DE269443C - - Google Patents

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DE269443C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C3/00Structural elongated elements designed for load-supporting
    • E04C3/02Joists; Girders, trusses, or trusslike structures, e.g. prefabricated; Lintels; Transoms; Braces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Rod-Shaped Construction Members (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 269443 KLASSE 376. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Juli 1912 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein freitragendes Trägergebilde aus mehreren von einem mittleren Knotenpunkte nach den Auflagern gehenden Teilen.
Zweiendige Balken auf drei und mehr Stützen, die in einer Geraden oder — bei verschiedener Höhenlage — in einer Ebene, der Belastungsebene, liegen, sind bereits bekannt. Ebenso kennt man räumliche kuppelartige
ίο Tragkonstruktionen mit drei und mehr Rippen. Diese zeigen aber den Nachteil, daß sie nach außen einen Schub ausüben, der konstruktiv aufgenommen werden muß. Ferner gibt es bereits Balkenanordnungen, bei denen zwei Balken in einer Geraden liegen, und auch solche, die im Schnittpunkte der Balken eine Mittelstütze aufweisen. Von diesen bekannten Konstruktionen unterscheidet sich das freitragende Trägergebilde nach der Erfindung dadurch, daß je zwei beliebige Teile einen von 180° verschiedenen Winkel, je zwei benachbarte Teile einen Winkel kleiner als 180° einschließen, und daß der Knotenpunkt nicht unterstützt ist. Das freitragende Trägergebilde nach der Erfindung stellt also gewissermaßen einen drei- oder mehrendigen (n-endigen) Balken dar, welcher keine Mittelstütze und keine Zugbänder aufweist und bei richtiger Lagerung doch keinen Schub auf die Stützpunkte ausübt.
Auf der Zeichnung sind beispielsweise drei verschiedene Fälle eines dreiendigen Balkens dargestellt.
Fig. ι zeigt einen dreiendigen Balken, dessen drei Enden gleich lang sind und gleich große Winkel — also von je 1200 — einschließen. Diese Ausführungsform kann z. B. zur Überdachung von Dreieckluftschiffhallen Verwendung finden.
Nach Fig. 2 sind die drei Balkenenden gleich lang, schließen aber verschieden große Winkel ein.
Fig. 3 zeigt schließlich einen Balken, dessen drei verschieden lange Enden verschiedene Winkel einschließen.
Statt deren drei kann · der Balken als n-endiger Balken auch beliebig viele, nämlich n-Enden aufweisen, die alle von verschiedener Länge sein und beliebig große Winkel einschließen können. Nur dürfen die Winkel zwischen zwei benachbarten Enden nie gleich 5" oder größer als 180 ° und zwischen zwei beliebigen Enden nie gleich 180 ° sein.
Die Balkenauflager brauchen nicht in gleicher Höhe zu liegen, nur müssen sie in der Weise beweglich ausgebildet sein, daß der BaI-ken keinen Schub nach außen ausüben kann. Eine besondere Ausbildung der Beweglichkeit erscheint aber in allen den Fällen nicht als erforderlich, in welchen auch Balken auf zwei Stützen nicht mit einem besonderen bewegliehen Auflager versehen sein würden, z. B. bei eingemauerten Bauträgern.
Der n-endige Balken kann aus jedem zur Herstellung von Balken überhaupt geeigneten Baustoffe erzeugt werden; dabei sind unter »Balken« nicht nur solche mit vollwandiger Ausbildung, sondern auch solche mit beliebiger Steg- und Gurtungsausbildung sowie be-

Claims (1)

  1. liebige Träger mit beliebiger Gurtungsform und ! nach den Auflagern gehenden Teilen, da-
    beliebiger Ausfachung verstanden. j durch gekennzeichnet, daß je zwei beliebige
    _ ί Teile einen von i8o° verschiedenen Win-
    Patent-Anspruch: j kel, je zwei benachbarte Teile einen Win- ίο
    Freitragendes Trägergebilde aus mehre- I kel kleiner als 180° einschließen, und daß
    ren von einem mittleren Knotenpunkte \ der Knotenpunkt nicht unterstützt ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKERE!.
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