DE2744C - Verfahren und Apparat zur Herstellung von Eis und zum Abkühlen, Verdunsten und Austrocknen von Substanzen - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Herstellung von Eis und zum Abkühlen, Verdunsten und Austrocknen von SubstanzenInfo
- Publication number
- DE2744C DE2744C DENDAT2744D DE2744DA DE2744C DE 2744 C DE2744 C DE 2744C DE NDAT2744 D DENDAT2744 D DE NDAT2744D DE 2744D A DE2744D A DE 2744DA DE 2744 C DE2744 C DE 2744C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- water
- pump
- steam
- vessel
- cooling
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 18
- 238000001816 cooling Methods 0.000 title description 10
- 239000000126 substance Substances 0.000 title description 9
- 238000001035 drying Methods 0.000 title description 5
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 title description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 62
- 238000010276 construction Methods 0.000 claims description 3
- 238000007710 freezing Methods 0.000 description 6
- 230000008014 freezing Effects 0.000 description 6
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 5
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 description 5
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 3
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 3
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 2
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 2
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 2
- HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N Zinc Chemical compound [Zn] HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- WYTGDNHDOZPMIW-RCBQFDQVSA-N alstonine Natural products C1=CC2=C3C=CC=CC3=NC2=C2N1C[C@H]1[C@H](C)OC=C(C(=O)OC)[C@H]1C2 WYTGDNHDOZPMIW-RCBQFDQVSA-N 0.000 description 1
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 description 1
- 235000013405 beer Nutrition 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 235000013399 edible fruits Nutrition 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 239000011796 hollow space material Substances 0.000 description 1
- 235000015243 ice cream Nutrition 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000012856 packing Methods 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 238000005086 pumping Methods 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 229910052725 zinc Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011701 zinc Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
- F25D—REFRIGERATORS; COLD ROOMS; ICE-BOXES; COOLING OR FREEZING APPARATUS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F25D31/00—Other cooling or freezing apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
Description
1878.
PATENTSCHRIFT
Klasse 17.
ANTHONY GAPPER SOUTHBY in LONDON.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Februar 1878 ab.
Vorliegende Erfindung besteht in der Methode und Apparaten zum Hinwegpumpen der Wasserdünste,
welche durch Beseitigung des atmosphärischen Druckes vom Wasser entstehen, behufs
Herstellung von Eis, zum Abkühlen, Abdampfen und Austrocknen von wasserhaltigen Substanzen. Zu diesem Zwecke wird eine
Pumpe oder Exhaustor angewendet, um das nöthige Vacuum zu erzeugen, den Wasserdunst
fortzusaugen und sodann denselben mit einer gewissen Kraft zu pressen, und wird der Wasserdunst
verhindert, sich in irgend einem Theile der Pumpe oder des Exhaustors zu condensiren,
indem alle mit dem Wasserdampf in Berührung kommenden Theile auf einer solchen Temperatur
erhalten werden, dafs ein Condensiren in denselben nicht möglich ist.
Nach der ersten Pumpe sind noch zwei oder mehr Pumpen angeordnet, um entweder den
Druck so zu erhöhen, dafs ein Entweichen in die Atmosphäre als Wasserdampf erfolgt, oder,
wie in der zweiten, weiter unten erwähnten Methode, die erste Pumpe oder Exhaustor von
dem Druck der Atmosphäre zu befreien. In der ersteren Methode müssen alle Theile der
Pumpe bezw. der Pumpen auf einer Temperatur erhalten werden, welche das Verdichten des
mit ihnen in Berührung kommenden Wasserdampfes verhindert; auch sind die erste und
die folgenden Pumpen in proportionirtem Verhältnifs hergestellt, so dafs es z. B. ermöglicht
ist, dafs der Druck des Wasserdampfes bei der Gefrier-Temperatur ungefähr '/)50 des Druckes
der Atmosphäre ist. Bei Anwendung zweier Pumpen ist die erste Pmpe zur i2'/4-fachen
Comprimirung des Dampfes hergestellt, und die zweite Pumpe von einem Umfange, welcher die
Aufnahme des so comprimirten Dampfes und die fernere 12'/4-fache Compression gestattet,
und so im Verhältnifs, wenn mehr als zwei Pumpen angewendet werden. Die Temperatur,
in welcher die verschiedenen Pumpen bei Erzielung guter Resultate zu erhalten sind, beträgt
43 % ° C.' für die erste Pumpe und die Siedehitze
für die zweite, wenn zwei Pumpen angewendet werden, und dem entsprechend bei einer gröfseren
Anzahl, wie man nach einer Tabelle der elastischen Kraft des Wasserdampfes bei verschiedenem
Wärmegrad und Druck berechnen kann,
Die Pumpen können von jeder beliebigen Construction sein, welche dem Zwecke der Erzeugung
eines hohen Vacuums entspricht; sehr wohl passend sind zwei oder mehr Pumpen, ähnlich der in den Zeichnungen der zweiten
Methode A, Fig. 1, dargestellten ersten Pumpe, in den oben erwähnten Verhältnissen und miteinander
durch Röhren verbunden, das Ganze durch Kurbeln an einer Welle in Bewegung gesetzt,
welche durch genügende Kraft betrieben werden.
Zweite Methode: Der Dampf, nachdem er fortgepumpt und bis zu einem bestimmen Grade
comprimirt worden ist, wie oben beschrieben, wird in einem Condensator verdichtet, welcher
entweder durch Luft oder Wasser in bekannter Weise abgekühlt wird, und wird der Druck der
Atmosphäre von der ersten Pumpe, dem Condensator und den Kanälen durch eine Luftpumpe
entfernt, welche auch dazu dienen kann, das im Condensator verdichtete Wasser zu entfernen,
wenn dies nicht am Schlufs der Operation geschehen soll.
Um diese zweite Methode verständlicher zu machen, und die allgemeine Einrichtung des
ganzen hier beschriebenen Apparates zu zeigen, sind Zeichnungen beiliegend, in welchen Fig. 1
der senkrechte Schnitt eines Apparates zur Ausführung der zweiten Methode ist, unter Anwendung
eines Eisbehälters und eines Röhrengewindes zum Kühlen mit Wasser, welche weiter
unten beschrieben werden, eignet sich das Ganze zur Herstellung von Eis mit Hand oder
kleiner motorischer Kraft. Fig. 2 ist ein Querschnitt 'und Fig. 3 der Grundrifs eines Eisbehälters
für gröfsere Verhältnisse.
A, Fig; i, ist die erste Pumpe zum Fortschaffen
des Dampfes und Comprimiren desselben in einem bestimmten Maafse, z. B. wie oben
gesagt,· 12 1Z5 mal, wodurch bewirkt wird, dafs
er sich leicht im Condensator verdichtet, wenn er sich in einer Temperatur von 41'Z3 0 C. und
62,2 mm Quecksilberdruck befindet. In dieser Pumpe wird der Cylinder B durch eine Verbindungsstange
und Kurbel, welche der Einfachheit halber nicht in der Zeichnung dargestellt sind,
auf- und abbewegt, während der Dampf durch die hohle feststehende Kolbenstange C zugelassen
wird. Am Ende dieser Kolbenstange ist
ein Doppelventil D hergestellt, welches mit dem Durchlafs E für den Dampf versehen ist. F ist
der Kolben, welcher in der Mitte mit einer Durchlafsöfifnung und vergröfsertem hohlen Raum
und an der oberen und unteren Flantsche mit Ventilsitzen versehen ist, gegen welche die
Ventile der Kolbenstange abwechselnd durch die Bewegung des Cylinders B gedrückt werden,
so dafs der Dampf bei den Schlägen nach oben und unten durch Rinnen zugelassen wird, welche
bei G in den Ventilsitzen eingeschnitten sind. Diese Methode des Betriebes der Einlafsventile
ist für zweckmäfsig befunden worden und ist eine Art Betrieb für diese Ventile, besonders
bei kleinen Maschinen, welche mit schnellem Schlage arbeiten, anzurathen, indem die Dichtigkeit
des Wasserdampfes bei der Gefriertemperatur (5 mm Quecksilber) zu klein ist, um ein starkes
Ventil mit der wünschenswerthen Geschwindigkeit zu bewegen. H sind die Austrittsventile,
welche sich selbsttätig bewegen, da es nicht wünschenswerth erscheint, dafs sie sich bewegen,
bis der Druck im Innern des Cylinders demjenigen im Condensator gleichkommt, um Kraftvergeudung
durch Rückwärtsdruck zu vermeiden.
Es bieten sich viele Formen Einlafsventile, z. B. ist bei Anwendung eines oscillirenden
Cylinders die Form der Klappenventile, welche oben aufgehängt werden (gleich den Auslafsventilen
bei JT), passend gefunden worden; die Ventile werden an der oberen und unteren
Seite des Cylinders in der Diagonale so angebracht, dafs sie vermöge ihres eigenen Gewichts
aus ihrem Sitze fallen, sowie der Cylinder zuerst sich nach der einen, alsdann nach der anderen
Seite neigt. Oder es können Schieber mit Getriebe, ähnlich wie bei Dampfmaschinen, angewendet
werden, nur mufs in allen Fällen Sorge getragen werden, die Durchlässe von den Ventilen
zum Cylinder so klein wie möglich herzustellen, ebenso den Raum zwischen dem Kolben und
den Enden des Cylinders am Ende des Hubes.
/ ist die Stopfbüchse für die Kolbenstange, welche luftdicht sein mufs; zu diesem Zwecke
kann die ganze Stopfbüchse in einen Oelbehälter gestellt sein, wie es oft bei den Luftpumpen der
Laboratorien der Fall ist, oder es wird, wie die Zeichnung zeigt, ein kurzes Stück einer vulcanisirten
Kautschukröhre, welche sich eng um die Kolbenstange legt und gut geschmiert wird,
über einer kurzen Düse am Ende des Cylinders befestigt, indem die Kautschukröhre am Ausdehnen
in der Länge durch einen Ring verhindert wird, welcher sich lose um die Kolbenstange
legt und durch kurze Stützen, wie in der Zeichnnng dargestellt, in seiner Lage erhalten
wird; diese Einrichtung hat sich bei fortwährendem Oelen sehr gut bewährt, wenn die Kolbenstange
nicht sehr schnell geht.
Der Cylinder ist, wie die Zeichnungen zeigen, von einem Mantel für heifses Wasser umgeben, behufs
Zuführung derjenigen Wärme, welche nöthig ist, um eine Condensation des Dampfes durch
dessen Zusammenpressen in dem Cylinder zu
verhindern; es wird letztere unterstützt durch die von den Wänden der Röhren c, welche den
Eisbehälter M mit der Pumpe verbinden, absorbirte Hitze und das Wasser in der Schlange O;
es kann die geeignete Temperatur durch Dampf oder Gas erhalten werden.
Die Auslafsröhren sind mit dem Condensator_/
welcher von irgend einer bewährten Construction sein kann, durch die biegsame Kautschukröhre K
verbunden, welche mit Draht überzogen ist. L ist die Luftpumpe, welche einfach wirkend
dargestellt ist. Der atmosphärische Druck auf den Kolben dieser Pumpe hält mit demjenigen,
welcher auf die Kolbenstange der grofsen Pumpe wirkt, das Gewicht des Cylinders des letzteren
im Gleichgewicht, indem die kleine Pumpe den Hub nach unten ausführt, während die grofse
sich nach oben bewegt.
Auf das genaue Passen des Kolbens und der Ventile des grofsen Cylinders dieses Apparates
kann nicht zu grofse Sorgfalt gelegt werden; obgleich die Differenz zwischen dem Druck auf
die Innen- oder Aufsenseite der Pumpe sehr klein ist (ca. 38 bis 76 mm Quecksilber, je nach der
Temperatur des Wassers im Condensator), so ist doch der Dampf so verdünnt, dafs er durch
die geringste Undichtigkeit leicht hindurchzieht. Viele bekannte Arten trahimedische, pneumatische
und Rotationspumpen oder Exhaustoren empfehlen sich zur Erzeugung eines kleinen Differenzdruckes, wie hier verlangt wird; die
ersteren beiden arbeiteten mit einem sehr hohen mittleren Siedepunkte in Gefäfsen, welche dem
Druck der Atmosphäre widerstehen konnten; letztere arbeitete mit grofser Schnelligkeit, um
die Undichtigkeit auf das geringste Maafs zurückzuführen.
Es ist bei dem vorliegenden Apparat zweckmäfsig, zwei Vacuum-Messer zu haben, einen
an der zu den Einlafsventilen führenden Röhre, und hierzu ist der kleine Syphon-Quecksilber-Messer
zweckentsprechend, indem er bei 0,2 anzeigt, wann das Eis entsteht, und durch Höhergehen,
dafs alles Eis gebildet ist, und einem zweiten an der zum Condensator führenden Röhre. Letzterem Zwecke wird einBourdon-Messer
entsprechen.
Behufs Anwendung dieser Erfindung zu verschiedenen Zwecken wird eine Anzahl Apparate
verwendet, welche verschiedenen Anforderungen entsprechen, unter denen folgende Erwähnung
verdienen:
Zur Fabrikation von Eis braucht das Wasser nur in ein Gefäfs gebracht zu werden, welches
dem äufseren Druck der Atmosphäre, widerstehen kann; verbunden mit der Pumpe, wird
das Gefäfs nur so mit Wasser gefüllt, dafs dasselbe nicht in die Pumpe überkocht. Wo
jedoch grofse Eisblöcke verlangt werden, wird folgendem)aafsen verfahren: Ein oder mehrere
Gefäfse (Gefriergefäfs genannt, von der für die Eisblöcke gewünschten Form aus geeignetem
Material, z. B. Zink) werden in ein anderes Gefäfs gestellt, welches mit einer Oeffnung ver-
sehen ist, die grofs genug ist, um das Gefriergefäfs durchzulassen. Diese Oeffnung wird mit
einem vollständig luftdicht passenden Deckel in bekannter Weise verschlossen, und die Wasserdämpfe,
indem sie von dem Gefriergefäfs fortgeführt werden, über die Oberfläche jenes Gefäfses
zur Pumpe geleitet.
Zuweilen wird das Gefrierwasser, ehe es in
das Gefriergefäfs gelassen wird, abgekühlt, indem der kalte Dampf vom Gefriergefäfs über ein
Gefäfs oder Röhren geht, welche es enthalten, oder durch Röhren, welche durch dasselbe hindurchgehen;
das so abgekühlte Wasser kann entweder in Zwischenräumen oder in einem kleinen Strom in das Gefriergefäfs geleitet werden,
oder das in einem Verfahren abgekühlte Wasser kann in einem folgenden Verfahren zur Verwendung
gelangen.
Zuweilen werden die von dem in Eis zu verwandelnden Wasser absorbirte Luft und Gase
mehr oder weniger entfernt, ehe es in das Gefriergefäfs gelassen wird, indem es dem theilweisen
Vacuum unterworfen wird, welches durch die zweite Pumpe oder Luftpumpe in einem geschlossenen
Gefäfs erzeugt wird.
In den Zeichnungen sind diese drei letzten Processe mehr oder weniger in zwei verschiedenen
Apparaten ausgeführt, deren erster, welcher an der vollständigen Maschine angebracht
ist, kleinen Anforderungen entspricht und deren zweiter, in Fig. 2 und 3, gröfseren Anforderungen
Rechnung trägt. In beiden Figuren bezeichnen dieselben Buchstaben gleiche Theile.
M ist das Gefriergefäfs, welches in Fig. 1 aus
Glas, als schlechtem Wärmeleiter, hergestellt ist, in Fig. 2 jedoch aus Metall, das durch die
kalten AVasserdämpfe, die über seine Oberfläche gehen, mittelst des Diaphragma N isolirt wird,
was nur mit dem oberen Theile der Fig. 1 der Fall ist.
N in Fig. 2 ist das Gefäfs mit luftdichtem Deckel / zur Aufnahme des Gefriergefäfses; die
Fuge wird durch einen gewöhnlichen geschmierten Verpackungsring aus Kautschuk dicht gemacht,
während in Fig. 1 das Gefriergefäfs mit dem oberen Theil durch eine kurze Röhre von geschmiertem
Kautschuk verbunden ist, welche um dasselbe herumgelegt ist. Der Weg, welchen der Dampf zur Pumpe nimmt, ist
durch Pfeile angedeutet. O ist eine Kühlschlange zum Abkühlen des in Eis zu verwandelnden
Wassers und ist so angebracht, dafs die Dämpfe über dasselbe hinweggehen; diese
Röhre ist an einem Ende mit dem Wasserbehälter P verbunden und am anderen Ende
mit dem Ventil Q, um den Zutritt von Wasser in das Gefriergefäfs zu reguliren; dieses Ventil
mufs sich direct in das Gefäfs öffnen, ohne dazwischen befindlichen Durchlafs, da er sonst
durch die Bildung von Eis verschlossen wird. Das Gefäfs N kann mit sichtbaren Löchern,
wie bei Vacuumpfannen, versehen werden.
Der Behälter P kann ein verschlossenes Gefäfs sein, von dessen oberem Theil eine Röhre
zur zweiten oder Luftpumpe geht, und in welches das Wasser durch einen Hahn eingelassen
wird.
Bei der Anwendung der Erfindung auf das Abkühlen von Wasser oder wässerigen Lösungen,
z. B. Bierwürzen, können dieselben in ein Gefäfs gethan werden, welches, theilweis angefüllt,
dem äufseren Druck der Atmosphäre zu widerstehen vermag und mit der Pumpe verbunden
ist; die Wasserdämpfe können soweit entzogen werden, bis die gewünschte Temperatur erreicht
ist, oder es kann eine Röhre von genügender Länge in ein ähnliches Gefäfs, welches theilweise
mit Wasser gefüllt ist, gelegt werden, und Wasser kann durch die Röhre geführt werden, um nachher in bekannter Weise zum
Abkühlen benutzt zu werden, oder es können abzukühlende Flüssigkeiten durch die Röhre
geleitet werden; in jedem Falle läfst man am besten das abzukühlende Wasser bezw. die abzukühlende
Flüssigkeit oben am Gefäfs in die Röhre ein- und unten wieder austreten, und giebt der Röhre die Form flacher Spiralgewinde
oder miteinander verbundener Roste, welche in dem Gefäfs horizontal übereinander gelegt
werden, so dafs nur die unteren mit dem das Gefäfs theilweise füllenden Wasser bedeckt sind,
und die Abkühlung des Wassers bezw. der Flüssigkeit in der Röhre durch den Dampf auf
seinem Wege zur Pumpe beginnen, und durch das am unteren Theil des Gefäfses verdunstende
Wasser beendet werden kann; der Gefrierpunkt dieses Wassers im Gefäfs kann durch chemische
Beimischungen in bekannter Weise erniedrigt werden.
In dem Falle der Luftabkühlung kann dieselbe durch Röhren geleitet werden, welche in
einem ähnlichen Gefäfs, wie es zur Abkühlung des Wassers dient und beschrieben ist, befestigt
sind; die Röhren sind in mehr oder weniger senkrechter Lage anzubringen, so dafs Gefäfs
nebst Röhren der Gestalt eines vielröhrigen verticalen Dampfkessels gleichen, in dem die abzukühlende
Luft vorzugsweise in senkrechter Richtung nach unten durch die Röhren geführt wird; wird ein Kältegrad unter dem Gefrierpunkt
gewünscht, so müssen Mittel angewendet werden, z. B. Kratzvorrichtungen, um den unteren
Theil der Röhren frei von Reif zu halten; und können Chemikalien dem Wasser zugesetzt
werden (welches das Gefäfs nur zum Theil füllen darf), um seinen Gefrierpunkt zu erniedrigen.
Beim Austrocknen mittelst dieser Erfindung können die auszutrocknenden Substanzen auf
einen oder mehrere Tröge gelegt und in ein Gefäfs gebracht werden, ähnlich demjenigen,
welches, als zur Aufnahme des Gefriergefäfses bestimmt, beschrieben worden ist; die Tröge
können auf Roste von Röhren oder in Fächer gestellt werden, welche dünnen Kästen ähnlich
sind, durch welche warmes Wasser geführt werden kann; oder die den zu trocknenden
Substanzen entzogenen Wasserdämpfe können,
nachdem sie mehr oder weniger comprimirt worden, anstatt des warmen Wassers durch die
Röhrenroste oder dünnen Kästen geleitet werden, indem dasjenige Ende der Röhren bezw. Kästen, welches dem Dampfeinlafs-Ende
entgegengesetzt ist, mit der Luftpumpe verbunden ist.
Fig. 4 erläutert diese Einrichtung näher.
Bei der Anwendung dieses Apparates ist Vorsicht, entsprechend dem Charakter der zu trocknenden
Substanzen erforderlich, das Vacuum im Gefäfs nicht zu schnell herzustellen und die
Wasserdämpfe nicht zu- schnell fortzupumpen, da bei organischen .Substanzen die Zellen zerreifsen,
wenn sie zu schnell einem Vacuum unterworfen oder zu gewaltsam ihrer Wasser-Bestandtheile
beraubt werden; bei ganzen Früchten wird die Schale zerrissen, besonders wenn solche sehr wenig durchdringlich ist. Wo ferner
die Gefrierkälte schädlich sein würde, darf der Druck des Wasserdampfes im Kessel nicht zu
niedrig oder bis auf 5 mm Quecksilber herab ermäfsigt werden. Beim Verdunsten mittelst
dieser Methode können die Flüssigkeiten in Gefäfsen untergebracht werden, welche einer
gewöhnlichen Vacuumpfanne gleichen, und der Dampf abgepumpt und warmes Wasser durch
die Röhren oder den Dampfmantel geleitet werden; oder der durch die Pumpe bezw. Exhaustor abgepumpte Dampf kann in die Röhren
oder den Dampfmantel geleitet werden, deren Auslafs-Ende mit der Luftpumpe verbunden ist,
wie im Condensator des Gefrier-Apparates; und wo ein hoher Grad der Concentration gewünscht
wird, ist es (wegen der sehr geringen Expansionskraft des Wasserdampfes) empfehlenswerth, den
Boden der Pfanne sehr flach zu machen und nicht zu viel Tiefe der Flüssigkeit zu haben,
d. h. nicht über 0,3 m, oder dieselbe mit einem Rührer in bekannter Weise umzurühren.
Claims (3)
1. Die oben beschriebene Methode, den Dampf, welcher aus dem Wasser hervorgeht, wenn
dasselbe einem Vacuum unterworfen wird, fortzuführen und mittelst eines Druckes zu
comprimiren, welcher geringer ist, als der Athmosphärendruck, und zwar vermöge einer
Pumpe, welche genügend gewärmt wird, um die Condensation des Dampfes in derselben
zu verhindern.
2. Die Vereinigung der oben beschriebenen und unter 1 defmirten Methode mit der
einen oder anderen der oben beschriebenen Methoden zur Beseitigung des comprimirten
Dampfes, wie in der Beschreibung näher erläutert wurde.
3.' Die mit den Pumpen verbundene Einrichtung und Construction des in oben beschriebener
Weise isolirten Gefriergefäfses, in welchem das in Eis zu verwandelnde Wasser abgekühlt
wird, ehe es in das Gefriergefäfs gelangt, und zwar mittelst des auf dem Wege
zur Pumpe befindlichen Dampfes, wie oben beschrieben und in den Zeichnungen erläutert.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2744C true DE2744C (de) |
Family
ID=281946
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2744D Active DE2744C (de) | Verfahren und Apparat zur Herstellung von Eis und zum Abkühlen, Verdunsten und Austrocknen von Substanzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2744C (de) |
-
0
- DE DENDAT2744D patent/DE2744C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0094543B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Transmembrandestillation | |
| DE10260494B3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung einer Reinflüssigkeit aus einer Rohflüssigkeit | |
| DE2744C (de) | Verfahren und Apparat zur Herstellung von Eis und zum Abkühlen, Verdunsten und Austrocknen von Substanzen | |
| DE1451267A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Kuehlung und Temperaturueberwachung,insbesondere von OElen fuer Werkzeugmaschinen | |
| DE62538C (de) | Verfahren und Apparat zur Gewinnung von Sauerstoff aus atmosphärischer Luft | |
| DE110815C (de) | ||
| DE121637C (de) | ||
| DE2422450A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum erzeugen von sauerstoff hoher reinheit | |
| DE36055C (de) | Vacuum-Kälte-Maschine für Handbetrieb | |
| DE45102C (de) | Verfahren und Apparate zur Darstellung flüssiger Kohlensäure aus den Verbrennungsgasen von reiner Kohle | |
| DE508695C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Heben von Mineraloelen | |
| DE542258C (de) | Kaeltemaschine | |
| DE501518C (de) | Sonnenkraftmaschine | |
| AT153418B (de) | Kältekompressor, insbesondere für Kleinkältemaschinen. | |
| DE59977C (de) | Verbundkaltdampfmaschine | |
| DE577886C (de) | Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Seife und Glycerin | |
| DE948422C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Pumpen von leicht verdampfbaren Fluessigkeiten, insbesondere fluessiger Kohlensaeure | |
| DE49380C (de) | Ammoniak-Dampfmaschine | |
| DE46651C (de) | Neuerungen an Kältemaschinen | |
| DE150397C (de) | ||
| DE188186C (de) | ||
| DE1446C (de) | Kontinuirlich wirkende Vakuum-Eismaschine | |
| DE38733C (de) | Neuerung an Vacuum - Eismaschinen mit Vacuum-Gefrier- oder Kühlkammer, in welche die Gefrierzellen eingehängt sind | |
| DE186344C (de) | ||
| DE35924C (de) | Apparat zur kontinuirlichen Erzeugung von Leucht- und Heizgas auf kaltem Wege |