DE286359C - - Google Patents
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- DE286359C DE286359C DENDAT286359D DE286359DA DE286359C DE 286359 C DE286359 C DE 286359C DE NDAT286359 D DENDAT286359 D DE NDAT286359D DE 286359D A DE286359D A DE 286359DA DE 286359 C DE286359 C DE 286359C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B7/00—Mercerising, e.g. lustring by mercerising
- D06B7/04—Mercerising, e.g. lustring by mercerising of yarns, threads or filaments
- D06B7/06—Mercerising, e.g. lustring by mercerising of yarns, threads or filaments of hanks of yarns
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Tension Adjustment In Filamentary Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 286359 KLASSE Ba. GRUPPE
MAX ZIEGER in CREFELD.
Gamspannwalze.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Januar 1912 ab.
Bei Strähngarn-Mercerisiermaschinen mit hydraulischer Spannung der beweglichen Garnspannwalze,
bei denen das Garn in gespanntem und entspanntem Zustande gelaugt wird, soll beim Entspannen die Spannung im Garn
noch so stark sein, daß die nicht angetriebene Spannwalze mit in Umdrehung versetzt wird,
damit das Garn gleichmäßig gelaugt -wird, ohne daß sich die einzelnen Strähne verziehen.
ίο Um dieses nun in einer praktischen Ausführung
mit einem Steuerventil durch nur einen Steuerhebel. zu erreichen, ohne bei jeweiliger
Weifenlänge oder Garnstärke eine Verstellung vornehmen zu müssen, dient die den
Gegenstand der Erfindung bildende Strähngarn-Mercerisiermaschine mit hydraulischer Anspannung
der beweglichen Garnspannwalze, deren Bewegung durch ein Steuerventil für
den Zu- und Abfluß des Preßwassers geregelt wird. Das Eigenartige des Erfindungsgegenstandes
besteht darin, daß der Zuflußkegel und Abflußkegel des Ventils von einem gemeinsamen
Steuerhebel bewegt werden, der in • der Richtung der Ventilkegel beweglich geführt,
an einem Ende nachgiebig abgestützt gelagert ist und am anderen freien Ende durch
eine Steuerkurve -derart gesteuert wird, daß sqwohl der Zuflußkegel als auch der Äbflußkegel
abwechselnd geöffnet und geschlossen
wird und beim jeweiligen Übergang beide Kegel vorübergehend geschlossen sind, auch dann,
wenn in Kurve oder Hebel Ungenauigkeiten entstanden sind. Des weiteren ist die Einrichtung
getroffen, daß der Ventilsteuerhebel den Abflußkegel mit Spielraum umgreift und der Abflüßkegel eine besondere Belastung trägt,
so daß dem Preßwasserabflüß beim Entspannen des Garnes ein durch die besondere Belastung
abstimmbarer Widerstand entgegengesetzt wird und dadurch der noch in einer gewissen abgestimmten
Spannung verbleibende Strähn durch die angetriebene Walze unter Drehung der nicht angetriebenen, beweglichen Spannwalze
mitgenommen, also umgezogen wird. .
In der Zeichnung sind das Ventil und die bewegliche Spannwalze in Fig. 1 in der Stellung
gezeichnet, wo die Garnträgerwalzen zum Auf- und Abnehmen der Strähne einander genähert
sind, in Fig. 2 in der Stellung,wo das Garn gespannt ist, und in Fig. 3 in der Stellung, wo
das Garn entspannt ist, jedoch noch so viel Spannung im Garn verbleibt, daß die nicht angetriebene
bewegliche Spannwalze mit in Umdrehung versetzt wird; nach dem Entspannen
wird das Garn wieder gespannt, wie in Fig. 2 dargestellt ist.
Es bedeutet in allen Figuren 18 die angetriebene
ortsfest gelagerte Garnspannwalze und 17 die bewegliche, nicht angetriebene 'Garnspannwalze.
Die Bewegung dieser Walze 17 erfolgt durch den Druckkolben 16 im Preßzylinder
15. Der Rückgang der beweglichen Walze 17 erfolgt durch den Kolben 16, der
durch Ansatz 16' als Rückzugkolben ausge-
bildet ist. Durch die Leitung 14, die mit
dem Preßwasserakkumulator in Verbindung steht, erhält der Kolben 16 durch den Ansatz
16' dauernd einen Gegendruck entsprechend dem Durchmesserverhältnis von Ansatz
16' zum Durchmesser des Kolbens 16. Dieser Gegendruck könnte aber auch durch Feder
oder Hebel erzeugt werden.
12 ist die Zu- und Rückleitung des Preßwassers vom Abflußkegel 3 des Steuerventils 1 zu der Druckseite des Preßzylinders 15. 11 ist die Preßwasserzuleitung vom Akkumulator zum Zuflußkegel 2 des Steuerventils 1. 4 ist ein gemeinsamer Steuerhebel, der an einem Ende drehbar in Punkt 4' an einer Stange 8 gelagert ist, die z. B. durch eine Zugfeder 9 nachgiebig -abgestützt ist. (Die Zugfeder könnte aber auch durch eine Gewichtsbelastung ersetzt werden.) Am anderen Ende trägt der Steuerhebel 4 eine Rolle 4". Der Zuflußkegel 2 ist durch die beiden an ihm festsitzenden Bunde im Steuerhebel 4 an den kugel-. förmigen Drehpunkten 2' und 2" schließend gelagert, der Abflußkegel 3 indessen mit Spielraum zwischen dem Bund 3' und der unteren Seite 3" des abstimmbaren Gegengewichtes 6, welche den Abflußkegel belasten. Die Steuerkurve 5 drückt mit den Ansätzen 5' oder 5" auf die Rolle 4". Um den Steuerhebel 4 gegen die Kraft, die durch die Verschiebung der Kurve 5 erfolgt, abzustützen, dient eine Führung 10 mit Ansatz 10'. Der Steuerhebel kann so unbehindert an dieser Stütze parallel zur Richtung der Ventilkegel auf und nieder gleiten.
12 ist die Zu- und Rückleitung des Preßwassers vom Abflußkegel 3 des Steuerventils 1 zu der Druckseite des Preßzylinders 15. 11 ist die Preßwasserzuleitung vom Akkumulator zum Zuflußkegel 2 des Steuerventils 1. 4 ist ein gemeinsamer Steuerhebel, der an einem Ende drehbar in Punkt 4' an einer Stange 8 gelagert ist, die z. B. durch eine Zugfeder 9 nachgiebig -abgestützt ist. (Die Zugfeder könnte aber auch durch eine Gewichtsbelastung ersetzt werden.) Am anderen Ende trägt der Steuerhebel 4 eine Rolle 4". Der Zuflußkegel 2 ist durch die beiden an ihm festsitzenden Bunde im Steuerhebel 4 an den kugel-. förmigen Drehpunkten 2' und 2" schließend gelagert, der Abflußkegel 3 indessen mit Spielraum zwischen dem Bund 3' und der unteren Seite 3" des abstimmbaren Gegengewichtes 6, welche den Abflußkegel belasten. Die Steuerkurve 5 drückt mit den Ansätzen 5' oder 5" auf die Rolle 4". Um den Steuerhebel 4 gegen die Kraft, die durch die Verschiebung der Kurve 5 erfolgt, abzustützen, dient eine Führung 10 mit Ansatz 10'. Der Steuerhebel kann so unbehindert an dieser Stütze parallel zur Richtung der Ventilkegel auf und nieder gleiten.
Die Arbeitsweise des Steuerventils ist nun folgende:
Fig. i. Die Spannwalzen sind für das Auf- und Ablegen der Garne ganz genähert. Die
Kurve 5 drückt mit dem Ansatz 5" auf die Rolle 4". Der Hebel 4 wird heruntergedrückt,
drückt am Drehpunkt 2' auf den Zuflußkegel 2 und sperrt den Preßwasserzufluß aus der Zuleitung
11 ab, hebt den Abflußkegel 3 am Punkte 3" hoch und öffnet den Abflußkegel 3,
so daß das Preßwasser von der Druckseite aus dem Zylinder 15 durch die Leitungen 12
und 13 entweichen kann. Der Rückdruckkolben 16' zieht den Kolben unter dem Preßdruck
der Leitung 14 zurück und die beiden Spann walzen nähern sich. Der Zuflußkegel 2
wird dabei einmal durch den Hebel 4 von der Kurve 5" niedergedrückt und außerdem
durch die Zugkraft, die durch die Feder 9 am anderen Ende des Hebels 4' ausgeübt wird.
Die Kraft der Feder 9 schließt auch dann den Zuflußkegel 2, wenn etwa in der Steuerkurve
und in der Rolle 4" Ungenauigkeiten auftreten sollten.
Fig. 2. Das Garn ist bis zu seiner Grenze gespannt. Wird bei Übergang von Fig. 1 zu
Fig. 2 die Kurve 5 zurückgezogen, so wird sich der Hebel 4 durch die Zugkraft der Feder
9 um seinen Drehpunkt 2' drehen, und zwar in dem Maße, in dem die Rolle 4" am Hebel 4 gegen die geneigte Kurvenbahn höher
gleitet. Während sich die Rolle 4" hebt, senkt sich das andere Ende des Hebels an Punkt 4'
und drückt den Abflußkegel 3 herunter, bis dieser auch geschlossen ist. Dann verlegt sich
der Drehpunkt des Hebels 4 von 2' nach 3' und der Zuflußkegel 2 wird geöffnet. Das
Preß wasser kann aus der Leitung 11 und durch den geöffneten Zuflußkegel durch Leitung 12
auf die Druckseite des Kolbens treten, drückt den Kolben herunter und verschiebt die bewegliche
Garnträgerwalze 17 für die Spannung des Garnes. Bevor der Zuflußkegel 2 geöffnet
wurde, war der Abflußkegel 3 geschlossen, so daß beim Übergang kein Preßwasser verloren
geht. Der Abflußkegel 3 bleibt durch die Zugkraft der Feder 9 geschlossen, wobei
sich der Hebel 4, wenn die Rolle 4" die Kurve 5 verläßt, gegen den Bund 10' des
Führungsbolzens 10 abstützt. Auch hier bleibt durch die elastische Spannung der Feder
9 der Abflußkegel 3 geschlossen, wenn in den einzelnen Steuerteilen 5' und 10' Ungenauigkeiten
auftreten sollten.
Fig. 3. Das Garn soll entspannt werden, aber noch so viel Spannung behalten, daß die
nicht angetriebene Spannwalze 17 mitgedreht wird. Wird beim Übergang von Fig. 2 nach
Fig. 3 die geneigte Kurvenbahn 5 gegen die Rolle 4" gedrückt bis zum Ansatz 5', so wird
der Hebel 4 um den Drehpunkt 3' durch die Rolle 4" so weit heruntergedrückt, daß der
Zuflußkegel 2 geschlossen wird, wobei sich dann der Drehpunkt des Hebels 4 von 3'
nach 2' verlegt. Dann dreht sich der Hebei 4 um Punkt 2' weiter, hebt Punkt 4' und
übt keinen Druck mehr auf Abflußkegel 3 aus, läßt vielmehr zwischen Punkt 3' und Hebel
einen Spielraum entstehen, ohne den Abflußkegel 3 zwangläufig zu heben. Der Zuflußkegel
2 bleibt geschlossen. Das Preßwasser hinter der Druckseite des Kolbens 16 wird,
verstärkt durch die Schrumpfkraft des gelaugten Garnes, den Abflußkegel 3 anheben,
bis so viel Preß wasser durch das Abflußrohr 13 fortgedrückt ist, daß zwischen dem Preßwasserdruck
und der abstimmbaren Belastung 6 des Abflußkegels ein Gleichgewicht entstanden ist. Diese im Preßwasser verbleibende Druck-·
spannung hält das Garn in der gewünschten Spannung, so daß die nicht angetriebene Walze
17 durch das Garn noch mitgedreht wird. Die bewegliche Walze 17 ist gegen die Walze 18
genähert entsprechend der Wassermenge, die fortgedrückt wurde und ist das Garn um ein 120.
entsprechendes Stück geschrumpft und entspannt.
Claims (2)
- Patent-An Sprüche:
ι. Strähngarn - Mercerisiermaschine mit hydraulischer Anspannung der beweglichen Garnspannwalze, deren Bewegung durch ein Steuerventil für den Zufluß und dem Abfluß des Preßwassers geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuflußkegel (2) und Abflußkegel (3) des Ventils von einem gemeinsamen Steuerhebel (4) bewegt werden, der in der Richtung der Ventilkegel beweglich geführt, an einem Ende nachgiebig abgestützt gelagert ist und am anderen freien Ende durch eine Steuerkurve (5', 5") derart gesteuert wird, daß sowohl der Zuflußkegel (2) als auch der Abflußkegel (3) abwechselnd geöffnet und geschlossen wird und beim jeweiligen Übergang beide Kegel vorübergehend geschlossen sind, auch dann, wenn in Kurve oder Hebel Ungenauigkeiten entstanden sind. - 2. Strähngarn-Mercerisiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilsteuerhebel (4) den Abflußkegel (3) mit Spielraum umgreift und der Abflußkegel (3) eine besondere Belastung (6) trägt, so daß dem Preßwasserabfluß, beim Entspannen des Garnes ein durch die besondere Belastung (6) abstimmbarer Widerstand entgegengesetzt wird und dadurch der noch in einer gewissen, abgestimmten Spannung verbleibende Strähn durch die angetriebene Walze unter Drehung der nicht angetriebenen, beweglichen Spannwalze mitgenommen, also umgezogen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286359C true DE286359C (de) |
Family
ID=541692
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT286359D Active DE286359C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286359C (de) |
-
0
- DE DENDAT286359D patent/DE286359C/de active Active
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