DE270308C - - Google Patents

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DE270308C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D27/00Woven pile fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 270308 KLASSE 86 d. GRUPPE
gestreiftem Schußsamt
1 Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Juni 1912 ab.
Zwecks Hersteilens von in der Kettenrichtung gestreiftem Schußsamt wird gemäß vorliegender Erfindung das Rohgewebe durch überschießende Fäden zu nebenein anderliegenden Schläuchen ausgebildet, in welche eine beiderseitig wirkende Schneidvorrichtung derart eingeführt wird, daß die überschossenen Stellen des Gewebes, und zwar in jeder beliebigen Breite abgetrennt werden, worauf die ίο Samtstreifen in seitheriger Weise aufgeschnitten werden und das weitere Verarbeiten des aufgeschnittenen Gewebes in bekannter. Weise erfolgt. Das neue Verfahren bezweckt, die kahlen, polfreien Streifen der Schußsamtware ' i5 völlig vom Polmäterial rein zu halten, so daß auf diesen Streifen ausschließlich Grundkette und Grundschuß vorhanden ist, demgemäß gestreifte Muster von beliebigen Streifenbreiten hergestellt werden können. Die Polhöhe so der stehengebliebenen Samt - Gewebestreifen kann je nach Art der Bindung verschieden sein.
Auf der Zeichnung ist eine zur Durchführung dieses Verfahrens dienende Hilfsvorrichtung dargestellt, wobei
Fig. ι eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Oberansicht und
Fig. 3 und 4 die Ausbildung des Schneidmessers in Seiten- bzw. Oberänsicht veranschaulichen;
Fig. 5 und 6 zeigen schematisch das bisher übliche bzw. das neue Samtschneidverfahren, wobei in Fig. 6 mit A die nach dem neuen Verfahren zu verändernden Stellen des Gewebes bezeichnet sind, während die Stellen B nach dem üblichen Samtschneidverfahren behandelt werden.
Mittels der Messerführung b werden die beiden Samtschneidmesser α, α in die überschossenen Stellen B (Fig. 6) des Gewebes (d. h. in das schlauch artige Gebilde) eingeführt, wobei ein kleines Rädchen c, welches etwa 1 mm tief zwischen den beiden Messern durch die Feder d heruntergedrückt wird, den Polschuß festhält, so daß die beiden Messer die überschossenen Stellen von dem Gewebe abtrennen ' können. Hinter dem Rädchen c ist eine kleine Schaufel e angeordnet, um die durch das Weiterschieben der beiden Messer abgeschnittenen Fädchen nach der Seite hin auszuwerfen und so ein ungehindertes Weiterschneiden der Messer zu sichern.
Die nach dem Fortschneiden der früher die Oberdecke der einzelnen Schläuche bildenden Fäden entstehenden Streifen können selbstverständlich, je nach der Webart und der Bemessung der Messer, in jeder beliebigen Breite und die Samtstreifen, wie eingangs erwähnt, in verschiedener Pplhöhe hergestellt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    60
    i. Verfahren zur Herstellung von in der Kettenrichtung des Gewebes gestreiftem Schußsamt, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohgewebe durch überschießende Fäden zu nebeneinanderliegenden Schläuchen ausgebildet wird, in welche zwei Schneidmesser derart eingeführt werden, daß die
    überschossenen Stellen des Gewebes' in jeder beliebigen Breite abgetrennt werden, während der Pol der Samt-Gewebestreifen je nach Art der Gewebebindung in verschiedener Höhe durch das an sich bekannte Aufschneiden derselben mittels gleichfalls an sich bekannter Samtschneidmesser hergestellt wird.
  2. 2. Samtschneidvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Schneidmessern (a, a) ein den Polschuß festhaltendes, unter Federwirkung stehendes Rädchen ■ (c) und hinter diesem eine schaufelartig wirkende Vorrichtung (e) angeordnet ist, welche die bei der Vorwärtsbewegung der Messer abgeschnittenen Fäden nach der Seite auswirft und so ein ununterbrochenes Weiterschneiden der Messer ermöglicht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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