DE274237C - - Google Patents
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- DE274237C DE274237C DENDAT274237D DE274237DA DE274237C DE 274237 C DE274237 C DE 274237C DE NDAT274237 D DENDAT274237 D DE NDAT274237D DE 274237D A DE274237D A DE 274237DA DE 274237 C DE274237 C DE 274237C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C7/00—Special-purpose or automatic embroidering machines
- D05C7/08—Special-purpose or automatic embroidering machines for attaching cords, tapes, bands, or the like
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 526. GRUPPE
in PLAUEN i.V.
und andere Maschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom I.April 1913 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Belegen des Stoffes
mit Schnur, Band, Litze, Kordel, Perlen an Stickmaschinen und anderen Maschinen der
Textilbranche.
Das Wesen der Erfindung liegt in der Anordnung eines vor dem Stichbildner zwangsweise
hin und her bewegten Schnurführers, welcher, mit einem Hilfsgreifer verbunden, derart
wirkt, daß er bei herausgezogenem Stichbildner die Schnur o. dgl. am Stoff leitet, der
Stichbildner dabei abwechselnd links oder rechts vom konisch nach unten verjüngten Schnurführerkopf
einsticht und der hierdurch über letzteren gelegte Heftfaden beim Einstich von selbst nach hinten auf die Schnur abgleitet,
während zeitweise der Greifer mit einer Nase die Schnur erfaßt und abwechselnd links oder
rechts vom Schnurführerkopf abzieht, um dem
ao Stichbildner stets Raum zum Einstechen zu verschaffen.
Im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen dieser Art fallen bei dieser Vorrichtung alle
komplizierten Bewegungsmittel, die Auf- und Abwärtsbewegungen der Führungsschienen oder
auch die Drehbewegungen von Greifern, Schnurrädchen o. dgl. fort, und weiterer Vorteil liegt
in der großen Einfachheit der Mittel zum Schnurlegen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform an
einer Stickmaschine schematisch zur Darstellung gebracht.
Die Fig. 1 zeigt die Vorrichtung mit ihrem Antrieb in Vorderansicht und
Fig. 2 im Vertikalquerschnitt; die
Fig. 3 veranschaulicht in etwas größerem Maßstabe eine andere Lagerung des Schnurführers
nebst Hilfsgreifer, während die
Fig. 4 bis 13 schematisch den Vorgang des
Anheftens einer Schnur am Stoff darstellen.
Auf die Welle 10 der Kurvenscheibe 11 ist
ein Zahnrad 12 aufgekeilt, welches in ein besonders gelagertes großes Zahnrad 13 (Übersetzung
2 :1) eingreift (Fig. 1). An dem Kurbeizapfen 14 des Zahnrades 13 greift die
Pleuelstange 15 an und wirkt hebend und senkend auf den Arm 16 eines verstellbaren,
im Zapfen 20 gelagerten Winkels, dessen zweiter Arm 17 mit zwei Leisten 18, 19 gelenkig
verbunden ist; letztere haben Führung an einer zwecks Drehbarkeit in Rollen 22 am
Maschinengestell 23 gelagerten Schiene 24, welche in Drehpunkten 25 eine der Sticknadelzahl
entsprechende Anzahl von Greifer 3 trägt. Die Schiene 24 ist in den Seitenrollen 22
zweckmäßig verstellbar befestigt; die Rollen 22 besitzen, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt,
einen Handgriff 21 zum Drehen der Schiene 24 (Fig. 2).
Die untere Leiste i8 trägt die Schnurführer i, die Schnurösen 8 aufweisen, bis in
den Stichbereich jeder Nadel 7 nach unten abgebogen sind und in Köpfen 2 endigen. An
die obere Leiste 19 sind Doppelfinger 6 angeschraubt,
die auf die nach oben stehenden Enden 5 der Greifer 3 verschiebend einwirken. Die untere Spitze der Greifer 3 ist derart
nach dem gespannten Stoff y des Gatters gebogen, daß die Greifernase 4 oberhalb des
Nadeleinstiches und nahe dem Stoff endet.
Bei der Betätigung des Winkels i6, 17 werden
die beiden Leisten 18 und 19 gemeinsam in wagerechter Richtung hin und her bewegt,
und da die Doppelfinger 6 der Leiste 19 oberhalb des Drehpunktes 25 der Greifer 3 an
letztere angreifen, müssen Schnurführerkopf 2 und Greifernase 4 stets zueinander entgegengesetzte
Bewegungen machen. Das gleiche gilt auch von der Schienenausführung nach Fig. 3 und 4. Hier besitzt die Schiene 24 nur eine
Leiste 18, an welcher die Schnurführer 1 mit
Schmirösen 8 und zugleich noch die Doppelfinger 6 angeschraubt sind.
Die Schiene 24 kann mit ihren sämtlichen Schnurführern 1 und Greifern 3 bei der vordersten
Nadelstellung durch eine Drehung des Handgriffes 21 der Lagerrolle 22 in Pfeilrichtung
I (Fig. 2) aus dem Bereich der Nadeln 7 nach oben in die punktiert angedeutete Stel-.
lung umgelegt werden, so daß der nächste Raum über den Nadeln vollkommen frei ist.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: An dem nach den Fig. 3 und 4 bis 7
in wagerechter Bewegung (Pfeil II in Fig. 4) befindlich gedachten Stoff y des Gatters liegt
ein Schnurteil x1 bereits angeheftet, und die
von einer in der Zeichnung nicht dargestellten Rolle kommende, durch öse 8 und Kopf 2
des Schnurführers 1 geleitete Schnur χ ist stets straffgespannt.
Die nach Fig. 3 in der vordersten Stellung befindliche Nadel 7 geht nun vor, nach dem
Stoff y zu, und sticht links vom Kopf 2 ein, den Faden ζ über die konische Spitze des
Kopfes legend (Fig. 4), da der Schnurführer 1 von seiner Leiste 18 vorher nach rechts gezogen
war; beim weiteren Eindringen der Nadel 7 gleitet der Faden ζ von dem Kopf 2
nach unten ab (Fig. 5) und wird auf den Schnurbelag x1 gezogen. Nach erfolgter Stichbildung
geht Nadel 7 zurück, und in ihrer vordersten Lage wechselt die Bewegung von Schnurführer 1 und Greifer 3 in die Stellung
nach Fig. 6 und weiter (Fig. 7), so daß beim folgenden Vorgehen der Nadel 7 letztere rechts
vom Kopf 2 einstechen muß (das Gatter machte inzwischen eine weitere wagerechte Bewegung), und beim folgenden Wechsel von
Schnurführer 1 und Greifer 3 wird dann wieder der Faden ζ über den Kopf 2 gelegt, heruntergezogen
und zieht die verlegte Schnur x1 in dieser Weise fest an den Stoff y. Bei den
wagerechten sowie bei den senkrecht oder schräg nach unten gerichteten Bewegungen des
Stoffes bzw. des Gatters tritt bei der vorliegenden Ausführung der Greifer 3 mit seiner
Nase 4, wie ersichtlich, nicht in Tätigkeit, sondern erst dann, wenn das Gatter schräg
oder senkrecht nach oben geht.
So macht das Gatter z. B. nach der wagerechten Bewegung und Belegung des Schnurteiles
x1 (Fig. 7) eine senkrechte Bewegung in Pfeilrichtung III (Fig. 8). Jetzt erfaßt bei
der Hin- und Herbewegung des Greifers 3 die Greifernase 4 die von dem Kopf 2 geleitete
Schnur und zieht dieselbe so weit seitwärts, daß die Nadel 7 genügend Raum zur Stichbildung
hat. Nach Fig. 8 liegt der Schnurführerkopf 2 rechts und Greifernase 4 links von der einstechenden Nadel; ein senkrechter
Schnurteil x2 ist schon angeheftet, und der
Faden ζ ist um den Kopf 2 geschlungen. Beim weiteren Einstechen wird diese Fadenschleife
von dem Kopf 2 ab- und nach unten gezogen (Fig. 9); die Nadel 7 geht zurück, und
nun tritt ein Wechsel in der Bewegung von Schnurführer 1 und Greifer 3 in der in Fig. 10,
11 und 12 veranschaulichten Weise zur Stellung
nach Fig. 13 ein, in welcher der Kopf 2 rechts und Nase 4 links von der Nadel 7 sich
befinden. Beim Hochgehen des Gatters (Wechsel nach Fig. 10 und 11) wird die Schnur angezogen,
fällt von der nach Fig. 9 noch die Schnur haltenden Nase 4 ab, so daß beim Greiferwechsel die andere rechte Seite der
Greifernase 4 an die Schnur stößt und sie zur Seite zieht (Fig. 12); in Stellung Fig. 13 angelangt,
sticht die Nadel 7 von neuem ein, und beim folgenden Wechsel wird wieder eine Fadenschlinge um den Kopf 2 zwecks Befestigung
der Schnur herumgelegt.
Zu bemerken ist noch, daß der mittels dieser Vorrichtung angeheftete Schnur- oder
Bandbelag als Auflage an sich oder auch zum Unterlegen bei verdickten Stickereien vorteilhaft
anwendbar ist. Beim Unterlegen würde sich dann in manchen Fällen noch eine besondere
Abschneideinrichtung für die Schnurunterlage als notwendig erweisen. Es ist außer no
dem leicht ersichtlich, daß auch Perlenschnüre bei entsprechender Ausbildung von Schnurführer
und Greifer als Auflage zur Verwendung kommen können.
Claims (1)
- Paten t-An SPRU c H:Vorrichtung zum Belegen des Stoffes mit Schnur, Band ο. dgl. für Stick- und andere Maschinen, gekennzeichnet durch die An-Ordnung eines vor dem Stichbildner hinund her geführten Schnurführers (i) in Verbindung mit einem ebenfalls hin und her bewegten Greifer (3), derart, daß der Stichbildner (7) abwechselnd links oder rechts vom konisch nach unten verjüngten Schnurführerkopf (2) zwecks Anheftung der Schnur einstechen kann und der hierbei über diesen Kopf (2) gelegte Heftfaden beim Einstich von selbst nach hinten auf die Schnur abgleitet, während (beim senkrechten oder schrägen Hochgehen des Gatters) der Greifer (3) mit seiner Nase (4) die Schnur erfaßt und abwechselnd links oder rechts vom Schnurführerkopf (2) abzieht, um dem Stichbildner stets Raum für den Einstich freizuhalten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.n. Gedruckt in der ueichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE274237C true DE274237C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT274237D Active DE274237C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE274237C (de) |
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