DE277178C - - Google Patents

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DE277178C
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trap cell
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/34Shuttle changing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 277178 KLASSE 86 c. GRUPPE
. DESIDERIUS SCHATZ in ZITTAU i. Sa.
Zusatz zu den Patenten 265510 und 268577.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Oktober 1913 ab. Längste Dauer: 13. Februar 1927.
Haupt- und Zusatzpatent zeigen die Anordnung der Vorrichtung zum Auswechseln des Schützens bei Webstühlen mit feststehendem Schützenmagazin und zweizeiligem Schützenkästen, dessen Arbeitszelle erweiterbar ist, bei Oberschlägern. Für Unterschläger sind die dargestellten und beschriebenen Vorrichtungen nicht ohne weiteres verwendbar, denn sie würden mindestens die Verlegung der Schlagstöcke außerhalb der Schützenkästen, vor oder hinter dieselben, erforderlich machen. Eine solche Verlegung der Schlagstöcke ergibt aber ungeschickte und praktisch nachteilige, schwere Pickerkonstruktionen. Deshalb schlägt die vorliegende Erfindung einen anderen, eigenartigen Weg ein, um die Übertragung der durch das Haupt- und Zusatzpatent geschützten Erfindung auch auf Unterschläger ohne erhebliche Änderung der Stuhlkonstruktion zu ermöglichen, so daß die Vorrichtung auch an vorhandenen Unterschlägern ohne weiteres angebracht werden kann.
Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß die Fangzelle nicht mehr fest, sondern quer beweglich derart unter der Arbeitszelle des Schützenkastens angeordnet ist, daß sie während des Ganges des Stuhles sich außerhalb der Bahn des Schlagstockes befindet und erst im Augenblick der Schützenauswechselung, beim Heben des Schützenkastens, in die Bahn des Schlagstockes gebracht wird, aus der sie 35
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sich beim Senken des Schützenkastens wieder entfernt.
Dieser Erfindungsgedanke läßt sich in mannigfacher Weise verwirklichen.
In der Zeichnung sind beispielsweise drei verschiedene Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Bei allen Ausführungsformen ist, wie beim Hauptpatente 265510, die zwecks Erweiterung der Arbeitszelle 2 querbeweglich angeordnete und federnd in die Arbeitsstellung gedrängte Vorderwand derselben fest mit deren verbreitertem Boden verbunden, und gemäß dem Zusatzpatente erfolgt die Querverschiebung des Arbeitszellenbodens mit der Zellenvorderwand 28 in beiderlei Sinne zwangläufig durch Schubkurven α, mit denen der Zellenboden paarschlüssig verbunden ist und die an der Lade fest derart angeordnet sind, daß sie beim Heben und Senken des zweizeiligen Schützenkastens die entsprechende Verschiebung des Zellenbodens mit der Vorderwand bewirken. Die verschobene Vorderwand bewirkt dann die Auslösung des jeweils untersten Schützens im Magazin, der in die erweiterte Arbeitszelle einfällt, wobei die Schützenkastenzunge 79 der Arbeitszelle zurückgedrängt ist, so daß sie dem einfallenden Schützen kein Hindernis bietet. Das Heben und Senken des zweizeiligen Schützenkastens erfolgt beispielsweise in der im Zusatzpatent 268577 beschriebenen und dargestellten Weise, wenn die Aus-
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wechselung des Schützens bei Fadenbrucli oder Erschöpfung der Schußspule erfolgen soll.
Abweichend vom Haupt- und Zusatzpatent ist lediglich die Anordnung und Einrichtung der Fangzelle 3.
Von der ersten Ausführungsform zeigt
Fi*g. ι eine Seitenansicht teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Vorderansicht der Stuhlseite, auf welcher der zweizeilige Schützenkasten sich befindet.
Fig. 3 ist ein vergrößerter, senkrechter Querschnitt durch den zweizeiligen Schützenkasten, und
Fig. 4 ein Grundriß dazu.
Fig. 5 zeigt die Fangzelle für sich allein schaubildlich, und
Fig. 6 einen wagerechten Längsschnitt durch das äußere Ende der Fangzelle.
Die zweite Ausführungsform ist in
Fig. 7 in senkrechtem Schnitt durch den zweizeiligen Schützenkasten, und in
Fig. 8 in teilweiser Vorderansicht nach Entfernung des deckenden Teiles der Lade dargestellt, während
Fig. 9 von der dritten Ausführungsform einen senkrechten Schnitt durch den zweizeiligen Schützenkasten zeigt.
Bei der ersten Ausführungsform ist die Fangzelle 3 in Führungen 82, die unterhalb der Arbeitszelle an den Führungsstangen 4 des zweizeiligen Schützenkastens angeordnet sind, mit entsprechenden Führungsschienen 83 wagerecht geführt. " In die Führungsschienen 83 greifen die Arme 84 von Winkelhebeln 84, 85 ein, deren Drehzapfen 86 sich an den Führungsschienen 4 des Schützenkastens befinden, und deren Arme 85 in Leitschlitze 87, die an der Lade befestigt sind, dauernd eingreifen.
Wird jetzt beim Auswechseln des Schützens der zweizeilige Schützenkasten gehoben, so machen die Drehzapfen 86 diese Hubbewegung mit, während die Enden der Arme 85 der Winkelhebel 84, 85 durch die Leitschlitze 87 zurückgehalten werden. Dadurch ergibt sich eine Drehung der Winkelhebel 84, 85 im Sinne der Bewegung der Fangzelle 3 in die Aufnahmestellung unter die Arbeitszelle (Fig. 3). Der von der anderen Seite abgeschossene, auszuwechselnde Schützen gelangt infolgedessen in die eingestellte Fangzelle 3. Gleichzeitig nimmt in der bekannten Weise die erweiterte Arbeitszelle den neuen Schützen aus dem Magazin auf, und der zweizeilige Schützenkasten senkt sich wieder, bevor der Schlag auf derWechselseite erfolgt. Bei dieser Senkung erfahren infolge Mitsenkens der Drehzapfen 86 die Winkelhebel 84, 85 durch Vermittelung des Leitschlitzes 87 eine Drehung im umgekehrten Sinne wie vorher, wodurch die Fangzelle 3 mit dem in ihr befindlichen, ausgewechselten Schützen aus dem Bereiche des Schlagstockes 5 in die Stellung Fig. 1 zurückverschoben wird. Die Bahn des Schlagstockes 5 ist nunmehr für den Schützenschlag auf dieser Stuhlseite wieder frei, und der in der Fangzelle 3 befindliche Schützen fällt durch den offenen Boden der Fangzelle heraus.
Der Picker des zweizeiligen Schützenkastens bleibt dauernd in der Arbeitszelle, macht also deren Auf- und Abbewegung mit.
Die Fangzelle besitzt im wesentlichen viereckigen Querschnitt. Die obere und die Vorderwand sind voll. Unten ist die Zelle offen.
Als vorläufige Rast für den in die Fangzelle eingetretenen Schützen ragt eine an den Führungsstangen 4 befestigte Schiene 31 unter der Rückwand der in der Aufnahmestellung befindlichen Fangzelle 3 in diese hinein, wie die Fig. 4 und 5 es zeigen. Zum sicheren Festhalten des Schützens in der Fangzelle dient, wie gewöhnlich, eine besondere Schützenkastenzunge. Während diese aber sonst in der Fangzelle selbst angeordnet ist, also dauernd in deren inneres hineinragt, ist sie gemäß der Erfindung außerhalb der Fangzelle befestigt. Sie tritt durch eine entsprechende Durchbrechung 95 der Fangzellenrückwand erst dann in die Fangzelle ein, wenn diese in die Aufnahmestellung (Fig. 3 und 4) bewegt wird, so daß sie in der Aufnahmestellung der Fangzelle den eingetretenen Schützen gegen die Vorderwand der Fangzelle drängen und abbremsen kann.
Außerdem kann die Fangzelle, wie Fig. 6 es zeigt, noch einen federnden Puffer 89 zum Auffangen des eingetretenen Schützens erhalten. Dieser Puffer besteht beispielsweise aus einem unter der Einwirkung einer Feder 90 stehenden Winkelhebel 91, 92, der um einen an der Vorderwand der Fangzelle 3 befestigten Bolzen 93 drehbar ist und mit seinem Arme 92, der das Auffangpolster 89 trägt, in die Fangzelle 3 hineinragt. Die Beweglichkeit des Puffers ist durch einen festen Anschlag 94 im Innern der Fangzelle begrenzt.
Bei der zweiten Ausführungsform (Fig. 7 und 8) befindet sich die wagerechte Führung für die Fangzelle 3 am Boden der Arbeitszelle 2. Diese besitzt an ihrem Boden Falze 96, in welche die Fangzelle mit entsprechenden Vorsprüngen 97 an ihrem Ende eingreift (Fig. 8). Der Winkelhebel 84, 85 zur Querverschiebung der Fangzelle 3 greift mit seinem Arme 84 unmittelbar an der Fangzellenvorderwand an, während der Arm 85, wie beim ersten Ausführungsbeispiele, in einen an der Lade festen Leitschlitz 87 eingreift und die Drehzapfen 86 der Winkelhebel 84, 85 an Armen 98 an den Führungsstangen 4 des zweizeiligen Schützenkastens befestigt sind.
Die Wirkungsweise ist hier genau dieselbe wie bei der ersten Ausführungsform.
Die dritte Ausführungsform unterscheidet sich von den beiden vorbeschriebenen dadurch, daß die Arbeitszelle 3 nicht mehr querverschiebbar, sondern querschwingbar angeordnet ist. Sie schwingt um Zapfen 86 an Armen 98, die fest an den Führungsstangen 4 des zweizeiligen Schützenkastens sind, und ist fest mit Armen 85 verbunden, deren Enden sich in den Leitschlitzen 87 führen.
Die Wirkungsweise ist auch hier dieselbe wie bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel. Beim Heben des zweizeiligen Schützenkastens wird die Fangzelle 3 in die in Fig. 9 punktierte Aufnahmestellung gehoben und gedreht, während sie beim Senken des zweizeiligen Schützenkastens wieder in ihre gewöhnliche Stellung außerhalb der Bahn des Schlagstockes zurückgesenkt und -gedreht wird. Diese Stellung ist in Fig. 9 ausgezogen.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
  2. i. Vorrichtung zum Auswechseln des Schützens bei Webstühlen mit feststehendem Schützenmagazin und zweizeiligem Schützenkasten nach Patent 265510 und Zusatzpatent 268577, dadurch gekennzeichnet, daß für Unterschläger die Fangzelle (3) querbeweglich angeordnet ist und beim Senken des zweizeiligen Schützenkastens aus der Bahn des Schlagstockes (S), beim Heben des zweizeiligen Schützenkastens aber.in die Aufnahmestellung bewegt wird. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher für die Fangzelle eine besondere Schützenkastenzunge vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die besondere Schützenkastenzunge (88) für die Fangzelle außerhalb dieser angeordnet ist und erst bei in die Aufnahmestellung bewegter Fangzelle in diese eintritt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als vorläufiges Auflager für den in die in der Aufnahmestellung befindliche Fangzelle eintretenden Schützen eine an der Kastenrückwand befestigte, in der Aufnahmestellung der Fangzelle in diese hineinragende Schiene (31) dient.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fangzelle, zwangläufig geführt, querverschiebbar angeordnet ist und ihre Bewegung durch Winkelhebel (84, 85) erhält, deren Drehzapfen an den Führungsstangen (4) des zweizeiligen Schützenkastens angeordnet sind, während die Enden der Arme (85) sich beim Heben und Senken des zweizelligen Schützenkastens in an der Lade befestigten Leitschlitzen (87) führen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fangzelle (3) um eine Längsachse (86) an den Führungsstangen (4) des zweizeiligen Schützenkastens drehbar angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Picker für den zweizeiligen Schützenkasten dauernd in der Arbeitszelle verbleibt, also deren Hebung und Senkung mitmacht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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