DE286960C - - Google Patents
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- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B3/00—Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen
- C01B3/02—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen
- C01B3/06—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents
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- C01B3/10—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of inorganic compounds with metals by reaction of water vapour with metals
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 286960 KLASSE 12f.' GRUPPE
WILIBALD NÄHER und MARTIN NÖDING in PFORZHEIM.
Zusatz zum Patent 279726.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Juni 1914 ab. Längste Dauer: 6. August 1928.
Nach dem Verfahren des Patents 279726 erfolgt die Wasserstoffgewinnung dadurch,
daß hoch überhitzter Wasserdampf durch eine Retorte geleitet wird, in welcher derselbe
. 5 zuerst auf metallisches Kupfer und dann auf metallisches Eisen trifft. Dann wird in einer
Retorte oder Behälter, in welcher sich hoch beheizte Kohle befindet, durch Wasserdampf
Wassergas hergestellt und dieses zum Reduzieren der gebildeten Metalloxyde verwendet.
Die sich dabei bildende Kohlensäure gelangt wieder in die Retorte oder den Behälter mit
der Kohle und bildet liier wieder das doppelte Quantum Kohlenoxyd und so fort, bis die
Metalle reduziert sind, wonach die Periode der Wasserstoffherstellung wieder beginnt
durch Behandeln der Metalle mit Dampf. Durch diese Art der Reduktion entsteht allmählich
ein gewisser Druck, der durch die Ventile geregelt wird, wodurch die Reduktion
rascher erfolgt. Dieses Verfahren hat nun die folgenden Abänderungen erfahren:
Die Zersetzung des überhitzten AVasserdampfes an den beheizten Metallen und die
darauffolgende Reduktion durch Kohlenoxyd wird sich am günstigsten abspielen in den
Temperaturen, die in obengenanntem Patent ■angegeben sind; jedoch kann man auch nach
demselben Verfahren bei viel tieferen Temperaturen Wasserstoff herstellen. Bei einer
Temperatur von 4000 im Innern der Metallretorten und einer Dampfüberhitzung von nur
200° wird letzterer bereits zerlegt. Jedoch dauert die Erzeugung von Wasserstoff bei diesen
niedrigen Temperaturen natürlich nur kurze Zeit.
Durch die 'Art, wie dann die Metalloxyde reduziert werden, kann jedoch auch die Reduktionsperiode
gleich der Gasperiode gemacht werden, indem nur Kohlenoxyd zur Reduktion der Metalloxyde verwendet wird und
dieses letztere schon bei sehr niedriger Temperatur die Metalloxyde reduziert und in
Kohlensäure verwandelt wird. Auch Kohlensäure verwandelt sich in Kohlenoxyd, wenn
die Kohle, über welche sie geleitet wird, nur eine Temperatur von 4000 hat. Die Retorte
mit dem Kohleninhalt braucht also ebenfalls nur auf 4000 gehalten zu werden, um zu
reagieren; selbstverständlich wird, da die BiI-dung von Kohlenoxyd durch Kohlensäure mit
Kohle ein wärmeverbrauchender Prozeß ist, die Reduktionsperiode ebenfalls nur kurz sein
können, entsprechend der .Oxydationsperiode der Metalle. Die beiden Perioden können
gleichgemacht werden durch Regulierung der ■Zirkulationsgeschwindigkeit; Die Geschwindigkeit
jedoch, mit welcher der Dampf durch die mit den Metallen beschickten Retorten geblasen wird, hat, wenn rationell gearbeitet
werden soll, Grenzen. Die Reduktion der Metalle dagegen durch Kohlenoxyd und die
■ (2. Auflage, ausgegeben am ig. Dezember rgry.J
Verwandlung von Kohlenoxyd mit Kohle in Kohlensäure geht sowohl bei langsamem Überleiten
als auch bei außerordentlich raschem Überleiten vor sich.
■5 Durch dieses-Verfahren, durch welches man
in die Lage gesetzt ist, Gasperioden und Reduktionsperioden gleichzumachen, wird man
in der Lage sein, bei niedrigen und hohen Temperaturen stets ohne Unterbrechung Wasserstoff
herzustellen. Außerdem braucht in den dazu nötigen Apparaturen die Temperatur
nur auf einer bestimmten Höhe für alle Retorten gehalten zu werden.
Die Erzeugung von Kohlenoxyd kann an Stelle durch Wasserdampf auch durch Luft,
Kohlensäure, Generatorgas, Wassergas oder sogar auch Leuchtgas in kleinen Mengen durchgeführt
werden. Beim Überleiten über die Metalloxyde verwandelt sich das Kohlenoxyd in Kohlensäure und, wieder in die Kohlenretorte
gebracht, in das doppelte Quantum KoVilehoxyd. Nach einer zweimaligen Zirkulation
hat sich auf diese Weise das Kohlenoxyd vervierfacht. Auf diese Weise werden sich, wenn
man z. B. Leuchtgas verwendet, welch letzteres nur wenige Prozente Kohlensäure enthält, nach
wenigen Zirkulationen große Mengen reines Kohlenoxyd zur Reduktion bilden.
Durch entsprechende Überdruckventile regelt man den Druck, bis zu welchem man in
den Retorten gehen will. Bei niedrigen Temperaturen kann man, der großen Festigkeit des
Materials wegen, mit dem Druck höher gehen, bei höheren Temperaturen entsprechend der
Abnahme der Festigkeit des Materials niedriger. Bei hohen Temperaturen genügt auf
der anderen Seite wieder ein ganz geringer Überdruck, um eine rasche Reduktion zu erhalten;
bei niedrigen Temperaturen ist ein entsprechend höherer Druck erforderlich, um
eine rasche Reduktion der Metalloxyde zu erhalten, gegenüber dem gewöhnlichen Atmosphärendruck.
pjei der Bildung von Kohlenoxyd durch Kohlensäure in der Ko'hlenretorte stellen sich
die analogen Verhältnisse betreffend des Drukkes ein.
- Als Kohle kann Steinkohle, Holzkohle, Hüttenkoks, Gaskoks, Ruß oder Graphit verwendet
werden. Für den gewöhnlichen Betrieb wird in diesem Sinne'Gaskoks verwandt.
Claims (4)
1. Abänderung des Verfahrens zur Wasserstoffgewinnung
aus Wasserdampf und Metallen in der Hitze nach Patent 279726, dadurch gekennzeichnet, daß auf wenigstens
2oo° überhitzter Wasserdampf angewendet wird und die Metalle auf wenigstens 4000 erhitzt werden.
2. Regenerierung der bei dem Verfahren gemäß Anspruch 1 erhaltenen Metalloxyde
durch Reduktion, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugung des Reduktionsgases und die Reduktion der Metalloxyde bei
wenigstens 4000 vorgenommen wird.
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
als Kohle Steinkohle, Holzkohle, Hüttenkoks, Gaskoks, Ruß oder Graphit zur Herstellung des Reduktionsgases verwendet
wird.
4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß außer dem Wasserdampf kleine Mengen von Luft, Kohlensäure, Generatorgas,
Wassergas oder Leuchtgas durch die Kohle geleitet werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286960C true DE286960C (de) |
Family
ID=542225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT286960D Active DE286960C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286960C (de) |
-
0
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