DE285055C - - Google Patents

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DE285055C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F21/00Variable inductances or transformers of the signal type
    • H01F21/005Inductances without magnetic core

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Tape Measures (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMI
Die Erfindung bezieht sich auf eine Selbstinduktionsspule, wie sie in funkentelegraphischen Anlagen dazu verwendet wird, die Wellenlänge der abgehenden elektromagnetischen Wellen zu verändern oder den Apparat auf die ankommenden Wellenlängen abzustimmen. Die Spulen besitzen entweder die Form eines Zylinders, indem die Drahtwindungen auf dem Umfang einer Trommel liegen,
ίο oder die Form einer flachen Spirale. Behufs schneller Einstellung und Kontrolle ist es nun erforderlich, die eingestellte Wellenlänge bequem ablesbar zu machen, und zwar möglichst auf eine solche Weise, daß auch weder ein Addieren von Zahlen noch ein Ablesen mehrerer Skalen erforderlich ist. Bei der Zylinderspule kann der Gleitkontakt selbst als Zeiger benutzt werden, und derartige Einrichtungen sind bekannt. Bei der Flachspule dagegen, wo der Gleitkontakt sich nicht nur im Kreise, sondern zugleich auch radial bewegt, ist dies nicht durchführbar.
Aber auch bei den Zylinderspulen bedingt die Rücksicht auf Transportierbarkeit und leichte Handhabung solche Abmessungen, daß für den Gleitkontakt nur eine sehr enge Skala zur Verfügung steht, die unter ungünstigen Verhältnissen, z. B. bei ungünstiger Beleuchtung auf dem Schiff, im Ballon, in der Vorpostenlinie usw., nicht dem praktischen Bedürfnis genügt. Will man z. B. einer Zylinderspule, welche die Wellenlänge um 800 m zu verändern gestattet, nur einen Gleitkontaktweg von etwa 100 mm geben, so muß die Spule etwa 20 Windungen in Abständen von etwa 5 mm erhalten, und es beträgt der Gleitkontaktweg von Windung zu Windung nur 5 mm, innerhalb welcher Strecke also eine Wellenveränderung um 40 m liegt. Auf dieser kurzen Strecke sind zwischenliegende Werte nur schwierig abzulesen, und es mangelt eigentlich schon der gehörige Raum, um mit dem nötigen Abstand die dreistelligen Zahlen, welche die größeren Wellenabstände begrenzen, auf der Skala gut sichtbar anzubringen.
Die an sich ; nächstliegende Benutzung des Gleitkontaktes als Skalenzeiger bedingt somit zwar eine einfache Ausführung, aber eine unsichere Ablesung und ist bei den ihrer gedrängten Bauart wegen an sich vorteilhaften Flachspulen überhaupt nicht verwendbar.
Durch die Erfindung wird eine gute Ablesung bei Spulen beider Art erzielt, und zwar in der Weise, daß der Apparat in keiner Hinsicht kompliziert wird. Es ist weiter nichts erforderlich, als ein Meßband und gegebenenfalls einige Führungsrollen für dasselbe hinzuzufügen. Es reicht für die Praxis aus, wenn das Band um die den Gleitkontakt antreibende Welle selbst gelegt wird. Da alle Bandrollen aus Isoliermasse !hergestellt oder wenigstens in den strahlungsfreien Eckräumen der Spule angeordnet werden können, so ist es nicht nötig, zur Unterbringung der Rollen und des Bandes und zur Vermeidung von Störungen durch Metallmassen die Abmessungen des Apparates merklich zu vergrößern.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung an
zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Fig. ι zeigt eine zylindrische Spule, Fig. 2 eine Flachspule.
In Fig. ι sind 20 Windungen eines Drahtes auf einer Trommel α aus Isoliermasse, von etwa 150 mm Durchmesser und 100 mm Länge mit einem mittleren Zwischenraum von etwa je 5 mm angeordnet. Das eine Ende der Spule endigt an einem Schleifring, auf dem die Bürste b schleift, die an das übrige Schaltungssystem der Station angeschlossen ist. An dieses ist bei c auch der Gleitkontakt angeschlossen, der isoliert auf einem Bügel f sitzt: Letzterer wird bei der Drehung der Trommel a auf den Schienen e, d geführt. Erfindungsgemäß ist um die Welle i der Trommel ein Band k gelegt, welches bei jeder Umdrehung der Trommel einen Weg von etwa 15 mm zurücklegt, da die Welle etwa 5 mm Durchmesser besitzt. Die ganze Länge der auf dem Band angebrachten Skala beträgt also 20x15= 300 mm, d. h. das dreifache des Weges des Gleitkontaktes. Das Band k läuft dabei um weitere Rollen wie m, die am Gestell, wie Fig. ia zeigt, angeordnet sind. Es wird dabei an einem geeignet (z. B. in dem Fenster n) angebrachten Zeiger' 0 vorübergeführt.
In Fig. 2 ist die Spule auf einem Grundbrett α in Spiralform angeordnet und der Gleitkontakt g in bekannter Art auf einem um den Punkt i drehbaren Arm t derart befestigt, daß er beim Drehen des Armes radial auf letzterem sich bewegt. Die Leitungsanschlüsse sind bei b, c angedeutet. An der Welle i des drehbaren Armes ist ein Band ν befestigt, welches über eine Rolle u zu einer weiteren Rolle w läuft, an welcher es ebenfalls befestigt ist. Die Rollen sitzen auf dem Grundbrett a und führen das Band hinter einem im Gehäuse χ vorgesehenen Fenster y vorbei. Die Rolle w ist mit einer nicht gezeichneten Feder verbunden, welche ständig bestrebt ist, die Rolle nach links zu drehen. Die Welle i läuft nach rechts um, wenn der Gleitkontakt von den inneren Windungen der Spirale nach den Außenwindungen sich bewegt. Infolgedessen wird, je weiter der Gleitkontakt nach außen rückt, desto mehr von dem Band ν auf die Welle i gewickelt; und die Stärke des Bandes ν kann nun so bemessen werden, daß die pro Einheit der Winkeldrehung der Welle i bewirkte Veränderung in der Wellenlänge auf jedem Teil der Spirale die gleiche (oder fast die gleiche) Verschiebung des Bandes hinter dem Fenster y zur Folge hat.
Es ist ersichtlich, daß die beiden Rollen u, w sowie das Band ν den Apparat in keiner Weise komplizieren und ohne jede weitere Vorkehrung sogar nachträglich im Apparat angebracht werden können. In der praktischen Ausführung genügt es, für Wellengrößen, wie sie bei Fig. 1 genannt sind, die Welle i auch hier mit einem Durchmesser von etwa 5 mm zu versehen, doch hat man es durch Aufsetzen einer kleinen Scheibe in der Hand, die Skalenteilung auf dem Band ν noch weitläufiger zu machen.
Es ist in Fig. 2 nicht erforderlich, das Skalenband ν selbst auf die Welle i aufzurollen, vielmehr kann es ausschließlich über die beiden Rollen u, w kufen (gegebenenfalls so, daß es in sich zurückläuft). Die Rolle u würde dann von der Welle i durch irgendein anderes Treibmittel, z. B. eine Darmsaite, angetrieben werden, welche sich auch, ähnlich wie bei dem Band ν beschrieben, auf der Welle i scheibenförmig (zwischen Seitenscheiben) aufrollen kann. Bei der zylindrischen Spule nach Fig. 1 würde die Darmsaite dagegen nebeneinander aufzuwickeln sein, da dort die pro Einheit der Winkeldrehung zu- oder abgeschaltete Spulenlänge konstant ist. Natürlich könnte man auch die Darmsaite an das Band ν (Fig. 2) anhängen und beide in Schleifen über Führungsrollen, ähnlich wie u, leiten, derart, daß nur die Darmsaite auf die Welle i aufläuft. Die Skala kann auch ,auf dem Umfang einer Scheibe stehen, welche durch das Band angetrieben wird. Die Scheibe wird dabei innerhalb des Strahlenraumes der Spule liegen und ist aus Hartgummi o. dgl. herzustellen, wie zweckmäßig in Fig. ia die beiden Rollen m' und Rolle s.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Selbstinduktionsspule mit Gleitkontakt für funkentelegraphische Anlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Gleitkontakt eingeschaltete Spulenlänge auf einer Skala ablesbar ist, welche auf einem Bande (aus Papier, Gewebe u. dgl.) angebracht ist, das von der Bewegungswelle des Gleitkontaktes aus eingestellt wird.
2. Selbstinduktionsspule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band einerseits um die den Gleitkontakt antreibende Welle, anderseits um Rollen läuft, welche. außerhalb des Strahlungsraumes der Spule in den Ecken des Spulenstirnbrettes angeordnet sind.
3. Selbstinduktionsspule nach Anspruch 1 und 2, bei welcher die Spule eine flache Spirale mit radial auf einem drehbaren Arm beweglichem Gleitkontakt bildet, dadurch gekennzeichnet, daß das die Skala tragende Band mit dem einen Ende auf der Bewegungswelle des Gleitkontaktes, mit dem anderen Ende auf einer außerhalb des Strahlungsraumes der Spule liegenden Rolle aufläuft und sich auf der Rolle sowie der Welle übereinander aufwickelt, wobei die Dicke des Bandes derart ist, daß bei der Bewegung des Gleitkohtaktes auf den Außenwindungen der Spirale entsprechend größere
Strecken des Bandes pro Umdrehung auflaufen, zum Zwecke, eine gleichmäßige Teilung auf dem Band zu erhalten.
4. Selbstinduktionsspule nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Meßbandes selbst eine daran angehängte Darmsaite o. dgl. auf die Welle der Spule aufläuft oder die Darmsaite einerseits und das Meßband anderseits je einen, Trieb für sich bildet, wobei die Spulenwelle den Darmsaitentrieb und durch diesen den Meßbandtrieb bewegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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