DE281573C - - Google Patents

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DE281573C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/02Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed with impression cylinder or cylinders rotating unidirectionally

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE \5d. GRUPPE
FRANZ HINTERDORFER in BUDAPEST.
Kopfdruckschnellpresse mit dauernd umlaufendem Druckzylinder.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. April 1913 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine
Kopfdruckschnellpresse, welche bei sicherer und leichter Einstellbarkeit des Druckes so
. schnell arbeitet, daß sie mit jeder Liniier-
.5 maschine neuester Ausbildung Schritt halten und daher mit derselben vereinigt werden kann. Bei dieser neuen Kopfdruckschnellpresse wird auf den durch den dauernd umlaufenden Druckzylinder mitgenommenen Bogen (Blatt) der
ίο Kopf in jenem Augenblicke aufgedruckt, in welchem die entsprechende Stelle des Bogens unter die tiefste Linie des Druckzylinders zu liegen kommt. Den Druck des Kopfes bewirkt ein unterhalb des Druckzylinders sich hin und her bewegender Karren, in welchem der Satz für den Kopfdruck liegt, und welcher im Augenblicke des Drückens samt dem ihn führenden Schienenpaar nach oben gedrückt wird. An der den Gegenstand der Erfindung bildenden Maschine ist ferner außer dem erwähnten Kopfdruckwerk noch ein Typendruckapparat angebracht, welcher mit der Kopfdruckschnellpresse derart vereinigt ist, daß auf den von dem rotierenden Druckzylinder mitgenommenen Bogen durch diesen Typendruckapparat gleichzeitig auch jene Zahlen, Staffeln, Summalinien und sonstigen Vermerke gedruckt werden können, welche zur Ergänzung der Liniatur dienen. Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der neuen Kopfdruckschnellpresse mit dem rotierenden Typendruckapparat zur Darstellung gebracht, und es zeigt:
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt durch die Mitte der Maschine,
Fig. 2 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie A -A der Fig. i,
Fig. 3 die teilweise Seitenansicht der Maschine mit der zur Bewegung des Karrens und der Führungsschienen dienenden und außen an dem Rahmen der Maschine angebrachten Vorrichtung.
Der zwischen den Rahmen 1 gelagerte Druckzylinder 2 erhält seine Drehung von der Riemenscheibe 3, welche auf die durch den Rahmen hindurchragende Welle aufgekeilt ist (Fig. 2), und durch welche die ganze Maschine ihre Bewegung erhält. Die Bogen werden mittels eines endlosen Tuches 4 und " mehrerer endloser Fäden 5 auf den Druckzylinder befördert. Der Weg und die Bewegungsrichtung' des Tuches sind in Fig. 1 mit einfachen Pfeilen angedeutet, während das endlose Tuch 4 selbst strichpunktiert dargestellt ist.
Bei der Eingangsöffnung der Maschine ist der Tisch T an dem Rahmen 1 befestigt und kann entweder zum Auflegen der in die Maschine einzuführenden Bogen dienen, oder es wird auf demselben die Liniiermaschine selbst in entsprechender Höhe angebracht, falls man eine Vereinigung der beiden Maschinen herstellen will.
Die Führungsschienen 33, auf welchen der Karren 14 unter dem Druckzylinder 2 sich hin und' her bewegt, sind mit ihrem hinteren Ende an den in dem Rahmen angeordneten Zapfen 34 befestigt; dagegen ruhen sie mit ihrem vorderen Ende mittels Rollen 35 auf den auf einer gemeinschaftlichen Achse ruhenden Exzentern 36 (Fig. ι und 3).
Beim Drehen der gemeinsamen Exzenterachse heben und senken sich die Führungsschienen 33, entsprechend dem veränderlichen
Radius des Exzenters, und nehmen dabei den Karren 14 mit sich. Der Antrieb der Exzenterachse erfolgt von dem großen Exzenter 40 auf dem aus dem Rahmen hervorstehenden Ende des Druckzylinders. An dem Ende der Exzenterachse ist zu diesem Zwecke eine Kurbel 37 befestigt, deren Zapfen mittels der Zugstange 38 mit dem sich um den Stift 39 drehenden und an dem Exzenter 40 befestigten Arm 41 verbunden ist.
Der Arm 41 wird durch ein Gegengewicht 42, welches an einem Arm 42' gelagert ist, stets gegen die Umfläche des Exzenters 40 angedrückt, und infolge der Drehung des Exzenters 40 erhält der Arm 41 und die mit ihm in Verbindung stehende Kurbel 37 eine sich über einen bestimmten Winkel erstreckende, periodische, schwingende Bewegung. Die Führungsschienen 33 selbst dagegen verbleiben während des größeren Teiles der Umdrehung des Druckzylinders in ihrer unteren Stellung, steigen dann auf kurze Zeit und gehen dann wieder in ihre untere Stellung zurück.
Der Arm 41 ist über seinen Drehpunkt 39 hinaus verlängert; unterhalb dieser Verlängerung ist an dem.Rahmen ein kleines drehbares Exzenter 43 angeordnet, mit dessen Hilfe man die Führungsschienen 33 auch dann in ihre untere Lage bringen kann, wenn die Maschine in einer solchen Lage stehengeblieben ist, daß die Führungsschienen und auch der Karren 14 ihre obere Stellung einnehmen. In diesem Falle dreht man das kleine Exzenter 43 mittels des mit einer Kurbel versehenen Armes 44 derart, daß es den Arm 41 von dem Exzenter 40 entfernt, um dadurch mit Hilfe der Zugstange 38, der Kurbel 37 und der Exzenter 36 die Führungsschienen 33 in ihre untere Lage niederzulassen, wenn nicht gedruckt wird.
Der Karren 14 erhält seine Bewegung gleichfalls von dem äußeren Ende der Druckzylinderachse, und zwar durch die folgende Verbindung (s. Fig. 3). An dem Ende der Druckzylinderachsc ist neben dem schon erwähnten Exzenter 40 eine Scheibe. 45 aufgekeilt, deren Fläche mit der exzentrischen Kreisnut 46 versehen ist. In diese Kreisnut 46 greift ein am Ende des Armes 48 befestigter Stift. Der Ann 48 dreht sich um die Achse 47. An dem inneren, durch den Rahmen 1 reichenden Teil der Achse 47 ist der Arm 49 befestigt, dessen unterer Teil durch die Zugstange 50 an dem Karren 14 angreift. Infolge der Drehung des Exzenters 45 gelangt der Arm 48 und der mit ihm auf einer gemeinsamen Achse sitzende Arm 49 in eine schwingende Bewegung und schiebt mit Hilfe der Zugstange 50 den Karren 14 vor und zurück.
Die Antriebsvorrichtung der Schienen 33 ist
derart eingestellt, daß sie in dem Augenblick den Karren 14 hebt, in welchem der auf dem Karren befindliche Satz sich gegenüber der tiefsten Stelle des Umfanges des Druckzylinders befindet. Während des Hochgehens des Karrens greift die an dessen beiden Seiten angeordnete Zahnung in den an den Stirnflächen des Druckzylinders befindlichen Zahnkranz, wodurch die gemeinsame Vorwärtsbewegung des Satzes und des auf dem Zylinder befindlichen Bogens während des Druckes gesichert wird.
In Fig. ι ist der Karren in seiner nach erfolgtem Drucke eingenommenen, tiefen Stellung dargestellt, wobei die seitliche Verzahnung sich aus dem Zahnkranz des Druckzylinders ausgeschaltet hat und der Karren schon im Begriff ist, umzukehren. In Fig. 3 ist der Karren in seiner Stellung unmittelbar vor dem Druck dargestellt, wobei die seitliche Verzahnung in den Zahnkranz des Zylinders eingreift und die obere Ebene des Satzes sich in gleicher Höhe mit der untersten Stelle des Zylinders befindet.
Der Satz wird auf dem Karren 14 derart angebracht, daß die Typen nach oben gerichtet sind, wobei der Satz von dem Gefäß 51 durch Vermittlung der Walzen 52 bis 56 nach der in der Druckerei allgemein bekannten Art mit Farbe versehen wird (Fig. 1). Die Walzen 52 und 53 sind mit dem Arm 41 durch ein Klinkenwerk 52' bzw. durch Gestänge 53' (Fig. 3) derart verbunden, daß beim Arbeiten der Maschine die Farbe auf den Satz befördert wird, daß hingegen, wenn beim Abstellen der Maschine der Arm 41 mit dem Exzenter 40 außer Berührung gebracht wird, die Farbwalzen 52 und 53 ebenfalls außer Tätigkeit gesetzt werden.
Oberhalb des Druckzylinders 2 ist in der Maschine ein Typendruckapparat bekannter Art angeordnet, der dazu dient, den auf dem Druckzylinder laufenden, in der Liniiermaschine bereits liniierten Bogen mit einer zur Ergän- 100. zung der Liniierung dienenden Numerierung oder mit anderen Vermerken zu bedrucken. Die Typenwalze 57 dieses Apparates ist an Armen befestigt (Fig. 1) und kann um die Achse 58 eine schwingende Bewegung ausführen. Diese Bewegung ist derart geregelt, daß durch eine an dem äußeren Ende der Achse auf einem Arm sitzende Rolle 59, welche in der exzentrischen Schleife 60 einer auf der Druckzylinderwelle sitzenden Scheibe geführt wird, die Typenwalze in dem Augenblick dem über den Druckzylinder laufenden Bogen genähert wird, wo dessen Liniierung an der betreffenden Stelle vorbeigeht.
Den Typen der Walze 57 wird aus dem Behalter 6r Farbe zugeführt; und zwar auf bekannte Art durch Vermittlung der Farbwalzen 62 bis 65. An den beiden Enden ist die Typenwalze mit je einem auf der Zeichnung nicht dargestellten Zahnkranz versehen, welche beim Drucken mit den Zahnkränzen des Druckzylinders kämmen, wodurch die Typenwalze
in Drehung gebracht wird und die an ihrer Umfläche befindlichen Zahlen oder Typen in die Liniierung gedruckt werden.
Das Drucken mit der beschriebenen Schnellpresse geht in folgender Weise vor sich: Die Bogen werden einzeln bei dem in Fig. ι mit B bezeichneten Pfeile mit Hand oder durch die Liniiermaschine in die Kopfdruckmaschine eingeführt. Der in die Maschine eingeführte
ίο Bogen gelangt zwischen das laufende endlose Tuch 4 und die oberhalb des letzteren laufenden Fäden 5 und wird durch dieselben auf den Druckzylinder 2 befördert. Nun wird der Bogen vom Druckzylinder und den darüber gespannten Fäden übernommen und längs der Zylinderumfläche weitergetragen. Nach einer bestimmten Vorwärtsbewegung drückt die Typenwalze 57 gegen den Bogen, um auf denselben die gewünschten Nummern oder Typen aufzudrucken.
Gelangt nun der Bogen an die tiefste Stelle des Druckzylinders, so nähert sich demselben von unten her der auf dem Karren befindliche Satz und druckt den Kopf auf den Bogen. Hiernach verläßt der bedruckte Bogen den Druckzylinder und läuft über die Fäden 5 oder das Tuch 4 gegen die Vorderseite der Maschine beinahe in wagerechter Richtung. Bei der Walze· 10 gelangt der Bogen zwischen die Fäden 5 und das Tuch 4, läuft mit denselben hinunter bis zur Walze 11, wendet sich hier gegen die Rückseite der Maschine und wird durch das Tuch weiter bis zum Pfeilstrich K getragen, wo er die Maschine verläßt.

Claims (2)

., Patent-Ansprüche:
1. Kopfdruckschnellpresse mit dauernd umlaufendem Druckzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß der über Führungsschienen laufende Karren (14) in dem Augenblick, in welchem eine bestimmte Stelle des Druckzylinders (2) in ihre tiefste Lage gelangt, mit den Führungsschienen gehoben wird, um den Satz gegen den Druckzylinder
(2) zu drücken.
2. Kopfdruckschnellpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die den Karren (14) führenden und zum Abdruck des Satzes zeitweise sich hebenden Führungsschienen (33) mit dem einen Ende an einem Zapfen (34) drehbar befestigt sind und mit dem anderen Ende unter Vermittlung von Rollen (35) auf Exzentern (36) aufruhen, wobei diese Exzenter mittels der Kurbel (37) und des Gestänges (38, 41) derart mit einem auf der Welle des Druck-Zylinders befestigten Exzenter (40) in Verbindung stehen, daß- durch Anheben der Führungsschienen (33) der auf dem Karren befindliche Satz nur während eines so kurzen Zeitraumes gegen den mit dem Druckzylinder (2) umlaufenden Bogen gedrückt wird, als zum Drucken des Kopfes erforderlich ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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