DE287202C - - Google Patents
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- DE287202C DE287202C DENDAT287202D DE287202DA DE287202C DE 287202 C DE287202 C DE 287202C DE NDAT287202 D DENDAT287202 D DE NDAT287202D DE 287202D A DE287202D A DE 287202DA DE 287202 C DE287202 C DE 287202C
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- locks
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B19/00—Keys; Accessories therefor
Landscapes
- Closures For Containers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung,' die überall da Anwendung finden
kann, wo es darauf ankommt, daß zeitweise eine bestimmte Anzahl Verschlüsse gewissenhaft
bedient werden, wie dieses z. B. bei dem Entleeren der Stadt brief kasten der Reichspost
der Fall ist.
Zur Erzielung dieses Zweckes hat man bereits einen Kontrollverschluß in Vorschlag gebracht,
bei welchem die zu einer Serie gehörenden Schlösser alle verschieden eingestellt
sind und einen Schlüssel erfordern, dessen Mechanismus bei jeder Bedienung eines dieser
Schlösser eine Abänderung erfährt, der die Einstellung des nächsten zu bedienenden
Schlosses entspricht. Bei der bekannten älteren Einrichtung findet aber ein schlüsselartiges
Organ Anwendung, das man kaum noch als Schlüssel bezeichnen kann. Es ist untrennbar
mit einem Gehäuse oder Behälter verbunden, welches der die Briefkasten Leerende ständig
mit sich herumtragen muß.
Mit der Erfindung wird bezweckt, einen Kontrollverschluß unter Benutzung eines
Schlüssels der gewöhnlichen Größe und Gestalt herbeizuführen. Dies wird im wesentlichen
dadurch erreicht, daß im Schaft des Schlüssels ein Gesperre untergebracht ist, dessen einer
Teil durch den Schloßstift verhindert wird, an der Drehung des Schlüssels teilzunehmen.
Bei einer, vollen Umdrehung des Schlüssels im Schloß würden sich aber die Teile nach
der Umdrehung genau wie vor Einführung des Schlüssels, gegenüberstehen, der Schlüssel
würde also keine Änderung erfahren haben. Um die Änderung herbeizuführen, ist eine
zweite Austrittsöffnüng für den Schlüssel vorgesehen, und der Schlüssel wird an einer
Ganzumdrehung verhindert, so daß er notwendigerweise nur aus der zweiten Öffnung
herausgezogen werden kann.
Die Erfindung bezieht sich außerdem auf verschiedene Konstruktionseinzelheiten, z. B.
darauf, wie der eine Teil des Gesperres an der Drehung verhindert wird, ferner darauf,
wie erreicht wird, daß der Schlüssel nur bis zu der zweiten Austrittsöffnung gedreht werden
kann, und ferner noch auf weitere Einzelheiten.
Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel.
Die Fig. 1 zeigt den Schlüssel von der Bartseite aus gesehen.
Die Fig. 2 und 3 zeigen ihn von der Seite und im unteren Teile in einem mittleren
Längsschnitt, wobei in Fig. 3 der im Schlüsselinneren bewegliche Teil herausgenommen ist.
Die Fig. 4 und 5 zeigen den beweglichen Teil des Schlüsselinneren in Ansicht und
Schnitt.
Die Fig. 6 zeigt das Schloß in Vorderansicht,
die Fig. 7 von der Seite in einem mittleren Längsschnitt, während
die Fig. 8, 9 und 10 den verschwenkbaren Schloßriegel von oben, von der Seite und von
unten zeigen. .
Der Schlüssel besitzt die gewöhnliche Gestalt und Größe. Der Mantel m trägt einen
Bart d. Fest mit dem Schlüsselmantel verbunden ist eine Sperrscheibe ο (Fig. 3). Mit
dieser steht eine Sperrscheibe 0' in Eingriff, die vom unteren Ende einer die schon erwähnte
Sperrscheibe 0 durchsetzenden Hülse I getragen wird. In das obere Ende der
Hülse / ist eine Schraube S eingeschraubt und zwischen dem Kopf der Schraube S und der
Sperrscheibe 0 eine Schraubenfeder η mit Vorspannung
eingesetzt. In das hohle Innere der Hülse I ragt ein Ansatz b hinein. Aus
dieser Beschreibung der Einrichtung des Schlüssels ergibt sich bereits, daß, wenn die
Hülse I z. B. durch ein gegen den Ansatz b sich stützendes Widerlager festgehalten wird;
nur eine Drehung des Schlüssels in einem
* einzigen Sinne erfolgen kann, und zwar beim Blick auf die Schlüsselöffnung in dem der Bewegung
der Uhrzeiger entgegengesetzten Sinne. , Bei einer solchen Drehung, bei der durch den
festgehaltenen Ansatz b auch der mit ihm fest verbundene Gesperreteil 0' an Ort und Stelle
verbleiben muß, gleiten die Zähne der Sperrscheibe 0 über die Zähne der Sperrscheibe 0'
hinweg, wobei die letztere und die mit ihr verbundenen Teile bei jeder Fortschaltung um
einen Zahn in Richtung der Schlüsselachse zunächst nach außen gedrängt und dann durch die Wirkung der Schraubenfeder η zurückgezogen
werden.
Das Schloß besitzt nun eine Vorrichtung, um den in Fig. 5 gesondert gezeichneten Teil
im Schlüsselinneren festzuhalten, also an der Drehung des Schlüssels nicht teilnehmen zu
lassen. Diese Vorrichtung besteht aus einem Schloßstift r mit Aussparung c, in die der
Ansatz b beim Einführen des Schlüssels in das Schloß eingreift. Im übrigen ist das
Schloß wie folgt eingerichtet. Der Schloßstift r ist in ein mit zwei Flanschen zur Befestigung
des Schlosses versehenes Schloßgehäuse h eingesetzt. Im Gehäuse h ist eine
Riegelscheibe R mit Riegel f drehbar gelagert. Der vorstehende Riegel f öffnet oder schließt
den Briefkasten. Gegen einen Vorsprung ν der Riegelscheibe R stützt sich eine Schraubenfeder
i, deren anderes Ende am Gehäuseboden ein Widerlager findet, der zur Führung
der Feder i mit einer Aufnahmerille versehen ist. Auf der dem Schlüsselloch zugekehrten
Seite trägt die Riegelscheibe R einen Mitnehmerstift 6 mit daran angesetzter Zunge p.
Der Gehäusedeckel Q besitzt neben einer Öffnung α eine zweite öffnung k, die aber lediglich
zum Herausziehen des Schlüssels dient, und in die er deshalb nicht eingeführt werden
kann, weil die Zunge f die öffnung k sperrt.
Für den vorstehenden Riegel f der Riegelscheibe R ist im Gehäuse h ein Schlitz vorgesehen,
der etwa von der Zahl 1 in Fig. 6 bis zur Mitte zwischen den Zahlen 11 und 10
reicht, wie durch punktierte Linien angegeben ist.
Die Wirkungsweise der Einrichtung, bei der angenommen ist, daß zwölf Briefkasten in bestimmter
Reihenfolge bedient werden sollen, und bei der daher die Sperrscheiben 0 und 0'
zwölf Zähne und die Teile R und Q zwölf Löcher aufweisen, ist die folgende:
Der Schlüssel wird in die Bartöffnung a eingeführt und im Sinne des in Fig. 6 eingetragenen
Pfeiles umgedreht. Dabei; verbleibt infolge des Zusammenwirkens der Teile b, c
die Hülse I an Ort und Stelle. Wenn der Bart etwa der Zahl 10 in Fig. 6 gegenübersteht,
kommt er an dem Mitnehmerstift e zum Anliegen, den er nun mitnimmt. Dadurch
wird auch die Riegelscheibe R und der Riegel f mitgenommen und das Schloß bzw. der
Briefkasten geöffnet. Der im Gehäuse h vor- ■ gesehene Schlitz für den Riegel f läßt nur
etwa eine Drehung von 80 ° für die Riegelscheibe R zu, so daß der Bart d die öffnung a
nicht erreicht. Er gelangt nur gerade bis unter die öffnung k. Bei dieser Lage der
Teile kann nun die Leerung des Briefkastens erfolgen. Zwar steht der Riegel f unter der
Wirkung der jetzt gespannten Feder i, doch kann er nicht zurückgleiten, denn sein Ansatz
β drückt gegen den Schlüsselbart d (der Schlüssel kann also auch nicht herausfallen)
und der mit dem Schlüsselbart starr verbundene Gesperreteil 0 gegen den Gesperreteil 0',
der sich durch den Ansatz b gegen den Schloßstift r lehnt. Es stützt sich also der Riegel
/ durch Vermittlung des Schlüssels gegen den Schloßstift, so daß, wie sich hieraus ergibt,
durch Herausziehen des Schlüssels der Riegel sofort unter der Wirkung seiner Feder
* zurückspringt. Am Schloß kehrt hierbei zwar alles in seine in Fig. 6 dargestellte Anfangslage
zurück, der Schlüssel ist aber verändert worden, denn der Ansatz b des
Schlüssels liegt nicht mehr dem Bart d gegenüber, sondern es liegen diese Teile jetzt genau
so, wie in Fig. 6 die Aussparungen k und c zueinander liegen, aus denen ja der Schlüssel
zuletzt herausgezogen wurde. Nach dem Herausziehen des Schlüssels kann daher der
Schlüssel nicht zum zweiten Male in das Schloß eingeführt werden, ohne daß zuvor die
übrigen elf Schlösser bedient worden sind, weil der Schlüssel nicht mehr in die öffnung
α paßt und die öffnung k versperrt ist.
Bei dem nun folgenden Schloß Nr. 2 usw. einschließlich der letzten Nummer der Serie
muß das Schlüsselschild Q sowie auch der Mitnehmerstift e nebst der sichernden Zunge fi
je um ein Zwölftel im Sinne der angebrachten Zahlen weiter verdreht sein, so daß bei jedem
folgenden Schloß die Stellung des Einganges a
gleich derjenigen des letzten Ausganges k ist. Um eine einheitliche Herstellung der Schlösser
und eine bequeme Einstellung derselben zu ermöglichen, sind die Scheiben Q und R mit
Schraubenlöchern versehen, deren Teilung, die im betrachteten Falle zwölf beträgt, gleich ist
der Zähnezahl der Gesperreteile ο und o' beim Schlüssel, so daß das Einstellen der Schlösser
ίο nur in der Wechselung der Schraubenlöcher
besteht.
An die hier als Beispiel angeführte Serie bzw. Teilung ist man natürlich nicht gebunden.
Sie kann vielmehr beliebig sein, ebenso kann durch entsprechende Stellung des Ein-
und Ausganges bei den Schlössern erreicht werden, daß eine früher bestimmte Serie nicht
unbedingt vollzählig bleiben muß.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Kontroll Verschluß, bei welchem, um die Bedienung der zu einer Serie gehörenden Schlösser nur in einer bestimmten Reihenfolge zu ermöglichen, alle Schlösser verschieden eingestellt sind und der allen Schlössern gemeinsame Schlüssel bei jeder Bedienung eines der Schlösser eine Verstellung erfährt, der die Einstellung des nächsten zu bedienenden Schlosses entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß im Schaft (m) des an einer Ganzumdrehung verhinderten und durch eine zweite Bartöffnung (k) aus dem Schloß herausziehbaren Schlüssels ein Gesperre (0, 0') untergebracht ist, dessen einer Teil (0') durch den Schloßstift (r) verhindert wird, an der Drehung des Schlüssels teilzunehmen.
- 2. Kontrollverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schloßstift (r) eine Aussparung (c) besitzt, in die der an der Drehung zu verhindernde Gesperreteil (0') des Schlüssels mit einem Ansatz (δ), eingreift.
- 3. Kontrollverschluß nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verhinderung der Ganzumdrehung des Schlüssels durch eine entsprechend bemessene Schlitzführung des Verschlußriegels (f) bedingt wird, der nach erfolgter Mitnahme durch den Schlüssel nur noch dessen Weiterdrehung bis unter die zweite Bartöffnung(k) zuläßt.
- 4. Kontrollverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnahme des Riegels (/") durch einen Mitnehmerstift (<?) desselben erfolgt, an welchen sich eine normalerweise bis unter die zweite Bartöffnung (k) erstreckende Zunge (φ) anschließt, die diese Öffnung gegen Einführung des Schlüssels sperrt.
- 5. Kontrollverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schloßgehäuse (h) als kreisrunder Behälter ausgeführt ist und der Riegel (f) den Ansatz einer im Gehäuse drehbar gelagerten Ringscheibe (R) bildet, die ebenso wie der Behälterdeckel (Q) mit an Zahl der Anzahl der zu bedienenden Schlösser entsprechenden Schraubenlöchern versehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE287202C true DE287202C (de) |
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ID=542444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT287202D Active DE287202C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE287202C (de) |
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