DE285437C - - Google Patents

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DE285437C
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D22/00Control of humidity
    • G05D22/02Control of humidity characterised by the use of electric means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Non-Electrical Variables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf solche Luftbefeuchtungsapparate, welche durch zwei Vorrichtungen geregelt werden, die eine flüchtige Flüssigkeit enthaltende Behälter haben und von denen die eine entsprechend der Temperatur der Luft und die andere entsprechend der Temperatur von verdunstendem Wasser auf eine Luftfeuchtigkeitsregelvorrichtung einwirken.
ίο Der Zweck der Erfindung besteht darin, eine Regelvorrichtung zu schaffen, bei welcher die von der sogenannten Trockenluftvorrichtung ausgehende Regelwirkung um ein bestimmtes Vielfaches kleiner oder größer ist als die von der sogenannten Feuchtvorrichtung ausgehende Wirkung.
Dies wird dadurch erreicht, daß die Drücke der aus der flüchtigen Flüssigkeit entwickelten Dämpfe in den beiden Behältern in entgegengesetzter Richtung und in verschiedener Entfernung vom Drehpunkt auf einen Steuerhebel einwirken, welcher eine Regelvorrichtung für eine Befeuchtungseinrichtung einstellt.
Bei dieser Einrichtung gemäß der Erfindung hat man zugleich den Vorteil, daß man durch Verschieben des Drehpunktes des, Hebels das Verhältnis der Wirksamkeit der Trockenluftvorrichtung zur Feuchtvorrichtung auf einfache Weise verändern kann.
Der Erfindungsgedanke ist auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 in Vorderansicht die Vorrichtung zum Regeln der Feuchtigkeit und der Temperatur nach der Erfindung mit abgenommenem Deckel, Fig. 2 die Vorrichtung im wagerechten Schnitt, Fig. 3 in Seitenansicht.
Zwei Behälter A und B sind teilweise mit einer leicht verdampfenden Flüssigkeit (beispielsweise mit schwefliger Säure) gefüllt. Da die Behälter nur teilweise mit Flüssigkeit gefüllt sind, besitzt jede eine Verdampfungs- und eine Kondensierungsfläche, so daß jede Änderung in der Temperatur, welche auf die Behälter einwirkt, unmittelbar eine entsprechende Änderung des Dampfdrucks innerhalb des Behälters erzeugt. Die Behälter bestehen vorteilhaft aus Metall; sie können gewellt Oder gerippt sein, um sie empfindlicher zu machen.
Der Behälter B ist der Trockenkugeltemperatur der Luft ausgesetzt, während um die Röhre A Feuchtigkeit verdampft wird, so daß ihre Temperatur immer derjenigen der feuchten Thermometerkugel entspricht und tiefer ist als. die Temperatur des Behälters B. Auf diese Weise entsteht verschiedener Druck zwischen den in den beiden Behältern erzeugten Dämpfen. Der Behälter A ist mit einem Docht C umwickelt, welcher in einen Wassernapf c eintaucht. Diesem wird ständig das zur Feuchthaltung des Dochtes notwendige Wasser, beispielsweise durch das umgekehrte Gefäß c1,
zugeführt, mit dessen Hilfe der Wasserspiegel in dem Napf konstant gehalten wird.
D und E sind zwei Kapseln, die durch Röhren d und e mit den zugehörigen Behältern A und. B verbunden sind, so daß die Kapseln den verschiedenen Drücken der Dämpfe unterworfen sind, die in den Behältern A und B erzeugt werden. Die Kapseln D und E sind so angeordnet, daß sie in entgegengesetzter
ίο Richtung auf einen Hebel oder eine Vorrichtung in der Weise einwirken, daß, wenn nicht die verschiedenen Drücke der Kapseln auf den Hebel oder die sonstige Vorrichtung einem im voraus bestimmten Betrag entsprechen, dieser Hebel oder die Vorrichtung in der einen oder anderen Richtung bewegt werden muß, je nachdem dieser Betrag zunimmt oder abnimmt. Der Hebel F wirkt auf eine Vorrichtung, welche die Feuchtigkeit der Luft regelt.
ao Dabei sind vorteilhaft Einrichtungen vorgesehen, welche den Betrag des Druckes der Kapseln auf den Hebel zu ändern ermöglichen, so daß man verschiedene Regelwirkungen erreichen kann.
Die beweglichen Teile der Kapseln D und E greifen an entgegengesetzten Seiten des Hebels F und in verschiedenen Entfernungen von dessen Drehpunkt an. Der Drehpunkt liegt auf einer Schneide f, die auf einer feststehenden Tragschiene f1 unterhalb des Hebels verschiebbar ist und mit ,einer Stellschraube f2 in den verschiedenen Stellungen auf der Schiene festgestellt werden kann. Ein belasteter Hebel G gleicht das Gewicht des Regelungshebels F aus.
H ist ein Ventil, welches durch den Hebel F gesteuert wird und Druckluft zur Regelungsvorrichtung des Luftbefeuchters zuströmen läßt.
Die Dampfdrücke in den Kapseln D und E entsprechen der Naßkugel- bzw. Trockenkugeltemperatur der Atmosphäre, und es hat sich herausgestellt, daß diese Pressungen einen fast genau konstanten Betrag für einen gegebenen Prozentsatz von Feuchtigkeit für alle Temperaturen zwischen 10 und 400C besitzen, so daß ein gewünschter Prozentsatz an Feuch-, tigkeit durch Einstellung der Schneide f erreicht werden kann und man hiermit das notwendige Verhältnis, zwischen den Drücken der auf den Hebel wirkenden Kapseln D und E erreichen kann. Es ist dann keinerlei Einstellung mehr bei Änderungen von Temperaturen, die zwischen 10 und 400C liegen, notwendig.
Der Hebel F ist eingeteilt und mit Ziffern versehen, welche die verschiedenen Feuchtigkeitsprozente anzeigen. Man kann auf diese Weise jeden gewünschten Prozentsatz von Feuchtigkeit innerhalb des durch das Instrument gegebenen Bereiches erlangen, wobei es nur notwendig ist, die Schneide der Marke auf dem Hebel gegenüberzustellen, welcher diesen Prozentgehalt angibt.
Die Regelvorrichtung wird vorteilhaft mit einem Thermostat I ausgestattet, welcher die Temperatur der Luft bei kaltem Wetter regelt. Der gezeichnete Thermostat besteht aus einer Kapsel i, die durch einen Kanal oder einen Behälter i1 mit dem Behälter B verbunden ist, und welcher durch den dortselbst herrsehenden Dampfdruck beeinflußt wird. Der Spannung der Kapsel entgegen wirkt eine Feder i2, während die Kapsel auf ein Ventil i2 einwirkt, das den Zufluß von Druckluft steuert. Die Spannung der Feder i2 kann durch eine Stellschraube i* geregelt werden, so daß man die gewünschte Temperatur aufrechterhalten kann.
Die verschiedenen arbeitenden Teile der Regelvorrichtung sind auf einer Grundplatte M befestigt, die aus nicht leitendem Stoff besteht.
Z und I stellen gewöhnliche Naßkugel- und Trockenkugelthermometer dar, um die Feuchtigkeit der Luft festzustellen.
N ist ein Zylinder, welcher hinter einem Schlitz η der Grundplatte M drehbar gelagert ist. An dem einen Rande des Schlitzes ist die Grundplatte mit einer Skala n1 ausgestattet, welche die Trockenkugeltemperatur angibt. Die Oberfläche des Zylinders ist gegenüber einem Loch n2 in der Grundplatte M mit Zahlen n3 versehen, welche die verschiedenen Prozentsätze der Feuchtigkeit angeben. Ferner ist noch eine Skala w4 vorgesehen, welche die Naßkugeltemperatur anzeigt. Die Anordnung ist so getroffen, daß, wenn der Zylinder gedreht wird, und hierbei die Zahlen, welche den gewünschten Prozentsatz an Feuchtigkeit angeben, siehtbar werden, die Naßkugelskala, welche durch den Schlitz η sichtbar wird, in Verbindung mit der dänebenliegenden Trockenkugelskala n1 die richtige Beziehung zwischen der Naßkugel- und Trockenkugeltemperatur für diesen Prozentsatz von Feuchtigkeit angibt. Die Hygrometerkarte und das Naß- und Trockenkugelthermometer erleichtern die Benutzung der Regelvorrichtung. Sie sind jedoch für die Wirkungsweise der Vorrichtung nicht wesentlieh und können gegebenenfalls auch weggelassen werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: ■
    i. Feuchtigkeitsregel vorrichtung, bei der zwei eine flüchtige Flüssigkeit enthaltende Behälter unabhängig durch die Naßkugel- und Trockenkugeltemperaturen der Luft beeinflußt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Drücke der aus der fluchtigen Flüssigkeit in den beiden Behältern entwickelten Dämpfe in einander entgegen-
    gesetztem Sinne an dem Steuerhebel (F) in verschiedenen Abständen vom Hebeldrehpunkt angreifen, derart, daß sie auf die die Feuchtigkeit regelnde Steuervorrichtung im Einklang mit einem Hebelverhältnis einwirken, das konstant bleibt für einen gegebenen Feuchtigkeitsgrad. :
  2. 2.' Feuchtigkeitsregelvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt des Steuerhebels (F) verstellbar angeordnet ist, derart, daß das Hebelverhältnis der Angriffspunkte der Dampfdrücke für verschiedene Feuchtigkeitsgrade eingestellt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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