DE276156C - - Google Patents

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DE276156C
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brush
treadmill
fruits
fruit
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23NMACHINES OR APPARATUS FOR TREATING HARVESTED FRUIT, VEGETABLES OR FLOWER BULBS IN BULK, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PEELING VEGETABLES OR FRUIT IN BULK; APPARATUS FOR PREPARING ANIMAL FEEDING- STUFFS
    • A23N12/00Machines for cleaning, blanching, drying or roasting fruits or vegetables, e.g. coffee, cocoa, nuts
    • A23N12/02Machines for cleaning, blanching, drying or roasting fruits or vegetables, e.g. coffee, cocoa, nuts for washing or blanching

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVe 276156 -KLASSE 45 e. GRUPPE
und ähnlichen Waren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. September 1912 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von Früchten, Gemüsen, Sämereien, Knollen und ähnlichen Waren, bei welcher die zu reinigenden Früchte bei ihrer Fortbewegung über ein endloses Laufband der Wirkung von beweglichen Bürsten ausgesetzt werden. Außer Reinigungsvorrichtungen, bei welchen die Früchte auf einem endlosen Laufband unter feststehenden Bürsten vorbeibewegt
ίο werden, sind auch schon Vorrichtungen mit beweglichen Bürsten bekannt, bei welchen diese Bürsten als gegenläufiges Bürstenband angeordnet sind, das zu dem schräg nach abwärts gerichteten Förderband parallel nach oben läuft.
Demgegenüber ist die vorliegende Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß über dem nach einer Richtung beweglichen Förderband eine rasch hin und her gehende Bürste angeordnet ist. Dies hat den wesentlichen Vorteil, daß die langsam unter der hin und her gehenden Bürste fortbewegten Früchte von beiden Seiten wechselweise der Einwirkung der Borsten ausgesetzt sind. Dies gibt eine bessere Bürstwirkung, weil die Borsten den auf der Oberfläche der Früchte haftenden Schmutz wechselweise von zwei verschiedenen Seiten angreifen, so daß dieser leichter abgeht.
Ein weiteres Kennzeichen der vorliegenden Vorrichtung besteht darin, daß unter dem Teil des Laufbandes, über dem sich die Bürste hin und her bewegt, ein mit Querrillen versehenes Bett vorgesehen ist, während gleichzeitig die Borsten der Bürste in Querreihen von abwechselnder Borstenlänge angeordnet sind, wodurch eine wiederholte Umdrehung der Früchte um sich selbst befördert wird.
Ein weiteres Kennzeichen besteht darin, daß der Antrieb für das Förderband von dem Antrieb der hin und her gehenden Bürste unter Einschaltung eines Freilaufgesperres abgeleitet wird, was den Vorteil hat, daß, um ein zeitweiliges besonders nachdrückliches Durchbürsten besonders unreiner Früchte bei stillstehendem Förderband zu ermöglichen, es genügt, die Umdrehungsrichtung der Antriebswelle für die hin und her gehende Bürste umzukehren. Bemerkt der die Maschine Bedienende, daß zeitweise ein Teil besonders stark verunreinigter Früchte auf das Förderband gelangt, so dreht er das Antriebsrad lediglich einige Male nach rückwärts, um dann, sobald die Reinigung erfolgt ist, wieder in der Vorwärtsrichtung weiterzudrehen, bis wieder ein solcher Teil besonders verunreinigter Früchte unter die Bürste gelangt.
Die beschriebene und dargestellte Vorrichtung ist insbesondere zum. Reinigen von Tomaten bestimmt, welche in'der Regel während des Wachstums mit einer Lösung von Kupfersulfat und Kalk besprengt werden, und die infolgedessen beim Pflücken sämtlich hiermit an der Oberfläche besprenkelt sind und in diesem Zustand nicht auf den Markt gebracht
werden können. Die Erfindung ist indessen in ihrer Anwendung nicht etwa auf Tomaten beschränkt, sondern die Vorrichtung kann auch für andere Gemüse, Früchte, Knollen und bestimmte Samen verwendet werden, welche vor dem Marktverkauf eine solche Reinigung erfordern.
Die Zeichnung zeigt die Vorrichtung in Fig. ι im Längsschnitt, und in Fig. 2 im Querschnitt nach der Linie A-A in Fig. 1.
In der Zeichnung ist 1 ein Gehäuse oder Trog aus Holz oder anderem geeigneten Material, welcher innen gepolstert ist, wenn die zu reinigenden Früchte von empfindlicher Beschaffenheit sind, und welcher in einem geeigneten Gestell oder Ständer in dem gewünschten Abstand vom Boden angebracht ist. In dem Trog 1 ist ein endloses, umlaufendes Band 2 aus starkem Kanevas, Segeltuch oder anderem geeigneten Material über Rollen 3 und 4 gespannt, welche auf Wellen 5 bzw. 6 sitzen, die in den Seitenwandungen des Troges gelagert sind. Die Außenfläche dieses laufenden Bandes ist erforderlichenfalls mit einer Oberschicht von gestepptem bzw. wattiertem Stoff versehen, und der Abstand der Rollen ist einstellbar, um nötigenfalls die Spannung des endlosen Bandes einstellen zu können. Oberhalb des Bandes 2 ist eine Bürste 7 angeordnet, welche, von oben gesehen, einen rechteckigen Querschnitt hat und mit Rollen 8 auf Schienen 9 läuft, welche einstellbar an den Seitenwandungen des Troges ι mittels Bolzen 11 befestigt sind, die durch senkrechte Schlitze 10 in der Seitenwand hindurchgehen. An den Enden der Schienen 9 sind federnde Anschläge oder Puffer, wenn nötig, vorgesehen. Die Borsten der Bürste 7 sind entsprechend den zu reinigenden Früchten, Knollen usw. weich oder mehr und weniger hart. An der Oberseite der Bürste 7 ist ein Bügel 12 befestigt, an welchen eine Kuppelstange 13 angreift, welche den Bügel mit einer Kurbelwelle 14 verbindet, die in Lagern am oberen Gestell 15 gelagert und mit Schwungrad 16 und Handgriff 17 versehen ist, wenn der Antrieb von Hand erfolgt. Auf der Kurbelwelle 14 neben dem Schwungrad 16 läuft ein Kettenrad i6fl, dessen Nabe mit einem Freilaufgesperre (Klinkenoder Rollenklemmgesperre) geeigneter bekannter Bauart, wie bei den Fahrradfreilaufnaben, versehen ist. Eine Kette 18 überträgt die Umdrehung der Welle 14 in der Vorwärtsrichtung von dem dann durch das Freilaufgesperre mitgenommenen Kettenrad auf ein zweites Kettenrad 19, das auf der Welle 5 befestigt ist, wodurch das endlose Band 2 in Umlauf gesetzt wird. Am anderen Ende der Kurbelwelle 14 ist ein Kettenrad 20 aufgekeilt. Von diesem Kettenrad wird in geeigneter, nicht dargestellter Weise mittels weiterer Kettenräder und Ketten 20, 21, 22, 24 und 25 der Antrieb der Siebe für die gebürsteten Früchte abgeleitet. 26 ist ein in geeigneter Weise ausgepolsterter Aufgabetrichter, welcher abnehmbar am Trog 1 befestigt ist und in welchen die zu reinigenden Früchte eingebracht werden. Eine schiefe, ebenfalls gepolsterte Ebene 27 führt von dem Boden des Trichters auf das Laufband. Auf der Welle 30 sitzt eine umlaufende Bürste 31, welche dazu dient, die Früchte gleichmäßig auszubreiten, ehe sie auf das Laufband gelangen. Parallel zur Ro Ue 3, und gegen das Laufband 2 anliegend, ist eine feststehende Bürste 32 angeordnet, welche einstellbar in einer beweglichen Mulde 33 gelagert ist und dazu dient, von dem Laufband 2 die Unreinigkeiten zu entfernen, die beim Durchgang der Früchte von diesen abgebürstet werden.
Eine gepolsterte schräge Platte 34, auf welche die Früchte von dem Laufband 2 abgegeben werden, ist oberhalb der Mulde 33 angeordnet und hat eine Verlängerung 35 aus Leder oder anderem nachgiebigen Stoff, welche in eine abnehmbare Rinne 36 überhängt, die dazu dient, die gereinigten Früchte aufzunehmen und sie der Sortiervorrichtung zu übergeben. Die biegsame Verlängerung 35 aus Leder o. dgl. dämpft den Fall der Früchte, welche die schräge Platte 34 herabrollen, und verhindert so, daß reife und weiche Früchte o. dgl. beim Fallen in die Rinne 36 Stoßflecke bekommen.
Damit die ganze Oberfläche jeder Frucht der Wirkung der Bürste 7 ausgesetzt wird, ist ein quergeripptes Bett 37 aus Eisenblech oder anderem geeigneten Material, unterhalb und dicht anliegend an dem oberen Trum des Laufbandes 2, angeordnet, und, wie weiter aus der Zeichnung ersichtlich, sind die Borsten der Bürste 7 in Querreihen angeordnet, in denen die Borsten wechselweise eine verschiedene Länge haben. Die Wirkung dieser An-Ordnung ist, daß jede Frucht während ihres Durchganges mehrmals um sich selber gedreht wird und auf diese Weise ihre ganze Oberfläche abgebürstet wird. Gewünsch tenf alls kann jede einzelne Borstenreihe der Bürste in einem Rahmen 0. dgl. nach rückwärts herausnehmbar eingesetzt sein. Unter dem Laufband 2 ist ein bewegliches Sortiersieb 38 mit Maschen 40 auf Querschienen 39 gelagert, welches dazu dient, die gereinigten Früchte, beispielsweise in drei Größen, zu sortieren. Vorhänge 41, 42 aus geeignetem Stoff trennen die benachbarten Gruppen der Maschenöffnungen des Siebes, um den Durchgang der Früchte zu verzögern und eine richtige Sortierung zu gewährleisten. Um zu verhindern, daß Früchte von unregelmäßiger Gestalt die Öffnungen des
Siebes 38 verstopfen, ist ein Paar Rollen 51 in einem Rahmen 52, 53 vorgesehen, welche in leichter Berührung mit der Unterseite des Siebes stehen und quer zu dem Sieb bewegt werden können. Rinnen 60, 61, 62, 63, 64, 65 und 69 geben die sortierten Früchte in Rinnen oder Kästen 66, 67 und 68 ab.
Die Gebrauchsweise der Vorrichtung ist folgende: Durch Drehen des Handrades 16 in
ίο der Vorwärtsrichtung wird die Kurbelwelle 14 in Umdrehung gesetzt und infolgedessen die Bürste 7 hin und her geführt, während gleichzeitig das endlose Laufband 2 mittels der Triebe i6a, 18 und 19 in Umlauf gesetzt wird und das Sortiersieb und dessen Reinigungsrollen mittels der Triebe 20, 21, 22, 24, 25 hin und her bewegt werden.
Ergibt sich, daß die zu behandelnden Früchte o. dgl. einer besonders starken Abbürstung bedürfen, so wird, wenn sich auf dem Laufband 2 eine genügende Menge erstmals angesammelt hat, das Handrad 16 in umgekehrter Richtung, also nach rückwärts, gedreht, wo-, durch infolge der Einschaltung des Freilaufgesperres in die Nabe des Triebes i6a die Umdrehung des Handrades und der Kurbelwelle 14 nicht mehr auf das Laufband 2 übertragen wird, während die Bürste 7 weiter hin und her geführt wird. Die Früchte werden dann bei stillstehendem Laufband um und um gedreht und verschiedene Male durchgebürstet. Sobald dieses Durchbürsten in genügendem Maße stattgefunden hat, wird das Handrad 16 wieder in der Vorwärtsrichtung gedreht und damit auch das Laufband 2 wieder in Bewegung gesetzt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Reinigen von Früchten, Gemüsen, Sämereien, Knollen und ahnliehen Waren, bei welcher die zu reinigenden Früchte bei ihrer Fortbewegung über ein endloses Laufband der Wirkung von beweglichen Bürsten ausgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß über dem nach einer Richtung beweglichen Förderband eine rasch hin und her gehende Bürste angeordnet ist, so daß die langsamer unter derselben fortbewegten Früchte der Bürstwirkung wechselweise von zwei verschiedenen Seiten ausgesetzt werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Teil des Laufbandes, über welchem sich die Bürste hin und her bewegt, ein mit Querrillen versehenes Bett vorgesehen ist, während die Borsten der Bürste in Querreihen mit abwechselnd verschiedener Borstenlänge angeordnet sind, so daß hierdurch die wiederholte Umdrehung der Früchte um sich selbst befördert wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Antrieb der hin und her gehenden Bürste und dem Antrieb des Förderbandes ein Freilaufgesperre eingeschaltet ist, so daß lediglich durch Drehen des Antriebsrades für die Bürste in umgekehrter Richtung das Laufband stillgesetzt werden kann, um ein verstärktes Durchbürsten der Früchte bei stillstehendem Laufband vornehmen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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