DE286203C - - Google Patents

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DE286203C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B3/00Audible signalling systems, e.g. audible personal calling systems
    • G08B3/06Audible signalling systems, e.g. audible personal calling systems using hydraulic transmission; using pneumatic transmission

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exhaust Silencers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung und Vereinfachung der durch die Abgase des Motors in Tätigkeit zu setzenden Signalvorrichtung gemäß Patent 281037.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die entgegen der Wirkung einer Feder in die Verschlußstellung umlegbare, dichtschließende Klappe selbst als Reglerventil ausgebildet ist. Zu diesem Z\veck ist die dichtschließende Klappe nicht mehr wie.bei der Ausführungsform nach dem Hauptpatent in der Mitte des Auspuffrohres, sondern an der Seite desselben drehbar angeordnet und derart in bezug auf den Klappensitz gelagert, daß sie das Bestreben hat, infolge des in ihrer Verschlußstellung auf sie einwirkenden Betriebsdruckes für die Hupe sich zu öffnen. Die drehbare Lagerung von Klappen seitlich in der Auspuffleitung von Explosionsmotoren ist zwar an sich bekannt. Bei diesen Einrichtungen ist aber die nach der Signalvorrichtung führende Zweigleitung derart in bezug auf die Klappe an das Auspuffrohr angeschlossen, daß die Klappe durch den schwankenden Betriebsdruck für die Hupe nur um so fester an ihren Sitz gepreßt werden würde, wenn es möglich wäre, die durch die Wandungen des Auspuff-
. rohres hindurchgefühfte Achse der Klappe dichtschließend zu lagern, was wegen der
außerordentlich hohen Temperaturen der Abgase bei den bekannten Klappen weder erreichbar noch beabsichtigt ist. Bei der Einrichtung gemäß der Erfindung findet dagegen ein selbsttätiges Abheben der Klappe entgegen dem auf sie von außen von Hand ausgeübten Anpreßdruck statt. Damit sich nun die Klappe selbsttätig in dem Maße, wie bei höheren Geschwindigkeiten der Druck zunimmt, zu öffnen vermag, um die 'den Betrieb des Signalinstrumentes sowie den Gang des Motors schädlich beeinflussenden, überschüssigen Gasmengen wie bei der Ausführungsform nach dem Hauptpatent durch das Auspuffrohr entweichen zu lassen, ist in die.- Verbindung der Klappe mit dem am Handrad oder einer sonst geeigneten Stelle des Führersitzes vorgesehenen Bedienungshebel ein elastisches Glied, beispielsweise ein Gummiband oder eine Feder, eingeschaltet, \velche es der Klappe gestattet, in derselben. Weise wie das besondere Reglerventil gemäß dem Hauptpatent sich von ihrem Sitz zu entfernen, indem sich die durch das Umlegen der Klappe in die Verschlußstellung gespannte Feder entsprechend den auf die Brustseite der Klappe ausgeübten Druck-Schwankungen mehr oder weniger zusammenzieht. In Fällen, wo die Verbindung der Klappe mit dem Bedienungshebel verhältnismäßig lang ausfällt, kann die besondere Feder in Fortfall kommen und ihre Wirkung durch
die beim Umlegen der Klappe auftretende Dehnung des Verbindungsgliedes, beispielsweise eines Bowdenzuges, ersetzt werden.
Wie bereits angedeutet, ist durch den An-Schluß des nach der Hupe führenden Zweigrohres an den Auspuffrohrraum, welcher sich an die Brustseite der *geschlossenen Klappe anschließt, die Möglichkeit gegeben, die zur Verfügung stehenden Auspuffgasmengen verlustlos in das nach der Hupe führende Zweigrohr umzuleiten. Dies ist ein weiterer wesentlicher Vorteil der Einrichtung gemäß der Erfindung gegenüber den bekannten Umlaufklappen, da als Tonerzeuger nicht nur Zungeninstrumente, sondern auch Membraninstrumente verwendet werden können, die erst bei etwas größerem Druck zum Ansprechen kommen. Die Einrichtung eignet sich daher besonders zum Betriebe von Motorbootsignalinstrumenten.
Auch bei der vorliegenden Ausführungsform wird die Mündung des nach der Hupe führenden Zweigrohres bei Nichtgebrauch des Instrumentes verschlossen gehalten, um ein unbeabsichtigtes Ansprechen der Hupe bei der Fahrt mit höheren Geschwindigkeiten zu verhindern. Zu diesem Zweck ist mit der dichtschließenden Klappe eine Stange gelenkig verbunden, die vor oder in der Mündung des Zweigrohres verschiebbar geführt und an ihrem. Ende in eine Verdickung ausläuft, welche das Zweigrohr in geöffneter Stellung der Klappe abzuschließen ermöglicht.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Klappeneinrichtung .' gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Querschnitt durch das an geeigneter Stelle in das Auspuffrohr des Motors einzubauende Klappengehäuse,
Fig. 2 eine Vorderansicht desselben, teilweise geschnitten nach Linie A-A der Fig. 1. In dem in die Auspuffleitung des Motors einzubauenden Klappengehäuse α ist eine Ventilklappe b in bekannter Weise seitlich in 'der entsprechend ausgebauchten Wandung des Ventilgehäuses α drehbar gelagert. Zur Erzielung einer möglichst vollkommenen, dichten Dichtungsfläche für die Klappe wird das Ventilgehäuse α zunächst aus zwei Teilen zusammengesetzt, um die Fläche, an welche sich die Ventilklappe anlegt, genau bearbeiten zu können. Die beiden Teile des Ventilgehäuses werden alsdann zunächst mittels Schrauben c miteinander verbunden, worauf die beiden Teile miteinander nach einem bekannten Schweißverfahren zu einem einzigen Ganzen vereinigt werden können. Die zur Verfügung stehenden Auspuffgase treten, wie Fig. 1 erkennen läßt, in der gezeichneten Pfeilrichtung in den Klappengehäuseteil a' ein, stauen sich hier vor der geschlossenen Klappe b und entweichen durch das nach dem Signalinstrument führende Zweigrohr d verlustlos durch die Hupe und bringen daher diese auch bei mäßigen Geschwindigkeiten des Motors mit Sicherheit zum Ansprechen, da ein Entweichen der Auspuffgase infolge der eigenartigen Lagerung der dichtschließenden Klappe b außerhalb des Stauraumes α verhindert wird.
Die Abschlußklappe b wird für gewöhnlich in der in Fig. 1 punktiert dargestellten Stellung gehalten, in welcher die Auspuffgase ungehindert durch das Auspuffrohr ins Freie gelangen können. Um dabei ein unbeabsichtigtes Ertönen des Signalinstrumentes, insbesondere bei höherer Motorgeschwindigkeit, zu verhindern, ist mit der drehbaren Ventilklappe b eine Stange e drehbar verbunden, die an ihrem Ende in eine Verdickung g ausläuft. Diese Stange e ist in einer Bohrung des Mündungsstutzens des nach dem Signalinstrument führenden Zweigrohres d verschiebbar geführt, deren Durchmesser dem Durchmesser der Verdickung g entspricht. In der in Fig. 1 punktiert dargestellten Öffnungsstellung der Klappe gelangt die Verdickung g in die genannte Bohrung und schließt das Zweigrohr ab. Die Welle i der Ventilklappe b ist in bekannter Weise durch die Wandung des Klappengehäuses nach außen hindurchgeführt.. Auf dem heraustretenden Ende der Klappenwelle ist eine Rolle k aufgekeilt, an welcher das eine Ende einer Schraubenfeder I angreift, deren anderes Ende an einem festen Punkt des Klappengehäuses, beispielsweise bei in, befestigt ist. Diese Feder / hat das Bestreben, die Klappe b für gewöhnlich in ihre in Fig. 1 punktiert dargestellte Öffnungsstellung zu bringen. Um eine schädliche Beeinflussung der Elastizität dieser Feder / durch die infolge der Hitze der Abgase erwärmten .Klappenwelle zu verhindern, ist auf die ,Klappenwelle vorteilhaft eine Porzellanmuffe η aufgeschoben, die gleichzeitig dazu dient, die Feder/ in der erforderlichen Weise vorzuspannen. In der Rille der Rolle k ist das eine Ende eines Zuggliedes, beispielsweise die Seele eines Bowdenzuges, befestigt, deren anderes Ende mit einem an geeigneter Stelle des Führersitzes befestigten Hebel p verbunden ist. Durch diesen Handhebel ist es möglich, die Klappe b entgegen der Wirkung der Feder / in ihre Verschlußstellung zu ziehen und das Signalinstrument beliebig, lange durch die Abgase ertönen zu lassen. Steigt dabei infolge höherer Motorgeschwindigkeit der Druck auf die mittels des Handhebels an ihren Sitz angepreßte Klappe b, so öffnet sich diese in dem Maße, wie der Druck steigt und läßt die überschüssigen, das Signalinstrument und den Gang des Motors schädlich beeinflussenden.
Abgasmengen ins Freie entweichen, indem sich die Dehnung des Zuggliedes zwischen der Welle der Klappe und dem Bedienungshebel entsprechend verringert. Die Wirkung der Dehnung dieses Zuggliedes kann unter Umständen noch durch ein in dieses Zugglied eingeschaltetes elastisches, nicht dargestelltes Zugglied, beispielsweise eine Feder, erhöht werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    die
    Abgase
    des Motors in
    i. Durch
    Tätigkeit zu setzende Signalvorrichtung für Motorfahrzeuge aller Art, nach Patent 281037, dadurch gekennzeichnet, daß die die Umleitung der Abgase nach dem Signalinstrument bewirkende Klappe außerhalb des Stauraumes des Auspuffrohres, an welchen das Signalinstrument angeschlossen ist, gelagert und entgegen der Strömungsrichtung der Abgase durch ein dehnbares Zugglied an ihren Sitz dichtschließend anpreßbar ist, so daß sich die Klappe entgegen dem von Hand auf sie ausgeübten Anpreßdruck bei steigendem Druck im Stauraum von ihrem Sitz nach Maßgabe der Druckschwankungen mehr oder weniger abzuheben vermag.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Klappe eine vor oder in der Mündung des Hupenz\veigrohres verschiebbar geführte Stange gelenkig verbunden ist, die in geöffneter Stellung der Klappe die Mündung des Zweigrohres, beispielsweise mittels Keilschubes, zu verschließen gestattet, um ein unbeabsichtigtes Ansprechen des Signal- · Instrumentes, insbesondere bei höherer Motorgeschwindigkeit, zu verhindern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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