DE26953C - Verfahren zur Herstellung verzierter Metallplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung verzierter Metallplatten

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DE26953C
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H. ROHRLACK in Berlin C, Hoher-Steinweg 15
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/26Inlaying with ornamental structures, e.g. niello work, tarsia work

Landscapes

  • Powder Metallurgy (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nachdem die Rothgufsplatte chemisch gereinigt ist, wird dieselbe mit einer Lösung von Chlorzink und Salmiak als Bindemittel angefeuchtet und nun eine Legirung, bestehend aus 1 Theil Antimon, 7 Theilen Zinn, 1 Theil Wismuth, in die vertieften Verzierungen der Platte eingeschmolzen.
Sodann wird die Platte im Ganzen übergefeilt und auf einer Filzscheibe mit Bimsstein (pulverisirtem)' und' OeI. geschliffen, auf einer anderen Filzscheibe mit Stearinöl und Wiener Kalk polirt.
Hierauf wird die wohlgereinigte Platte etwa 10 Minuten in. eine Beize, welche aus in Ammoniak aufgelöstem Schweinfurter Grün' besteht, gebracht, worauf diese Platte nach Abspülen und Trocknen in Sägespänen in rothmatter Eisfarbe erscheint, ohne dafs hierbei die silberweifspolirte Legirung angegriffen wird.
Oder eine Legirung von 1 Theil Antimon, 7 Theilen Zinn und 2 Theilen Quecksilber wird auf dieselbe Art eingelegt, geschliffen und polirt. Durch den Quecksilbergehalt bleibt die Legirung beim Poliren der Platte matt, mithin contrastiren die Farben schon ohne Anwendung von Beize.
Um die Poren zu vermeiden, werden die Platten nach dem Einschmelzen der Legirung, jedoch vor dem Ueberfeilen, bei 40 bis 50° C. zwischen zwei glatten, geraden Stahlplatten unter leichtem Druck geprefst.
Oder man verwendet eine Legirung von ι Theil Antimon, 7 Theilen Zinn und I1J4, Theil Quecksilber; auch kann man durch Isoliren einzelner Th eile der Zeichnung mittelst Asphaltlacks, welcher nach dem Schwarzbrennen mit Benzin wieder abgewaschen wird, die Zeichnung dreifarbig (weifs, gelb und schwarz) herstellen.
Ferner können die Einlagen aus einer Legirung von ι Theil Cadmium, 6 Theilen Zinn und 4 Theilen Quecksilber hergestellt werden.
Da sich nun die Einlagen, wie aus dieser Beschreibung ersichtlich, matt und blank, die Metallplatten in der Zeichnung positiv und negativ, in der Farbe gelb, roth, ' schwarz und weifs (Neusilbergufs) herstellen lassen, so kann man durch Variiren dieser Farben zwölf bis vierzehn verschiedene Platten herstellen, welche jede in zwei bis drei verschiedenen Farben erscheinen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: Bei dem Verfahren zur Herstellung verzierter Metallplatten:
1. Die Verwendung von aus Antimon, Zinn und Wismuth oder aus Antimon, Zinn und Quecksilber oder aus Cadmium, Zinn und Quecksilber bestehenden Legirungen zum Einschmelzen in die eingravirten Vertiefungen bezw. zum Umschmelzen erhabener Gravirungen von Metallplatten.
2. Die Verwendung einer aus in Ammoniak gelöstem Schweinfurter Grün bestehenden Beize zur Behandlung von in vorbeschriebener Weise verzierten Metallplatten.
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