DE26905C - Wärmeregulator und Luftvertheilungs-Vorrichtung an dem durch Patent Nr. 14811 geschützten Trockenapparat. (Abhängig vom Patent Nr. 14811.) - Google Patents

Wärmeregulator und Luftvertheilungs-Vorrichtung an dem durch Patent Nr. 14811 geschützten Trockenapparat. (Abhängig vom Patent Nr. 14811.)

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DE26905C
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O. HlLLIG in Berlin N., Kesselstrafse 12
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B9/00Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards
    • F26B9/06Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards in stationary drums or chambers
    • F26B9/066Machines or apparatus for drying solid materials or objects at rest or with only local agitation; Domestic airing cupboards in stationary drums or chambers the products to be dried being disposed on one or more containers, which may have at least partly gas-previous walls, e.g. trays or shelves in a stack
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B21/00Arrangements for supplying or controlling air or other gases for drying solid materials or objects
    • F26B21/30Controlling, e.g. regulating, parameters of gas supply
    • F26B21/37Velocity of flow; Quantity of flow

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

C'W
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
O. HILLIG in BERLIN.
geschützten Trockenapparat.
Abhängig vom Patent No. 14811. Patentirt im Deutschen Reiche vom a6. April 1883 ab.
Die in der Zeichnung, Fig. 1 bis 8, dargestellten und in der nachfolgenden Beschreibung erläuterten Verbesserungen an Trockenapparaten bezwecken Folgendes:
1. Die Möglichkeit, bei einer Anzahl an einander gereihter Apparate oder Trockenkammern A A1 At u. s. f., Fig. i, den durch künstliche Mittel, wie Exhaustor, Ventilator etc., eingeblasenen oder eingesaugten Luftstrom in alle Apparate gleichmäfsig vertheilen zu können.
2. Die Möglichkeit, nach Belieben einen oder mehrere Apparate von der Circulation des Luftstromes ganz auszuschliefsen, ohne ihn an der Circulation mit den anderen Kammern zu
nemmen.
3. Die Möglichkeit, durch den in Fig. 3 und 4 dargestellten Apparat die Temperatur der Trockenluft selbstthätig derart reguliren zu können, dafs sie einen gewissen Temperaturgrad nicht überschreitet.
In der in Fig. 1, und zwar im verticalen Längenschnitt, und in Fig. 2 und 7 in den verticalen Querschnitten ist ein Trockenapparat dargestellt, an welchem die gedachten Verbesserungen veranschaulicht sind.
Dieser Trockenapparat, Fig. 1, besteht aus einer Anzahl an einander gereihter, durch Zwischenwände von einander getrennter Kammern A A1 A3 A3 u. s. f., welche, damit sie mit Horden bestellt werden können, an der vorderen Seite durch Thüren zugänglich sind.
An der oberen und unteren Seite sind dieselben luftdicht durch Gehäuse K und K1 verschlossen; in eines dieser mündet die Trockenluft vom Lufterwärmungsapparat her ein und durch das andere, nachdem sie die in den Kammern A A1 u. s. f. aufgestellten Horden passirte, wieder aus.
Es ist gleich, ob die Einmündung der Trockenluft in K oder K1 erfolgt.
Damit nun die unter .1. beregte Möglichkeit, die Trockenluft in allen Kammern gleichmäfsig vertheilen zu können, gegeben werde, sind in den Zwischenwänden der Gehäuse K und ^ST1 Ventile V angebracht, die durch konische Rohre R mit einander verbunden sind. Für jede Kammer A . . . ist ein Eingangs- und ein Ausgangsventil angeordnet, welche so gestellt werden können, dafs für jede Kammer ein gewisses Quantum Luft in der durch Pfeile angedeuteten Richtung ein- bezw. ausströmen kann.
Diese Ventile sind in Fig. 5 und 6 in gröfserem Mafsstabe gezeichnet.
Es ist s, Fig. 5, ein Ring, welcher einerseits mit den konischen Rohren R und andererseits mit den Zwischenwänden von K fest verbunden ist. Dieser Ring hat auf seiner planen Seite eine Anzahl (in der Zeichnung deren vier) sectorenförmige Aussparungen m. Auf dem ringförmigen Kranz des Ringes s sitzt ein vermittelst Schubstange t um gemeinsamen Mittelpunkt mit s drehbarer zweiter Ring S1 ; dieser hat, wie der Ring s, die nämlichen Aussparungen m, und zwar ist in der Zeichnung der Ring ^1 so gestellt gedacht, dafs seine Aussparungen m genau über der von s stehen, sie also in dieser Stellung eine Oeffnung bilden, durch welche die Luft aus dem Innern des Rohres R zunächst in das Gehäuse K und die zugehörige Kammer A austreten kann.
Durch Drehen des Ringes ^1 vermittelst der Schubstange t kann man aber die Oeffnungen m theilweise oder ganz verschliefsen, ■ also nach Bedürfnifs viel, wenig oder gar keine Luft in die Kammern treiben lassen, woraus sich die Möglichkeit der Regulirbarkeit des Luftstromes nach irgend einer Kammer oder gänzlicher Ausschlufs einer oder mehrerer solcher erklärt.
Gänzlicher Ausschlufs einzelner Kammern vom Luftstrom ist geboten, wenn zwecks Beschickung die Thüren derselben geöffnet werden, da sonst durch die geöffneten Thüren entweder kalte Luft ein- oder warme Luft ausströmt und Wärmeverluste erzeugt.
Ohne diese Ventilvorrichtung ist aber überhaupt ein richtiges Functioniren mehrerer solcher an einander gereihter Trockenapparate oder Trockenkammern A nicht möglich; denn denkt man sich diese Ventilvorrichtung hinweg, so wird, ganz abgesehen von dem Wärmeyerlust, welcher jedesmal beim Oeffnen der Thüren stattfindet, die Trockenluft dahin strömen, wo sie den geringsten Widerstand findet, welcher dort ist, wo die Kammern am wenigsten mit zu trocknenden Materialien bestellt sind; es werden dann die Kammern, welche dichter bestellt sind, vom Luftstrom entweder gar nicht oder nur schwach getroffen und in solchen die Trocknung auch nur langsam vor sich gehen,
Eine Modification der vorbeschriebenen Regulirvorrichturig zur Erreichung desselben Zweckes ist in den Fig. 7 und 8 dargestellt. Hier fallen die in den Gehäusen KK1 befindlichen konischen Luftleitungsrohre mit den Ventilen ganz fort; statt derselben sind aber die Kammern A A1 A1 u. s. f. oben und unten mit Platten N, in welchen sich eine Anzahl Schlitze nnn . . . befinden, abgedeckt.
Vermittelst einer mit nach aufsen gehender Schubstange t verbundenen Anzahl Schieber oder Klappen a a a . . . können die Oeffnungen 1111... nach Belieben ganz oder theilweise geschlossen und der Luftstrom beliebig nach den Kammern geleitet werden.
Zur Regulirung der Temperatur der Trockenluft dient der in Fig. 3 und 4 dargestellte Wärmeregulator; derselbe wird entweder mit dem von dem Lufterwärmungsapparat herkommenden Luftrohr oder mit einem der Gehäuse K derart verbunden, dafs er von der Trockenluft berührt wird.
Derselbe besteht aus einer Anzahl Rohre r, welche mit einem Cylinder d in Verbindung stehen. In diesem Cylinder bewegt sich ein Kolben c, der auf einen Winkelhebel h mit Gewicht i wirkt. Die Röhren r und Cylinder d sind mit einer durch die Wärme stark ausdehnbaren Flüssigkeit gefüllt. Steigt die Temperatur der Trockenluft über das gewünschte Mafs, so dehnt sich die Flüssigkeit in dem Röhrengefäfs aus und wirkt dadurch auf den Kolbens; dieser schiebt den Winkelnebel h h derart, dafs sich entweder die Klappen b b , . . an einem Luftventil B öffnen, kalte Luft ins Rohr treten lassen und die Temperatur der Trockenluft auf das gewünschte Normalmafs herabmindern, worauf sich der Kolben c infolge Zusammengehens der Flüssigkeit in r und durch das Gegengewicht i senkt und die Klappen b b schliefst; oder es kann auch der vorbeschriebene Mechanismus auf die Luftzuführung zu dem Verbrennungsherd der Calorifere derart auf eine Luftklappe wirken, dafs durch vermehrte oder verminderte Luftzuführung ein mehr oder minder lebhaftes Feuer in derselben die Temperatur der Trockenluft gesteigert oder gemäfsigt wird. Bei Gegenständen, welche beim Trocknen die Erhaltung einer constanten Temperatur erfordern, ist die Anordnung eines solchen Wärmeregulators geboten.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: An dem durch Zeichnung und Beschreibung dargestellten Trockenapparat:
1. Die Theilung der Kappen K und K1 durch Zwischenwände und die Anordnung der mit diesen Zwischenwänden in Verbindung gebrachten konischen Luftzuführungsrohre R, an welchen, von aufsen regulirbar, Drehventile V so angebracht sind, dafs durch sie die Kammern AA... vom Luftstrom ganz oder nur theilweise abgesperrt werden können.
2. Unter Weglassung der konischen Luftzuführungsrohre R und der Zwischenwände in den Kappen K die Abdeckungen der Kammern AA... oben und unten mittelst Platten NN, in welchen Schlitze η η ... so angebracht sind, dafs sie durch von aufsen her bewegliche Schieber oder Klappen a a ganz oder theilweise geschlossen werden können, um dadurch den Luftstrom ganz oder nur theilweise von den Kammern absperren zu können.
3. Behufs Regulirung der Temperatur bei Trockenapparaten die Anordnung von Wärmeregulatoren, bestehend aus einfachen oder communicirenden Gefäfsen, welche in die Windzuleitung eingeschaltet, mit durch die Wärme stark ausdehnungsfähigen, tropfbar flüssigen Körpern, z. B. Quecksilber, Glycerin u. s. w., gefüllt werden, die durch ihr Ausdehnen oder Zusammenziehen auf einen in einem Cylinder d beweglichen Kolben c wirken, der durch die ihm so ertheilte Bewegung vermittelst Hebelcombination h auf das Schliefsen oder Oeffnen von Klappen b wirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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