DE279726C - - Google Patents
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- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B3/00—Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen
- C01B3/02—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen
- C01B3/06—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents
- C01B3/061—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of water with metal oxides
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- C01B3/08—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of inorganic compounds with metals
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, daß Wasserdampf, über erhitzte Metalle geleitet, sich zersetzt, indem
der Sauerstoff des Wasserdampfes die Metalle oxydiert und Wasserstoff hierbei frei wird.
Man kennt auch Verfahren, die nach diesem Prinzip mit Eisen praktisch Wasserstoff darstellen.
Diese Verfahren erfordern große Mengen von Wärme und sind daher kostspielig. Gemäß
vorliegendem Verfahren ist der Wärmeaufwand
ίο der denkbar geringste.
Die Metalle, die zur Oxydation durch Wasserdampf kommen, sind Kupfer und Eisen.
Rückverwandelt, d. h. reduziert, werden dieselben mit Kohlenoxyd.
Bei der Rückverwandlung von Eisenoxyd in Eisenoxydul und reines Eisen mit Kohlenoxyd
bildet sich Kohlensäure, und diese letztere wird wieder zu Kohlenoxyd reduziert durch
das Eisenoxydul und Eisen, nach der Formel:
und
3 FeO + CO2 = CO + Fe3O4
Fe+ CO2 = CO+ FeO.
Fe+ CO2 = CO+ FeO.
Bei der Reduktion von Kupferoxydul und ■ 25 Kupferoxyd zu reinem Kupfer mittels Kohlenoxyd
tritt die Reduktion der Kohlensäure zu Kohlenoxyd wie bei Eisen nicht ein. Diese
Beobachtung bildet mit den Grundgedanken des nachstehend beschriebenen neuen Verfahrens
zur Wasserstoffgewinnung.
Eine oder mehrere Retorten, je nach Leistung
einer Wasserstoffanlage, werden gefüllt mit fein verteiltem Eisen und Kupfer, die man durch
Reduktion von Eisen- und Kupferoxyden erhält.
Die beiden Metalle werden nicht gemischt, sondern lagern hintereinander, so z. B., daß
man bis zur Mitte der Retorte mit Eisen und von der Mitte aus bis zum anderen Ende
mit Kupfer füllt.
Die Retorten und ihr Inhalt erhalten durch Generatorgasfeuerung eine Temperatur von
etwa 800 bis 1000 °. In der Generatorgasfeuerung lagert ein Überhitzer aus feuerfestem
Material, in dem Dampf auf etwa iooo0 überhitzt wird. Dieser überhitzte Dampf
wird nun in die mit den Metallen gefüllten Retorten eingeleitet, und zwar so, daß dieser
Wasserdampf zuerst das Kupfer trifft und nachher das Eisen. Wasserstoffgas entsteht hierbei
und wird am Ende der Retorte abgesaugt. Wird zuerst Kupfer getroffen und dann Eisen,
so kommt das Kupfer immer mit frischem Wasserdampf zusammen, und da es langsamer
oxydiert wird, wird stets ein Überschuß von Wasserdampf vorhanden sein, der dann von
Eisen rasch zerlegt wird. Dadurch, daß der Wasserdampf auf 1000 ° überhitzt ist, braucht
die Retoftenfeuerung nicht über 800 ° hinauszugehen.
Die Wärmeverluste, die durch die Spaltung des Wasserdampfes in der Retorte auftreten,
brauchen nicht durch äußere Feuerung der Retorte ersetzt werden, sondern es genügt
die Wärme des auf 1000 ° überhitzten Wasserdampfes. Sind nun die beiden Metalle so
oxydiert, daß kein AVasserdampf mehr zersetzt
wird, dann wird durch Öffnen von Ventilen oder Schiebern die Retorte, in der sich die
oxydierten Metalle und der unzersetzte Wasserdampf befinden, durch eine Rohrleitung mit
einer andern Retorte verbunden, in der sich Kohle befindet, die auf etwa 800 bis 1000°
erhitzt ist. Durch einen Exhaustor oder Ventilator, der in die Rohrleitung eingebaut ist,
kann man den Wasserdampf aus den Retorten mit dem Metalloxyd in die Kohlenretorte
■ drücken und das entstehende Wassergas in der Richtung vom Eisen nach dem Kupfer
wieder in erstere leiten. Es muß also möglich sein, den gasförmigen Inhalt der beiden Retorten
in eine kreisende Bewegung zu versetzen in der Richtung Eisen, Kupfer, Kohle.
Der unzersetzte Wasserdampf kommt in die Kohlenretorte. Es bildet sich hierbei
Wassergas, bestehend aus Wasserstoff und Kohlenoxyd. Dieses Wassergas kommt in die Retorten mit den Metalloxyden, es bildet
sich hierbei Kohlensäure. Der Wasserstoff wird vernachlässigt, da er im Laufe der weiteren
Reaktionen verschwindet. Nachdem das Kohlenoxyd des Wassergases durch Reduktion der
Metalloxyde und Oxydule in reines Metall sich in Kohlensäure verwandelt hat, kommt
es wieder in die Kohlenretorte. Hierselbst verdoppelt es sich und bildet wieder Kohlenoxyd
nach der Formel:
. CO2+C = 2 CO.
Dieses doppelte Volumen Kohlenoxyd kommt nun wieder in die Metalloxydretorte, reduziert
hier, verwandelt sich in Kohlensäure, kommt wieder in die Kohlenretorte und verwandelt
sich in das doppelte Volumen Kohlenoxyd.
Durch die Verdoppelung des Kohlenoxyds würde allmählich- ein zu hoher Druck entstehen;
bei einem gewissen Druck öffnen sich aber am Ausgang aus der Kohlenretorte Ventile oder Schieber, die das Kohlenoxyd
nach der Feuerung leiten. Ein gewisser Druck in der Metalloxydretorte beschleunigt die Reduktion
der Oxyde. Ist das Eisen ziemlich reduziert, dann wird es vorkommen, daß Kohlenoxyd
sich wieder nach der eingangs angeführten Formel bildet; jedoch nachdem es das Eisen
durchstrichen hat, kommt es an das Kupferoxyd und -oxydul und wird hier restlos in
Kohlensäure übergeführt. Sind die Metalle vollständig reduziert und bildet sich keine
Kohlensäure mehr, wird wieder Wasserdampf eingeblasen, und es wird wieder Wasserstoff
produziert. Die Retorten brauchen nicht entlüftet, d. h. ausgespült zu werden, damit
das Kohlenoxyd nicht in den Wasserstoff kommt, sondern man kann das Kohlenoxyd ruhig darin lassen; das Volumen ist gegen die
Menge des entstehenden Wasserstoffes derartig verschwindend, daß im allgemeinen weder
am Auftrieb noch an der Kalorienzahl des erzeugten Wasserstoffgases sich etwas wesentlich
ändert.
Die Kohle der Kohlenretorte muß von Zeit zu Zeit ersetzt werden, da dieselbe von der
hindurchstreichenden Kohlensäure verzehrt wird, die dabei durch Aufnahme von Kohle
beim Austritt jeweils das doppelte Volumen Kohlenoxyd bildet.
Claims (2)
1. Verfahren zur Wasserstoffgewinnung aus Wasserdampf und Metallen in der
Hitze, dadurch gekennzeichnet, daß reiner Wasserdampf ohne Beimengung von Luft auf etwa 1000 ° überhitzt und über oder
durch Kupfer und Eisen, die in einer Retorte auf etwa 800 ° erhitzt worden sind,
in der Weise geleitet wird, daß der W-asser-. dampf zuerst auf das Kupfer und dann
auf das Eisen auf trifft.
2. Regenerierung der bei dem Verfahren gemäß Anspruch 1 erhaltenen Metalloxyde
durch Reduktion, dadurch gekennzeichnet, daß der unzersetzte Wasserdampf, der nach
der Oxydation der Metalle noch in den Retorten ist, zur Bildung von Wassergas in
einer auf etwa 800 ° erhitzten, mit Kohle gefüllten Retorte benutzt und das gebildete
Wassergas zuerst über das Eisenoxyd und dann über das Kupferoxyd geleitet wird, worauf die dabei entstehende. Kohlensäure
wieder in die auf 800 ° erhitzte, mit Kohle gefüllte Retorte geleitet wird, wodurch
jeweils das doppelte Volumen Kohlenoxyd entsteht, welches wieder in der oben genannten
Reihenfolge mit den Metalloxyden in den Retorten in Berührung gebracht
. wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE279726C true DE279726C (de) |
Family
ID=535617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT279726D Active DE279726C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE279726C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2016011473A1 (de) | 2014-07-25 | 2016-01-28 | Rouge H2 Engineering Gmbh | Verfahren zum herstellen von wasserstoff |
-
0
- DE DENDAT279726D patent/DE279726C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2016011473A1 (de) | 2014-07-25 | 2016-01-28 | Rouge H2 Engineering Gmbh | Verfahren zum herstellen von wasserstoff |
| AT516101A1 (de) * | 2014-07-25 | 2016-02-15 | Tech Universität Graz | Verfahren |
| US10280079B2 (en) | 2014-07-25 | 2019-05-07 | Rouge H2 Engineering Gmbh | Method for producing hydrogen |
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