DE275877C - - Google Patents
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- DE275877C DE275877C DENDAT275877D DE275877DA DE275877C DE 275877 C DE275877 C DE 275877C DE NDAT275877 D DENDAT275877 D DE NDAT275877D DE 275877D A DE275877D A DE 275877DA DE 275877 C DE275877 C DE 275877C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B23/00—Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
- A43B23/08—Heel stiffeners; Toe stiffeners
- A43B23/081—Toe stiffeners
- A43B23/086—Toe stiffeners made of impregnated fabrics, plastics or the like
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
·- M 275877 KLASSE 71 a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. November 1913 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfah- j ren zum Ausbessern von Vorderkappen aus
Leder von Schuhwerk, insbesondere solcher von Kinderschuhwerk. ■
Es ist bereits bekannt, lederne Schuhvorderkappen, die infolge Durchschleißens ersatzbedürftig
waren, vom Schuh loszutrennen und ein passendes Stück Leder an das Oberleder anzusteppen. Danach brachte man einen Leisten
in den Schuh, zwickte das Kappenleder, um und nagelte selbiges an die Brandsohle
fest, worauf wieder Rahmen und Sohle befestigt wurde.
Dieses Arbeitsverfahren war umständlich im Schuhmacherhandwerk und bedurfte viel Geschick,
Zeit und Kosten. Man hat daher auch schon vorgeschlagen, die ausbesserungsbedürftigen
Stellen von Lederkappen mit einer plastischen allmählich erhärtenden Masse auszufüllen.
Das neue Verfahren zum Ausbessern der Vorderkappen besteht im Gegensatz zum bekannten darin, daß nach dem Ausfüllen der
in die Vorderkappe eingeschlissenen Löcher mittels eines Wattepfropfens und einer plastisehen
erhärtenden Masse zunächst die Fuge zwischen der aufgerauhten Vorderkappe und der Sohle aufgeweitet wird. Hierauf wird die
alte Vorderkappe nach dem Bestreichen mit einer Klebemasse mit einem in die aufgeweitete
Fuge gepreßten Stoffstück umkleidet, welches schließlich noch mit einer plastischen, allmählich erstarrenden Masse bedeckt wird. Dieses
neue Verfahren ist gegenüber demjenigen zum Ersetzen der Schuhspitzen einfacher und billiger
auszuführen. Es ist ferner keine Nähmaschine zum Ansteppen des Kappenleders 40
erforderlich. Ist die Spitze wieder durchgeschlissen, dann wird die nachstehend angegebene
Masse in bekannter Weise auf das Abgeschlissene aufgebracht, die sich fest mit dem vorhandenen Auftrag aus erster Herstellung
verbindet.
Gegenüber dem bekannten Verfahren zum Ausbessern des Schuhwerkes hat das vorliegende
den Vorteil, daß die in das durchgeschlissene Loch eingebrachte Masse infolge der Einbringung der Watte am Leisten nicht
ankleben kann.
Die Ausbesserung der Schuh vor derkappe geschieht in folgender Weise: In den mit einer
ausbesserungsbedürftigen Vorderkappe versehenen Schuh wird zunächst ein Leisten gebracht,
dann der Rahmen und die Sohle mit einem Spitzknochen vom Oberleder abgedrückt, damit
die Fuge, so weit wie die Kappe reicht, erweitert wird. Hierauf wird das Oberleder in
bekannter Weise, etwa mit einer Raspel, gerauht, damit die neue Spitze gut ankleben
kann.
Zum Ausfüllen der Löcher verwendet man an sich bekannte teigartige, wasserfeste Masse
aus geeigneten Stoffen, wie etwa Zelluloid, Kautschuk oder ähnlichen Stoffen. Eine brauchbare
Masse besteht aus teigartig aufgelöstem Zelluloid. Das eingeschlissene, ausbesserungsbedürftige
Spitzenloch füllt man mit Watte und hierauf mit der Masse aus, damit die Spitze die ehemalige runde, volle Form wiederbekommt.
Jetzt streicht man die teigartige Masse auf die aufgerauhte Spitze und in die aufgeweitete Fuge hinein; unmittelbar darauf
preßt man ein passend geschnittenes Stück
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70
Stoff oder eine Schweinsblase o. dgl. auf die plastische Masse. Der Stoff kann gegebenenfalls
an dem inneren Spitzenrande mit einigen Nägeln provisorisch angeheftet werden, damit
er beim Verarbeiten nicht verrutscht. Mit einem Messerrücken oder Spitzknochen drückt
man jetzt den Stoff in die dazu aufgeweitete Fuge hinein und schneidet denselben dort ab.
Weil ein Material, wie Stoff usw., sich besser
ίο als Leder zu dem ovalen Formen der Spitze
eignet, so entstehen keine Falten in der Schuhspitze, wie es beim Leder der Fall ist. Jetzt
bringt man von derselben teigartigen Masse eine etwa */4 cm dicke Schicht auf den Stoff,
welche bekanntlich beim Trocknen dünner wird; man bläst einen Augenblick auf die
Masse, wodurch die Klebkraft an der Oberfläche entschwindet und tupft selbige mit den
Fingern oder Handballen gleichmäßig glatt an.
Nachdem drückt man die Schicht mit einem Messerrücken in die aufgeweitete Fuge hinein
und läßt sie trocknen. Danach bildet die Auflage, welche durch den dazwischen lagernden
Stoffstreifen zusammengehalten und verstärkt wird, mit dem Oberleder ein festes,
elastisches Ganzes, welches schön glatt und wie umgezwickt aussieht. Will man die Spitze
irgendwo stärker machen, so bringt man die Auflage etwas dicker auf. Die ganze Arbeit
wird unmittelbar hintereinander ausgeführt und kommt hauptsächlich bei Kinderschuhen
sehr häufig vor. Sowohl für schwarze wie für andersfarbige Schuhe ist dies Verfahren geeignet.
Claims (1)
- 35 Patent-An Spruch:Verfahren zum Ausbessern von Schuhvorderkappen aus Leder, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ausfüllen der in die Vorderkappe eingeschlissenen Löcher mittels eines Wattepfropfens und einer plastischen Masse die Fuge zwischen der aufgerauhten Vorderkappe und der Sohle aufgeweitet wird, worauf die Kappe nach dem Bestreichen mit Klebstoff mit einem in die Fuge zwischen Sohle und Kappe hineingepreßten Stoff stück umkleidet wird, welches dann mit einer plastischen, allmählich erhärtenden Masse bestrichen wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE275877C true DE275877C (de) |
Family
ID=532129
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT275877D Active DE275877C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE275877C (de) |
-
0
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