DE288233C - - Google Patents

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DE288233C
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combustion engine
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valve
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L2760/00Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines
    • F01L2760/006Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines for reversing two stroke engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 466. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1913 ab.
Es ist bekannt, die Aufladung von mit Schlitzsteuerung arbeitenden Gegenkolben-Verbrennungskraftmaschinen dadurch zu stei-■ gern, daß man die Einlasse später schließen läßt als die Auspufföffnungen. Diese Betriebsweise bedingt eine Versetzung der Kurbeln derart, daß der den Auspuff steuernde Kolben dem andern voreilt. Ist nun die Versetzung entsprechend einer nennenswerten Steigerung
ίο der Aufladung beträchtlich, dann ist es nicht möglich, die Maschine ohne weiteres im umgekehrten Drehsinne zu betreiben, da sonst der den Einlaß steuernde Kolben dem andern vor·» auseilen und eine Verbindung des Arbeits-Zylinders mit dem Ladebehälter eher freigeben würde, als das Kraftmittel sich auf oder unter den Druck der neu eintretenden Ladung entspannt hat.
Um nun zu verhindern, daß der Zylinderinhalt bei Änderung der Hauptumlaufrichtung in den Ladebehälter tritt, sind gemäß der Erfindung in der Zylinderwand ein oder mehrere besondere Auslässe angeordnet, durch die ein hinreichendes Vorauspuffen der Verbrennungsgase bis zur Freilegung der für den Einlaß der frischen Ladung vorgesehenen Schlitze erfolgt.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in Fig. 1 und 2 in zwei Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt.
Die Fig. 1 zeigt eine Ausbildung, bei welcher unterhalb des Hauptauslasses α ein Hilfsauslaß b vorgesehen ist, der den Arbeitszylinder ringförmig umgibt und mit dem Hauptauslaß durch ein Ventil c in Verbindung gebracht bzw. von ihm getrennt werden kann.
Läuft die Maschine in der Hauptgangrichtung, dann ist der Hilfsauslaßraum b vom Hauptauspuff α abgeschlossen. Wird jedoch die Gangrichtung geändert, dann öffnet man das Ventil c. Dadurch können beim Arbeitshub die Zylindergase so zeitig entweichen, daß sie bis auf oder unter den Druck der frischen Ladung im Behälter d entspannt sind, wenn die Einlasse e vom unteren Kolben freigelegt werden, so daß ein Eindringen des verbrauchten Kraftmittels in den Ladebehälter vermieden wird. Das Ventil c kann bei der weiteren Auswärtsbewegung der Kolben offen bleiben, so daß es zusammen mit den Auslässen a als Auspuff dient, wenn diese geöffnet werden. Beim Verdichtungshub ist es mit Rücksicht auf eine gute Aufladung empfehlenswert, das Ventil c zu schließen, wenn der obere Kolben im Begriff ist, die Auslässe α zu überdecken, da im anderen Falle die Ladung bis zur Beendigung des Überschleifens der Auslässe b wieder aus dem Zylinder gedrückt würde.
Statt der Schlitze b kann man auch besondere, unmittelbar am Arbeitszylinder angeordnete Ventile für den Vorauspuff verwenden. Als weitere Organe für die Steuerung des Vorauspuffes kommen Schieber in Betracht, die in ähnlicher Weise wie Ventil c bei der Umkehrung der Gangrichtung der Maschine vor dem Freilegen der eigentlichen Auspufföffnungen ein Entweichen der expandierenden Verbrennungsgase bzw. der Druckluft im Falle des Anlassens oder Umsteuerns gestatten.
Unter Umständen empfiehlt es sich, mit Rücksicht auf die Zylinderschwächung auf die
Anbringung besonderer Hilfsauslässe in der Zylinderwand zu verzichten und schon vorhandene Organe für das Vorauspuffen zu verwenden. In Fig. 2 ist beispielsweise dargestellt, wie man das Anlaßdruckluftventil diesem doppelten Zweck nutzbar machen kann.
Das Ventil / wird mechanisch durch das Gestänge h gesteuert, welches durch einen Handhebel in drei Stellungen, nämlich Anlassen, Vorwärtsfahrt und Rückwärtsfahrt gebracht werden kann. Der letzte Fall ist in der Zeichnung dargestellt. Das Ventil öffnet eine geraume Zeit vor der Freilegung der Einlasse e durch den unteren Kolben. Hierbei entweichen die vorauspuffenden Abgase durch Bohrungen des mit der Ventilstange verbundenen Kolbenschiebers in die Leitung i und von dort in den Hauptauspuffkanal. Soll Druckluft aus der Leitung g in den Zylinder gelassen werden, dann wird das Ventil / höher angehoben, so daß es in dieser oberen Endstellung die Abgasleitung i verschließt.
In allen Fällen kann die Verstellung der den Vorauspuff steuernden Organe unmittelbar von Hand oder durch die Umsteuerungsvorrichtung der Maschine erfolgen, so daß in letzterem Falle alle Organe von derselben Steuervorrichtung aus betätigt werden kön-
nen. Zur Übertragung der Bewegung kann, man sich mechanischer Vorrichtungen, Flüssigkeiten oder Gase bedienen.
Die Maschine kann nach dem Verpuffungs- oder Gleichdruckverfahren betrieben werden. Die Bewegung für die gemäß der Erfindung verwendeten Organe zum mittel- oder unmittelbaren Steuern des Vorauspuffes läßt sich von der Hauptwelle oder einer Nebenwelle der Maschine ableiten.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Mit Schlitzsteuerung arbeitende Gegenkolben -Verbrennungskraftmaschine, deren Einlasse in der Hauptgangrichtung später. freigelegt und geschlossen werden - als die Auslässe, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zylinderwand ein oder mehrere besondere Auslässe angeordnet sind, durch die bei Umkehrung der Gangrichtung ein Vorauspuff erfolgt.
2. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere zur Kraftmittelzufuhr dienende Vorrichtungen des Arbeitszylinders (z. B. das Druckluftanlaßventil) gleichzeitig als VorauspufTorgane verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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