DE28224C - Sicherheitspapier - Google Patents
SicherheitspapierInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT!
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
FRANCIS NOWLAN in LONDON. Sicherheitspapier.
Zusatz-Patent zu No. 16595 vom 8. Juli 1881.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Januar 1884 ab.
Längste Dauer: 7. Juli 1896.
Nach dem ursprünglichen Verfahren wurde die erforderliche Schrift und der Untergrund auf
der Fläche des Documents theilweise in unveränderlichen, theilweise in veränderlichen Farben
oder in einer derselben gedruckt und ein Deckblatt aus transparentem Papier über das Ganze
geklebt.
Dieses Verfahren bietet zwar Schutz gegen Abänderungen, besitzt jedoch einige praktische
Nachtheile, wie z. B.:
a) das unklare Aussehen des Druckes durch das dünne Deckpapier;
b) ungenügendes Durchdringen der Tinte durch das Deckpapier und das Klebemittel in
das Material des Werthpapieres;
c) Verhärten des Farbstoffes der Linien und anderen Theile, durch deren directe Berührung
mit dem Klebmittel und das daraus entstehende Vermindern der Schnelligkeit und Ausdehnung der klecksähnlichen Wirkung in
Gegenwart der ändernden Flüssigkeit.
Bei der Ausführung meiner Verbesserungen unter Verwendung eines der bekannten chemischen
Papiere verfahre ich wie folgt:
Auf der Rückseite eines solchen Papieres, an der Stelle, wo die Summe eingetragen wird,
stelle ich eine Reihe Linien oder eine andere Verzierung aus löslichem Farbstoff mit einem
löslichen Bindemittel dar, wie z. B. fein gemahlene Kohle oder Indischroth, welches in erforderlicher
Consistenz mit Gummiwasser gemengt wird.
Der Liniir-Apparat, welcher zum Auftragen der Linien verwendet wird, mufs im Stande
sein, so viel Farbstoff aufzutragen, dafs derselbe beim Aufbringen von Flüssigkeiten zum Auslöschen
der Tinte oder Schrift so ausläuft, dafs das Auslaufen sichtbar sein mufs.
Auf die Rückseite des so behandelten Papieres klebe ich ein dünnes Blatt wasserdichten Papieres
und vertheile den Klebstoff z. B. durch Walzen derart, dafs er nicht mit den Linien aus dem
erwähnten Farbstoff in Berührung kommt. In anderen Worten: es werden nur die nicht behandelten
Stellen zusammengeklebt, während der behandelte Theil, d. h. der mit Farbstoff
versehene ohne Klebstoff bleibt und die beiden Lagen einfach durch das im Farbstoff vorhandene
Klebmittel derart zusammengehalten werden, dafs eine Reihe kleiner Behälter gebildet
werden, in welche die zum Löschen der Schrift des Papieres angewendete Flüssigkeit eindringt
und sich in Berührung mit den Linien ansammelt, wobei dieselbe durch die wasserdichte
Rückwand am Entweichen verhindert wird. Um ■ das Trennen der Papierlagen zu
verhindern, wird der Check bezw. das Werthpapier an entsprechender Stelle gaufrirt, wie
z. B. um die Kanten herum.
Wird nun behufs Entfernens der Schrift Flüssigkeit auf die Fläche gebracht, so mufs dieselbe
während des Löschens der Schrift eine bemerkbare Reaction auf die zwischen den Papierlagen
angebrachten Chemikalien ausüben.
Um die Spuren dieser Reaction zu entfernen, wäre es nothwendig, eine geeignete Flüssigkeit
anzuwenden; bevor dieselbe jedoch ihre Wirkung ausüben kann, dringt sie durch das Papier
und sammelt sich in den Sammelräumen, wie vorher angegeben, an und ist durch die wasserdichte
Rückwand am Entweichen verhindert. Einmal eingedrungen, übt die Flüssigkeit ihre
lösende Wirkung auf die farbigen Linien aus, die auf diese Weise unterbrochen werden, so
dafs ein sich constant vergröfsernder Klecks zwischen den beiden Papierschichten erzeugt
wird, welcher sich durch chemische oder andere Mittel nicht entfernen läfst.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Herstellung von Sicherheitspapier für Checks, Werthpapiere und Documente jeder Art, bestehend in der Verwendung eines Blattes chemischen Papieres, das an der unteren Seite an den für die Werthangabe bestimmten Stellen mit kräftigen Linien oder Verzierungen aus unlöslichem Farbstoff (z. B. gemahlener Kohle oder Indischroth), der mit einem löslichen Bindemittel (z. B. Gummiarabicum) angerieben ist, versehen ist, in Verbindung mit einem Blatt wasserdichten Papieres, auf welches das erste Blatt so geklebt wird, dafs die mit Farbstoff behandelten Stellen desselben keinen besonderen Klebstoff erhalten, sondern durch etwaige aufgebrachte Flüssigkeit der Klebstoff der Farbe gelöst wird, zur klecksartigen Verbreitung derselben und Entstellung des Documentes, nicht aber zur Beseitigung der Werthangabe beiträgt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28224C true DE28224C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=304481
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28224D Expired DE28224C (de) | Sicherheitspapier |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28224C (de) |
-
0
- DE DENDAT28224D patent/DE28224C/de not_active Expired
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