DE27158C - Verfahren zum Behandeln von Blei, Zinn, Zink u. s. w., um ihnen die Fähigkeit zu verleihen, auf anderen Metallen festzuhaften und sich mit denselben zu amalgamiren - Google Patents

Verfahren zum Behandeln von Blei, Zinn, Zink u. s. w., um ihnen die Fähigkeit zu verleihen, auf anderen Metallen festzuhaften und sich mit denselben zu amalgamiren

Info

Publication number
DE27158C
DE27158C DENDAT27158D DE27158DA DE27158C DE 27158 C DE27158 C DE 27158C DE NDAT27158 D DENDAT27158 D DE NDAT27158D DE 27158D A DE27158D A DE 27158DA DE 27158 C DE27158 C DE 27158C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metals
zinc
lead
tin
phosphorus
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT27158D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. J. Clamer in Philadelphia
Publication of DE27158C publication Critical patent/DE27158C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C2/00Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor
    • C23C2/04Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor characterised by the coating material
    • C23C2/10Lead or alloys based thereon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)

Description

KAISERLICHES
J")
PATENTAMT.
Es, war bisher sehr schwierig, Metallflächen mit einem Bleiüberzug zu versehen und eine glatte Bleifläche auf Eisen, Kupfer, Messing, Bronze etc. herzustellen.
Der Zweck der Erfindung ist, das geschmolzene metallische Blei mit Salmiak, Arsen, Phosphor und Borax oder einem ähnlichen Flufsmittel zu behandeln und nach dieser Methode die Natur des Metalles so zu ändern, dafs man bei Anwendung eines Processes, ähnlich dem Zinkgalvanisirprocefs, die Metallflächen, wie z. B. Eisen, Kupfer, Messing u. dergl., mit einem vollständig glatten und permanenten Bleiüberzug versehen kann, welcher frei von Löchern und dem Ablösen nicht ausgesetzt ist. Geschmolzenes Blei absorbirt verschiedene Gase aus seiner Umgebung und aus der Atmosphäre, welche verhindern, dafs sich das Blei eng an die Flächen der eingetauchten Metalle schliefst. Hierdurch werden die kleinen Löcher und Blasen, welche so häufig bei Bleiüberzügen vorkommen, hervorgerufen. Das geschmolzene Blei ist dickflüssig und schliefst sich langsam an die eingetauchten Flächen an, so dafs ein nach der üblichen Methode hergestellter Ueberzug mit erhöhten Streifen versehen ist, weil das Blei ungleichmäfsig auf der Fläche vertheilt ist.
Das beschriebene Verfahren soll diese Schwierigkeiten überwinden, indem das geschmolzene Blei mit Salmiak, Arsen und Phosphor behandelt wird, welche dasselbe besonders zur Herstellung von Ueberzügen geeignet machen. Salmiak besitzt eine bedeutende reinigende Kraft und treibt alle Gase' und Unreinigkeiten aus dem Blei heraus. Das Arsen besitzt härtende und festmachende Eigenschaft und verhindert, dafs das Blei weitere Gase und Unreinigkeiten aufnimmt, welche Eigenschaften das Blei permanent behalten soll; das Blei kann sogar wiederholt geschmolzen werden, ohne dafs die Wirkung des Arsens verloren geht. Der angewendete Phosphor hebt das langsame Fliefsen des Bleies auf und macht dasselbe dünnflüssig.
Die härtende Einwirkung des Arsens wird durch die erweichende, flüssigmachende Einwirkung des Phosphors gemildert, während die Neigung des Phosphors, das Blei schuppig oder brüchig zu machen, durch die Einwirkung des Salmiaks aufgehoben wird.
Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt: Man nimmt gewöhnliches Blei, schmilzt dasselbe in einem geeigneten Gefäfs und bestreut die Oberfläche des geschmolzenen Metalles mit pulverisirter Holz- oder Knochenkohle, um das Oxydiren und das Entweichen der nachher eingeführten Materialien zu verhindern. Ist das Blei geschmolzen und mit Kohle bedeckt, so setze ich für jede 50 kg Blei 5,3154 g Salmiak, o,8859 g Arsen, i,77I8 g Phosphor und 0,8859 g Borax oder ein ähnliches Flufsmittel hinzu. Diese Substanzen werden eine nach der anderen bei leisem Rühren des Metalles eingeführt, so dafs dieselben gleichmäfsig durch die ganze Masse vertheilt werden.
Nachdem das geschmolzene Metall so behandelt worden ist, ist es nur nothwendig, die zu überziehende Fläche von Schmutz und Schlacke zu befreien und in das geschmolzene
Γ "••Mfif <·>
* B V..
3 5>y# >.

Claims (1)

  1. Metall auf gleiche Weise einzutauchen, wie es beim Galvanisiren mit Zink der Fall ist. Soll das Metall nicht sofort verwendet werden, so kann dasselbe in Barren oder Luppen geformt und für den zukünftigen Gebrauch als Loth oder zum Ueberziehen von Flächen oder zum Mengen mit anderen weichen Metallen, wie Zinn, Zink, Kupfer etc., aufbewahrt werden.
    Die Wirkung des Salmiaks, Arsens und Phosphors, wie vorher angegeben, ist nicht auf Blei allein beschränkt, sondern man kann auch andere zum Ueberziehen von Metallflächen verwendete Metalle auf gleiche Weise aufbessern.
    Beim Behandeln von Zinn und Zink nach diesem Verfahren werden die Verhältnisse des Phosphors um ungefähr ein Drittel erhöht.
    Es ist selbstverständlich, dafs die Verhältnisse der angewendeten Quantitäten Salmiak, Arsen oder Phosphor variiren und der Borax oder andere Flufsmittel fortgelassen werden können, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen.
    Paten τ-An spruch:
    Das Verfahren, Blei, Zink, Zinn, sowie Metalle, welche sich zu Metallüberzügen und zum Amalgamiren eignen, zu reinigen bezw,- sie zum Ueberziehen und Amalgamiren von anderen Metallen tauglich zu machen, bestehend in der Behandlung solcher Metalle mit einem Bade aus geschmolzenem Blei oder Zink oder Zinn etc., welche der Einwirkung von Salmiak, Arsen und Phosphor ausgesetzt sind.
DENDAT27158D Verfahren zum Behandeln von Blei, Zinn, Zink u. s. w., um ihnen die Fähigkeit zu verleihen, auf anderen Metallen festzuhaften und sich mit denselben zu amalgamiren Active DE27158C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE27158C true DE27158C (de)

Family

ID=303486

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT27158D Active DE27158C (de) Verfahren zum Behandeln von Blei, Zinn, Zink u. s. w., um ihnen die Fähigkeit zu verleihen, auf anderen Metallen festzuhaften und sich mit denselben zu amalgamiren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE27158C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102011080745A1 (de) Verfahren zur metallischen Beschichtung von metallischen Oberflächen durch stromloses Verkupfern
DE2017327B2 (de) Verfahren zur beschichtung von metalloberflaechen
DE677113C (de) Verfahren zur Herstellung von Oberflaechenlegierungen durch Diffusion
EP0077926A1 (de) Verfahren zum Unterdrücken on Oberflächenbelägen beim Salzbadnitrieren von Bauteilen
DE2819856A1 (de) Verfahren und material zur erzeugung einer carbidschicht auf gegenstaenden aus kohlenstoffhaltiger eisenlegierung
DE2409511A1 (de) Flussmittel fuer die feuerverzinkung
DE27158C (de) Verfahren zum Behandeln von Blei, Zinn, Zink u. s. w., um ihnen die Fähigkeit zu verleihen, auf anderen Metallen festzuhaften und sich mit denselben zu amalgamiren
DE2322158B2 (de) Verfahren zur herstellung einer carbidschicht auf der oberflaeche eines eisen-, eisenlegierungs- oder sintercarbidgegenstandes
DE2001308A1 (de) Diffusionsbeschichtung von eisenhaltigen Gegenstaenden
DE2432442A1 (de) Verfahren zum feuerverzinken von werkstuecken
US1638273A (en) Method and composition of matter for surface-treating aluminum
DE2443885C3 (de) Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Eisenlegierungen durch galvanische Abscheidung einer Kupfer-Zinn-Legierung und anschließende thermische Diffusionsbehandlung
DE208126C (de)
DE2540100C2 (de) Verwendung einer Vorrichtung zum kontinuierlichen Ausfällen von Zementkupfer aus einer mit Eisenstücken versetzten Kupferlösung
DE305071C (de)
DE251414C (de)
DE134594C (de)
DE16348C (de) Verfahren zum Ueberziehen von Stahl und anderen Metallen mit einer schwer oxydirbaren Legirung
AT54714B (de) Verfahren zur Herstellung von Metallüberzügen.
JP2756318B2 (ja) 溶融Zn‐Al合金めっき用フラックス
DE895234C (de) Verfahren zur Herstellung metallischer Gegenstaende, wie Schmuckwaren, Tafelgeraete u. dgl.
US990443A (en) Process for combining a permeating metallic protective with the surfaces of ferric articles.
DE248665C (de)
DE742965C (de) Gegen den Angriff von geschmolzenem Zink und geschmolzenen Zinklegierungen widerstandsfaehige metallische Werkstoffe
DE625216C (de) Verfahren zur Erhoehung der Widerstandsfaehigkeit von der Reibung ausgesetzten metallischen Flaechen gegen Verschleiss und Einfressung