DE284161C - - Google Patents

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DE284161C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/58Preparation of carboxylic acid halides
    • C07C51/60Preparation of carboxylic acid halides by conversion of carboxylic acids or their anhydrides or esters, lactones, salts into halides with the same carboxylic acid part

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
K PATENTAMT.
Das Salicylsäurechlorid ist eine bisher nicht bekannte Verbindung, und die Bemühungen zur Reindarstellung derselben haben bisher noch zu keinem Erfolge geführt. So berichtet Anschütz darüber in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschaft 30, [1897], S. 223, und ferner auch Hans Meyer in den Monatsheften der Chemie 22 [1901], S. 430; letzterer hat beim Kochen von Salicylsäure mit Thionylchlorid und darauf folgende Vakuumdestillation einen Sirup erhalten, welcher aller Wahrscheinlichkeit nach den Schwefligsäureester des Salicylsäurechlorids darstellt.
Es ist zwar in der Patentschrift 123052, Kl. 12P, angegeben, daß sich durch Einwirkung von Toluolsulfochlorid auf salicylsaures Natrium Salicylsäurechlorid bilde, doch ließ sich beim genauen Nacharbeiten der entsprechenden An-
OH
COOH
gaben der genannten Patentschrift kein Salicylsäurechlorid gewinnen, während doch die Abscheidung dieses Chlorides leicht ist, da es sich in niedrig siedendem Ligroin sehr leicht löst. Es bilden sich nämlich beim Arbeiten nach der Patentschrift. 123052 nur Salicylsäureanhydride, die in Ligroin unlöslich sind.
Die Schwierigkeiten, welche der Darstellung dieser Verbindung bisher entgegenstanden, dürften wohl die sein, daß die zur Chlorierung angewandten Mittel, welche, wie es im chemischen Charakter dieser Verbindungen liegt, zugleich stark wasserentziehend wirken, veranfaßten, daß statt des erwarteten Chlorides durch Wasserabspaltung der in o-Stellung zueinander stehenden Hydroxylgruppe und Carboxylgruppe nur Salicylsäureanhydrid entsteht, ehe die Bildung des Chlorides überhaupt hatte eintreten können.
,OH
HOn
Es hat sich aber nun gezeigt, daß man
mit Hilfe von Thionylchlorid durch Einwirkung von Salicylsäure doch zu dem erwarteten Chlorid gelangen kann, wenn man dafür Sorge trägt, daß man die Salicylsäure zu dem Thionylchlorid, welches zweckmäßig in Benzol gelöst ist, allmählich in kleinen Anteilen hinzufügt.
So gelangt man zu technisch guten Ausbeuten, wenn man unter den im Haupt-
patent 277659 für die Darstellung des Acetylsalicylsäurechlorides angegebenen Bedingungen . arbeitet, nämlich die Salicylsäure auf das zweckmäßig in Benzol oder in einem anderen indifferenten organischen Lösungsmittel gelöste Thionylchlorid in der Wärme, am besten bei der Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, bis zur Beendigung der Entwicklung von Salzsäure und schwefliger Säure einwirken läßt.
Beispiel:
62 Gewichtsteile einer 40 prozentigen Benzollösung von Thionylchlorid werden auf Temperaturen von 90 bis 95° auf dem Paraffinbad erwärmt und zu dieser Lösung allmählich in ' etwa 9 Anteilen 28 Gewichtsteile Salicylsäure hinzugefügt. Die Reaktion ist in ungefähr 2 Stunden beendigt. Alsdann destilliert man das überschüssige Thionylchlorid und Benzol im Vakuum gründlich ab. wobei das Salicylsäurechlorid als ölige farblose Flüssigkeit zurückbleibt. Die Ausbeute beträgt etwa .75 Prozent der angewandten Salicylsäure. Im Vakuum läßt sich das Chlorid destillieren. Es siedet unter 15 mm Druck bei 92 °. In Ligroin ist es leicht löslich und unterscheidet sich hierdurch scharf von den Salicylsäureanhydriden.
Das Salicylsäurechlorid soll als Ausgangsstoff für die Darstellung anderer Salicylsäurederivate dienen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Weitere Ausbildung der durch Patent 277659 geschützten Erfindung, darin bestehend, daß man zwecks Darstellung von Salicylsäurechlorid hier Salicylsäure auf das zweckmäßig in Benzol oder in einem anderen indifferenten organischen Lösungsmittel gelöste Thionylchlorid in der Wärme, am besten bei der Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, bis zur Beendigung der Entwicklung von Salzsäure und schwefliger Säure einwirken läßt.
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