DE2850740C2 - Vorrichtung zum Einschlagen von Überzugsmaterial um Pappen o.ä. flächenförmige Werkstücke, insbesondere zur Herstellung von Bucheinbanddecken - Google Patents
Vorrichtung zum Einschlagen von Überzugsmaterial um Pappen o.ä. flächenförmige Werkstücke, insbesondere zur Herstellung von BucheinbanddeckenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einschlagen von Überzugsmaterial um Pappen oder ähnliche flächenförmige Werkstücke, insbesondere zur Herstellung von Bucheinbanddecken, bei der das mit den Pappen vereinigte und über diese hinausstehende Überzugsmaterial um die quer zur Laufrichtung liegenden vorderen und hinteren sowie um die in Laufrichtung liegenden seitlichen Pappenkanten während des Durchlaufs aufgerichtet, eingeschlagen und angedrückt wird.
- Aus der US-PS 26 67 909 ist ein Buchdeckenautomat zum Einschlagen des Überzugsmaterials um die Pappen bekannt, bei dem während des kontinuierlichen Vorschubs der Decken nacheinander der Vorderkanteneinschlag und Hinterkanteneinschlag sowie der seitliche Einschlag erfolgt. Während des Durchlaufs des mit den Pappen vereinigten Überzugsmaterials durch ein Paar zylindrische Segmente wird zunächst das über die Pappenvorderkante hinausstehende Überzugsmaterial mittels eines in dem oberen Segment angeordneten und aus diesem durch eine Öffnung heraussteuerbaren Faltbleches abwärts gefaltet und durch die Wirkung von Blasluft in dieser Lage gehalten, um dann beim Passieren von Preßrollen zurückgelegt, sowie von unten an die Pappen gedrückt zu werden.
- Für den Hinterkanteneinschlag der Decken befindet sich in dem oberen zylindrischen Segment, ebenfalls aus diesem heraussteuerbar, ein weiteres Faltblech, durch welches das über die Pappenhinterkante hinausstehende Material beim Durchlaufen der Decke abwärts gefaltet wird, sowie in dem unteren zylindrischen Segment ein in Laufrichtung bewegbares Mitnahmeblech zum Umlegen und Andrücken des Überzugsmaterials von unten an die Pappen, worauf sich beim Passieren der Preßrolle das Zusammenpressen von Überzugsmaterial und Pappen anschließt.
- Die beschriebene, vorbekannte Vorrichtung zum Einschlagen von Überzugsmaterial um Pappen hat sich als nicht voll zufriedenstellend erwiesen, insofern, als ein Andrücken über eine definierte Zeitdauer infolge der sich relativ schnell an den Pappenkanten vorbei bewegenden Faltblechen sowie der nur kurzfristig auf die kantennahen Bereiche einwirkenden Preßmittel nicht vorgesehen ist. Für eine dauerhafte Verklebung ist jedoch ein Anpressen über eine gewisse Zeitspanne, abhängig von der Art des verwendeten Klebstoffs und auch von seiner Auftragsstärke, bei den heutigen Hochleistungs-Deckenautomaten zwingend gefordert.
- Von besonderer Bedeutung ist diese sogenannte Anzugszeit des Leims bei der Verarbeitung von steifen Überzugsmaterialien wie Balacron, Skivertex u. a.
- Die Folge dieser zu geringen Andrückzeit ist, daß sich das Überzugsmaterial von den Pappen wieder löst, was insbesondere für die Weiterverarbeitung äußerst nachteilig sein kann; nicht selten führt diese unzureichende Verklebung auch zum Ausschuß der Decke.
- Des weiteren kann durch die nur geringen Andrückkräfte, die durch die Faltbleche beim Entlangfahren an den Pappenkanten ausgeübt werden, ein straffes Herumziehen, vor allem von steifen Überzugsmaterialien um die Pappenkanten nicht erreicht werden. Mit dem Einschlagsystem nach der US-PS 26 67 909 läßt sich insbesondere beim Vorderkanteneinschlag, in dem ausschließlich Blasluft zum Gegenhalten des aufgerichteten Einschlagmaterials Verwendung findet, die bei der Dekkenherstellung gewünschte Scharfkantigkeit nicht erreichen. Die Folge davon sind Lufteinschlüsse zwischen dem Überzugsmaterial und den Pappen sowie hohle Kanten, was beim Hinterkanteneinschlag vor allem durch die entgegengesetzt wirkenden Preßrollen hervorgerufen wird.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung in der eingangs genannten Gattung zu schaffen, die die genannten Mängel nicht aufzeigt und auf der bei einer wesentlichen Leistungsteigerung Bucheinbanddecken von hoher Qualität hergestellt werden können.
- Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung gekennzeichnet durch ein zum Zurücklegen und Andrücken des über die vordere und hintere Pappenkante hinausstehenden, aufgerichteten Überzugsmaterials in der Bewegungsbahn der Decken angeordnetes Einschlagwerkzeug, dem die Decken aus entgegengesetzten Laufrichtungen zuführbar sind, durch vor und hinter dem Einschlagwerkzeug angeordnete, das Überzugsmaterial um die Pappenkanten aus der Bewegungsbahn drückende Aufrichtelemente und durch eine die Laufrichtung in entgegengesetzte Richtung wechselnde Fördereinrichtung.
- Die Vorrichtung ermöglicht es, Überzugsmaterial um Pappen oder ähnliche flächenförmige Werkstücke mit größter Exaktheit bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit einzuschlagen. Durch Verwendung eines stationären Werkzeuges, dem die Decken aus entgegengesetzten Laufrichtungen zuführbar sind in Verbindung mit unmittelbar davor angeordneten Aufrichtelementen wird das über die Pappen hinausstehende Überzugsmaterial scharfkantig um die Pappen abgewinkelt und sodann an diesen flächig angerieben, wobei der Abbindezeit des - Leimes Rechnung getragen wird, indem die Einschläge kurzzeitig an der Pappe gehalten werden. Diese für das Zusammenpressen von Überzugsmaterial und Pappen zur Verfügung stehende Zeitdauer wirkt sich vor allem günstig bei der Verarbeitung von steifen Überzugsmaterialien aus, deren Rückstellkräfte bekanntlich sehr hoch sind.
- Vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- In der Beschreibung ist in Verbindung mit der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es zeigen
- Fig. 1a und 1b eine Gesamtansicht der Vorrichtung in einer verkleinerten Schnittdarstellung,
- Fig. 2 eine Draufsicht auf den in Fig. 1b gezeigten Teil der Vorrichtung,
- Fig. 3 eine Einzeldarstellung zur Veranschaulichung des Einschlagwerkzeuges gemäß Linie C-D in Fig. 1a,
- Fig. 4 bis 6 die Vorrichtung für den Vorderkantenund Hinterkanteneinschlag in verschiedenen Ablaufphasen,
- Fig. 7 eine Schnittdarstellung gemäß der Schnittlinie A-B in Fig. 1a unter Fortlassung der Eckeneinziehvorrichtung,
- Fig. 8 eine Vorderansicht der Eckeneinziehvorrichtung in teilweiser Schnittdarstellung gemäß der Linie E-F in Fig. 1a,
- Fig. 9a bis c Schnittdarstellungen gemäß der Schnittlinie G-H/I-K/L-Min Fig. 1b.
- Das Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt eine Vorrichtung zum Herstellen von Bucheinbanddecken, in der in bekannter Weise die Pappen 1 a von Transporteuren 2 eines Förderers auf einem Tisch 3 zugeführt werden, während das Überzugsmaterial 1 b einseitig beleimt und über einen sogenannten Nutzenzylinder 4 von unten an die Deckenpappen, bestehend aus den beiden Seitenteilen, sowie der Rückeneinlage, herangeführt und mit dieser vereinigt wird. Oberhalb des Nutenzylinders 4 befindet sich eine entgegen der Kraft einer Feder 5 schwenkbar gelagerte Andrückwalze 6, deren Abstand zum Nutzenzylinder über eine Exzenterverstellung 7 einstellbar ist, und die mit gleicher Geschwindigkeit wie die des Nutzenzylinders 4 angetrieben wird, um so zusammen mit diesem den Vortransport der Decken 1 zu übernehmen.
- Um den Kopfeinschlag der Decken auszuführen, wird zunächst das über die Pappenvorderkante hinausstehende Überzugsmaterial mittels eines im Nutzenzylinder 4 angeordneten Aufrichtrechens 8 um die Vorderkante aufgerichtet. Hierzu ist der Rechen 8 als ein Winkelelement ausgestaltet, das mit einer im Randbereich der Zylinderseitenteile drehbar gelagerten Welle 9 starr verbunden ist, auf der sich drehfest ein Hebel 10 befindet mit einer mittig getragenen, frei drehbaren Folgerolle 11. Beim Umlauf des Nutzenzylinders 4 läuft die Rolle 11 auf einer seitlich des Zylinders angebrachten Kurvenscheibe 12 und wird an dieser mittels einer am freien Ende des Hebels 10 angreifenden und am Zylinder befestigten Zugfeder 13 gehalten, wodurch ein taktweises Hochschwenken des Rechens 8 in zeitlicher Abstimmung mit dem Deckentransport über die Bewegungsbahn der Decken hinaus erfolgt.
- Dem Nutzenzylinder 4 unmittelbar nachgeordnet befindet sich ein Einschlagwerkzeug für den Kopfeinschlag, in das die Decke mit dem um die Vorderkante aufgerichteten Überzugsmaterial mittels Zylinder 4 und Andrückwalze 6 transportiert wird. Das Einschlagwerkzeug erstreckt sich über die Deckenbreite und besteht im wesentlichen aus einem ortsfesten Auflagetisch 18 und einer im Abstand dazu gehaltenen und somit einen Durchlaß bildenden Einschlagschiene 19, die von einer Querschiene 21 getragen wird und die entgegen der Kraft von Federelementen 20 beim Durchlaufen der Decken hochgedrückt wird und dabei das Überzugsmaterial zurücklegt sowie an die Pappen preßt. Zur Aufnahme der Querschiene 21 dienen vor deren Stirnseite geschraubte und von einer Welle 22 getragene Halteklötze 23, die sich über Druckfedern 28 auf dem Auflagetisch 18 abstützen. Über exzentrisch auf der Welle 22 verstiftete Scheiben 24, zu beiden Seiten der Halteklötze 23, werden diese mittels auf Seitenrahmen 25 um Drehpunkte 26 verschwenkbare Druckbalken 27 nach unten entgegen der Kraft der Federn 28 gedrückt und auf der dem Drehpunkt 26 gegenüberliegenden Seite durch Arretierungen 31 unter Verwendung von Druckfedern 32 gehalten.
- Als hintere Begrenzung der vertikal bewegbaren Halteklötze 23 befinden sich an den Seitenrahmen 25 Führungsbahnen 33, während eine vordere Begrenzung von einem durch den Auflagetisch 18 hindurch auf- und abbewegbaren und im Seitenrahmen 25 geführten Hubrahmen 34 erfolgt, der die Bewegungsbahn der Decken überbrückt.
- Um für Decken mit unterschiedlich starken Pappen und Einschlagmaterialien den Durchlaß zum Einschlagwerkzeug verändern zu können, wird die Welle 22 mit den Exzenterscheiben 24 über nicht dargestellte Mittel verdreht.
- Nach vollzogenem Kopfeinschlag verlassen die Dekken das Einschlagwerkzeug, indem sie von einem diesem nachgeordneten Transportsystem übernommen werden, bestehend aus einer in den Seitenrahmen 25 gelagerten Transportwalze 40 und einer zur Decke hin schwenkbaren und diese klemmende obere Transportwalze 41, wobei die Walze 40 fest auf einer Welle 42 sitzt und mit einem Zahnritzel 43 drehfest gekoppelt ist. Letzteres greift in ein auf einer Welle 44 frei drehbares Zahnsegment 45 mit einem eine Folgerolle 46 tragenden Ausleger 47 zum Eingriff in eine auf der Hauptantriebswelle 51 sitzende und von dieser in Umlauf versetzten Kurvenscheibe 48, wodurch ein Vor- und Rücklauf der Transportwalze 40 erfolgt. Mit gleicher Drehbewegung wird ebenso die Walze 41 über Zahnritzelpaar 49 und Gelenkwelle 50 angetrieben.
- Von der Hauptantriebswelle 51 aus wird eine zweite Kurve 54 in eine Umlaufbahn gebracht, in der eine Folgerolle 56 eines Hebelarms 55 läuft, der wiederum auf der Welle 44 verstiftet ist. Die Schwenkbewegung der Transportwalze 41 um den Drehpunkt 57 wird von der Kurve 54 über den Hebelarm 55 auf die Welle 44 und von hier über ein Klemmstück 70 auf eine an einem die Walze 41 tragenden Schwenkarm 58 gelenkig angreifende Hubstange 59 unter Zwischenschalten einer Druckfeder 60 vollzogen.
- Wie bereits erwähnt, werden die Decken nach dem Kopfeinschlag durch das Transportwalzenpaar 40/41 zunächst aus dem Einschlagwerkzeug herausgeführt, bis zum Stillstand verzögert und unmittelbar danach von den Walzen zum Vollziehen des Fußeinschlags in entgegengesetzter Richtung transportiert. Vor dem Einlauf der Decken in das Einschlagwerkzeug wird das über die Hinterkante hinausstehende Überzugsmaterial mittels einer vom Hubrahmen 34 getragenen Aufrichtstange 65 um die Pappenkanten aufgerichtet. Die Vertikalbewegung des Hubrahmens 34 in taktweiser Abstimmung mit dem Deckentransport übernimmt eine dritte, von der Hauptantriebswelle 51 in Umlauf versetzte Kurve 66, in die eine Folgerolle 67 eines im Rahmen 25 gelagerten Schwenkhebels 68, 68&min; eingreift, dessen freies Ende mit dem Hubrahmen 34 über einen gelenkig angreifenden Stößel 69 in Verbindung steht.
- Nach Vollendung des Fußeinschlags werden die Druckbalken 27 von dem hochfahrenden Hubrahmen 34 angehoben, wodurch sich der Durchlaß zwischen Auflagetisch 18 und Einschlagschiene 19 über die Druckfedern 28 vergrößert und die Decken ungehindert von den wieder in Vorlauf versetzten Transportwalzen 40/41 hinausbefördert werden.
- Um einen störungsfreien Einlauf der Decken mit ihrem überstehenden Überzugsmaterial zu erreichen, weist die Einschlagschiene 19 eine vorgelagerte Auflaufschräge 19 a für den Kopfeinschlag sowie eine nach innen gerichtete Einlaufschräge 19 b für den Fußeinschlag auf.
- Das erfindungsgemäße Einführen der Decken in das Einschlagwerkzeug von beiden Seiten gewährleistet, daß das Überzugsmaterial stramm um die Pappenkanten herumgezogen und an der Pappenoberseite flächig angetrieben wird.
- Das dem Einschlagwerkzeug nachgeordnete Transportsystem besteht ferner aus endlosen, um Umlenkrollen 76 und 77 geführte Zahnriemen 78, die sich nach Freigabe von den Transportwalzen 40 und 41 hinter die Decken legen und diese auf seitlichen Auflageschienen 84 vortransportieren. Das Zahnriemenrad 76 befindet sich dazu frei drehbar auf der Welle 42, während das Zahnriemenrad 77 zusammen mit einem Zahnriemenrad 81 auf einer Welle 82 verkeilt sitzt und der Antrieb über einen Zahnriemen 83 von der Hauptantriebswelle 51 aus erfolgt. Zur Verhinderung der Mitnahme der Decken im Bereich der Transportwalzen 40 und 41 befinden sich die Zahnriemen 78 unterhalb der Ebene der Transportwalzen 40 und 41.
- Bei der Herstellung von Qualitätsdecken wird die Forderung erhoben, daß dem Seiteneinschlag das sogenannte Eckeneinziehen vorausgeht, d. h. zur Vermeidung von Überständen, Verdickungen und Hohlräumen an den Ecken der Decken wird das umgefaltete Uberzugsmaterial an der Pappenkante vorbei eingefaltet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hierzu sieht zu beiden Seiten der Decke auf einem Rotationskörper 91 installierte Eckeneinziehelemente 93 für die vorderen Ecken vor, wobei sich die Rotationskörper frei drehbar auf von einer Welle 92 im Seitenrahmen 25 getragenen Buchsen 94 befinden. Das Eckeneinziehelement 93 ist an die Innenseite des Rotationskörpers 91 geschraubt und weist eine nach außen zeigende dreieckige, der Umlaufbahn entsprechend gewölbte Druckfläche auf, die unmittelbar vor dem Aufeinanderdrücken des über die Pappen hinausstehenden Überzugsmaterials beim Abwalzen an der Kante der über Auflageschienen vortransportierten Pappe vorbei den oberen Lappen des Überzugsmaterials unter einem spitzen Winkel zur Deckenkante verschiebt. Das Verschieben wird durch das gegenüber der Linearbewegung der Decken mit geringerer Umlaufgeschwindigkeit rotierende Eckeneinziehelement erreicht, und zwar erfolgt der Antrieb dabei in Abstimmung mit dem Deckentransport von Nutzenzylinder 4 aus auf ein Kettenrad 96 und von hier über entsprechende Ubersetzungszahnräder 97 auf ein Kettenrad 98, das wiederum über eine Kette 99 das mit dem Rotationskörper 91 gekoppelte Kettenrad 100 treibt.
- Eine Formatverstellung für verschiedene Deckenbreiten wird durch axiales Verschieben der Rotationskörper 91 auf der Welle 92 erzielt, und zwar greifen in die Nuten 91 a Mitnahmeplatten 106, die über Tragklötze 107 mit einer durch eine im Rahmen 25 gelagerte Verstellspindel 108 axial bewegbaren Mutter 105 verschraubt sind. Letztere trägt eine Mitnahmeplatte 110, die in die Nut 111 a des mit einem Bund 111 versehenen Kettenrades 98 auf einer Welle 112 eingreift.
- Bei der Formatverstellung für unterschiedliche Dekkenlängen dient die Deckenhinterkante als Bezugskante. Dabei wird der Nutzenzylinder 4 um seine Achse verdreht sowie die entsprechenden Eckeneinziehelemente 93 relativ zu den Eckeneinziehelementen 117durch Verdrehen um die Welle 92 verstellt.
- Das Einrichten bezüglich der Nutzenstärke erfolgt durch Radialverstellen der Eckeneinziehelemente 93 auf den Rotationskörpern 91.
- Für das Einziehen der hinteren Ecken befinden sich beidseitig der Decke angeordnete, auf Drehteilen 116 installierte Eckeneinziehelemente 117, die mit den Elementen zum Einziehen der vorderen Ecken übereinstimmen. Drehteil 116 sitzt dabei drehfest auf der Buchse 94 und somit auf der Welle 92. Um analog zum vorderen Eckeneinziehen ein Verschieben des oberen Lappens zu erreichen, und zwar in Laufrichtung und zur Pappenkante hin, ist es erforderlich, die Eckeneinziehelemente 117 gegenüber dem Lineartransport der Dekken kurzfristig schneller umlaufen zu lassen. Hierzu dient eine an sich bekannte Kurbelschleife im Antriebssystem 118, d. h. der Antrieb der Buchsen 94 mit den Drehteilen 116 erfolgt vom Hauptantrieb aus auf das Kettenrad 119 und von hier mit wechselnden Geschwindigkeiten in Abstimmung mit dem Deckentransport über die besagte Kurbelschleife 118 auf die Welle 92 unter Verwendung einer Paßfederverbindung 120.
- Aufgrund der dreieckigen Form der Eckeneinziehelemente, die den verschieden großen einzuziehenden Flächen angepaßt werden können, werden Verschmutzungen durch Leim vermieden. Eine Veränderung der wirksamen Druckfläche der Eckeneinziehelemente kann durch Verstellung in und entgegen der Laufrichtung der Rotationskörper vorgenommen werden.
- Nach erfolgtem Kopf- und Fußeinschlag sowie dem Eckeneinziehen werden die Decken durch die Mitnehmer 79, von einem Tisch 130 und den seitlichen Auflageschienen 84 gestützt, einer Seiteneinschlagstation zugeführt. Hier wird das zu beiden Seiten über die Pappenkanten hinausstehende Überzugsmaterial beim Auflaufen auf seitlich der Bewegungsbahn installierte Aufrichtleisten 131 mit einer unterhalb der Transportebene beginnenden und in Laufrichtung ansteigenden, sowie mit einer zur Decke hin abfallenden Auflauffläche 131 a in die Senkrechte verbracht und an die Pappenkanten gepreßt und gehalten. Dabei befinden sich die Aufrichtleisten 131 in u-förmigen Führungen 132 der Auflageschienen 84 und werden von Federelementen 133 gegen die Deckenkante gedrückt.
- Für eine Formatverstellung sind die Auflageschienen 84 mit Tragklötzen 134 verschraubt, die mit ihrem Gewindeteil von Verstellspindeln 135 aufgenommen werden, die wiederum in den Seitenrahmen 25 gelagert sind. Zur Unterstützung der Deckenrandbereiche wurden seitlich der Führungsprofile mehrere hintereinanderliegende, frei drehbare Stützrollen 136 angeordnet, während von oben ebenfalls frei drehbare in einem Schwenklager 137 gelagerte Gegendruckrollen 138 auf die Randbereiche der Decken einwirken, und zwar können diese Druckrollen mit dem Schwenklager 137 um eine in einem Träger 139 frei drehbare Achse 140 durch die Kraft einer sich an einem Anschlag 141 abstützenden Feder 144 auf die Decke einen Druck ausüben.
- Träger 139 greifen mit einem Gewindeteil auf eine in den Seitenteilen 25 gelagerte Verstellspindel 142, wodurch eine Formatverstellung ermöglicht wird. Eine Höhenverstellung für unterschiedlich starke Deckenmaterialien kann durch in die Träger 139 eingreifende und von den Seitenteilen 25 aufgenommene Exzenterwellen 143 aus vorgenommen werden.
- Nach dem Aufrichtvorgang des über die Pappen seitlich hinausstehenden Überzugsmaterials durch die Aufrichtleisten 131 erfolgt der Deckentransport über seitlich angeordnete, angetriebene Transportrollen 147 sowie durch Gegendruckrollen 148, die die gleiche Lagerung wie die Druckrollen 138 aufweisen. Zusätzlich sind für den Randbereich der Decken weitere Stützrollen 136 vorgesehen, während der Mittelteil der Decken auf dem Auflagetisch 130, wie vorab beschrieben, aufliegt.
- An die Aufrichtleisten 131 schließen sich zu beiden Seiten der Decke winkelförmige Umlegschienen 149 an, die an den Trägern 139 befestigt sind und die nach unten hin angeformte, in das Führungsprofil 132 eingreifende Führungsleisten 149 a aufweisen.
- Im Bereich der Umlegschienen 149 besitzen die Führungsprofile eine sich nach innen ausdehnende, erweiterte Auflagefläche 132 a, die zusammen mit der Unterseite der Umlegschiene 149 und der Führungsleiste 149 a eine den Randbereich der Decken aufnehmende Führungsbahn bildet, wobei diese zur Decke und nach oben hin breiter wird und eine an der Aufrichtleiste 131 beginnende und über die Deckenkante nach innen laufende Auflaufschräge 149 b aufweist, siehe Fig. 2. Bedingt hierdurch kann das Überzugsmaterial zwar um die Pappen gelegt, jedoch nicht von oben angedrückt werden.
- Zum Anreiben des Überzugsmaterials an die Pappen befinden sich im Anschluß an die Umlegschienen 149 und unmittelbar über den Transportrollen 147 in Dekkenlaufrichtung angetriebene, schräggestellte Andrückrollen 150, wodurch eine Krafteinwirkung senkrecht zur Deckenkante entsteht, die die Seiteneinschläge zusätzlich zur Längsrichtung auch senkrecht zur Durchlaufrichtung anreibt.
- Der Aufnahme der Andrückrollen 150 dient eine an eine schräggestellte Traverse 151 geschraubte Lagerplatte 152, wobei die Traverse 151 vom Träger 139 gehalten wird. Auf der der Lagerplatte 152 gegenüberliegenden Seite an der Traverse 151 befindet sich eine weitere Lagerplatte 153 zur Aufnahme eines Antriebsritzels 154, das die Antriebskraft über eine Gelenkwelle 155 auf die Andrückrolle 150 überträgt.
- Die aus der Vorrichtung austretenden eingeschlagenen Decken werden letztlich noch durch ein hinter den Andrückrollen 150 installiertes, angetriebenes Andrückwalzenpaar 156 geführt und hierbei einer sich über ihre Gesamtbreite erstreckenden Ganzpressung unterworfen.
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