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Kennwort: "Dampfumlauf"
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Herr Rudolf Schulte, 5768 Sundern, Röhre 34 Herr Helmut Hoffmann,
5768 Sundern, Im Birkenhain Elektrischer Eierkocher Die Erfindung betrifft einen
elektrischen Eierkocher, umfassend ein durch einen Boden abgeschlossenes Gehäuse,
einen Deckel und einen zwischen beiden einsetzbaren, die Eier aufnehmenden Träger,
wobei zwischen der Oberseite eines das Gehäuse horizontal unterteilenden Trennbodens
und dem Deckel ein wasseraufnehmender Garraum und zwischen dem Boden des Gehäuses
und der Unterseite des Trennbodens ein Aufnahmeraum für eine eltrische Heizeinrichtung
sowie Schalt- und Regeleinrichtungen gebildet sind.
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Bei bekannten Eierkochern der genannten Art schließen der Trennboden
des Gehäuses zusammen mit dessen Außenmantel und dem Deckel einen Kochraum für die
Eier ein. Der Trennboden ist dabei durch eine an ihrer Unterseite angeordnete Heizeinrichtung
aufheizbar, während das schalenförmige Gehäuse zur Aufnahme des Wassers dient. Die
zum Kochen der Eier notwendige Wassermenge ist dabei auch bei einer geringen Anzahl
an Eiern verhältnismäßig groß, da das Wasser die Eier in der Regel überdecken soll.
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Dementsprechend erfordert das Erhitzen dieser Wassermenge auf Siedetemperatur
und das anschließende Halten dieser Temperatur über einen bestimmten Zeitraum einen
hohen Stromverbrauch, während die Aufheizung der relativ großen Wassermenge auch
zeitaufwendig ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Eierkocher
der eingangs genannten Art zu entwickeln, der einen
geringen Wasserbedarf
und damit einen niedrigen Stromverbrauch aufweist und die zum Kochen auch einer
größeren Anzahl Eier erforderliche Temperatur schnell erreicht.
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Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die elektrische Heizeinrichtung
Bestandteil eines dampferzeugenden Durchlauferhitzers ist, dessen beheizter Kanal
an seinen Enden einen in die tiefste Stelle des Trennbodens einmündenden Wassereinlauf
und ein den Wasserspiegel im Garraum überragendes, den Trennboden durchdringendes
Steigrohr aufweist. Dies hat zur Folge, daß das durch den Wassereinlauf in den Kanal
einfließende Wasser gleichmäßig über der gesamten Heizeinrichtung verteilt wird,
wobei des bei entsprechender Heizleistung der Heizeinrichtung im Kanal verdampfen
und als Wasserdampf aus dem Steigrohr in den Garraum strömen kann. Die erforderliche
Wassermenge kann dabei sehr gering gehalten werden, da kein Wasser die Eier bedecken
muß, sondern diese gleichmäßig von Wasserdampf umgeben werden.
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Eine besonders platzsparende Bauweise und ein guter Wäremübergang
zwischen der Heizeinrichtung und dem Kanal ergibt sich, wenn beide aus miteinander
wärmeleitend verbundenen etwa kreisförmigen Rohren gebildet sind. Diese liegen übereinander
und können beispielsweise miteinander verlötet oder auch einstückig in einem gegossenen
Gehäuse z.B. aus Leichtmetall angeordnet sein.
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Die vom Heizkörper aufnehmbare und zu verdampfende Wassermenge ergibt
sich in einfacher Weise aus der zur Ausfüllung des Garraumes über einen bestimmten
Zeitraum erforderlichen Menge an Wasserdampf.
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Nach einem weiteren Ausbildungsmerkmal der Erfindung ist der Trennboden
leicht trichterförmig ausgebildet und in seinem Zentrum mit dem Wassereinlauf versehen,
während das Steigrohr etwa im Umfangsbereich des Trennbodens angeordnet ist, wobei
Steigrohr und Wassereinlauf über Schläuche mit dem Kanal des Durchlauferhitzers
flexibel verbunden sind. Der Wassereinlauf und der unter dem Trennboden des Gehäuses
liegende Teil des
Steigrohres bilden auf diese Weise eine kommunizierende
Röhre, in der das Wasser entsprechend der Füllmenge jeweils nur bis etwas über den
Trennboden steigen kann. Ein Zurückfließen des Wassers aus dem Wassereinlauf kann
zweckmäßig durch ein darin angeordnetes Rückschlagventil verhindert werden.
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Beim Einschalten des Eierkochers wird das im Heizkörper befindliche
Wasser erhitzt und tritt als Wasserdampf am oberen Ende des Steigrohrs aus, das
zur besseren Verteilung zweckmäßig eine Düse aufweist. Ein Teil des Wasserdampfes
entweicht jeweils durch einen im Deckel des Eierkochers vorgesehenen Durchbruch.
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Der übrige Teil des Wasserdampfes kondensiert am Deckel und fließt
durch den Wassereinlauf in den Heizkörper zurück. Auf diese Weise bildet sich ein
Kreislauf aus Wasser und Wasserdampf, der so lange aufrechterhalten bleibt, bis
das gesamte Wasser verdampft ist. Die Heizeinrichtung weist zweckmäßig einen Übertemperaturschalter,
beispielsweise einen Temperaturschütz, auf, der aufgrund der entstehenden Übertemperatur
im trockenen Heizkörper den Eierkocher abschaltet und eine optische oder akustische
Anzeige auslöst.
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Für eine besonders sichere Handhabung bei niedrigen Herstellungskosten
sind das Gehäuse, der Träger und der Deckel des Eierkochers zweckmäßig aus Kunststoff
gefertigt. Dadurch werden bei defekten Kabeln Unfälle durch den elektrischen Strom
vermieden, da keine leitenden Metallteile berührt werden. Auch die Wärmeverluste
werden auf diese Weise gering gehalten, da Kunststoff langsamer abkühlt als insbesondere
Leichtmetall.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Es zeigen: Fig.1 einen Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen Eierkocher,
Fig.2 eine Untenansicht des Eierkochers mit entferntem Boden.
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Ein dem Ausführungsbeispiel zugrundegelegter Eierkocher 10 besteht
im wesentlichen aus einem topfartig gestalteten Gehäuse 11, einem haubenförmigen
Deckel 12 und einem zwischen diesem und dem Gehäuse 11 einsetzbaren, scheibenförmigen
Träger 13 für die Eier.
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Das Gehäuse 11 weist einen kreisförmigen, horizontalen Trennboden
14 auf, der das Gehäuse 11 in einen unteren Aufnahmeraum 15 für eine elektrische
Heizeinrichtung 16, einen Kanal 17 sowie Schalt- und Regeleinrichtungen und eine
obere, schalenförmige Vertiefung 18 unterteilt, die bei aufgesetztem Deckel 12 einen
Garraum 19 für die Eier bildet. Nach unten wird das Gehäuse 11 durch einen als Standfuß
fungierenden Boden 20 abgeschlossen.
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Die Heizeinrichtung 16 besteht hier aus einem etwa kreisförmig gebogenen
Rohr, das unter dem Kanal 17 verläuft und mit diesem verbunden, beispielsweise verlötet,
ist. Es versteht sich, daß statt der dargestellten Heizeinrichtung 16 auch eine
andere vorgesehen sein kann, beispielsweise ein den Kanal 17 spiralförmig umgebender
Heizdraht. Die Heizeinrichtung 16 und der Kanal 17 sind durch beide umgreifende
Schellen 21 mit Isolierbuchsen 22 verschraubt, die an der Unterseite des Trennbodens
14 befestigt sind. Die Heizeinrichtung 16 und der Kanal 17 verlaufen in einer zum
Boden 20 des Gehäuses 11 parallelen, horizontalen Ebene in einem gewissen Abstand
vom Boden 20 und dem Trennboden 14. Dieser ist leicht trichterförmig gestaltet und
mittig mit einem angeformten, stutzenförmigen Wassereinlauf 23 versehen, der die
Trennfläche 14 durchsetzt und in den Aufnahmeraum 15 ragt. Im Randbereich der Trennfläche
14 des Gehäuses 11 verläuft ein vertikales Steigrohr 24 beidseitig des Trennbodens
14 sowohl in den Aufnahmeraum 15 als auch in den Garraum 19, wie insbesondere Fig.1
zeigt. Der Wassereinlauf 23 und das Steigrohr 24 sind mittels Schläuchen 25 mit
den Enden des Kanals 17 verbunden, wobei zwischen dem Wassereinlauf 23 und dem diesen
zugeordneten Schlauch 25 ein Winkelstück 26 zwischengeschaltet ist, das ein in Fig.1
nur eingedeutetes Rückschlagventil 27 aufweist. Dieses verhindert ein Zurückfließen
des
Wassers aus dem Wassereinlauf 23 in die trichterförmige ertiefung
18 und ein Ausströmen von Wasserdampf. Das Steigrohr 24 ist an seinem oberen Ende
mit einer im vorliegenden Fall aufsteckbaren Düse 28 versehen, die eine Anzahl von
den ausströmenden Wasserdampf gleichmäßig verteilenden Schlitzen 29 aufweist. Zur
einfachen Handhabung sind am Deckel 12 und am Träger 13 seitlich abstehende Griffe
30 angeordnet, die ein gemeinsames Ergreifen des Deckels 12 und des Trägers 13 ermöglichen.
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Die Stromversorgung des Eierkochers 10 erfolgt über ein Anschlußkabel
31, das mit der Heizeinrichtung 16 verbunden ist. Zwischen dem Anschlußkabel 31
und den Anschlüssen an der Heizeinrichtung 16 sind über eine Anschlußklemme 38 mittels
nicht näher dargestellter elektrischer Leitungen ein Übertemperaturschalter 32 und
ein Summer 33 angeordnet, wobei der Übertemperaturschalter 32 hier mit der Schelle
21 an der Heizeinrichtung 16 und dem Kanal 17 befestigt ist, wie Fig.2 zeigt. Zur
Aufwicklung des Anschlußkabels 31 kann im Aufnahmeraum 15 eine Kabelaufnahme 34
vorgesehen sein.
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Zur Inbetriebnahme des Eierkochers 10 werden der Deckel 12 und der
Träger 13 an dem Griff 30 vom Gehäuse 11 abgehoben und eine geringe Menge Wasser
in die Vertiefung 18 des Eierkochers 10 gefüllt. Das Wasser fließt durch den Wassereinlauf
23 und das Winkelstück 26 in den Kanal 17 bis in den Ansatz des Steigrohrs 24 über
dem Trennboden 14 des Gehäuses 11. Der Wassereinlauf 23 bildet mit dem Steigrohr
24 eine durch den Heizkörper 17 verbundene kommunizierende Röhre, wodurch das Wasser
in gleicher Höhe steigen kann und ein Zurückfließen aus dem Wassereinlauf 23 durch
das im Winkelstück 26 angeordnete Rückschlagventil 27 verhindert wird. Nach Einfüllen
des Wassers werden die zu kochenden Eier in den Träger 13 eingesetzt, der dazu entsprechende
Öffnungen 35 aufweist. Der Träger 13 wird mit dem Deckel 12 auf das Gehäuse 11 aufgesetzt,
wobei der Träger 13 durch einen Rand 36 im Gehäuse 11 festklemmbar ist.
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Das im Kanal 17 befindliche Wasser wird beim Einschalten des Eierkochers
10 erhitzt, verdampft im Steigrohr 24 und strömt aus den Schlitzen 29 der Düse 28
als Wasserdampf aus, der den Garraum 19 gleichmäßig erfüllt. Ein Teil des Wasserdampfes
entweicht durch einen Durchbruch 37 im Deckel 12 ins Freie, während der restliche
Wasserdampf an der Innenseite des Deckels 12 kondensiert. Das so gebildete Kondenswasser
tropft auf den Trennboden 14 des Gehäuses 11, der in Richtung auf den Wassereinlauf
23 leicht trichterförmig geneigt verläuft, und fließt durch den Wassereinlauf 23
in den Heizkörper 17 zurück. Der Garraum 19 ist auf diese Weise nur von Wasserdampf
konstanter Temperatur ausgefüllt, der die Eier gart und mit dem im Heizkörper 17
befindlichen Wasser solange einen Kreislauf bildet, bis das gesamte Wasser durch
den Durchbruch 37 im Deckel 12 verdampft ist. Die im Heizkörper 17 sodann ansteigende
Temperatur betätigt den Ubertemperaturschalter 32, der dann den Summer 33 auslöst
und die Beendigung des Kochvorganges anzeigt. Stattdessen kann selbstverständlich
auch eine optische Signaleinrichtung vorgesehen sein.
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Die dargestellte Ausführung ist, wie bereits erwähnt, nur eine beispielsweise
Verwirklichung der Erfindung. Diese ist nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind noch
mancherlei andere Ausführungen und Ausgestaltungen möglich. So ist es denkbar, das
Gehäuse und den Deckel rechteckförmig auszugestalten. Statt des einzelne Öffnungen
für die Eier aufweisenden Trägers kann dieser beispielsweise siebartig ausgebildet
sein, wodurch die Eier übereinander im gesamten Garraum stapelbar sind.