DE28581C - Verfahren zur Herstellung von Kummeten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KummetenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
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- B68B3/00—Traction harnesses; Traction harnesses combined with devices referred to in group B68B1/00
- B68B3/04—Horse collars; Manufacturing same
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S6: Pferdegeschirr.
C. RÜGER in BERLIN. Verfahren zur Hersteilung von Kummeten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. März 1884 ab.
Die im Vorliegenden beschriebenen Neuerungen erstrecken sich auf ein Verfahren, den
sogen. Kummetrand herzustellen, und auf eine eigenartige Construction der Kummetbügel.
Bei den seither üblichen Kummeten bestand nämlich der Kummetrand im wesentlichen aus
einem mit Leder umgebenen Strohkern, und waren die Kummetbügel an dem Leib vermittelst
Riemen festgeheftet, infolge dessen verschiedene Mifsstände auftraten.
Die Fabrikation verlangte eine grofse Sorgfalt und Uebung der Arbeiter, da sonst im
Rand Unebenheiten unvermeidlich waren. Diese traten aber auch bei der sorgfältigsten Herstellung
der Kummete auch während des Gebrauches ein. Ferner hatte der Bügel am Rand keinen sicheren Halt, indem derselbe leicht
über den Rand rutschen konnte und dann der Zug nicht mehr auf das ganze Kummet übertragen
wurde, sondern die Heftriemen, mit denen die Bügel an dem Leib des Kummets befestigt waren, den Zug zum gröfsten Theil
aushalten mufsten.
Diese Uebelstände werden durch den nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Kummetrand
aufgehoben, denn die exacte Herstellung des Randes ist bedeutend leichter und schon einem weniger geübten Arbeiter möglich;
Unebenheiten können weder bei der Fabrikation, noch später durch den Gebrauch entstehen.
Ferner bedarf man eines weit geringeren und demnach auch billigeren Materials zum Ueberziehen
des Randes, da derselbe schon ohne Ueberzug eine bedeutende Widerstandsfähigkeit
besitzt. Der über den Kummetbügel ragende Theil des Randes, gegen welchen der Kummetbügel
drückt, ist fester und bietet dem Bügel einen weit besseren Halt, so dafs derselbe nicht
mehr über den Rand rutschen kann und somit der ganze Zug auf das eigentliche Kummet
übertragen wird.
Die Herstellungsweise dieser Kummetränder ist folgende:
Man spitzt einen etwa 1,5 m langen und etwa 20 mm dicken Rohrstock an seinen Enden zu und
theilt ihn in zwei, am besten etwas ungleiche Theile. Den schwächeren Theil umgiebt man
mit einem gewöhnlichen Möbelgurt, dessen beide Enden, gegen einander liegend, einen mehr
oder minder grofsen Bart bilden, wie dies in Fig. ι im Schnitt dargestellt ist. Der Gurt
wird mit einer Mischung von Leim und Schlemmkreide bestrichen und eingerieben, das
Rohr sammt Gurt gebogen und mit den Enden zusammengesteckt und auf ein der Gröfse entsprechendes
Randbrett gebracht. Der überstehende Bart hat den Zweck, der Naht, mittelst welcher der Leib angenäht wird, eine
Richtschnur zu geben.
Hierauf schreitet man zur Anbringung der sogen. Zwischenlagen, welche entweder aus
starken Lederstreifen oder aus Streifen von Lederpappe, genau so breit wie das Rohr, hergestellt
wird, indem man letztere unter einander festleimt und mit Drahtstiften auf das
umzogene Rohr heftet. Der Zweck dieser Zwischenlage ist der, dem Rand eine beliebige
Breite und eine mehr nach auswärts geschweifte Form zu geben, um dem Kummetbügel einen
Claims (2)
1. Die Herstellung der Kummetränder aus Rohr, welches entweder in seinem vollen
Umfang oder gespalten, Fig. i, mit einer mehr oder minder starken Einlage von
Lederstreifen, Lederpappe u. dergl. versehen, mit Leder oder dessen Aequivalente
überzogen ist.
2. Bei Kummetbügeln die Anbringung von Zähnen, damit der Bügel fest in das Leder
zwischen Kummetrand und Leib eingedrückt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28581C true DE28581C (de) |
Family
ID=304815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28581D Active DE28581C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kummeten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28581C (de) |
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