DE280563C - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61G—TRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVi 280563-KLASSE 3Oe. GRUPPE
Vorliegende Erfindung betrifft ein verstellbares Krankenbett, das beliebig vorwärts oder
rückwärts geneigt oder auch als Stuhl benutzt werden kann. Die Konstruktion ist bei weitgehender
Verstellbarkeit einfach und entspricht den sanitären Forderungen. Da die
Einstellung in jedem Falle gesichert wird, so ist die Benutzung gefahrlos und ein zufälliges
Zusammenklappen oder eine Verschiebung der Einstellung ausgeschlossen. Die Bewegungen
bei der Verstellung der Betteile erfolgen sanft und leicht, ohne den Kranken durch Knarren
oder sonstige Geräusche zu stören.
In der Zeichnung ist. ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt den verstellbaren Bettstuhl in Seitenansicht,
Fig. 2 denselben in etwas geneigter Stellung.
Fig. 2 a zeigt ein Kupplungsstück zwischen ao zwei der schwenkbaren Betteile in der Stellung
nach Fig. 2.
Fig. 3 stellt den Grundriß bei fortgelassener Matratze dar, in dem einzelne Teile auch im
Schnitt gezeigt sind.
Fig. 4 zeigt die Stirnansicht von der Fußseite des Bettes und
Fig. 5 einen Schnitt durch die hydraulische Zylindereinrichtung.
Fig. 6, 7, 8, 9, 9a und 10 stellen Einzelheiten
eier Steuerventile der hydraulischen Zylinder dar.
Fig. 11 und 12 zeigen einen abnehmbaren
Sitz in Grundriß und Seitenansicht, und
Fig. 13 gibt die zu dem Bett passende Matratze in Seitenansicht wieder.
Die Vorrichtung besteht in der Hauptsache aus einem Grund- oder Fußgestell und einer
Anzahl aneinandergelenkter Betteile, die, in einer Flucht eingestellt, ein wagerechtes Bett
bilden können. Die Endteile können auch in senkrechter Richtung mehr oder weniger
stark geneigt werden, um so einen Stuhl zu bilden. Außerdem enthält die neue Vorrichtung
noch ein Triebwerk, durch das die Verstellung der Teile in die gewünschte Lage, in
der sie auch gesichert werden, vollzogen wird.
Das Fußgestell ist aus zwei Teilen zusammengesetzt, die je aus zwei wagerechten Trägern
oder Schienen 10 und den senkrechten Pfosten 11 gebildet und zweckmäßig mit
Rollen 12 ausgerüstet sind. Beide Seitenteile sind durch Querbalken 13 verbunden. Der
eigentliche Bettkörper ist zur Aufnahme der Matratze bestimmt und wird von den drei
Rahmenteilen 14, 15 und 16 gebildet, die miteinander
gelenkig verbunden sind und sowohl in gerader Linie als auch genügend gegeneinander
geneigt eingestellt werden können, um den Körper des Kranken in jeder beliebigen
Lage zu stützen.
Im folgenden sei der Teil 14 als Kopfteil oder Kopfstütze, der Teil 15 als Mittel- oder
Sitzteil und Teil 16 als Fußteil oder Fußstütze bezeichnet. Jeder dieser Teile ist in geeigneter
Weise möglichst leicht aus Metallröhren zusammengestellt, und zwar wird jeder aus
zwei parallelen Seitenteilen gebildet, die aus zwei parallelen Ober- und Unterschienen und
Endpfosten bestehen und durch Querstangen miteinander verbunden sind.
Der Mittel- oder Sitzteil 15 ist an dem
einen Ende durch Zapfen oder Scharnier 17 mit dem Kopfteil und durch Zapfen oder
Scharnier 18 mit dem Fußteil verbunden, und zwar erfolgt die Verbindung der einzelnen
Teile an den oberen Rahmenschienen. Der Mittel- oder Sitzteil 15 ist schwenkbar an dem
Fußgestell gelagert, und zwar ist die dem Fußende zunächst liegende Ouerstange 19 in Lagern
drehbar, die an senkrechten Verlängerung gen der "zwei Endpfosten 11 an dem einen
Ende des Fußgesteiles angebracht sind. Der Kopfteil ruht auf den freien Enden der beiden
Hebel 20, die durch eine Ouerstange 200 miteinander verbunden und an beiden Seiten des
Fußgestelles drehbar gelagert sind. Die Stützung erfolgt durch Aufliegen der unteren,
seitlichen Rahmenschienen des Kopfteiles auf Tragrollen 21, die an den Hebeln angebracht
sind. Werden diese Hebel geschwenkt, so wird dadurch der Kopfteil gehoben oder gesenkt.
In der tiefsten Lage des Kopfteiles stützen die Tragrollen 21 die unteren seitlichen
Rahmenschienen an einer vom Scharnier 17 entferntesten Stelle, so daß der größtmögliche
Hebelarm zur Wirkung gelangt, sobald die zum Anheben des Kopfteiles größte Hebekraft aufgewendet werden muß, weil
dann das größte Gewicht zu heben ist und die Hebelwirkung sich in dem Maße vermindert,
wie die Aufwärtsschwenkung infolge der Bewegung der Tragrollen an den Rahmenschienen
des Kopfteiles wächst. Etwa an der Mitte jedes Hebels 20 greift eine Art Kurbelstange
22 an, die mit dem Querbalken oder Querhaupt 23 gekuppelt ist, das mit dem KoI-ben
24 des hydraulischen Zylinders 25 verbunden ist; an beiden Enden trägt der Querbalken
Laufrollen 26, die sich von unten gegen die obere Seitenschiene 10 des Fußgestelles
abstützen und an diesen entlang bewegt werden können.
Ein ähnlicher Querbalken oder Querkopf 28, der mit dem Kolben 29 eines zweiten
hydraulischen Zylinders 30 verbunden ist und der an jedem Ende eine Rolle 31 trägt,
die auf der Oberseite der unteren Seitenschiene 10 entlang läuft, ist durch zwei Stangen
33 mit der unteren Querstange 34 an dem inneren Ende des Fußteiles 16 drehbar verbunden,
so daß der Fußteil des Bettes durch die Verschiebung des Oberbalkens 28 aufwärts
oder abwärts geschwenkt werden kann.
■ Die beiden hydraulischen Zylinder sind mit einem Ende an einem Ölbehälter 35 angebracht,
in dem sich eine Pumpvorrichtung 36 befindet, um das Öl in die Zylinder zu pressen,
dadurch eine Auswärtsbewegung der Kolben und ein Aufwärtsschwingen des Kopf- oder
Fußteiles zu verursachen. Ferner sind Ventile vorgesehen, um die Arbeitsweise der Zylinder
zu steuern bzw. um das Aufwärts- oder Abwärtsbewegen oder Stillsetzen des Kopfoder
Fußteiles des Bettes zu regeln.
In Fig. 3, 5 und 6 sind Einzelheiten der hydraulischen Zylinder und der Pumpvorrichtung
dargestellt. Die Pumpvorrichtung umfaßt drei Pumpen, deren jede aus einem Zylinder
37 mit Einlaßöffnung 38 und Auslaßöffnung 39 und einem Kolben 40 besteht (vgl. Fi&· 5)· Jeder Kolben ist durch eine Kurbelstange
41 mit einem Exzenter 42 verbunden. das auf der wagerechten Welle 43 aufgekeilt
ist, die durch Motor oder von Hand betrieben werden kann. Von der Auslaßseite der Pumpe
führt ein Rohr 44 zu dem Ventilgehäuse 45, von dem aus ventilgesteuerte Auslaßöffnungen
4.6 zu den einzelnen Zylindern führen, und zwar ist in dem Ventilgehäuse ein Ventil 47
mit einem T-förmigen Kanal 48 vorgesehen, der durch Drehung des Ventils jeden Zylinder
in einer bestimmten Zeit mit den Pumpen in Verbindung setzt oder aber jeden Zylinder
mit einer Ablaßöffnung 49 verbindet, von wo aus ein Rohr 50 das von den Zylindern kommende
Öl über die Pumpenexzenter leitet, um diese damit zu schmieren. Die Ablaßöffnung
ist für gewöhnlich durch ein federbelastetes Kugelventil 51 geschlossen, das »sich gegen
einen Sitz 52 im Ventilgehäuse 45 auflegt. Um die Ventilkugel von dem Sitz abzuheben
und den Zylinderablaß dadurch, zu öffnen, ist in dem Ventilgehäuse ein Stift 53 senkrecht
beweglich, dessen inneres Ende sich gegen die Kugel legt, während das äußere Ende sich
gegen den Hebel 54 stützt, der auf den Drehoder Stützzapfen 55 gelagert ist. Diese Lagerung
ist kraftschlüssig, und der Hebel kann je nach der Bewegungsrichtung um den einen
oder anderen Zapfen 55 geschwenkt werden, wobei er in jedem Falle ein Abheben der
Kugel von ihrem Sitz verursacht. Das eine Ende des Hebels 54 kann durch die beiden Anschlagstifte
56, die radial an der Ventil- bzw. Steuerwelle 57 befestigt und zu beiden Seiten
des Hebelendes angeordnet sind, bewegt werden. Die Steuerwelle 57 trägt einen Kurbelarm
58, der durch die Kurbelstange 59 mit einem Kurbelarm 60 verbunden ist. Dieser
Kurbelarm 60 ist auf einer wagerechten Welle 61 befestigt, die einen Steuerhandgriff 62
trägt und in einem der Querrohre des inneren Endes des mittleren Sitzteiles 15 schwenkbar
gelagert ist. Dieser Steuerhebel 62 ist zweck-
mäßig an der Seite des mittleren Sitzteiles des Bettes angebracht, so daß er von dem Kranken
erreicht und gehandhabt werden kann. Die Kurbelstange 59 ist an beiden Kurbelarmen
abnehmbar befestigt, so daß im Falle, daß die Verstellbarkeit des Bettes durch den Steuerhebel
62 ausgeschaltet werden soll, sie nur ab-.genommen zu werden braucht; denn es ist
mitunter erwünscht, den Steuerhebel aus dem Bereich des Kranken zu bringen. Sobald der
Steuerhebel geschwenkt wird, wird das Ablaßventil 52 durch einen der beiden an der Steuerwelle
befestigten Anschlagstifte 56 von seinem Sitz abgehoben. Wird- der Steuerhebel in
entgegengesetzter Richtung geschwenkt, so wird das Ablaßventil durch Anschlagen des
anderen Stiftes 56 gegen den Hebel 54 von seinem Sitz abgehoben; somit kann durch den
einen Steuerhebel das Ablassen von beiden Zylindern bewirkt werden.
Um das Ventil 47, das den Ülzufluß von der Pumpe zu jedem Zylinder steuert, zu betätigen,
wird derselbe Steuerhebel 62 benutzt. Der Ventilspindels'tutzen 63 ist mit der
Steuerwelle 57 durch eine Art Kupplung verbunden, die, während sie eine begrenzte, unabhängige
Bewegung der Steuerwelle 57 zur Betätigung des Ablaßventils gestattet, eine unabhängige
Drehung des \7entils 47 bewirken kann. Diese Kupplung besteht in einem Stift
64, der cjuer durch den Ventilspindelstutzen 63 hindurchgeführt ist, an beiden Seiten hervorragt
und in zwei diametral gegenüberliegende Schlitze 65 des Steuerwellenkopfes 57 eingreift.
Die Steuerwelle wird nachgiebig durch die auf den Kurbelarm 58 wirkende Schraubenfeder 66 gehalten, so. daß sich die
diametral gegenüberliegenden Wendungen der Schlitze gegen die hervorstehenden Enden des
Stiftes 64 legen, wobei z. B. das Kugelventil, das den Ablaß steuert, auf seinem Sitz ruht,
und das Ventil 47 in die Stellung gedreht ist, in der es die Pumpen mit den Hubzylindern
verbindet, so daß zum Freilassen des Kugelventils die Steuerwelle so gedreht werden
muß, daß die an den Stiftenden 64 anliegenden Wandungen der Schlitze 65 sich von diesen
abheben. Durch entgegengesetzte Be^vegung
der Steuerwelle wird, wenn die Schlitzwandüngen an den Stiftenden anliegen, der Ventilschaft
gedreht und das Ventil 47 in eine Stellung gedreht, in der es der Pumpenzylinder
mit dem gewünschten hydraulischen Hubzylinder verbindet. Zwischen den Schlitzen und
Stiften ist ausreichender Spielraum vorhanden, um das Ablaßventil öffnen zu können,
ohne die Stellung des Ventils 47 zu beeinflussen.
Um die Aufwärtsschwenkung der Kopfstütze 14 zu bewirken, braucht man nur den
Motorstrom einzuschalten, sobald der Steuerhandgriff 62 so steht, daß das Ventil 47 die
Pumpe mit dem Hubzylinder für die Kopfstütze verbindet; soll dagegen die Fußstütze
16 angehoben werden, so braucht nur der Steuerhebel 62 gegen das Fußende geschwenkt
zu werden, um das Ventil 47 für die Verbindung der Pumpe mit dem hydraulischen Hubzylinder
für die Fußstütze einzustellen, und dann der Motor eingeschaltet zu werden. Diese
letzte Stellung des Steuerhebels 62 ist in Fig. 1 als die erste nach dem Fußende (rechts) zu
liegende, punktiert gezeichnete Hebellage dargestellt. Beim wirklichen Gebrauch wird der
Steuerhebel zuerst auf die in Fig. 1 von rechts zu weit punktiert gezeichnete Stellung bewegt,
Avodurch sowohl ein Öffnen des Ablaßventils sis auch eine Einstellung des Ventils 47 zur
Verbindung der Pumpe mit dem Hubzylinder für die Fußstütze erfolgt, aber sobald der
Handgriff freigegeben wird, scrnvingt der Steuerhebel unter der Wirkung der Feder 66
in die äußerste Stellung nach dem Fußende zurück, was ein Schließen des Ablaßventils
und eine Einstellung des Ventils 47 auf Zufluß von Druckflüssigkeit zu dem Hubzylinder
für die Fußstütze zur Folge hat.
In Fig. ι sind die verschiedenen Stellungen,
die der Kurbelarm 58 bei den verschiedenen Stellungen des Steuerhebels einnimmt, eingezeichnet.
Die Feder 66 wird durch die Bewegung des Kurbelarmes 58 seitlich von der Verbindungsgeraden zwischen Kurbeldrehpunkt
und Befestigungspunkt der Feder abgeschwenkt und befindet sich dann in einer Stellung,
um die Schaltbewegung aufzunehmen, die für die unabhängige Schaltung des Ventils
47 und des Ablaßventils vorgesehen ist, sobald sich der Steuerhebel 62 in einer von
den beiden Stellungen für Aufwärtsbewegung lc>°
des Kopf- oder Fußteiles des Bettes befindet. Der Steuerhebel 62 und das Ventil 47 bleiben
in den Stellungen, in die sie zur Verbindung der Pumpe mit den betreffenden Zylindern
eingestellt werden, stehen, weil die Schraubengänge der Feder 66 vollkommen dicht aufeinander
liegen, sobald der Steuerhebel und das Ventil solche Stellungen einnehmen. Die Feder,
die das Ablaßventil auf seinen Sitz hält, wirkt, da sie auch auf die mit der Steuerwelle no
verbundenen Teile wirkt, mit der Feder 62 zusammen und kann auch allein das Ventil 47 in
den beiden Stellungen halten, wobei der für die unabhängige Öffnungsbewegung des Ablaßventils
notwendige Spielraum ebenfalls vorhanden ist.
Von dem vorderen Ende jedes hydraulischen
Zylinders führt ein kleines Rohr 67 zurück in den Behälter 35, welches, sobald der Kolben
des hydraulischen Zylinders seine vordere Endlage erreicht hat, unverdeckt ist, so daß,
selbst wenn die Pumpe weiterarbeitet, keine
weitere Bewegung des Kolbens stattfindet, sondern das Öl einfach nutzlos durch den Zylinder
zurück in den Behälter fließt. Ferner wird dieses Rückflußrohr dazu benutzt, um das Öl fortzuschaffen, das an der Kolbendichtung
hindurchtritt oder bei der Kolbenbewegung durch die Stopfbüchse am Außenende des Zylinders hindurchgepreßt wird.
Die Pumpenwelle wird von einem kleinen j
ίο Elektromotor 69 angetrieben, der an dem !
Fußgestell befestigt ist. Seine Riemenscheibe 70 ist durch den Treibriemen 71 mit einer j
größeren, auf der Pumpenwelle aufgekeilten | Riemenscheibe 72 verbunden. Der Schalter
73 zum Ein- und Ausschalten des Motors ist an dem Ventilsteuerhebel 62 angebracht und
besitzt am äußersten Ende des Hebels zwei .Schaltdruckknöpfe 73*. Die Leitungsdrähte
sind durch den röhrenförmigen Steuerhebel 62 und durch die hohle Steuerwelle 61 hindurch ■
auf die andere Seite des Bettes, an der der j Motor angebracht ist, geführt und an die
' Klemmen des Motors angeschlossen. In Fig. 3 ist die Drahtleitung teilweise schematisch
eingezeichnet. Das eine Ende der Pumpenwelle, das der Antriebsscheibe 72 gegenüberliegt,
trägt einen Vierkant zur Aufnahme | einer Kurbel, so daß die Pumpe nötigenfalls von Hand betrieben werden kann.
Soll die Vorrichtung die in Fig. 1 punktiert i eingezeichnete Stuhlform annehmen, so ist es I
erwünscht, den Sitzteil 15 nach der Kopfseite j zu etwas abwärts zu neigen; dies geschieht
selbsttätig mittels der kurzen Hebe! 74, die in den gabelförmigen Lagerstützen 75 an den |
oberen Seitenschienen des Fußgestelles dreh- j bar gelagert und einerseits durch ein Verbindungsglied
76 mit dem inneren Ende der j Kopfstütze und andererseits durch den Lenker j
JJ mit dem vorstehenden Ende des Sitzteiles j
verbunden sind. Dadurch wird der Hebel 74, sobald die Kopfstütze aufwärts geschwenkt
wird, um die Rücklehne des Stuhles zu bilden, derart geschwenkt, daß das mit dem Sitzteil
verbundene Ende abwärts gedrückt und dadurch der Sitz in der gewünschten Weise geneigt
wird. Beide Hebel 74 sind starr mit den Enden einer Ouerwelle 78 verbunden, die
in den Stützlagern 75 ruht. Hierdurch wird die Vorrichtung versteift, weil sie eine einseitige
Belastung ausgleichen würde. Die Hebelwelle 78 wird in den Lagergabeln 75 dvirch
einen abnehmbaren Stift 79 eingeschlossen, so daß, wenn die drei Betteile in einer Geraden
liegen sollen, und das so gebildete gestreckte Bett durch Anheben des Kopfteiles geneigt
werden soll, die gewünschte Aufwärtsbewegung an der Stelle, wo die Hebel 74 gelagert
sind, nicht gehindert wird, sondern die Hebel vollständig mit angehoben werden. In diesem
Falle wird, um zu verhindern, daß die Kopfstütze und der Sitzteil infolge der Scharnierverbindung
gegeneinanderklappen, ein 'Füll- oder Kuppelstück 80 benutzt, das an beiden
Enden ausgekehlt ist, um die beiden in Frage kommenden Querstangen der Betteile zu umgreifen
und auseinanderzuhalten; dieses Kuppelstück kann leicht eingesetzt oder abgenommen
werden. Außer der in Fig. 2 in ausgezogenen Linien gezeichneten Stellung des Bettes läßt sich dieses -auch in entgegengesetzter
Richtung neigen, wie in Fig. 2 punktiert eingezeichnet; die mannigfachen Bewegungen
zur Einstellung der Betteile werden alle selbsttätig nur durch die Handhabung des
einen Steuerhebels und der beiden Druckknöpfe des elektrischen Motorschalters bewirkt.
Zur sicheren Handhabung der Vorrichtung wird der Steuerhebel 62 nach dem
Kopfende zu geschwenkt, wenn die Kopfstütze gehoben oder gesenkt werden soll, und
nach dem Fußende zu, wenn die Fußstütze bewegt werden soll. Die . einzelnen Hebellagen
sind in Fig. 1 dargestellt. Es sind ferner auch seitliche Armlehnen vorgesehen, die sich
selbsttätig einstellen, sobald die Vorrichtung als Stuhl benutzt wird (vgl. Fig. 1 punktiert
gezeichnete Stellung), die sich aber ebenfalls selbsttätig wieder zusammenlegen, sobald die
Vorrichtung als Bett benutzt wird. Diese Seitenarmlehnen werden von L-förmig ge- :
bogenen Stangen 81 gebildet, deren eines Ende an der unteren Rahmenschiene des Kopfteiles
14 nahe an dessen innerem Ende drehbar befestigt ist. Die vorderen Enden der
Armlehnen sind drehbar mit den oberen Enden der Lenkstangen 82 verbunden, deren untere
Enden durch eine Querstange miteinander verbunden sind. An den Enden dieser Querstange
sind Rollen 83 angebracht, die auf den oberen Seitenschienen des Fußgestelles laufen,
.sobald die Querstange durch Berührung der an ihr befestigten, abwärts gerichteten Anschlagstangen
84 mit dem bei Aufwärtsbewegung der Kopfstütze sich vorschiebenden
Querkopf 23 vorwärts bewegt wird. Beim Niedergehen der Kopfstütze laufen die Rollen
83 zurück, und die Armlehnen senken sich infolge ihrer Schwerkraft.
In aufgerichteter Stellung lassen sich die Seitenarme als Stütze für einen Tisch für Eßgeräte
usw. oder aber auch für einen Sitz verwenden, falls für den Kranken ein höherer Sitz, als der mittlere Teil darstellt, erforderlich
ist.
Der Stoffsitz 85, der zweckmäßig durch die Querstange 850 gespannt wird, kann von Arm
zu Arm vor dem Anheben unter dem Kranken ausgespannt werden, so daß der Kranke von
einer Liegestellung in eine sitzende Stellung gehoben wird und unter ihn bis zur Matratze
ein Spielraum bleibt, der zu anderen Zwecken
ausgenutzt werden kann. Zur Befestigung des Sitzes an den Armlehnen sind Ösen in dem
Stoffsitz vorgesehen, die über entsprechende Stifte an den Armen übergestreift werden
können. Ein Fußbrett oder eine Fußleiste 86 ist einstellbar und abnehmbar an dem Fußteil
des Bettes befestigt, wozu in den oberen Rahmenstangen des Fußteiles eine Reihe von
Löchern vorgesehen ist, in die an der Fußleiste angebrachte Stifte eingreifen können.
Das Kopfbrett 87 ist ebenfalls abnehmbar befestigt.
Die in Fig. 13 besonders dargestellte Matratze 880 ist an den Stellen, die auf die
Scharniergelenke der drei Betteile zu liegen kommen, ausgekehlt, und zur Unterstützung
der Auskehlung zwischen Sitz- und Fußteil ist eine Tragkette 87 vorgesehen, deren Enden
an Spiralfedern 88 befestigt sind, die an den Gelenkverbindungen der beiden Betteile'angebracht
sind.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:i. Dreiteiliges Krankenstuhlbett, dessen Teile mittels Preßflüssigkeit verstellt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückenteil (14), der mit dem Sitzteil (15) gelenkig verbünden ist, durch das Schubgestänge eines hydraulischen Zylinders entweder für sich allein oder mit dem. Mittelteil gemeinsam schwenkbar ist.
- 2. Bett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückenteil (14) und der Sitzteil (15) durch ein Hebelsystem (74/77) derart miteinander verbunden sind, daß ζ. B. beim Aufwärtsschwenken des Rückenteiles gleichzeitig der Sitzteil etwas nach hinten abwärts geneigt wird.
- 3. Bett nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch zwei an den Seiten des Fußgestelles drehbar befestigte Hebel (20). die mittels zweier Zugstangen (22), die an den Enden eines durch einen Druckkolben verschiebbaren Querkopfes - befestigt sind, geschwenkt werden und sich dabei mittels der an ihren freien Enden angebrachten Rollen den Rückenteil auf- oder abwärts bewegen. ■
- 4. Bett nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein Verteilungs- und ein Auslaßventil, durch welche der Ein- oder Austritt der Druckflüssigkeit in die hydraulischen Zylinder geregelt wird und die beide durch einen gemeinsamen Steuerhebel (62) an der einen Seite des Bettes gesteuert werden.
- 5. Bett nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckknöpfe zum ßo Ein- und Ausschalten des die Flüssigkeitspumpe antreibenden Motors am Handgriff des gemeinsamen Steuerhebels (62) angebracht sind. ,
- 6. Bett nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Austrittsöffnung im Zylinder, welche die Kolben der hydraulischen Zylinder gegen Hubende freigeben.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE280563C true DE280563C (de) |
Family
ID=536388
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT280563D Active DE280563C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE280563C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965154C (de) * | 1952-06-08 | 1957-06-06 | Stiegelmeyer & Co Gmbh | Vorrichtung fuer die stufenlose Verstellung von Rahmenteilen an Krankenbetten |
| DE1145322B (de) * | 1959-01-19 | 1963-03-14 | Braun Fa B | Bettstelle, insbesondere Krankenhausbettstelle |
-
0
- DE DENDAT280563D patent/DE280563C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965154C (de) * | 1952-06-08 | 1957-06-06 | Stiegelmeyer & Co Gmbh | Vorrichtung fuer die stufenlose Verstellung von Rahmenteilen an Krankenbetten |
| DE1145322B (de) * | 1959-01-19 | 1963-03-14 | Braun Fa B | Bettstelle, insbesondere Krankenhausbettstelle |
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