DE284339C - - Google Patents

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DE284339C
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F3/00Labels, tag tickets, or similar identification or indication means; Seals; Postage or like stamps
    • G09F3/02Forms or constructions
    • G09F3/03Forms or constructions of security seals
    • G09F3/0305Forms or constructions of security seals characterised by the type of seal used

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 284339 KLASSE 81 c. GRUPPE
PAUL SONNTAG in BRESLAU.
für Eichzeichen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Dezember 1913 ab.
Die Erfindung betrifft eine Befestigung der in eine Ausnehmung des Faßbodens einzulassenden Abdeckplatte von Eichzeichen. Die Befestigung gehört zu derjenigen Art, bei welcher Schrauben oder sonstige in die Tiefe des Faßbodens eingreifende Teile vollständig . vermieden sind. Von bekannten derartigen Einrichtungen unterscheidet sich die neue wesentlich dadurch, daß sie auch keinerlei in
ίο die Wandungen der Faßbodenausnehmung eingreifende Teile, wie Schraubengewinde, Zapfen o. dgl., besitzt oder zu ihrer Befestigung bedarf und trotzdem durch ihre Eigenart eine bisher nicht erreichte Befestigung im Faßboden erzielt. Da außerdem das Einlassen in den Faßboden und die Auswechslung sich außerordentlich einfach vollziehen, so sind hierdurch gegenüber den bekannten Einrichtungen ganz besondere Vorteile geboten.
ao Die angegebenen Fortschritte werden dadurch erzielt, daß der in den Bodenteil der Faßbodenausnehmung eingreifende Teil der Abdeckplatte oder dieser Bodenteil selbst oder beide unrund ausgebildet sind, so daß bei der Drehung der Platte ein Keilverschluß herbeigeführt wird, durch welchen sie mit großer Festigkeit im Faßboden gehalten wird.
Fig. ι zeigt die in den Faßboden eingelassene Abdeckplatte in Draufsicht.
Fig. 2 stellt einen Querschnitt durch das Eichzeichen dar.
Fig. 3 zeigt eine Einzelheit.
Fig. 4 zeigt die Abdeckplatte in Unteransicht.
Die Abdeckplatte α ist im oberen Teil in bekannter Weise als eine zylindrische Scheibe ausgebildet und mit den Löchern b für das Einsetzen der Zapfen eines Drehschlüssels versehen. Bei c wird gleichfalls in bekannter Weise nach dem erfolgten Einsetzen und Befestigen der Platte im Faßboden ein Stift eingelassen, der etwa 2 mm in den Faßboden selbst eingreift und durch eine Plombe gesichert wird. Die Abdeckplatte ist, wie Fig. 4 veranschaulicht, in ihrem unteren Teile abgesetzt. Die Umfläche des abgesetzten Teiles liegt jedoch nicht in einem Kreis-, sondern in einem elliptischen Zylinder. In dem Faßboden ist gleichfalls in bekannter Weise eine zylindrische Ausnehmung d vorhanden, in welche jedoch der eingezogene Teil der Abdeckplatte nicht unmittelbar eingelassen wird. Es ist vielmehr in diese Ausnehmung ein gesprengter Ring e eingelegt, dessen Innenfläche gleichfalls im Mantel eines elliptischen Zylinders liegt. Wird nun die Eichplatte α mit dem abgesetzten Teil in die Ausnehmung, in welche der Ring vorher eingesetzt worden ist, eingelegt, und zwar so, daß die Längsachsen der Ellipse sich ungefähr decken, so geht dieses Einlegen leicht und einfach vor sich. Wird nun die Platte mittels eines Schlüssels, dessen Zapfen in die Löcher δ eingesetzt werden, gedreht, so tritt bei der fortschreitenden Drehung eine derartige Klemmung durch die unrunden Berührungsflächen ein, daß die Platte ganz außerordentlich fest im Faßboden sitzt. Nach erfolgter Plombierung bei c können alsdann ohne Zerstörung der
Plombe die Platte und das von ihr überdeckte Eichzeichen nicht mehr entfernt werden. Soll das Eichzeichen ausgewechselt werden, so braucht nach Zerstörung der Plombe und Herausnahme des Stiftes die Platte nur entgegengesetzt gedreht zu werden, um sie leicht aus der Ausnehmung wieder herausheben zu können. Die Sprengung des Ringes hat den Vorteil, daß, wenn der Ring aus elastischem
ίο Material hergestellt ist, er leicht in die Ausnehmung eingesetzt und wieder herausgenommen werden kann. Infolge seiner Federkraft legt er sich fest und dicht an die Wandungen der Ausnehmung an. Die Sprengung kann auch dazu benutzt werden, daß, wenn man dem Ringe auch auf der Innenfläche kreiszylindrische Form gibt, durch ein Klemmen an den offenen Rand ein Keilverschluß erreicht wird, wenn ausschließlich der abgesetzte Teil der Abdeckplatte daumenartig ausgebildet ist. - Es ist klar, daß man einen ähnlichen Effekt auch dadurch erreichen kann, daß man die Ausnehmung im Faßboden schon an sich unrund ausbildet. Diese Ausführung würde jedoch der beschriebenen nachstehen, da das Holz nachgiebig ist und nach längerem Verbleiben der Platte in ihrer Lage nicht genügend Elastizität zeigt, um beim Auswechseln der Eichplatte wieder die gewünschte Klemmung zu ergeben. Auch würde sich beim starken Anziehen die Ausnehmung im Holz allmählich ausweiten.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
  2. i. Befestigung der in eine Ausnehmung des Faßbodens einzulassenden Abdeckplatte für Eichzeichen, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Bodenteil der Faßbodenausnehmung eingreifende Teil der Abdeckplatte (a) oder dieser Bodenteil selbst oder beide unrund ausgebildet sind, so daß bei der Drehung der Platte (a) ein Keilverschluß herbeigeführt wird.
    . 2. Eichplattenbefestigung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Faßbodenausnehmung an sich vollständig zylindrisch ist und die Unrundung durch einen eingelegten Ring (β) erzielt wird.
  3. 3. Eichplattenbefestigung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (e) gesprengt ist.
  4. 4. Eichplattenbefestigung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unrundung die Form einer Ellipse besitzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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