DE280699C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M1/00—Substation equipment, e.g. for use by subscribers
- H04M1/26—Devices for calling a subscriber
- H04M1/30—Devices which can set up and transmit only one digit at a time
- H04M1/31—Devices which can set up and transmit only one digit at a time by interrupting current to generate trains of pulses; by periodically opening and closing contacts to generate trains of pulses
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M1/00—Substation equipment, e.g. for use by subscribers
- H04M1/738—Interface circuits for coupling substations to external telephone lines
- H04M1/74—Interface circuits for coupling substations to external telephone lines with means for reducing interference; with means for reducing effects due to line faults
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 280699 KLASSE 21 a. GRUPPE
Zusatz zum Patent 226948.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. September 1913 ab. Längste Dauer: 16. Oktober 1924.
In selbsttätigen Fernsprechanlagen, bei welchen die zur Einstellung der Wähler im Amt
von der Teilnehmerstelle entsendeten Stromstöße (Impulse) über die hintereinander geschalteten
Zweige der Teilnehmerleitung verlaufen, bietet es Schwierigkeiten, die Impulssendung
derart auszubilden, daß die richtige Wirkung auf die Wähler bzw. auf die zunächst
durch die Impulse zu erregenden Relais erreicht wird. Insbesondere ist dafür zu sorgen,
daß unsichere Kontakte, wie sie bei der Sprechstelle durch das Mikrophon oder Mikrotelephon
oder auch durch die bewegliche Schnur des Hörers usw. dargestellt werden, keine Störung
der richtigen Impulssendung verursachen können.
Ein Mittel zu diesem Zweck ist in der Patentschrift 226948 angegeben. Dasselbe besteht
darin, daß der Nummernschalter durch einen von ihm während der Dauer seines Ablaufs
geschlossenen Kontakt einen Hilfsstromweg von konstantem Widerstand herstellt, welcher an
die Stelle der unsicheren Kontakte bzw. Leiterteile tritt. Beispielsweise wird das Mikrophon
oder der Hörer usw. durch eine praktisch widerstandslose Brücke kurzgeschlossen, oder
die Brücke wird .mit einem gewissen Widerstand versehen und gleichzeitig durch den Kontakt
des Nummernschalters der das Mikrophon bzw. den Hörer usw. enthaltende überbrückte ■
Zweig geöffnet.
In Anwendung auf den Hörer hat diese Maßnahme den weiteren Vorteil, daß der Hörer
seinerseits gegen die Impulse geschützt wird, welche andernfalls ein störendes Knacken hervorrufen
und auch eine Beschädigung der Hörermembran verursachen können. Bei Aufhebung des Kurzschlusses (bzw. Wiederherstellung
des Hörerzweiges) nach dem Ablauf des Nummernschalters ist indessen, da der Hörer wieder in die Leitungsschleife gelangt
und stromführend wird, ein ziemlich heftiges Knacken und Anschlagen der Membran unvermeidlich.
Gemäß der Erfindung wird die vom Nummernschalter· bewirkte Überbrückung des Hörers
durch Zuhilfenahme eines Sprechübertragers in der Weise nutzbar gemacht, daß der Hörer
nicht nur den durch die Impulse selbst verursachten Stromänderungen der Leitung, sondern
auch der Stromänderung entzogen wird, welche bei der Wiederherstellung des normalen Zustandes
der Leitungsschleife nach dem Ablauf des Nummernschalters stattfindet. Der Sprechübertrager
ist dabei in der an sich bekannten Weise zwischen die Sprech- und Impulsleitung
und den Hörer derart eingefügt, daß der Hörer lediglich induktiv mit der Sprechleitung gekuppelt
ist. Der Kontakt des Nummernschalters wirkt nun in der Weise, daß er während des Ablaufs des Nummernschalters und bis
nach Wiederherstellung des normalen Stromes in der Sprech- und Impulsleitung den Hörer
oder, was dasselbe ist, die seinen Stromkreis schließende Sekundärwicklung des Übertragers
ίο kurzschließt. Infolgedessen werden die von
den Wählimpulsen in der Sekundärwicklung des Übertragers erzeugten Induktionsströme
verhindert, in den Hörer einzutreten, und es wird auch nach dem Stillstand des Nummernschalters,
wenn der normale Schleifenstrom sich wiederherstellt, der Hörer nicht stromführend,
da er einerseits in einem von der Impulsleitung abgetrennten Stromkreis liegt und
anderseits sein Kurzschluß, was leicht erreicht werden kann, vom Nummernschalter erst aufgehoben
wird, wenn der normale Strom sich wiederhergestellt hat und auch der dadurch in der Sekundärwicklung des Übertragers induzierte
Strom bereits verlaufen ist. Dieselbe Wirkung wie durch die Kurzschließung des Hörers kann natürlich auch durch eine Unterbrechung
des Sekundärstromkreises, in welchem der Hörer liegt, erzielt werden.
Ein weiterer Teil der Erfindung bezieht sich auf die zweckmäßige Ausbildung des Hilfskontaktes
am Nummernschalter derart, daß gleichzeitig mit dem Hörer auch das Mikrophon während des Ablaufs des Nummernschalters
überbrückt wird, wobei durch die Ausbildung des Schalters dafür gesorgt ist, daß die normale
Hörerschaltung mit Sicherheit nicht eher wiederhergestellt wird, als bis das Mikrophon wieder
in die Leitungsschleife eingeschaltet ist.
Die Erfindung ist näher auf der Zeichnung veranschaulicht.
Die Zeichnung stellt schematisch die Apparate der Sprechstelle einschließlich des Nummernschalters
dar, und es ist vorausgesetzt, daß vor der Ingangsetzung des Nummernschalters N ein Strom über die zum Amt führenden
Leitungen a, b verläuft, welcher von einer Gleichstromquelle (Batterie) des Amtes
geliefert wird. Auf dem Amte liegen in der Leitungsschleife a, b die Impulsrelais, welche
in der bekannten Art auf die vom Nummernschalter am Kontakt 1 verursachten Unterbrechungen
der Leitungsschleife ansprechen und diese Unterbrechungen in Antriebimpulse für die Wähler des Amtes umsetzen.. Der
Nummernschalter N ist in der bekannten Art mit einem Zahnrad s versehen, welches entgegen
einer nicht gezeichneten Spiralfeder in der dem Pfeil entgegengesetzten Richtung gedreht
wird, um den Nummernschalter aufzuziehen, wonach es beim Loslassen in der Pfeilrichtung
zurückläuft und dabei vermittels der umlegbaren Nase e des Schalters g den Kontakt 1
periodisch entsprechend den vorbeilaufenden Zähnen öffnet. Die Zeichnung stellt den Nummernschalter
in einem Zeitpunkt dar, welcher unmittelbar vor der Ruhestellung nach dem Vorbeigang der Zähne liegt. Die Ruhestellung
wird erreicht, wenn die Nase des zweiten Schalters f in die Lücke der mit dem Zahnrad s j
verbundenen Scheibe r einfällt.
Der Schalter f dient zur Herbeiführung der erfindungsgemäßen Wirkung und ist, wie ersichtlich,
so angeordnet, daß er, solange der Nummernschalter sich außerhalb seiner Ruhelage
befindet, die Kontakte 2 und 3 schließt. Durch den Kontakt 2 wird dabei die Sekundärwicklung
II des Sprechübertragers u bzw. das durch die Schnur 0 mit der Sekundärwicklung
verbundene Telephon t kurzgeschlossen, während der Kontakt 3 zu gleicher Zeit das Mikrophon
m kurzschließt.
Die Wählimpulse, welche durch die periodische Öffnung des Kontaktes 1 in der Leitungsschleife a, b erzeugt werden, verlaufen demnach
über die Leitung a, den Kontakt 1, den Kontakt 3, die Primärwicklung I des Übertragers
u, den Hörerhakenkontakt 5, Hörerhaken h und Leitung b. Die Wählimpulse
berühren somit weder das Telephon t noch auch das Mikrophon m und sind somit gegen
Störungen, welche durch den schwankenden Widerstand des Mikrophons oder durch eine zufällig beschädigte Telephonschnur verursacht
werden können, geschützt, so daß sie sich vollkommen regelmäßig ausbilden und in
der ordnungsgemäßen Weise auf die Wähler des Amtes wirken können. Zugleich ist erfindungsgemäß
das Telephon t seinerseits gegen den Eintritt der Wählimpulse in seine Wicklung
geschützt,- indem es durch die Zwischenfügung des Übertragers u aus der Impulsleitung beseitigt
und ferner durch den Kontakt 2 kurzgeschlossen ist. Dieser Kurzschluß wird erst aufgehoben, nachdem der Nummernschalter
abgelaufen, der Kontakt 2 des Schalters f geöffnet und das Mikrophon m wieder in die den
normalen Schleifenstrom führende Leitung a, b eingeschaltet ist. Nach diesem Zeitpunkt
können Stromänderungen in der Leitungsschleife a, b nicht mehr vorkommen, bis der
Nummernschalter von neuem aufgezogen wird. Hierbei wird ohne Beeinflussung des Kontaktes
ι zunächst der Kontakt 2, welcher das Telephon überbrückt, und kurz darauf der
Kontakt 3, welcher das Mikrophon m überbrückt, geschlossen. Durch die Überbrückung des
Mikrophons wird der Schleifenstrom zunächst verstärkt, und dies hat einen entsprechenden
Induktionsstrom in der Sekundärwicklung II des Übertragers zur Folge. Da jedoch bereits
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung für die Sprechstellen eines Selbstanschluß-Fernsprechamtes
nach Patent 226948, bei welchem die Wählimpulse über die Sprechapparate des Teilnehmers
verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die den Hörer der Sprechstelle mit der Sprech- und Impulsleitung verbindende, induktive
Kupplung durch einen vom ablaufenden Nummernschalter geregelten Schalter für die Dauer dieses Ablaufs (z. B. durch
Kurzschließung des Hörers) bis nach Wiederherstellung des normalen Stromes in der
Leitung aufgehoben wird, zum Zwecke, Stromänderungen in der Hörerwicklung
während der Impulssendung zu vermeiden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Nummernschalter
für die Dauer des Ablaufs des letzteren umgelegter Schalter mittels zweier Kontakte (2, 3) einerseits eine gemäß Anspruch
ι wirkende Kurzschließung des Hörers im Sekundärkreis des Übertragers,
anderseits eine Kurzschließung des Mikrophons derart herstellt, daß nach Ablauf des Nummernschalters zuerst der Kurzschluß
des Mikrophons und dann derjenige des Hörers aufgehoben, jedoch beim Aufziehen des Nummernschalters zuerst der
Kurzschluß des Hörers hergestellt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Zur Patentschrift 280699.
Das Hauptpatent ist durch Entscheidung des Reichs· gerichts vom 5. Februar 1916 für nichtig erklärt. Dadurch
ist dieses Zu sat "spat ent zu einen selbständigen
Patent geworden«
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE280699T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE280699C true DE280699C (de) |
Family
ID=6032349
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT280699D Active DE280699C (de) | |||
| DENDAT226948D Active DE226948C (de) |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT226948D Active DE226948C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE226948C (de) |
-
0
- DE DENDAT280699D patent/DE280699C/de active Active
- DE DENDAT226948D patent/DE226948C/de active Active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE226948C (de) |
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