DE27849C - Einrichtung an Kulirwirkstühlen zur Herstellung der Schleifen - Google Patents

Einrichtung an Kulirwirkstühlen zur Herstellung der Schleifen

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DE27849C
DE27849C DENDAT27849D DE27849DA DE27849C DE 27849 C DE27849 C DE 27849C DE NDAT27849 D DENDAT27849 D DE NDAT27849D DE 27849D A DE27849D A DE 27849DA DE 27849 C DE27849 C DE 27849C
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SOCIETE COU-TURAT & CO. in Troyes (Aube), Frankreich
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles
    • D04B11/04Straight-bar knitting machines with fixed needles with two sets of needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2B: Flecht- und Strickmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. März 1883 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein neues Kulirsystem für Kulirwirkstühle. Dasselbe besteht im wesentlichen darin, dafs der zu verarbeitende Faden zunächst von den fallenden Platinen über die unteren Haken der stehenden Platinen kulirt, dann auf die Stuhlnadeln übertragen und hiernach erst von den stehenden Platinen auf den Stuhlnadeln vertheilt wird. Das Kuliren des Fadens über die unteren Haken der stehenden Platinen geschieht unter der Wirkung eines Röfschens.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Anordnung zur Darstellung gebracht.
Fig. ι zeigt einen Schnitt durch die wesentlichen Theile eines Kiilirstuhles. Die Platinen a und b, welche in Fig. 9 und 10 besonders dargestellt und von welchen a die fallenden und b die stehenden Platinen sind, sind in einer Platinenschachtel PP^ vertical verschiebbar gelagert.
Sie werden mit ihren unteren Enden aufserdem noch in der mit entsprechenden Schlitzen versehenen Traverse g geführt. Auf der hinteren Schiene P1 der Platinenschachtel verschiebt sich horizontal das Röfschen i, welches oben und unten über die Platinenschachtel und zum Theil über die Platinen α und b reicht und dort mit den Ansätzen / und /' versehen ist, welche bei der horizontalen Bewegung des Röfschens die Platinen α und b gegen bezw. in einander verschieben. Die fallenden Platinen α werden . vom Ansatz j nach unten geschoben, die stehenden Platinen b hingegen vom Ansatz jx nach oben, und zwar geschieht die Bewegung so, dafs abwechselnd hinter einander eine Platine α nach unten und eine Platine b nach oben geht.
Die Maschenbildung geschieht nun in folgender Weise:
Die bereits fertige Waare bezw. die eben gebildeten Maschenreihen hängen an den Stuhlnadeln η und den Maschinennadeln ο, Fig. 1 und 2, und die zuletzt von den Platinen gebildete Schleifenreihe q hängt an den Stuhlnadeln 11 unter dem Haken dieser Nadeln n. Diese Schleifenreihe q ist kurz zuvor mit der Fontur n, immer unter dem Haken liegend, nach vorn gegangen, um von den eben vorher aus der Stellung Fig. 7 in die Stellung Fig. 1 zurückgegangenen Platinen nicht erfafst zu werden.
In dieser Stellung Fig. 1 vollziehen sich nun gleichzeitig zwei Operationen. Einmal wird der Faden unter der Wirkung des Röfschens i von den Platinen α über den unteren Haken der Platinen b kulirt, Fig. 3 und 4, und andererseits geht zu gleicher Zeit die Fontur η zurück und die Fontur ο nach unten, um, nachdem beide zuvor von der Presse / geprefst wurden, die Schleifenreihe q durch die auf η und ο hängenden alten Maschen zu ziehen und so neue Maschen zu bilden, wie dies in Fig. 3 und 4 dargestellt ist.
Hierauf geht die Fontur η wieder nach vorn und die Fontur ο wieder nach oben, und gleichzeitig gehen die Platinen α und b unter der Wirkung der Barre e zusammen (in der Stellung Fig. 3) nach unten, bis der eben von ihnen kulirte Faden in der aus Fig. 5 und 6 ersichtlichen Weise über die Nadeln η zu liegen

Claims (1)

  1. kommt. Alsdann gehen die stehenden Platinen b unter der Wirkung der Barre d nach unten, um den kulirten Faden über den Nadeln η zu vertheilen, wobei gleichzeitig die fallenden Platinen α ein wenig nach oben gegangen sind, um das Vertheilen zu ermöglichen. Diese Stellung der Platinen zeigen Fig. 7 und 8. Die Platinen b schieben sich bei ihrem Heruntergehen in entsprechende Schlitze der Barre c, welche ihnen gleichzeitig als Mühleisen 'dient, während die Gröfse der Aufwärtsbewegung der Platinen α durch die gleichzeitig als Platinenpresse dienende Barre d begrenzt wird.
    Gleich nachdem der Faden vertheilt ist, gehen die Nadeln η zurück, um die gebildeten Schleifen unter ihren Haken gleiten zu lassen, worauf die Platinen α und b zusammen mit Barre d wieder nach oben und die Nadeln η mit den eben gebildeten, unter ihren Haken befindlichen Schleifen wieder nach vorn gehen und die einzelnen Elemente die Stellung Fig. 1 wieder einnehmen. Hierauf beginnt das geschilderte Spiel von neuem. Noch sei bemerkt, dafs, wenn die Platinen α und b aus der Stellung' Fig. 7 sich heben, um in die Stellung Fig. ι zurückzugehen, die Barre c sich gleichzeitig mit den Platinen ein wenig hebt, und zwar so weit, bis sie die Nadeln η berührt und dann eine geringe Bewegung nach vorn macht. Es geschieht dies zu dem Zweck, die unter den oberen Haken oder Schnäbeln b1 der Platinen b, Fig. 7, befindlichen Schleifen von denselben abzuschlagen und gleichzeitig vor einer Berührung mit dem unteren Haken der Platinen b zu bewahren.
    Pat en τ-Anspruch:
    An Kulirwirkstühlen die Anordnung und Gestalt der in Fig. 9 und 10 dargestellten Platinen α und b, welche sich unter der Wirkung eines Röfschens i mit Ansätzen j und J1 gegen bezw. in einander bewegen, wobei die Platinen α den zu verarbeitenden Faden über den unteren Haken der Platinen b kuliren.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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