DE2836331C2 - - Google Patents
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Description
Zur Abtastung von Farbkennzeichen, wie z. B. Druckmarken auf zu bedruckenden
Papier- oder Kunststoff-Bogen in Druckmaschinen oder auf Verpackungsmaterial
usw., werden nach DIN 40 030 so bezeichnete Lichttaster verwendet.
Man unterscheidet zwei wesentliche und prinzipielle Lichttaster-Arten nach
ihrer optischen Lichtstrahlführung, nämlich Lichttaster, die nach dem
bekannten Reflexionsprinzip: Einfallswinkel = Ausfallswinkel und solche,
die nach dem Autokollimations-Prinzip arbeiten.
Man erkennt die ersteren äußerlich bereits an den zwei im Winkel im Gehäuse
angeordneten, optischen Austritts-Linsen, eine davon für den Lichtaustritt
und die andere für den Wiedereintritt des Reflexionslichtes, weshalb sie auch
oft als "zweiäugige Lichttaster" bezeichnet werden. Die zweite, typische
Lichttasterart arbeitet nach dem Autokollimations- oder auch Ein-Weg-
Prinzip.
Das von einer Glühlampe oder LED erzeugte Licht durchtritt einen teildurch
lässigen Spiegel und die Austrittslinse und fällt auf die Reflexionsebene,
die als Tastebene dient. Von dieser kehrt das reflektierte Licht auf
gleichem optischen Wege, also durch die Austrittsoptik hindurch, zurück,
wird jetzt aber am teildurchlässigen Spiegel abgelenkt und zum lichtempfind
lichen Bauelement geführt.
Der Vorteil dieser Tasterart ist, daß der Taster nur im Abstand zum Objekt
- der Tastweite - nach dem Focus zu justieren ist und deshalb unempfind
lich gegen Neigungen der Reflexionsebene ist, während die erstere Licht
tasterart - der zweiäugige Lichttaster - stark auf Neigungen der
Tastebenen reagiert.
Aus diesem Grunde hat der Autokollimations- oder Einweg-Lichttaster trotz
seiner, durch den teildurchlässigen Spiegel verursachten, internen,
optischen Verluste die breitere Anwendung gefunden.
Die optischen Spiegelverluste dieser Lichttasterart sind sehr erheblich,
deshalb hat es nicht an Versuchen gefehlt, diesen Mangel zu beseitigen.
Verwendet man z. B. einen halbdurchlässigen Spiegel 50 : 50%, so werden
beim ersten Lichtdurchtritt des Lichtquelle-Lichtes durch den Spiegel,
bereits 50% des Lichtes zurückgehalten.
Bei der Rückspiegelung des Lichtes werden erneut 50%, nunmehr des reflek
tierten Lichtes am halbdurchlässigen Spiegel verloren, so daß zum lichtempfind
lichen Bauelement oft wesentlich weniger als 25% des ursprünglichen Glühlampen-
oder LED-Lichtes gelangen.
In neuerer Zeit hat man anstelle der teildurchlässigen Spiegel Lichtleiter
faserbündel verwendet, wobei 50% der Fasern das Licht zur Tastebene führen
und die anderen 50% der Fasern das reflektierte Licht auffangen und zum
lichtempfindlichen Bauelement leiten; vergl. z. B. DE-OS 19 30 111.
Nun ist es leider so, daß sich das Licht der Glühlampe oder des LED vor
wiegend nach der Mitte der Faserbündel - aber auch bei optischen Linsen -
konzentriert, was entweder auf die Lampenwendelform oder die scharfe Bündel
wirkung durch die gegebene Substratform des LED zurückzuführen ist. Über
die Randzonen der Lichtfaserbündel oder der optischen Linsen wird deshalb
nur verhältnismäßig wenig Licht zur Tastebene geführt oder im Rückweg
wieder eingefangen, da die Lichtreflexion an der Tastebene eine diffuse
Lichtkeule bildet. Das Licht dieser Lichtkeule kann durch die Keulenausbildung
nur sehr schwer winkelgerecht in die Lichtfaserenden einfallen, weshalb
auch bei Lichtfaser-Optiken recht erhebliche Verluste eintreten.
Bei den Autokollimationstastern mit optischen Lichtaustritts-Linsen ver
wendet man deshalb auch plankonvexe Linsen, die mit ihrer Planseite möglichst
dicht an die Tastebene, fast berührend, herangebracht werden, damit sie mit
dem so gegebenen, großen Öffnungswinkel viel Licht der Lichtkeule einfangen.
Eine solche Maßnahme verbessert zwar den Lichtempfangsweg, kann aber nicht
die Verluste am teildurchlässigen Spiegel oder am Faserbündel aufheben.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die vorgenannten
Verluste weitgehend zu vermindern.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruches 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
verankert.
Die einzelnen Platten sind so vorgeformt, daß sie einmal als planparallele
Lichtleiterplatte wie ein Umkehrprisma wirken und/oder auch eine plan
konische Wirkung haben und so das Licht konzentrieren.
Auf der zur Tastebene und zur Glühlampe oder LED gerichteten Seite werden
die Plattenpakete wie eine Rund- oder Zylinder-Linse mit den erforderlichen
Linsenkrümmungen geschliffen.
Für den Lichtsendeweg und für den Lichtempfangsweg werden zwei verschiedene
Platten-Grundformen verwendet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert.
Die Lichtsendeplatten sind in Fig. 1 dargestellt. Sie bestehen aus plan
parallelen Glasplatten, die an ihren Enden eine Rundkrümmung besitzen, an
denen später, nachdem sie zu einem Paket zusammengefügt worden sind, der
Linsenschliff in der erforderlichen Brennweite ausgeführt wird.
Die Lichtempfangsplatten sind wesentlich anders ausgebildet. Ihre Form
ist in Fig. 2 dargestellt. Auch bei diesen bildet das Planplatten-
Material die Ausgangsbasis. Die Platten werden eingangsseitig -- eben
falls später im Paket -- mit einer Linsenkrümmung versehen, durch die das
Licht vorgebündelt eintritt. Das Reflexionslicht wird dann am
45-Grad-geneigten
Planparallel-Spiegelrand umgelenkt und in einen plankonischen Plattenteil
geführt.
Die konischen Plattenflächen und die breiten Planflächen der Platten sind
planparallel geschliffen, so daß das an ihnen reflektierte und weiterge
spiegelte Licht an den immer enger werdenden und den Breit-Planflächen
wie in einem konischen Lichtleiter weitergeführt wird. An der engsten
Stelle der konischen Seiten ist wiederum eine Linsenkrümmung angeordnet, die
das bis hierhin geführte Reflexionslicht nun auf das lichtempfindliche
Bauelement konzentriert.
Natürlich wird man die Planplatten nicht einzeln, sondern Paketweise
mit den Linsenschliffen versehen.
Man schichtet wechselseitig Sende- und Empfangsplatten zu einem Paket
aufeinander und verkittet es gleichzeitig. Nach der Kitterhärtung werden
die Linsenschliffe am kompletten Paket ausgeführt.
Ein Vorteil in der Verwendung des Planparallel-Plattenmaterials liegt
darin, daß es zunächst als Formstab-Material als langer Glasstab aus der
Schmelze mit ausreichender Genauigkeit gezogen werden kann. Sodann werden
vom Stabmaterial Scheiben in entsprechender Dicke abgesägt und mit einem
einfachen Überschliff versehen. Möglicherweise kann bei einem genauen
Sägeschnitt mit der Diamantsäge der Überschliff gespart werden.
Die Platten haben an ihren Seitenflächen durch ein genaues Glasstabziehen
bereits ihre Umriß-(seiten) Form. Nach der Plattenverkittung sind dann
nur noch die Linsenschliffe auszuführen.
Druckmarken werden oft in den Abmessungen 1 oder 2 mm × 10 mm ausgeführt.
Diese Form entspricht auch der Form des Glühlampenwendels, denn bei Farb
abtastungen wird stets Glühlampenlicht benötigt.
Für solche Druckmarken-Anwendungsfälle kann man auf den Linsenschliff völlig
verzichten. Die vorgerundeten Flächen des Glasstabmaterials, aus dem die
planparallelen Platten gesägt werden, haben bereits die Form einer Zylinderstab-
Linse, die durch das Plattenpaket zwangsläufig entsteht.
Ein besonderer Vorteil dieser Planparallel-Platten-Bauweise ist die sehr
günstige Serien-Herstellbarkeit. Nach der Verkittung und eventuellen Schliff
erhält man ein kompaktes Optik-System. Bei den bislang bekannten Lichttaster-
Bauweisen wurden Linsen und Spiegel noch einzeln eingebaut und optisch
zueinander justiert, was einen erheblichen Fertigungs-Zeitaufwand beansprucht.
Die vorbeschriebene Paket-Optik-Bauweise ist besonders vorteilhaft bei
Kleinstausführungen von Lichttastern, etwa wenn sie Baugrößen unterhalb den
Abmessungen einer Streichholzschachtel aufweisen sollen. Bei solchen Kleinst
ausführungen bringt die optische Justierung große Probleme mit sich, die
hier sehr einfach werden.
Außerdem bringen, durch die Seitenformgebung des Glasstab-Materials gegeben,
die konischen Plattenkanten der Empfangsplatten eine zusätzliche Licht
konzentration, die die Austritts-Linsenwirkung noch ergänzt. Es ist mit
einer verbesserten Rückführung des Reflexionslichtes zu rechnen, denn
entgegen den Autokollimations-Lichttastern mit ihren teildurchlässigen
Spiegeln ist hier eine zeilenartige, durch die Plattenform bedingte Sende-
und Empfangs-Lichtaufteilung in Lichtstreifen 50 zu 50 gegeben.
Es liegen hier also ganz ähnliche Lichtverhältnisse vor, wie bei einer
50 zu 50%-Lichtfaser-Optik-Aufteilung, nur daß bei Lichtfaser-Optiken
das Reflexionslicht in einem ganz bestimmten Winkel in das Faserenden
einfallen muß, während hier alles frontal einfallende Reflexionslicht
durch die Streifenwirkung der planparallelen Empfangsplatten über die
volle Optikbreite besser erfaßt und weitergespiegelt wird. Die beschriebene
Planparallel-Paket-Optik ist also einer 50 zu 50% Lichtfaser-Optik
zumindest gleichwertig, wenn nicht sogar wesentlich überlegen.
Lichtfaser-Optiken sind gegenwärtig noch sehr teuer, während die hier
beschriebene Platten-Optik den Vorteil billiger Herstellbarkeit hat
und zu sehr preiswerten Gerätekonstruktionen führt.
In Fig. 3 ist das Schnittbild eines Lichttasters gezeigt, der mit
einer vorstehend beschriebenen Paket-Platten-Optik ausgerüstet ist.
Ein gleichartiger Aufbau ergibt sich auch für die nach dem gleichen
optischen Prinzip arbeitende Reflexions-Lichtschranke nach DIN 44 030,
deren Austrittslinse lediglich langbrennweitig auszuführen ist und bei
der als Reflexions-Lichtebene ein Trippelspiegel verwendet wird.
Das Licht der Glühlampe oder LED (1) wird von der Sammellinse (2) erfaßt
und über die Sende-Platten (3) mit den Linsenkrümmungen (2 und 4) aus
dem Gehäuse hinaus zum Reflexionsspiegel oder der Tastebene (5) geführt.
Von dort gelangt es auf dem gleichen optischen Wege (6) zur Empfangs
platte (7) zurück, wo es über die Linsenkrümmung (8) in die Empfangs
platte eintritt und in dieser zur 45-Grad-Spiegelkante (9) geleitet wird.
Von hier (9) wird es an den konisch-trichterförmigen Seitenkanten (10)
der Empfangs-Platten bis zur Austritts-Linsenkrümmung (11) auf das licht
empfindliche Bauelement (12) gelenkt.
Die Paket-Optik wird in ein aus zwei Schalenhälften (14 a, 14 b) bestehendes Gehäuse (14)
eingelegt. Ebenfalls in die Gehäuseschalen wird die gedruckte
Schaltung (15) eingelegt, auf der im Lötmaschinen-Verfahren die Lampe (1)
und das lichtempfindliche Bauelement (12) gleich mit eingelötet
werden.
Bei der vorgesehenen Bauweise sind demzufolge nur zwei Bauteile, erstens
die Paket-Optik und zweitens die gedruckte Schaltung (15) mit allen anderen
Bauteilen in die beiden Taster-Gehäuse-Schalenhälften einzulegen.
Der Zusammenbau des Lichttasters bzw. der Reflexions-Lichtschranke wird
dadurch zu einem sehr einfachen Arbeitsgang.
Hinsichtlich der optischen Funktion des Tasters bzw. der Reflexions-
Lichtschranke ist noch zu bemerken, daß durch die Plattenform im Sende-
wie auch Empfangsweg, streifenförmige Lichtwege entstehen. Diese Licht
streifenwege liegen jedoch sehr dicht nebeneinander, besonders wenn man
die Plattendicke von 1 bis 2 mm wählt. Durch die zwangsläufig einher
gehende Verkleinerung im Lichtempfangsweg werden die Lichtstreifen so
dicht nebeneinander gelegt, daß praktisch optisch eine Verschmelzung, also
eine Homogenisierung des Empfangslichtes eintritt.
Es wurde schon erwähnt, daß die Lampenwendel meist eine streifenförmige
Ausbildung hat. Ebenso hat auch die lichtempfindliche Zone im licht
empfindlichen Bauelement meist eine streifenförmige Ausbildung. Die
Streifenform der Lampe und des lichtempfindlichen Bauelements treffen
sich hier in günstiger Weise mit der Platten-Bauform, die ebenfalls über
streifenförmige Lichtkanäle verfügt.
Claims (7)
1. Als Lichttaster bzw. Reflexions-Lichtschranke verwendbare Einrichtung
mit einem Lichtsender und einem Lichtempfänger, die gemeinsam auf
einer Seite der Abtastebene bzw. gemeinsam an einem Ende eines Über
wachungsbereiches angeordnet sind, sowie mit einer Optik, die - in
Wechsellagerung zusammengefaßt - dem Lichtsender zugeordnete licht
leitende Sendeelemente und dem Lichtempfänger zugeordnete lichtleitende
Lichtempfangselemente aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
konturen-vorgeformte, planparallele und lichtleitende Platten, die zu
einem Paket zusammengefaßt sind, als lichtleitende Sendeelemente und
als lichtleitende Lichtempfangselemente dienen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konturen-
vorgeformten, planparallelen, lichtleitenden Platten an ihren Endkanten
Formgebungen aufweisen, welche den Krümmungen von optischen Rund- oder
Zylinderlinsen entsprechen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Platten für den Lichtempfangsweg an der Seitenkante eine 45-Grad-
schräge Spiegelfläche haben, die eine 90-Grad-Lichtumlenkung herbeiführt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich den
Spiegelflächen eine konisch-verjüngende Plattenform anschließt, die
eine lichtkonzentrierende Lichtleitwirkung hat.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 und nachfolgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die konturen-vorgeformten, planparallelen Platten innerhalb des
Paketes verkittet, verklebt oder gefaßt sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 und nachfolgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
eine durch das Paket definierte Paket-Optik und eine gedruckte Signal
former-Schaltung gemeinsam in zwei Gehäuseschalen eingelegt sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 1 und nachfolgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Platten, Glasplatten, Kunststoffplatten oder Kristallplatten sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782836331 DE2836331A1 (de) | 1978-08-19 | 1978-08-19 | Lichttaster und/oder einstrahl- lichtschranke |
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Publications (2)
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| DE2836331A1 DE2836331A1 (de) | 1980-04-17 |
| DE2836331C2 true DE2836331C2 (de) | 1988-08-25 |
Family
ID=6047425
Family Applications (1)
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