberteil, mit welchem ein Siebboden f, beispielsweise mittels Gewindes, verbunden ist.
An diesem befestigt, beispielsweise durch Ankitten, ist ein Ring g mit Kappe h, z\vischen
denen der Rand der Plüschscheibe, und zwar des Grundgewebes i, eingespannt ist, dessen
Florstäbchen k nach erfolgter Imprägnierung und Veraschung den Glühkörper bilden. Ein
Zugglas /, vorteilhaft aus Quarzglas, ist an dem Halterschirm m mittels Schrauben« o.dgl.
aufgehängt. Das Zugglas hat bei 0 Öffnungen zum Eintritt der Sekundärluft, welche aus dem
Schirm m durch einen Kranz von Öffnungen p austreten kann.
Bei Fig. 2 hat der Glühkörper aus Plüsch Zylinderform. Entsprechend hat der Halter r
ehe Form eines Rohres mit Siebmantel s und Bodenverschluß t. Das Grundgewebe u des
Plüschzylinders ist mit seinen Rändern zwischen konischen Ringen ν eingespannt, und
seine Florstäbchen w bilden ebenso wie bei Fig. ι den eigentlichen Glühkörper. Das Zugglas
χ hat vorteilhaft am Boden und am Umfang Öffnungen zum Eintritt der Sekundärluft.
Der Verbrennungsvorgang ist der eingangs geschilderte. Die Sekundärluft dient zur Unterstützung
der Verbrennung und dadurch zur Erhöhung" der Lichtemission sowie zur Abführung der Verbrennungsprodukte.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Gasglühlichtlampe, dadurch gekennzeichnet, daß ein Glühkörper aus mit Leuchterden getränktem Plüschgewebe auf einen passenden Siebbrenner so aufgesetzt ist, daß das Gasgemisch den Glühkörper parallel zur Richtung der Florstäbchen des Plüsches, durchstreicht, so daß sich die Flammen nur zwischen den Florstäbchen selbst bilden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE288442C true DE288442C (de) |
Family
ID=543567
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT288442D Active DE288442C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE288442C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3129749A (en) * | 1953-11-16 | 1964-04-21 | Schweiz Gasapp Fabrik Solothur | Radiating gas burner |
| US3204683A (en) * | 1962-11-30 | 1965-09-07 | Universal Oil Prod Co | Gas-fueled catalytic infra-red heat producing element |
| US3472601A (en) * | 1967-12-12 | 1969-10-14 | Sango Toki | Radiant gas burner element |
-
0
- DE DENDAT288442D patent/DE288442C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3129749A (en) * | 1953-11-16 | 1964-04-21 | Schweiz Gasapp Fabrik Solothur | Radiating gas burner |
| US3204683A (en) * | 1962-11-30 | 1965-09-07 | Universal Oil Prod Co | Gas-fueled catalytic infra-red heat producing element |
| US3472601A (en) * | 1967-12-12 | 1969-10-14 | Sango Toki | Radiant gas burner element |
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