DE269656C - - Google Patents

Info

Publication number
DE269656C
DE269656C DENDAT269656D DE269656DA DE269656C DE 269656 C DE269656 C DE 269656C DE NDAT269656 D DENDAT269656 D DE NDAT269656D DE 269656D A DE269656D A DE 269656DA DE 269656 C DE269656 C DE 269656C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
calcium nitrate
nitrate
nitric acid
added
indifferent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT269656D
Other languages
English (en)
Publication of DE269656C publication Critical patent/DE269656C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/38Nitric acid
    • C01B21/42Preparation from nitrates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 269656 .KLASSE 12«. GRUPPE
TRAINE & HELLMERS in COLN,
oder feuchter Luft.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Oktober 1912 ab.
Bekanntlich wird Calciumnitrat beim Glühen unter Entwicklung von nitrosen Gasen zersetzt ; da dies schon bei verhältnismäßig niedriger Temperatur erfolgt, lassen sich die Gase unter geeigneten Bedingungen durch Behandeln mit feuchtem Sauerstoff oder feuchter Luft fast quantitativ in Salpetersäure überführen. Damit wäre ein sehr einfacher Weg gewiesen, Salpetersäure im großen herzustellen;
ίο das geschmolzene Calciumnitrat ist jedoch — besonders bei fortschreitender Zersetzung =*■ sehr zähe und zeigt große Neigung zum ^ Schmieren und Backen, so daß ein Durch-5 krüken oder ein mechanisches Bearbeiten der Schmelze infolge Verklebens"*"'der Werkzeuge* Schaber usw. undurchführbar ist. Ferner setzt sich der entstehende Kalk derart in dicken, festen Krusten an den Wänden des Calcinierapparates an, daß er nur mit größter Mühe entfernt werden kann. Dadurch wird nicht nur ein kontinuierliches Arbeiten ausgeschlossen, sondern auch die periodische Arbeit durch das jedesmalige Erhitzen und darauffolgende Abkühlen der Gefäße und den damit verbundenen großen Verschleiß, durch das mühsame, kostspielige Entleeren und endlich durch den unverhältnismäßig hohen Brennstoffverbrauch so teuer, daß alle Versuche, das Verfahren in den Großbetrieb einzuführen, bis jetzt gescheitert sind.
Es wurde nun gefunden, daß diese Schwierigkeiten sich vermeiden lassen, wenn man vor oder gleichzeitig mit dem frischen Calciumnitrat eine solche Menge eines indifferenten, schwer schmelzbaren Stoffes in den CaI-cinierapparat gibt, daß das schmelzende oder schon geschmolzene Calciumnitrat nicht in unmittelbare Berührung mit der Heizfläche gelangt, sondern von dem zugesetzten Stoff aufgesaugt oder umhüllt wird. Bei passender '^Bemessung des Mengenverhältnisses der beiden Materialien und bei- Bewegung des Calcinier- ;utes zerfallen die zunächst entstehenden Ilen wieder; die dabei freiwerdenden Teilchen des geschmolzenen Nitrats werden sofort von;, frischen Teilen des Zusatzes aufgenommen?· so daß die Heizfläche trocken und frei von Krusten bleibt, ebenso wie auch ein Verschmieren der Schaufeln und Kratzen verhindert wird. Dies ermöglicht, die gebrauchliehen mechanischen Calcinieröfen und -apparate zu verwendop, ■* sowie einen ununterbrochenen Betrieb zu unterhalten. Bei richtiger Führung der Beschickung und Feuerung verläßt der bei dem Zersetzen entstehende Ätzkalk frei von Stickstoff in pulveriger oder höchstens feinkörniger Form den Calcinierapparat. Am besten wird dieser Kalk selbst als Zusatz verwendet und zum Teil wieder mit dem frischen Nitrat in den Apparat zurückgeführt.
Durch den Kunstgriff, .einen indifferenten, unschmelzbaren Stoff zu dem schmelzenden oder geschmolzenen Calciumnitrat zuzusetzen,
wird ein neues, bequemes Verfahren gewonnen, Salpetersäure im großen herzustellen.
Es ist zwar schon vorgeschlagen worden,
Erdalkalinitrate mit Bleioxyd zu erhitzen.
Während aber dabei ein analytischer Zweck verfolgt, nämlich die Entwicklung der zum Erkennen der Nitrate, dienenden rotbraunen Dämpfe unterstützt wird, handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung nicht um eine
ίο solche chemische Wechselwirkung, sondern um eine mechanische Wirkung des Zusatzes, wie sie aus dem Vorhergehenden erhellen dürfte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure durch Glühen von Calciumnitrat und Behandeln der dabei entstehenden nitrosen Gase mit feuchtem Sauerstoff oder feuchter Luft, dadurch gekennzeichnet, daß dem schmelzenden oder geschmolzenen Nitrat vor oder während der Zersetzung ein indifferenter, feuerbeständiger ,· Stoff, z. B. gebrannter Kalk, zugesetzt wird.
DENDAT269656D Active DE269656C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE269656C true DE269656C (de)

Family

ID=526495

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT269656D Active DE269656C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE269656C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE269656C (de)
DE282701C (de)
DE69003250T2 (de) Verfahren zum regenerieren von giessereialtsand durch rösten.
DE427801C (de) Verfahren zur Herstellung von ungesinterten hydraulischen Bindemitteln aus OElschiefer und Kalkstein u. dgl.
DE412508C (de) Erzeugung und Wiederbelebung von aktiver Kohle
DE332118C (de) Gewinnung von Eisen und Phosphor aus den bei der Verhuettung der Eisenerze und Weiterverarbeitung des Eisens abfallenden Schlacken
DE825670C (de) Verfahren zur Verbesserung von Formkoerpern aus gebrannter Kohle
DE628847C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von Saeureschlamm auf Schwefeldioxyd und Koks
DE672835C (de) Herstellung von Schwefelkohlenstoff aus in der Hitze Schwefel abspaltenden Metallsulfiden und Kohle
DE291038C (de)
DE109484C (de)
DE351407C (de) Verfahren zum Auffangen von Edelmetall-Bodengekraetz
DE425040C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von Bleiglaette aus Zuckerrueckstaenden
DE432099C (de) Verfahren zur Gewinnung von schwefliger Saeure und Oxyden aus Sulfaten
DE166836C (de)
DE938125C (de) Verfahren zur Herstellung von Blausaeure
DE395270C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem oder wasserarmem Kalziumchlorid
DE242312C (de)
DE69030C (de) Verfahren zur Herstellung von krystallinischer Thonerde
DE77335C (de) Verfahren zur Darstellung von Schwefel aus Schwefelwasserstoff und schwefliger Säure
DE462521C (de) Trennung von Phosphordaempfen und Generatorgasen
DE263120C (de)
DE396283C (de) Verfahren zur Entzinkung von zinkhaltigen Materialien mit Hilfe von Reaktionsmitteln
DE835869C (de) Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine
DE524837C (de) Gewinnung verfluechtigungsfaehiger Metalle und Metallverbindungen aus Erzen, Huettenprodukten und Rueckstaenden aller Art in einem Drehrohrofen