DE2853595B2 - Serumauftragvorrichtung einer Kataphorese-Vorrichtung - Google Patents
Serumauftragvorrichtung einer Kataphorese-VorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Serumauftragvorrichiung ->o
einer Kalaphorese-Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und bezieht sich auf die Ausbildung
der Halterung des Filterhalters am Stützarm.
Eine solche Serumauftragvorrichtung ist bekannt (DE-AS 25 20 206). Eine automatische Kataphorese- π
Vorrichtung ist so ausgelegt, daß mit ihr nacheinander und selbsttätig auf ein zugeführtes Serutnaufnahmeglied
Blutserum aufgetragen, die Kataphorese des Serums durchgeführt, das Serum gefärbt, entfärbt, getrocknet,
die Probe schließlich ausgemessen und das Meßergebnis ho
aufgezeichnet werden kann. Dabei wird das Serumaufnahmeglied auch mittels einer Wabe mit einer
Pufferlösung benetzt und dann der .Serumauftragstation zugeführt, an der das zu untersuchende Blutserum
aufgetragen wird, worauf das Scrumaufnahmeglied in μ
ein Kataphorcse-Gefäll eingeführt wird, innerhalb dessen die kataphoretische Trennung erfolgt.
Ein Blutscrumaufnahmeglicd h;u eine Folie aus
Celluloseacetat, auf die mit Hilfe einer Feder der Serumauftragvorrichtung Serum als gradlinige schmale
Spur aufgetragen wird
Die bekannte Serumauftragvorrichtung hat den Nachteil, daß auf das Serumaufnahmeglied am einen
Randbereich der Spur mehr Serum aufgegeben wird als am anderen, weil der Stützarm für den Federhalter die
Form eines zur Seite hin offenen U-Profils hat, durch
dessen beide waagerechte Schenkel sich der Federhalter durch entsprechende, übereinander vorgesehene
Öffnungen erstreckt Bei dieser Ausbildung ist es schwierig, ninsichtlich Größe und Anordnung der
Öffnungen eine hohe Genauigkeit zu erzielen. Wenn die in senkrechter Richtung in Abstand voneinander
'liegenden Öffnungen nicht fluchten oder wenn Spiel zwischen dem Rand der Öffnungen und dem Federhalter
besteht, nimmt die Serumauftragvorrichtung eine schräge oder geneigte Stellung ein. Wenn dann die so
angeordnete Serumauftragvorrichtung direkt zum Auftrag des Blutserums auf das Serumaufnahmeglied
verwendet wird, ist die stirnseitige Serumauftragfläche der heder geneigt weil sie auf das Serumaufnahmeglied
trifft weshalb die Abgabe des Serums nach einer Seite hin erhöht ist Eine weitere Schwierigkeit besteht darin,
eine große Genauigkeit bei der Herstellung des Stifts der Stift-Schlitz-Führung und dessen Eingriff in den
Führungsschlitz zu erzielen. Wenn der Siift schräg steht oder wenn Spiel zwischen dem Stift und dem Schlitz
vorhanden ist, sind die Serumauftragflächen der im allgemeinen mehreren, nebeneinander angeordneten
Federn nicht gegeneinander auf dem Serumaufnahmeglied aufgerichtet, sondern versetzt, was zur Folge hat,
dab die aufgetragenen Serumproben ähnlich versetzt sind, wenn sie der Kataphorese unterworfen werden,
was unerwünscht ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Serumauftragvorrichtung dahingehend
zu verbessern, daf* ein gleichmäßigerer Auftrag
des Serums auf das Serumaufnahmeglied ermöglicht ist,
ohne daß sich die Ausbildung der Vorrichtung verkompliziert und daß auch nebeneinanderliegende
Serumspuren nicht in unerwünschter Weise gegeneinander versetzt werden.
Eine diese Aufgabe lösende Serumauftragvorrichtung ist im Patentanspruch I und hinsichtlich vorteilhafter
Ausgestaltungen in den Ansprüchen 2 bis 4 gekennzeichnet.
Aufgrund des Anliegens des Federhalters mit einem Haken an der oberen Stirnfläche des Stützarms und des
freien Herabhängens unter Schwerkraft, insbes. vor einer senkrechten Hauptfläche des Stützar.ns wird
sichergestellt, daß die Stirnkante der Feder parallel zur Oberfläche des Serumaufnahmeglieds verläuft und
dabei genügend Spielraum hat, sich selbsttätig jeweils auf diese genaue Zuordnung einzustellen. Beim Absenken
des Stützarms sind alle Stirnkanten der mehreren Federn auf dem Serumaufnahmeglied miteinander
ausgerichtet, wenn sie zur Anlage kommen.
Alle Stirnkanten gelangen vollständig und gleichmäßig in Anlage an die Oberfläche des Serumaufnahmeglieds,
Auf diese Weise ist sichergestellt, daß das Blutserum auf das Serumaufn..hmeglied exakt geradlinig
in vorgegeben schmaler Spur aufgetr agen wird. Dies ist insbes. dann der Fall, wrnn sowohl der Stützarm als
auch die Federhalter als Platten ausgebildet sind, die
jeweils eine senkrechte Hauptfläche haben, mit denen
sie aneinanderliegen, wenn die Federhalter gegenüber dem Stützarm in senkrechter Richtung bewegt werden.
Dies verhindert eine Winkelbewegung der Federhalter. Der Grad der Parallelität zwischen der das Serum
auftragenden Stirnkante der Feder und der Oberfläche des Serumaufnahmeglieds hängt von der Exaktheit ab,
mit der die obere Stirnfläche des Stützarms und die Hakenfläche des Federhalters fertig bearbeitet sind. Die
Ausrichtung der Stirnkanten bzw. Auftragflächen der einzelnen Federn mit dem Aufnahmeglied hängt von
der Exaktheit der Fertigbearbeitung der zusammenwirkenden senkrechten Hauptflächen des Stützaims und
der Federhalter ab. Es ist ersichtlich, daß hier eine ausreichende Bearbeitungsgenauigkeit leichter erzielt
werden kann, als bei dem bekannten U-profilförmigen
Stützarm und den öffnungen zur Führung des Federhalters, da die nötigen Fertigbearbeitupgsvorgänge
nur eine Schlichtung umfassen.
Die Ausbildung nach Anspruch 4 ermöglicht es der Feder sich bei Anlage der Auftragkante am Serumaufnahmeglied
etwas gegenüber dem Stützarm geneigt zu stellen, um eine vollständige und gleichmäßige Anlage
sicherzustellen.
Ein Ausführungsbeispie! der Erfindung ist anhand einer Zeichnung näher erläutert, in der zeigt
F i g. 1 eine Stirnansicht und
F i g. 2 einen Querschnitt längs der Linie HlI in F i g. 1
einer Serumauf tragvorrichtung.
Die Serumauftragvorrichtung umfaßt eine Feder 11, einen Federhalter 12 und einen Stützarm 14. Die Feder
11 hat die Form einer dünnen, langgestreckten Platte,
wie dies bereits bei der bekannten Serumauftragvorrichtung der Tall ist. Die untere Stirnfläche bzw.
Stirnkante der Feder 11 bildet eine Serumauftragfläche 11a, die zu einer ebenen Oberfläche fein bearbeitet ist,
welche in Anlage an der Oberfläche eines Serumaufnahmeglieds 6 gelangt. Die Oberseite der Feder 11 ist am
unteren Ende des Federhalters 12 mittels eines Einstellstiftes 18 und einer Sicherungsschraube 19
befestigt. Der Federhalter 12 hat die Form eines längeren Streifens. Der Federhalter 12 und die Feder 11
bilden ein Serumauftragglied 13. Das obere Ende des Federhalters ist als Haken 12a ausgebildet, der es
erlaubt, ihn vom Stützarm 14 herabhängend anzubringen, so daß die Serumauftragfläche 11a parallel zur
Oberfläche des Serumaufnahmeglieds 6 verläuft. Der Haken 12a ist als seitliche Verlängerung rechtwinklig
zum oberen Ende des Federhalters 12 ausgebildet und hat eine Unterseite 12a', die zur Anlage an der oberen
Stirnfläche 14a des Stützarmes 14 kommt. Der Federhalter 12 ist in der Mitte mit einem in senkrechter
Richtung langgestreckten Führungsschlitz 126 versehen, der mit am Stützarm 14 angebrachten Sicherungsschrauben 15, 16 so zusammenwirkt, daß eine
senkrechte Bewegung möglich ist.
Der Stützarm 14 ist als in waagerechter Richtung langgestreckte Platte mit einer senkrechten Hauptfläche
146 rechtwinklig zur Oberfläche des Serumaufnahmeglieds 16 ausgebildet. Die obere Stirnfläche und die
beiden Hauptflächen des Stülzarms 14 sind so fein bearbeitet, daß sie sich parallel b?w. rechtwinklig zur
Oberfläche des Serumaufnahmeglieds 6 erstrecken. Der
Stützarm 14 ist gegenüber dem Serumaufnahmeglied 6 beweglich angebracht.
Wenn der Haken 12a über seine Unterseite 12a'mit der oberen Stirnfläche Hades Stüt/armes 14 in Eingriff
steht, liegt die hintere Hauptflächc I2cdes Federhalters
12 in Anlage an der vorderen Hauptfläche 146 des
Stüt/.arms 14. Dann hängt der Federhalter 12 unter
Schwerkraft vom Stüt/ar.n 14 herab. In den Rjhriings-
126 sind hierbei in senkrechtem Abstand
voneinander Sicherungsschrauben 15 und 16 eingesetzt, die in den Stützarm 14 eingeschraubt sind. Diese
Sicherungsschrauben haben scheibenförmige Köpfe 15a und 16a, die an den Kanten des Führungsschlitzes 126
anliegen und dadurch verhindern, daß der Federhalter 12 vom Stützarm 14 gelöst wird. Auf diese Weise kann
der Federhalter 12 im Verhältnis zur Vorderseite des Stützarms in senkrechter Richtung verschoben werden.
Ein Teil der Sicherungsschrauben 15, 16 ist, wie aus
den Fig. ersichtlich, als Führungsstift 156, 166 ausgebildet,
und beim vorliegenden Beispiel besteht zwischen diesen Stiften und dem Rand des Führungsschlitzes 126
ein Spielraum im Größenordnungsbereich von 0,3 mm. Der Führungsschiitz 126 ist also seitlich etwas breiter als
es dem Durchmesser der Führungsstifte 156, 166 entspricht Die Schaffung dieses Spielraums ermöglicht
beim Absenken des Stützarmes 14 eine Winkelbewegung des Federhalters 12 unter Schwerkraft, wenn die
Serumauftragfläche 11a der Feder bei der Bewegung in
Anlage an die Oberfläche des Serumufnahmegliedes 6 eine geneigte Stellung einnimmt So ist gewährleistet,
daß die ganze Serumauftragfläche 11a der Feder zur Anlage an der Oberfläche des Serumaufnahmegliedes 6
gelangt.
Der Federhalter 12 ist zwischen einer ersten Stellung, bei der die Unterseite 12a' des Hakens 12a an der
oberen Stirnfläche 14a des Stützarmes 14 anliegt, und einer zweiten Stellung senkrecht bewegbar, bei der der
Boden 126'des Führungsschlitzes 126 3m Führungsstift 166 anliegt. Wenn der Federhalter vom Stützarm 14
herabhängt, wird die Serumauftragfläche 11a der Feder
11 parallel zur Oberfläche des Serumaufnahmegliedes 6
gehalten.
Beim Betrieb der Vorrichtung wird der eine Vielzahl von Serumauftraggliedem 13 tragende Stützarm 14
zunächst abgesenkt, um die Federn 11 in einen Vorrat an
Blutserum einzutauchen, so daß das Serum auf die einzelnen Serumauftragflächen 11a gelangt. Ar.schlie-Bend
wird der Stützarm 14 angehoben und in eine Stellung bewegt, bei der die Serumauftragglieder 13
übe. dem Blutserumaufnahmeglied angeordnet sind. In diesem Zeitpunkt hängen die Serumauftragglieder 13
unter Schwerkraft vom Stützarm 14 herab, so daß die Serumauftragflächen 11a sich parallel zur Oberfläche
des Serumaufnahmegliedes 6 erstrecken. Dann wird der Stützarm 14 abgesenkt, um die Serumauftragflächen 11 a
der einzelnen Federn 11 zur Anlage an das Serumaufnahmeglied 6 zu bewegen. In diesem Moment liegen die
einzelnen Serumauftragflächen 11a flach am Serumaufnahmeglied 6 an, so daß das auf den Serumauftragflächen
11a vorhandene Serum durch Kapillarwirkung geradlinig in gegebener schmaler Breite auf das
Serup'äüfnahmeglied 6 übertragen wird. Die Serun.auftragflächen
11a der vielen vom Stützarm 14 abgestützten Federn 11 sinJ vermutlich in unterschiedlichen
Abständen von der Oberfläche des Serumaufnahmegliedes 6 angeordnet. Wenn das der Fall ist, wird das
Serumauftragglied 13, dessen Serumauftragfläche Ua als erste mit dem Serumaufnahmeglied 6 in Eingriff
gelangte, bei der weiteren Abwärtsbewegung des Stützarmes 14 nach oben bewegt, so daß weitere
Scrumauftragglieder 13 mit ihren Scruma.iftragflächen
I la in Anlage an das Serumaufnahmeglied 6 gelangen. Wenn auf diese Weise der Auftrag des Serums beendtt
ist. kann der Stützarm 14 angehoben werden, so daf) die
Serumauftragflächen 11a aller Serumauftragglieder IJ
von der Oberfläche des Sertimaufnahmegliedes 6
wegbewegt werden und unter Schwerkraft vom Stützarm 14 herabhängen. Dabei werden die Serumauftragflächen
11a parallel zur Oberfläche des Serumaufnahmeglieds 6 gehalten.
Aus der obigen Beschreibung geht hervor, daß die Erfindung einen exakten Auftrag eines Blutserums auf
selbsttätige Weise ermöglicht
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Serurnauftragvorrichtung einer Katapborese-Vorrichtung
nut einer plattenförmigen Feder zum Auftragen eines Blutserums auf ein Serumaufnahmeglied,
die am unteren Ende eines plattenförmigen Federhalters angebracht ist, welcher in einer
Stift-Schlitz-Führung eines gegenüber dem Serumaufnahmeglied
bewegbaren Stützarms senkrecht bewegbar gehalten ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das obere Ende des Federhalters (12) als Haicen (12a,) ausgebildet ist, der mit der in
einer Ebene parallel zur Oberfläche des Serumaufnahmeglieds (6) liegenden oberen Stirnfläche (XAa)
des Stützarmes (14) in Eingriff steht und das Herabhängen des Federhalters (12) vom Stützarm
unter Schwerkraft derart, daß die Serumauftragfläche (Wa) der Feder parallel zur Oberfläche des
Serumaufnahmeglieds gehalten wird, ermöglicht
2. Serumauftragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken (Ma) als
seitliche Verlängerung rechtwinklig zum oberen Ende des Federhalters (12) ausgebildet ist, und mit
seiner Unterseite (12a',) an der oberen Stirnfläche (XAa) des Stützarmes (14) anliegt, und daß der
Federhalter (12) vor einer senkrechten Hauptfläche (XAb)des Stützarmes von diesetr herabhängt
3. Serumauftragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützarm (14) als in
waagerechter Richtung langgestreckte Platte mit j()
einer senkrechten Hauptfläche (14b), die sich
rechtwinklig zir Oberfläche des Serumaufnahmegliedes
(6) erstreckt, ausgebilde· ist
4. Serumauftragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß de- Schlitz (126J der
Stift-Schlitz-Führung des Federhalters (12) in seitlicher Richtung eine etwas größere Breite hat als der
Durchmesser des in den Führungsschlitz greifenden Führungsstiftes (X5b, X6b), der mit einer Sicherungsschraube (15,16) einstückig ausgebildet ist, die in die
senkrechte Hauptfläche (146; des Stützarmes (14) eingeschraubt ist und einen scheibenförmigen Kopf
(15a, 16aj hat, der mit dem Federhalter (12) in
Eingriff steht und dessen Trennung vom Stützarm (14) verhindert. v,
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