DE282579C - - Google Patents

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DE282579C
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DENDAT282579D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/58Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels combined with pre-distillation of the fuel
    • C10J3/60Processes
    • C10J3/64Processes with decomposition of the distillation products
    • C10J3/66Processes with decomposition of the distillation products by introducing them into the gasification zone

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVi 282579™ KLASSE 24 e. GRUPPE
H. KLINNER in BERLIN-KARLSHORST.
Brennstoffen, vorzugsweise Torf.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. August 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und Gaserzeuger zur Herstellung von Kraft-, Heiz- und Leuchtgas aus geringwertigen Brennstoffen, beispielsweise Torf, Braunkohle, feuchtes Holz usw.
Das Herstellungsverfahren unterscheidet sich im wesentlichen dadurch von den bisher bekannten, daß die Austreibung der Feuchtigkeit und die Austreibung der Destillationsprodukte in zwei getrennten Kammern vorgenommen wird. Durch die Vortrocknungskammer werden die fertigen, teerfreien ■ Gase hindurchgeleitet. Sie können sich daher nur mit Wasserdampf anreichern, der bei der
!5 Kühlung des Gases wieder ausgeschieden wird. Die in der· Destillationskammer frei werdenden teerhaltigen Gase werden dagegen unter den Rost geführt und in bekannter Weise verbrannt und im Vergasungsschacht in permanentes Gas übergeführt.
Durch diese Kombination wird der Vorteil erreicht, daß die fühlbare Wärme der fertigen Gase für die Vortrocknung des Brennstoffes nutzbar gemacht wird, ohne daß dabei wert-
a5 volle Bestandteile des Brennstoffes verloren gehen, und daß gleichzeitig dabei eine Kühlung und Reinigung der fertigen Gase innerhalb der Vortrocknungskammer erfolgt, wodurch die sonst erforderliche Kühl- und Waschapparatur ganz oder teilweise gespart wird. Der Gaserzeuger zur Ausübung des Verfahrens besteht, wie aus der Zeichnung ersichtlich, aus dem Vorratsbehälter α für den Brennstoff, der Vortrocknungskammer b, der Nachtrocknungskammer c, dem Destillations-40
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raum d, dem Vergasungsraum e und dem Aschenraum f. Die Vortrocknungskammer b ist nach oben gegen die Vorratsbehälter α und nach unten gegen die Nachtrocknungskammer c durch Böden g und h abgeschlossen. Beide Böden g und h sind mit von außen zu betätigenden, dicht schließenden Schiebern i, k versehen, welche das Nachfüllen des Brennstoffes in den Vortrocknungsraum b bzw. den Nachtrocknungsraum c ermöglichen. Durch die beiden Trockenräume b und c führt etwa bis zur Höhe der Gitter ο oder etwas tiefer ein zentrales Rohr I, welches zur Aufnahme und Beimischung eines hochwertigen Zusatzbrennstoffes dient. Das Rohr I besitzt ebenfalls zwei von außen einstellbare und dicht schließende Schieber m, m1. Das Rohr I wird unterhalb der Böden g, h von kürzeren Manschettrohren n, n, I in gewissem Abstande umgeben. Die Wandungen desselben sind durchbrochen und zwar ist die Durchbrechung derart angeordnet, daß U-förmige Lappen aus dem Mantel ausgestanzt sind, die schräg nach außen gebogen sind. Diese Einrichtung verhindert ein Eindringen, des Brennstoffes in den durch die beide Rohre I Und η gebildeten Zwischenraum.
Zwischen Nachtrocknungskammer c und Destillationsraum d sind im Mantel des Gaserzeugers zwei oder mehrere Roste ο angeordnet. Hinter diese letzteren münden Dampfstrählgebläse f zur Zuführung eines Dampfluftgemisches. · ■. . ■
In den durch die Rohre I und η gebildeten Zwischenraum im oberen Teil der Vortrocknungskammer b mündet das Gasabführungs-
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rohr q. In gleicher Weise steht der Zwischenraum der beiden Rohre I und η mit einem oder mehreren, in der Generatorwandung angeordneten Umführungskanälen r in Verbindung, welche die sich in der Nachtrocknungskammer c ansammelnden .Destillationsgase unter den Rost χ führen.
Im oberen Teil der Vergasungskammer β ist ein ringförmiger Gasabzugskanal t eingebaut,
ίο in welchen in der Wandung des Gaserzeugers vorgesehene Umführungskanäle s münden, die das erzeugte Gas in die Vortrocknungskammer b führen. An den Ringkanal t schließt sich gleichzeitig ein Gasabführungsrohr u an, das
ig gewöhnlich durch eine Drosselklappe w1 geschlossen ist. Nur wenn die Temperatur im Gasabführungsrohr q eine bestimmte Höhe überschreitet, wird durch den im letzteren eingebauten Thermostaten qy ein Öffnen der Drosselklappe ul bewirkt, so daß bis zum Sinken der Temperatur das Gas zur Verwendungsstelle durch Kanal u gelangen kann.
In dem Aschenraum f ist eine Rohrschlange ν vorgesehen, welche in das Rohr r1 mündet, deren Ausmündung düsenartig ausgestaltet ist, um die durch die Leitung r umgeführten Gase anzusaugen. Durch dieses Röhr ν kann ein Karburiermittel, das sich an der heißen Asche erhitzt, unter den Rost geführt werden. Zum Entleeren des Aschenraumes dient ein Schieber w.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Der feuchte Brennstoff gelangt aus dem Vorratsbehälter α durch öffnung der Schieber i in die Vortrocknungskammer b, wo er von den heißen, aus dem Umführungsrohr s austretenden Generatorgasen durchzogen wird. Diese Gase geben beim Durchstreichen des in der Vortrocknungskammer δ befindlichen feuchten Brennstoffes ihre Wärme ab und werden dabei gleichzeitig von der als Trockenreiniger wirkenden feuchten Brennstoffschicht von mitgerissener Flugasche und nicht vergasten Destillationsprodukten befreit und vorgekühlt. Das so gekühlte und gereinigte Gas wird mit den sich dabei in der Vortrocknungskammer δ entwickelnden Wasserdämpfen vermittels eines Wasserstrahlgebläses w durch Rohr q abgesaugt, um seinem Verwendungszwecke zugeführt zu werden. Die aus dem feuchten Brennstoff ausgetriebenen Wasserdämpfe kondensieren hierbei und werden mit dem Gebläsewasser zusammen abgeführt. Sobald der Brennstoff in der Vortrocknungskammer b seine Kühlfähigkeit verloren hat und die Temperatur im Oberteil des Gasableitungsrohres q eine bestimmte Höhe überschreitet, öffnet der Thermostat q1 die Drosselklappe u1, so daß das im Entgasungsraum e erzeugte Gas den kürzeren Weg durch das Verbindungsrohr u zum Gasabführungsrohr q nehmen kann.
Wird eine neue Beschickung des Generators erforderlich, eine Notwendigkeit, welche eintritt, sobald der Brennstoff in der Nachtrocknungskammer c über die Oberkante der Roste 0 gesunken ist, so werden die Abschlußschieber k und der Schieber m1 des Meßrohres I für den Zusatzbrennstoff geöffnet. Nachdem der vorgewärmte Inhalt der Vortrocknungskammer b und des Rohres I in die Nachtrocknungskammer c entleert ist, werden die Schieber k und m1 wieder geschlossen und die Schieber i und m so lange geöffnet, bis die Vortrocknungskammer und Rohr I wieder mit frischem Brennstoff gefüllt sind.
Ein Teil des in der Nachtrocknungskammer c befindlichen vorgewärmten Brennstoffes wird sich gegen die Roste 0 legen und dort verbrennen. Zur Erhaltung einer guten Verbrennung auf den Rosten werden mittels der Dampfstrahlgebläse p Wasserdampf und Luft eingeblasen. Das Dampfluftgemisch fördert einerseits die gute Verbrennung auf den Rosten, andererseits wird die Aschenansammlung verhütet, indem diese in die Nachtrocknungskammer c geblasen wird. Die an den Rosten 0 erzeugten heißen Gase durchstreichen den in der Nachtrocknungskammer c befindlichen Brennstoff von unten nach oben und bringen ihn zum Schwelen. Die hierbei erzeugten Destillationsgase werden dann durch die in das Manschettrohr mündende Umgangsleitung r unter den Rost χ geleitet und dort verbrannt.

Claims (1)

  1. Patent-An SPRU ch:
    Verfahren zur Herstellung von Heiz-, Kraft- und Leuchtgas aus geringwertigen Brennstoffen, vorzugsweise Torf, dadurch gekennzeichnet, daß das im Vergasungsraum (e) erzeugte fertige Gas durch eine oder mehrere in der Schachtwand angeordnete Umgangsleitungen (s) durch den im Trockner (δ) befindlichen frischen Brennstoff geführt wird, während die Destillationsprodukte in einer besonderen darunter liegenden Kammer aus dem Brennstoff ausgetrieben und unter dem Rost verbrannt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE877353C (de) * 1941-10-21 1953-05-21 Daimler Benz Ag Verfahren und Gaserzeuger zum Erzeugen von Generatorgas aus stark bituminoesen, aschereichen und leicht zur Schlackenbildung neigenden Brennstoffen, insbesondere zum Betrieb von Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE877353C (de) * 1941-10-21 1953-05-21 Daimler Benz Ag Verfahren und Gaserzeuger zum Erzeugen von Generatorgas aus stark bituminoesen, aschereichen und leicht zur Schlackenbildung neigenden Brennstoffen, insbesondere zum Betrieb von Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen

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