DE28449C - Ofen zur Darstellung von Zinkoxyd aus Erzen - Google Patents

Ofen zur Darstellung von Zinkoxyd aus Erzen

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DE28449C
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F. C. GLASER, Königl. Kommissionsrath in Berlin SW., Lindenstr. 80
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/34Obtaining zinc oxide
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/34Obtaining zinc oxide
    • C22B19/36Obtaining zinc oxide in blast or reverberatory furnaces

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 28. December 1883 ab.
Die jetzt, übliche Methode der Verhüttung von Zinkerzen im Muffelofen erfordert einen so grofsen Aufwand an Brennmaterial und Chamottegefäfsen, dafs bei zinkarmen Erzen eine Verhüttung nicht mehr lohnend erscheint. Durch das in nachstehendem beschriebene Verfahren wird ein bedeutend geringerer Verbrauch an Brennmaterial, und durch die erzielte Beschränkung in der Benutzung der feuerfesten DestiUationsgefäfse im allgemeinen eine vorteilhaftere Verhüttung, insbesondere ein besseres Ausbringen des Zinkgehaltes der Erze erreicht, und damit auch die Verhüttung von armen Erzen, deren Verhüttung nach den bisherigen Methoden nicht mehr lohnend ist, ermöglicht.
Dieses verbesserte Verfahren besteht wesentlich in folgendem:
Die Zinkerze (oxydische Erze, wie GaImei, Kieselzinkerz, Franklinit oder geröstete Zinkblende) werden, gemengt mit dem erforderlichen Quantum Reductionsmittel, z. B. Koks, in einen cupolofenartigen Schachtofen eingebracht und dort so lange einer starken, bis zur Weifsglühhitze gesteigerten Temperatur ausgesetzt, bis die Entwickelung von Zinkdämpfen aus der Beschüttung im wesentlichen aufhört und die Rückstände ganz oder doch nur bis zu einem relativ geringen Gehalt von Zink befreit sind. Die in dem Ofen sich entwickelnden Zinkdämpfe verbrennen, sowie sich dieselben aus dem Erz entwickeln, bei der Berührung mit der atmosphärischen Luft sofort wieder zu Oxyd.
Ein solcher Ofen ist beispielsweise in der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Derselbe besteht aus einem Ofenschacht A, welcher nach unten durch mit Gegengewichten versehene und in Achsen bewegliche Bodenplatten B B geschlossen ist. Letztere werden beim Betriebe durch eine Lage Sand vor Zerstörung durch die Hitze geschützt. Die Seitenwände des Ofens, welche aus feuerfestem Material bestehen, sind durch eine oder mehrere Reihen als Düsen bezw. Formen dienende Oeffhungen durchbrochen, durch welche der Wind entweder kalt oder erwärmt der Beschickung zugeführt wird. Im oberen Theil des Ofens können Oeifnungen zur Beobachtung der sich entwickelnden Zinkflammen, welche durch den Kanal C abgeführt werden, angebracht werden. Der Ofen wird entweder auf Gewölbebogen oder auf eiserne Säulen gestellt, so dafs unter denselben eiserne Wagen gebracht werden, welche zur Aufnahme der nach beendetem Procefs durch die geöffnete Bodenplatte entfallenden Rückstände dienen. Der Ofen kann auch so eingerichtet werden, dafs unter Wegfall der beweglichen Bodenplatte und Verlängerung des Schachtes nach unten der Betrieb durch seitliches Ausziehen des entzinkten Erzes continuirlich stattfindet.
Wie schon oben erwähnt, entweicht das gebildete Zinkoxyd mit den abgehenden Verbrennungsgasen durch den Kanal C und wird durch eine an die Düsen sich anschliefsende Leitung in Flugstaubkammern geführt, deren räumlicher Inhalt ausgedehnt genug ist, um die Geschwindigkeit der ausströmenden Gase derart
zu verlangsamen, dafs das Zinkoxyd Zeit und Gelegenheit findet, auf den Boden der Kammern niederzusinken und sich daselbst anzusammeln. Zur leichteren Entleerung der Kammern ist es zweckmäfsig, den Boden derselben aus einem System von Trichtern bestehen zu lassen, durch deren Oeffnungen das gewonnene Oxyd entnommen werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-AnSpruch:
    Schachtofen mit kreisrundem oder ovalem Querschnitt, welcher durch eine Anzahl in verschiedenen Höhenlagen angebrachter Düsen mit geprefstem Winde gespeist wird, um das Zink zu reduciren, zu verpflüchtigen und die Zinkdämpfe zu oxydiren.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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