DE271964C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67B—APPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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- B65D41/00—Caps, e.g. crown caps or crown seals, i.e. members having parts arranged for engagement with the external periphery of a neck or wall defining a pouring opening or discharge aperture; Protective cap-like covers for closure members, e.g. decorative covers of metal foil or paper
- B65D41/02—Caps or cap-like covers without lines of weakness, tearing strips, tags, or like opening or removal devices
- B65D41/10—Caps or cap-like covers adapted to be secured in position by permanent deformation of the wall-engaging parts
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
- Sealing Of Jars (AREA)
- Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
- Medicinal Preparation (AREA)
- Laminated Bodies (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64«, GRUPPE
Zusatz zum Patent 220525.*) '
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Oktober 1912 ab. Längste Dauer: 21. Januar 1924.
Gegenstand der Erfindung ist ein gemäß Patent 220525 hergestellter, gegen Innendruck
abdichtender Flaschen Verschluß, dessen Wesen darin besteht, daß die Metallschicht und die
das Dichtungsmittel bildende Schicht längs der gesamten Fläche des Kapselbodens und
des Kapselmantels miteinander unablösbar verbunden sind, nämlich so, daß das Dichtungsmittel
sich während der Umgestaltung zur Kapsel nicht von der Metallschicht ablösen
kann. Mit der Verbesserung wird, bezweckt, die Anwendung einer außerordentlich
dünnen Dichtungsschicht zu ermöglichen, ohne der Undurchlässigkeit der Dichtungsschicht
Eintrag zu tun. Beispielsweise kommt eine Schichtstärke von 0,02 mm in Frage. Der
Versuch, ein so dünnes Dichtungsmittel gemäß der im Patent 220525 niedergelegten ursprünglichen
Vorschrift in Streifenform gesondert vom Aluminiumstreifen zuzuführen, würde
daran scheitern, daß der dünne Dichtungsstreifen unter der unvermeidlichen Zugbeanspruchung
bei der Zuführung an der Verkapselungsstelle häufig risse. Der Vorteil einer außerordentlich dünnen Dichtungsschicht liegt
darin, daß beim Überführen des anfänglich flachen Dichtungsstoffes in die Kapselform
entweder überhaupt keine Falten entstehen oder doch die etwa gebildeten Falten, an
denen sich der Dichtungsstoff unter den ungünstigsten Annahmen in dreifacher Schichtstärke
übereinanderlegt, wegen «der immer noch geringfügigen Gesamtstärke auf die
Dichtheit des Verschlusses ohne Einfluß sind.
Die vollständige Vermeidung der Entstehung von Falten gelingt durch die Anwendung eines
zu diesem Zweck noch nicht verwendeten Stoffes, welcher unter dem Namen Cellophan
im Handel erhältlich ist. Man unterscheidet Cellophanhaut und Cellophanpapier. Letzteres
ist besonders dünne Cellophanhaut, die der Haltbarkeit wegen auf Papier aufgezogen ist,
Cellophan wird von einer französischen Fabrik nach einem Geheimverfahren hergestellt. Die
Cellophanhaut ist ein ganz farbloser oder *5
gelblichbrauner, durchsichtiger ■'■ und durchscheinender
Stoff, der dem äußeren Aussehen nach an Guttapercha erinnert, jedoch im übrigen mit diesem Stoff nichts zu tun hat,
ebensowenig trotz des Namensanklangs mit Celluloid. Cellophan löst sich in keiner von
den Flüssigkeiten, die zum Einfüllen in Flaschen in Betracht kommen, und ist sowohl
gegenüber Säuren wie gegenüber Alkalien beständig. Cellophan ist außerordentlich elastisch,
d. h. es kann in hohem Maße gedehnt werden, ohne zu zerreißen, und verträgt umgekehrt
auch Zusammenpressung durch hohen Flächen-
*) Frühere Zusatzpatente: 246856, 261164, 261165, 266245, 267429.
druck; es ist für Gase und Flüssigkeiten vollkommen undurchlässig, und zwar gilt dies
schon für die feinsten im Handel erhältlichen Schichtstärken (0,02 mm). Es ist im Gegensatz
zu Celluloid unverbrennlich und, was für den hier in Frage kommenden Zweck wichtig
ist, vollkommen geruch- und geschmackfrei, auch in sonstiger Hinsicht ohne jeden Einfluß
auf Bier, Wein, Selterwasser, Limonaden und sonstige auf Flaschen zu füllende Flüssigkeiten.
Cellophan haftet beim Aufdrücken schwach an Glas, ist aber doch nicht klebrig und läßt
sich ablösen, ohne zu zerreißen. Es läßt sich mittels eines indifferenten Lackes oder sonstigen
indifferenten Bindemittels auf Aluminium
/'; . kleben.
Die Verwendung des Cellophans geschieht in der Weise, daß es mit dem Aluminium
zusammen in der Form eines einheitlichen Streifens in die Maschine gemäß Patent 220525
eingeführt wird. Die Herstellung dieses Streifens kann in der Weise erfolgen, daß in
Streifen geschnittene, von einer Rolle sich abwickelnde Cellophanhaut auf einen ebenfalls
von einer Rolle sich abwickelnden Aluminiumstreifen geklebt wird. Man kann auch Cellophanpapier
mit der Papierseite an das Aluminium kleben und in dieser Weise, also mit einer Papiermittelschicht, verwenden. Besser ist
jedoch, das Cellophanpapier mit der Hautseite an das Aluminium zu kleben, dann die
Verbindung zwischen dem Papier und der Haut zu lösen und das Papier abzuziehen.
Bei der Anwendung von Cellophan als Dichtungsmittel ist wegen der Elastizität dieses Stoffes anzunehmen, daß bei der Formung der Kapsel der untere Rand der Cellophanhaut sich einfach zusammenzieht und infolgedessen keine Falten entstehen. Indessen läßt sich das Fehlen der Falten nicht mit Sicherheit feststellen, weil das Zustandekommen der beabsichtigten Wirkung, nämlich der Beseitigung der Undichtheiten, sich auch dadurch erklären läßt, daß die etwa entstandenen Falten wegen der geringen Schichtstärke und der Zusammenpreßbarkeit des Cellophans unschädlich sind.
Bei der Anwendung von Cellophan als Dichtungsmittel ist wegen der Elastizität dieses Stoffes anzunehmen, daß bei der Formung der Kapsel der untere Rand der Cellophanhaut sich einfach zusammenzieht und infolgedessen keine Falten entstehen. Indessen läßt sich das Fehlen der Falten nicht mit Sicherheit feststellen, weil das Zustandekommen der beabsichtigten Wirkung, nämlich der Beseitigung der Undichtheiten, sich auch dadurch erklären läßt, daß die etwa entstandenen Falten wegen der geringen Schichtstärke und der Zusammenpreßbarkeit des Cellophans unschädlich sind.
Die mit Cellophanhaut bezogenen Blechtafeln oder Streifen brauchen nicht unmittelbar
vor der Verwendung hergestellt zu werden, sondern stellen einen haltbaren Handelsgegenstand dar.
Die mit Cellophanverschluß versehenen verkapselten Flaschen zeichnen sich durch das
Fehlen äußerlich erkennbarer Falten am unteren Kapselrande aus, was den technischen
Vorteil mit sich bringt, daß der zum Anpressen, solcher Kapseln dienende Gummiring
nur mit einer stets glatt bleibenden Fläche in Berührung gelangt und somit in hohem
Grade geschont wird. Beachtenswert ist der Umstand, daß das Cellophan unter der Einwirkung
des zum Anpressen der Kapsel erforderlichen Druckes am Flaschenhals mit
geringer Kraft zum Haften kommt. Indessen kann dafür Sorge getragen werden, daß die
Bindung zwischen der Cellophanhaut und dem Aluminium fester ist als die Kraft, mit der
die Haut am Glas haftet. Dadurch wird erreicht, daß beim Öffnen des Flaschenver-Schlusses
die Cellophanhaut mit der Kapsel zusammen sich abzieht und keine unappetitlichen
Cellophanreste am Flaschenhals haften bleiben.
Claims (3)
1. Aus einer Metallschicht, und einem darunter befindlichen, mit ihr unablösbar
verbundenen Dichtungsmittel bestehender Fläschenverschluß nach Patent 220525, dadurch
gekennzeichnet, daß das Dichtungsmittel aus Cellophanhaut oder Cellophanpapier
besteht.
2. Verfahren zur Herstellung des Flaschen-Verschlusses nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Cellophanhaut auf
Aluminiumblech geklebt wird.
3. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
Cellophanpapier mit der Hautseite auf Aluminium geklebt, dann die Verbindung zwischen dem Papier und der Haut gelöst
und das Papier abgezogen wird.
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