DE27547C - Verfahren und Einrichtung zum Brennen von Kaffeebohnen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Brennen von Kaffeebohnen

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DE27547C
DE27547C DENDAT27547D DE27547DA DE27547C DE 27547 C DE27547 C DE 27547C DE NDAT27547 D DENDAT27547 D DE NDAT27547D DE 27547D A DE27547D A DE 27547DA DE 27547 C DE27547 C DE 27547C
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DE
Germany
Prior art keywords
drum
beans
coffee
carbonic acid
roasting
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT27547D
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English (en)
Original Assignee
E. MÖLLER in Kopenhagen
Publication of DE27547C publication Critical patent/DE27547C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/04Methods of roasting coffee
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23NMACHINES OR APPARATUS FOR TREATING HARVESTED FRUIT, VEGETABLES OR FLOWER BULBS IN BULK, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PEELING VEGETABLES OR FRUIT IN BULK; APPARATUS FOR PREPARING ANIMAL FEEDING- STUFFS
    • A23N12/00Machines for cleaning, blanching, drying or roasting fruits or vegetables, e.g. coffee, cocoa, nuts
    • A23N12/08Machines for cleaning, blanching, drying or roasting fruits or vegetables, e.g. coffee, cocoa, nuts for drying or roasting
    • A23N12/10Rotary roasters

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 82:
Bei dem seither benutzten Verfahren des Kaffeebrennens, bei welchem die atmosphärische Luft freien Zutritt hat, geht ein grofser Theil des Kaffeearomas und Coffeüns, sowie der im Kaffee enthaltenen fetten OeIe durch den Zutritt des atmosphärischen Sauerstoffes verloren. Dieser Sauerstoffzutritt, der namentlich durch die Gerbsäure des Kaffees befördert wird, veranlafst eine Ueberhitzung der Kaffeebohnen, wodurch ein Theil der fetten OeIe und des Coffe'ins verflüchtigt wird.
Besonders entwickelt sich bei Zersetzung der fetten OeIe das nachtheilig auf den Geschmack des Kaffees wirkende Akrolein. Bei dem vorstehenden Verfahren wird der nachtheilige Sauerstoffzutritt dadurch vermieden, dafs der letzte Theil des Brennens und der erste Theil des Abkühlens der gebrannten Bohnen in einer Kohlensäure-Atmosphäre vorgenommen wird. Vor dem eigentlichen Brennen werden die Bohnen zuerst unter beständigem Luftzug bei schwacher Erwärmung in einer geschlossenen rotirenden Trommel getrocknet. Die bei diesem Trocknen oder Anfang des Brennens entweichenden Dämpfe verschiedener Art werden zweckmäfsigerweise aufgefangen und, nachdem ihr Wassergehalt durch Condensation entfernt ist, fertiggebrannten Kaffee oder Kaffeesurrogaten zur Erhöhung des Wohlgeschmacks zugeführt.
Wenn die Temperatur in der erwähnten Trommel nach und nach einen höheren Grad erreicht hat, wird der Luftzutritt zum Innern desselben abgesperrt und während des übrigen Brennens ein Kohlensäurestrom durch dieselbe geleitet. Danach werden die Bohnen, mit Ausschlufs der atmosphärischen Luft, in einen mit Kohlensäure gefüllten Kühlapparat gebracht, worin dieselben so lange verbleiben, bis die vorgeschrittene Abkühlung die Einwirkung der atmosphärischen Luft ohne Nachtheil gestattet. Die vorerwähnte Trommel ist zur theilweisen und der Kühlapparat zur vollständigen Trennung der Hülsen etc. von den Bohnen eingerichtet.
Auf beiliegender Zeichnung sind die zu diesem Verfahren erforderlichen Apparate dargestellt. Fig. ι und 2 zeigen die Trommel zum Kaffeebrennen im Quer- und Längenschnitt, und zwar in Fig. ι in Verbindung mit dem Ofen a. Dieser kann durch Rollen auf Schienen vor- und rückwärts gefahren werden, wogegen das Lagergestell der Trommelachse feststehend ist. Damit die Trommel beim Vorwärtsfahren in den Ofen gelangen kann, ist der obere Theil der Vorderseite desselben aus zwei Thüren oder Klappen c d, die in den Angeln/£· (erstere durch den Handgriff /z) drehbar sind, gebildet. Für die Nabe i der Trommel sind entsprechende Oeffnungen in der Klappe c und den Seitenwänden des Ofens ausgeschnitten. Zwei bewegliche Platten (auf der Zeichnung nicht angegeben) fallen von selbst über diese Oeffnungen und decken dieselben, sobald der Ofen von der Trommel fortgerollt wird, ebenso schieben sich dieselben von selbst zur Seite, sobald der Ofen gegen die Trommel gerollt wird, j ist der Heerd des Ofens, k der Aschenkasten und / das den Rauch fortleitende Rohr. Um die Vor- und Rückwärtsbewegung des Ofens zu gestatten, ist ein Theil des Rohres waagrecht und teleskopartig in einem anderen festen, horizontalen Rohr m verschiebbar. Die Trommel b ist inwendig mit einer Anzahl Röhren η und Flügeln p versehen. Beide Theile erstrecken sich längs der Seitenwand von dem einen Ende der Trommel zu einer durch-
löcherten Scheidewand q am anderen Ende. Die Flügel bilden Schraubenflächen, welche abwechselnd links- und rechtsgängig gerichtet sind, zum Zweck, die nöthige Bewegung in den Kaffeebohnen zwecks gleichmäfsiger Vertheilung der Wärme und Lösung der Hülsen von den Bohnen zu bewirken. Ein Theil der Hülsen passirt durch die Scheidewand q in den Raum r, von wo sie später fortgeschafft werden. Die Röhren η dienen zur Zuleitung der atmosphärischen Luft sowohl als der Kohlensäure zu der Kaffeebohnenmasse in der Trommel. Die Röhren sind abwechselnd auf der vorderen und der hinteren Hälfte ihrer Länge durchbohrt. Durch die eine Abzweigung des Rohres s wird Luft und durch den anderen Zweig Kohlensäure zugeführt, welche durch die hohle Achse / der Trommel b nach dem kleinen Raum hinter der Scheidewand u gelangt, von wo die Röhren η ausgehen. Die Scheidewand u kann übrigens selbst mehr oder minder zur Beförderung des Luft- oder Kohlensäurestromes durchbrochen sein. Der Strom geht von dem Innern der Trommel durch die durchbohrte Scheidewand q und den hohlen Trommelzapfen ν in das hohle Zapfenlager χ und von hier durch das Rohr ζ weiter aus der Maschine heraus. In dem Zapfenlager χ wird die Temperatur der entweichenden Dämpfe und Luftarten durch ein Thermometer w gemessen. Innerhalb des hohlen Zapfens ν ist ein kleinerer, gleichfalls hohler Trommelzapfen y, der in dem gröfseren durch passende Rippen festgehalten wird. Durch den Zapfen y geht eine Sonde ο in die Trommel hinein. Die Sonde endet in einen Löffel, durch welchen eine Probe der in der Trommel enthaltenen Bohnen aufgefangen werden kann. Da nun diese Sonde nach Belieben aus dem Zapfen y gezogen und wieder hineingesetzt werden kann, wird man in den Stand gesetzt, zu jeder Zeit während des Brennens Proben der Bohnen herausnehmen zu können, e1 ist eine Riemscheibe, durch welche die Trommel gedreht wird, und e2 ist eine entsprechende lose Riemscheibe.
Wenn das Brennen beendet ist, wird die Trommel so gestellt, dafs eine Schiebethür b' .derselben nach unten gerichtet ist; der Ofen wird danach von der Trommel zurückgeschoben und ein Kühlapparat, aus dem in Fig. 3 dargestellten länglichen Kasten bestehend, darunter angebracht, so dafs die Trommel genau auf einen am Kasten befindlichen Einlaufstrichter c, wie in durchbrochenen Linien der Fig. 3 angegeben , pafst. Zu diesem Zweck ist der Kasten in der Mitte mit passenden Vorrichtungen zum Heraufziehen, Herumschwenken etc. versehen. Die eine Seite des Trichters c ist zum Herunterklappen eingerichtet. Dieselbe wird vor der Einstellung des Kastens unter der Trommel heruntergeklappt und nach dieser liftstellung wieder heraufgeklappt urid an 4** übrigen Theil des Trichters angehakt. Die (t Endwand desselben ist, wie auf der dargestellt, so gebildet, dafs sie an die wand der Trommel anschliefst, wogegen & andere Endwand ausgeschnitten ist, um an!li*t Seitenwand der Trommel zu passen. Φ Kasten wird vor Anbringung unterhalb Trommel durch auf beiden Seiten Röhren d1 mit Kohlensäure gefüllt. Wenn Kühlapparat auf die richtige Weise unter Trommel angebracht ist, wird eine thür/' über dem Auslauf des Trichters, die Schiebethür b der Trommel zur '
zogen und die Kaffeebohnen dann in den Kühlapparat geschüttet, in welchem sie auf den Mittelboden gy fallen, der aus durchlöchertem Blech oder aus Geflecht besteht.
Das Rohr 1 ist während des ersten Theiles des Abkühlens, nämlich während solches in der Kohlensäure-Atmosphäre geschieht, mit einem Stopfen geschlossen, und dient dann als eine Art Sicherheitsventil. Im Kühlapparat werden die Bohnen vollständig von den Hülsen befreit. Zu diesem Zweck ist der Kasten mit zwei Reihen quer laufender, in passenden gegenseitigen Abständen angebrachter Stamper k1 versehen. Durch Handgriffe I1 wird eine im Kasten befindliche Vorrichtung bewegt, um die Kaffeemasse in fortwährender Bewegung zu erhalten. Die gelösten Hülsen fallen unter den Einsatzboden g', während die Bohnen auf demselben verbleiben. Die eine Endwand des Kastens bildet eine Schiebethür zur Herausnahme beider Theile.

Claims (2)

.Patent-An Sprüche:
1. Das Verfahren, Kaffeebohnen zum Schlufs des Röstprocesses und zu Anfang des Ktihlprocesses in einer Kohlensäure-Atmosphäre unter Ausschlufs der atmosphärischen Luft zu behandeln.
2. Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Rösttrommel mit verschiebbarem Ofen zur Durchführung des in Anspruch 1. erwähnten Verfahrens, erstere im wesentlichen . bestehend aus der mit hohler Achse versehenen Trommel, den Zuleitungsrohren η s für die Kohlensäure und für die Luft, dem Siebboden am hinteren Ende und dem mit der hohlen Achse communicirenden Abzugskanal χ ζ.
3· Der in Fig. 3 dargestellte Kühlapparat, im wesentlichen bestehend aus einem geschlossenen Behälter, welcher, mit Kohlensäure gefüllt, unterhalb der Rösttrommel placirt wird und mit einem abschliefsbaren Verbindungstrichter für die Rösttrommel versehen ist, sowie einen durchlöcherten Doppelboden für die Trennung der Hülsen von den Bohnen besitzt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT27547D Verfahren und Einrichtung zum Brennen von Kaffeebohnen Active DE27547C (de)

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DE (1) DE27547C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1011267B (de) * 1955-05-26 1957-06-27 Heimbs & Sohn Verfahren und Vorrichtung zum Roesten von Kaffee, Kaffee-Ersatzmitteln oder anderen Nahrungs- und Genussmitteln im Schwebeverfahren

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1011267B (de) * 1955-05-26 1957-06-27 Heimbs & Sohn Verfahren und Vorrichtung zum Roesten von Kaffee, Kaffee-Ersatzmitteln oder anderen Nahrungs- und Genussmitteln im Schwebeverfahren

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