DE284641C - - Google Patents

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DE284641C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/24Sulfates of ammonium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, durch Teerkörper gefärbtes Ammoniaksalz durch Erhitzen zu entfärben. Hierbei handelt es sich um eine Zersetzung und Verflüchtigung von Körpern, deren Vorhandensein in dem Salz sich bereits durch die Färbung äußerlich kenntlich macht, und welche in einfacherer Weise auch durch Filtration mittels Knochenkohle .zu entfernen sind und zumeist auch auf diese Weise entfernt werden.
Es hat sich indessen herausgestellt, daß in Ammoniaksalzen je nach deren Ursprung wasserlösliche Verunreinigungen enthalten sind, welche zumeist keinerlei Färbung des Salzes
ι5 verursachen, aber die Beständigkeit und Brauchbarkeit der Salze stark beeinträchtigen und selbst durch sorgfältigste Filtration der Ammoniaksalzlösung nicht zu entfernen sind; infolgedessen sind diese Stoffe bisher in dem Salz zu dessen Nachteil verblieben. Wie sich nun ergeben hat, wandeln sich diese Bestandteile bei einer bestimmten Erhitzung des Salzes unter starker Färbung desselben in wasserunlösliche Körper um, so daß sie alsdann durch Filtration leicht zu entfernen sind und aus der filtrierten Lösung bereits bei der ersten Kristallisation sich ein Salz abscheidet, welches rein weiß ist und keine zerstörenden oder veränderlichen Eigenschaften mehr besitzt.
So hat sich beispielsweise herausgestellt, daß in salpetersaurem Ammoniak vorhandenes Rhodanammonium, welches in dem frischen Salz zunächst äußerlich nicht erkennbar ist, das Salz bei längerem Lagern gelb und rot färbt, aber selbst durch häufiges Filtrieren und Umkristallisieren aus dem Salz nicht zu entfernen ist. Erhitzt man hingegen das feste Rohsalz auf eine Temperatur von etwa 135 bis 140 ° C, so tritt, wie sich ergeben hat, eine Reaktion des salpetersauren Ammoniaks auf das Rhodanammon ein, derart, daß das Rhodanammon sich in eine wasserunlösliche Verbindung, wahrscheinlich Persulfocyan, umwandelt, welche bei nachfolgender Auflösung und Filtrierung des Salzes in Gestalt eines feinen Schlammes aus der Lauge entfernbar ist; das Filtrat ergibt hierauf ein weißes oder schwach gelb gefärbtes, geruchloses Ammonnitrat, das sich auch bei beliebig langem Lagern nicht verändert.
In gleicher Weise und. nach dem gleichen Grundsatz läßt sich, was bisher selbst durch mehrfaches Filtrieren sowie umständliche Umarbeitungsprozesse anderer Art nicht zu erzielen war, aus dem seiner Zusammensetzung nach besonders gearteten Kondensat, welches bei der sogenannten direkten Ammoniakgewinnung aus Destillationsgasen sich ergibt, ein beständiges, weißes Salmiaksalz gewinnen. Werden nämlich zwecks direkter Gewinnung von Ammoniumsulfat aus den Destillationsgasen die Gase auf etwa 90 ° C gekühlt, so scheidet sich hierbei ein Kondensat ab, welches in der Hauptsache Chlorammonium enthält, äußerlich fast farblos ist, aber durch Rhodan- und Schwefelverbindungen sowie wasserlösliche Teerkörper verunreinigt ist. Erhitzt man das aus diesem Kondensat gewon-
nene Salz auf eine Temperatur von etwa 200 bis 250° C, so färbt das Salz sich durch Abscheidung von Kohle und gleichzeitiger Umwandlung der schädlichen Beimengungen in wasserunlösliche' Körper tiefschwarz. Nach Auflösung dieses Salzes und gegebenenfalls nach Ausfällung der Schwefelsäure durch Zusatz von etwas Chlorbarium erhält man nach dem Filtrieren bereits bei der ersten Kristallisation ein weißes, geruchloses, reines Salz, und ein schwarzes Pulver bleibt zurück, welches als Farbe o. dgl. Verwendung finden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung reiner, auch tg beim Lagern usw. ungefärbt bleibender Ammoniaksalze aus wenig gefärbten Rohsalzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Rohsalze erhitzt, ohne daß die Ammoniaksalze sich verflüchtigen, zum Zwecke, die schädlichen wasserlöslichen Verunreinigungen in unlösliche Stoffe überzuführen und die Salze durch Umkristallisieren davon zu befreien.
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