DE286539C - - Google Patents

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DE286539C
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pressure
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B11/00Preservation of milk or dairy products
    • A23B11/10Preservation of milk or milk preparations

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Sterilisieren von Milch u. dgl., bei der die Sterilisierung in bekannter Weise durch Einwirkung eines hohen konstanten Druckes, welcher gegebenenfalls plötzlich aufgehoben werden kann, oder durch stoßartige Einwirkung eines solchen auf das Sterilisiergut herbeigeführt wird. Man kennt zwar den vorliegenden Einrichtungen ähnliche
ίο hydraulische Pressen, auch wurde schon vorgeschlagen, Milch, Rahm u. dgl. dadurch zu konservieren, daß man auf dieselben mittels eines Kolbens einen Drück ausübt; einerseits genügt jedoch der im letzteren Falle hervorgerufene Druck nicht zur Sterilisierung, anderseits sind die bekannten Pressen nicht in der Weise ausgebildet, daß die die zu sterilisierende Milch enthaltenden Behälter schnell in den Druckzylinder hineingebracht und herausgenommen und doch in kurzer Zeit der Einwirkung eines genügend hohen Druckes ausgesetzt werden können.
In den Zeichnungen sind verschiedene Äusführungsformen der Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Ausführungsform im Längsschnitt, welche sowohl zur Erzeugung von hohem Druck als auch zum plötzlichen Nachlassen desselben eingerichtet ist.
Die Vorrichtung besteht in der Hauptsache aus einem mit den Druckmitteln gefüllten Druckzylinder α, in welchem der Druckkolben δ entgegen der Wirkung einer im Zylinderinnern angeordneten Feder c verschiebbar ist. Die Bewegung des Kolbens wird vermittels eines in die Zylinderbohrung einschraubbaren Gewindestückes d erzielt, welches innen haubenartig ausgehöhlt ist und sich über den entsprechend verjüngten oberen Teil des Kolbens δ stülpt und beim Anziehen auf das sich am Umfang des Kolbens auf den durch dessen Verjüngung gebildeten Absatz stützende Dichtungsmaterial e und durch dieses auf den Kolben δ wirkt. Von dem Zylinderinnern führt eine Querbohrung f nach außen und nimmt dort an seiner Mündung ein Manometer g auf. Von dem Querkanal f führt eine Längsbohrung parallel zur Hauptbohrung des Zylinders nach oben und dient zur Führung eines schwachen, bolzenartigen und mittels Stopfbüchse i in dem letzteren dicht geführten kleinen Kolbens h, welcher durch einen oben am Zylinder α angelenkten Riegel k in Stellung gehalten oder freigegeben werden kann. Die Handhabung und Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende. Nach. Her ausnehmen des Gewindestückes d und des Kolbens δ aus dem Zylinder α wird in diesen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel das in dem vollkommen gefüllten Gefäß I befindliche Sterilisiergut eingebracht. Bei nicht flüssigem Gute muß entsprechende Flüssigkeit eingefüllt werden, so daß auf alle Fälle vollkommene Füllung des Gefäßes / gewährleistet ist. Das Gefäß I besteht entweder aus elastischem oder biegsamem Material oder ist mit 6S einem elastischen oder kolbenartig wirkenden Verschluß versehen. Nach Einbringung dieses Gefäßes wird der Apparat mit Preßflüssigkeit
ausgefüllt und dann der Kolben b und das Gewindestück d in den Zylinder eingesetzt und das letztere angezogen. Hierdurch wird infolge des Gegendruckes der Feder c das Dichtungsmaterial e zusammengepreßt und seitlich ausgebaucht, wodurch eine vollkommene Dichtung erzielt wird. Bei weiterem Anziehen des Gewindestückes d wird der Widerstand der Feder c überwunden und nun im weiteren
ίο Verlauf ein starker Druck auf die Preßflüssigkeit ausgeübt. Hierdurch entsteht in der Vorrichtung ein hoher hydraulischer Druck, welcher sich dem Sterilisiergute im Gefäß I mitteilt, weil das letztere elastisch ist oder doch, wie erwähnt, mit einem elastischen Verschluß versehen ist. Dieser Druck preßt gleichzeitig das Dichtungsmaterial immer fester zusammen und gegen die Zylinderwandung. Ein Beschädigen des Gefäßes durch den hohen Druck findet jedoch nicht statt, da sich der äußere und der innere Druck gegenseitig aufheben. Die Höhe des Druckes gibt das Manometer g an. Bei empfindlichen Keimen ist auf diese Weise schon die Sterilisierung des Gutes erreicht, da diese Keime schon durch den erzeugten hohen Druck abgetötet werden. Dabei handelt es sich aber um Druck von mehreren tausend Atmosphären. Kommen zähe Keime in Betracht, deren Vernichtung durch den konstanten Druck nicht anzunehmen ist, so dreht man den Riegel k beiseite, so daß der kleine Kolben h freigegeben wird. Infolge des innern Druckes im Apparat fliegt nun dieser Bolzen mit starkem Knall in die Höhe, wobei noch ein Teil Flüssigkeit nachströmt. Die Folge von diesem Vorgange ist eine plötzliche Aufhebung des Druckes im Zylinder und Behälter I. Durch die plötzliche Druckverminderung werden dann bekanntlich auch zählebige Bakterien vernichtet.
Mit der in Fig. 2 im Längsschnitt und in Fig. 3 im Grundriß dargestellten Ausführungsform der Vorrichtung sollen hohe Druckstöße plötzlich ausgeübt werden.. Dieselbe besteht wie beim ersten Ausführungsbeispiel aus einem mit Druckflüssigkeit auszufüllenden Zylinder a, in dessen unteren Teil der Behälter I mit dem zu sterilisierenden Gut untergebracht wird. Der Druckkolbcn b ist nicht bloß über, sondern innerhalb der Druckflüssigkeit im Zylinder angeordnet, so daß dieser in zwei Druckkammern c1, c2 geteilt ist, von denen die letztere mit dem Manometer g versehen ist. Der Kolben b wird nicht unmittelbar von dem den Zylinder oben
5S dicht abschließenden Gewindestück beeinflußt, sondern er stützt sich vermittels einer an ihm zentrisch angeordneten, nahezu auf ihrer ganzen Länge hohlen Stange η und eines Querstücks 0, welches auf dem mit Gewinde versehenen oberen Ende der Stange verstellbar angebracht ist, auf zwei an dem Gewindestück d nach oben vorstehende Zapfen ft. Die Abdichtung des Kolbens b und des Gewindestückes d erfolgt mittels eines auf ihren einander zugekehrten Flächen aufgelegten Dichtungsmaterials e und der Scheibe e1, die sich auf im Zylinderinnern ausgebildete Absätze stützen. In der Stange η ist oben ein bolzenartiger kleiner Kolben q mittels einer in sie hineinragenden Gewindespindel ν dicht verschiebbar; der Hohlraum der Stange η steht unten durch Querbohrungen s mit der einen Kammer c2 des Zylinders in Verbindung.
Ist der das Sterilisiergut enthaltende Behälter I in den Zylinder eingebracht und dessen Kammern c1, c2 mit Druckflüssigkeit gefüllt, so dreht man die Schraubenspindel ν und damit den Druckbolzen q in den ebenfalls mit Druckflüssigkeit gefüllten Hohlraum der Stange η hinein. Der auf die Flüssigkeit des Stangenhöhlraumes ausgeübte Druck pflanzt sich durch die Querbohrungen s auf die Flüssigkeit der Zylinderkammer c2 fort, so daß in dieser ein hoher Druck entsteht, welcher am Manometer g abgelesen werden kann. Ist die erforderliehe Spannungs- bzw. Druckhöhe erreicht, so dreht man das Querstück 0 von den Stützzapfen ft hinweg, so daß es seinen Halt verliert (s. Fig. 3, strichpunktiert). Der auf dem Kolben b lastende Druck bewegt diesen dann plötzlich in die Kammer c1 hinein, wodurch eine plötzliche starke Druckerhöhung der in dieser befindlichen Druckflüssigkeit stattfindet und von dieser auf das Sterilisiergut fortgepflanzt wird. Durch diese plötzlichen Druckstöße werden alle in dem zu sterilisierenden Gut befindlichen Bakterien, auch die zählebigsten, getötet.
Die in Fig. 5 im Längsschnitt dargestellte dritte Ausführungsform unterscheidet sich von der zuerst beschriebenen nur dadurch, daß der mit seiner oberen Verjüngung durch das Gewindestück d hindurchgeführte Kolben b in der Mitte der Länge nach durchlocht ist und ähnlich wie bei der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung in dieser Bohrung bzw. ihrer Stopfbüchse u ein bolzenartiger kleiner Kolben q mittels einer Gewindespindel r in den Kolben b hineinbewegt werden kann. Der Kolben b ist oben an seinem verjüngten Teil mit einem Gewinde versehen und mittels Muttern t an dem Gewindestück d gehalten, so daß die Tragfeder c, gemäß Fig. 1, fortfallen kann.
Ist das Sterilisiergut in den Zylinder α eingebracht und der Kolben b nebst Gewindestück d eingesetzt, so zieht man zunächst die Mutter d an, so daß das Packungsmaterial zwischen den beiden Verschlußteilen zusammengepreßt und unter Abdichtung seitlich ausgebaucht wird. Hierauf wird durch die Längsbohrung des Kolbens Preßflüssigkeit bis zum Rande desselben in den Zylinder α ein-
gefüllt bzw. nachgefüllt, da auch schon vorher Preßflüssigkeit eingebracht sein kann. Nach Einsetzen der Stopfbüchse u mit dem Druckkolben q wird zunächst das Verschlußstück weiter angedreht und so schon eine hohe Spannung erzielt. Die letzte höchste Spannung wird durch s Hineintreiben des Druckbolzens q vermittels der Schraubenspindel r hergestellt. Durch Beiseitedrehen des Riegels k
ίο kann, wie früher, der Druck plötzlich aufgehoben werden.
Die schematische Fig. 4 soll eine wagebalkcnartige Lagerung der Vorrichtungen veranschaulichen. Es hat dies u. a. den Zweck, bei der Beschickung (punktierte Stellung) die Preßflüssigkeit nicht auslaufen zu lassen. Die Herstellung des benötigten Druckes könnte anstatt durch die Verschlußstücke d auch durch Preßpumpen erfolgen, ebenso können zur Erzeugung der beschriebenen Druckstöße andere Mittel als durch gepreßte Flüssigkeiten erzeugte Kräftespannungen verwendet werden.

Claims (1)

  1. P A T E N T - A N S P E Ü C H E :
    i. Sterilisiervorrichtung, insbesondere für Milch u. dgl., mittels auf das Stcrilisiergut ausgeübter Druckwirkungen, dadurch gekennzeichnet, daß in dem das Sterilisiergut aufnehmenden, mit Druckflüssigkeit ο. dgl. gefüllten Preßzylinder ein einschraubbares, auf den Preßkolben (b) wirkendes Gewindestück (d) vorgesehen ist, durch dessen Drehung der Kolben in den Zylinder auf das in demselben befindliche, das Sterilisiergut einhüllende Druckmittel bewegt wird.
    - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem I-Iohlraum des Druckzylinders eine den Preßkolben (b) für gewöhnlich nach außen drükkende Feder (c) und in der Zylinderwandung ein mit dem Zylinderhohlraum in Verbindung stehender bolzenartiger kleiner Kolben (A) angeordnet ist, <der mittels eines Riegels (k) für gewöhnlich in Stellung gehalten, durch dessen Lösung unter plötzlicher Aufhebung des im Zylinder herrschenden Druckes freigegeben wird.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkolben (δ) mit seinem verjüngt ausgebildeten oberen Teil durch das Gewindestück hindurchgeführt und mit einer Längsbohrung versehen ist, in welcher sich ein mit Hilfe einer Gewindespindel ο. dgl. auf und ab bewegbarer kleiner Preßkolben (q) befindet, mit welchem der bereits durch Einschrauben des Gewindestückes (d) erzeugte Druck beträchtlich erhöht werden kann.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptpreßkolben (b) derart innerhalb des Preßzylinders angeordnet ist, daß in diesem zwei mit dem Druckmittel ausgefüllte Kammern (c1 und c2) gebildet werden, während der Kolben (b) auf der einen Seite mit einer nahezu auf ihrer ganzen Länge hohlen, einen kleinen Kolben (q) enthaltenden Stange (n) versehen ist, welche durch Querbohrungen (s) mit der einen Kammer (c2) in Verbindung steht, so daß beim Hochschrauben der Stange mit dem Preßkolben und beim Hineinbewegen des Kolbens (q) in den Hohlraum der Stange {%) auf die in der Kammer (c2) befindliche Druckflüssigkeit ein Druck ausgeübt wird, der durch Hineindrehen eines den Kolben der Stange haltenden Querstücks (0) plötzlich auf das in der anderen Kammer (c1) befindliche Druckmittel zur Einwirkung gebracht werden kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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