DE277940C - - Google Patents

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DE277940C
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Germany
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rail
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D17/00Gaiters; Spats
    • A41D17/005Fastening means for gaiters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Seats For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 277940 KLASSE 3 c. GRUPPE
in BERLIN.
Zusatz zum Patent 271145.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1912 ab. Längste Dauer: 8.JuIi 1926.
Vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des durch das Patent 271145 geschützten Gamaschen Verschlusses, bei welchem eine die Schienenkröpfung überbrückende; in den Verschlußbügel greifende Sperrfeder durch einen drehbaren Schlüssel ausgelöst werden kann und sowohl in der Schließ- als auch in der Offenlage des Gamaschen Verschlusses den Schlüssel gegen unbeabsichtigtes Drehen sichert.
Die vorliegende Verbesserung besteht darin, daß die Sperrfeder aus zwei Teilen, einem Sperrstück und einer Blattfeder, gebildet ist. Dieses Sperrstück ist um seine dem Gamaschenrande benachbarte Kante kippbar auf der Versteifungsschiene gelagert und derart mit der an der Schiene fest angenieteten, kurzen Blattfeder verbunden, daß letztere das Sperrstück ständig zum Eingriff in den Verschlußbügel umzukippen sucht. Das Anheben des Sperr-Stückes aus der Sperrstellung durch Kippen um besagte Kante wird mittels des unterhalb des Sperrstückes in einer Vertiefung der Schiene gelagerten Schlüssels bewirkt, der durch das unter dem Einfluß der Blattfeder stehende Sperrstück ebenfalls sowohl in der Schließ- als auch in der Offenstellung des Gamaschenverschlusses gegen unbeabsichtigtes Drehen gesichert wird.
Durch die kippbare Anordnung des Sperr stückes, welches mit einem Sperrzahn in die Sperrzähne des am Gamaschenunterteil befestigten Verschlußbügels eingreift und bei der -Schließlage dicht an der Schienenoberfläche anliegt, sowie durch die vertiefte Lagerung des Schlüssels wird jede über der Schiene auf der Gamaschenaußenseite sichtbare Erhöhung vermieden. Die Verwendung von Blattfeder und Sperrstück als getrennte Teile ermöglicht es, das Sperrstück so auszubilden, daß es lose in die Versteifungsschiene eingehängt werden kann und doch gegen Herausfallen gesichert ist. Das Sperrstück ist zu diesem Zwecke mit hakenartigen Ansätzen versehen, mit denen es durch Schlitze in der Versteifungsschiene hindurchgreift. Es wird hierdurch ein sehr einfacher Bau des Verschlusses und eine außerordentlich erhöhte Sicherheit für die Wirkung des Verschlusses erzielt.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen-Standes, und zwar zeigen Abs. Fig. 1 die Gesamt anordnung der Verschlußvorrichtung an einer Ledergamasche bei teilweise weggenommenem Gamaschenoberteil in geschlossenem Zustande, Fig. 2 eine Draufsicht des Verschlusses
Fig. 3 einen Schnitt des Verschlusses nach Linie a-b der Fig. 2, und zwar in der Schließlage,
Fig. 4 denselben Schnitt des Verschlusses, und zwar in der Offenlage,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Verschlußbügel mit aus dem vollen Blech herausgedrückten Zähnen.
Die metallene Versteifungsschiene ι ist in bekannter Weise mit einer nach innen gerichteten Kröpfung 2 versehen, in welche der Verschlußbügel Ii eintritt. Das Sperrstück besteht aus einer Blechplatte 5, an deren Vorderkante ein nach unten ragender, als Sperrkegel wirkender
ίο Zahn 4 ausgeschnitten oder sonstwie befestigt ist. Diese Platte 5 ist mit den an ihren beiden Enden befindlichen hakenartigen, seitwärts gerichteten Ansätzen 6 und 7 lose in die Versteifungsschiene ι eingehängt, wobei der untere Ansatz 7 in ein Loch der Versteifungsschiene unterhalb der Kröpfung 2 eingreift, während der obere Ansatz 6 innerhalb der Kröpfung zu liegen kommt. Oberhalb der Kröpfung 2 ist eine kurze Blattfeder 3 an der Schiene befestigt, welche mit ihrem freien Teile mittels des umgebördelten Randes 13 das obere in der Kröpfung 2 befindliche Ende des Sperrstückes 5 umfaßt und somit letzteres gegen Herausfallen sichert.
Diese Blattfeder 3 sucht auch ständig das um seine dem Gamaschenrande benachbarte Kante kippbar gelagerte Sperrstück 5 nach unten in die Schienenkröpfung zu drücken.
Das Anheben des Sperrstückes 5 aus der Sperrlage wird durch Kippen mittels des Schlüssels 8 bewirkt. Dieser ist in einer rinnenartigen Vertiefung der Versteifungsschiene unterhalb der Kröpfung drehbar gelagert und liegt längs der ganzen Schienenbreite auf. Durch das auf ihm liegende, von der Blattfeder 3 niedergedrückte Sperrstück 5 wird der Schlüssel in seinem Lager und gegen unbeabsichtigtes Drehen gesichert. Der Schlüsselbart 9, welcher zweckmäßig als dreieckiger oder stiftartiger Ansatz ausgebildet ist, drückt mit seiner Spitze bei einer Drehung des Schlüssels zwecks Öffnens des Verschlusses gegen die untere Seite der Vorderkante des Sperrstückes 5 und veranlaßt hierdurch eine Kippbewegung des Sperrstückes um seine dem Gamaschenrande benachbarte Kante.
An der dem Barte 9 entgegengesetzten Seite der Drehachse besitzt der Schlüssel 8 einen kleinen warzenförmigen Ansatz 10, welcher sich beim Drehen des Schlüssels in einem kleinen Schlitz der Kröpfung 2 bewegt und bei Endstellungen nach Fig. 3 und 4 in der Schließ- und Offenlage des Verschlusses als Begrenzungsänschlag für die Schlüsseldrehung dient.
Der Verschlußbügel 11 ist beim dargestellten Verschluß aus einem dünnen Metallstreifen gefertigt, aus welchem die Zähne 12 mit bogenförmigen Kanten herausgedrückt sind. Statt dieses Bügels kann beim vorliegenden Verschluß auch ein gitterartig ausgeschnittener Bügel verwandt werden.
In der Schließlage nach Fig. 3 drückt die Blattfeder 3 das Sperrstück 5 nach unten in die Schienenkröpfung 2, wobei der Sperrzahn 4 zwischen zwei Zähne 12 des in die Kröpfung eingeschobenen Bügels 11 greift oder auch in bekannter Weise zwischen die Zähne federnd einspringt. Der Bart 9 des Schlüssels 8 liegt bei der Schließlage flach unter dem Sperrstück 5 in der Kröpfung 2, sein Warzenansatz 10 sitzt in der einen Endstellung und ragt parallel zur Schiene 1 aus seiner Schlitzführung nach unten. Der Schlüsselgriff steht parallel zum Schienenrand. .
Soll der Verschluß geöffnet werden, so wird der Schlüssel 8 aus der in Fig. 3 gezeichneten Lage so weit gedreht, bis sein Griff quer zum Schienenrand steht (Fig. 4). Beim Drehen des Schlüssels legt sich der aus der Kröpfung 2 nach oben sich bewegende Bart 9 mit seiner Spitze von unten her gegen das Sperrstück 5 und hebt dieses unter Überwindung des Federdruckes nach oben, wobei das Sperrstück um seine hintere Längskante gekippt wird. Sein Sperrzahn 4 tritt nunmehr aus dem Bügel 11 heraus, und letzterer kann ungehindert aus der Kröpfung herausgezogen werden. In der Offenlage nach Fig. 4 bleibt der Verschluß in bekannter Weise gesichert, indem das Sperrstück 5 sich auf die Spitze des gekanteten Schlüsselbartes stützt. Der Warzenansatz 10 sitzt nun in seiner anderen Endstellung und verhindert eine unnötige weitere Drehung des Schlüssels. Um den offenen Verschluß nach Fig. 4 zu schließen, genügt es, den Griff des Schlüssels aus dieser Stellung umzulegen. Dabei tritt sein Bart 9 wieder in die Kröpfung, das hochgekippte Sperrstück 5 wird durch die auf sie wirkende Blattfeder 3 wieder nach unten gedrückt und greift mit seinem Sperrzahn 4 wieder in den Verschlußbügel ein.
Die kippbare Lagerung des Sperrstückes 5 kann auch auf andere Weise bewerkstelligt werden, ebenso kann auch die Form und Befestigung der Blattfeder eine verschiedene sein.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Gamaschen Verschluß nach Patent 271145, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrfeder jenes Verschlusses ersetzt ist durch eine mit dem Sperrzahn (4) ausgestattete, um ihre dem Sperrzahn gegenüberliegende Längskante kippbar auf der Versteifungsschiene (1) gelagerte Platte (5), die zwecks Auslösens des Sperrzahnes mittels des in bekannter Weise in der Kröpfung der Versteifungsschiene gelagerten Schlüs-. sels (8) um die erwähnte Längskante gekippt werden kann und nach Rückdrehung des
    Schlüssels durch eine an der Versteifungsschiene befestigte Blattfeder (3) wieder in die Sperrlage niedergekippt wird.
  2. 2. Ausführungsform des Gamaschenverschlusses nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Sperrzahn (4) ausgestattete Platte (5) in bekannter Weise mit hakenartigen, seitwärts gerichteten Ansätzen (6, 7) versehen ist, mit denen sie durch einen in der Versteifungsschiene vorgesehenen Schlitz und in die Schienenkröpfung eingreift, und daß ferner die Platte an dem den Sperrzahn tragenden Ende von dem umgebogenen Rande der Blattfeder (3) umfaßt wird. '
  3. 3. Ausführungsform des Gamaschenverschlusses nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Schlüssel (8) als ·. rückwärtige Fortsetzung des Bartes (9) ein warzenförmiger Ansatz (10) gebildet ist, welcher in einer Schlitzaussparung der Schienenkröpfung sich dreht und durch Anschlagen in derselben die Drehung des Schlüssels begrenzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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