DE236783C - - Google Patents
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- DE236783C DE236783C DENDAT236783D DE236783DA DE236783C DE 236783 C DE236783 C DE 236783C DE NDAT236783 D DENDAT236783 D DE NDAT236783D DE 236783D A DE236783D A DE 236783DA DE 236783 C DE236783 C DE 236783C
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- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D23/00—Control of temperature
- G05D23/01—Control of temperature without auxiliary power
- G05D23/015—Control of temperature without auxiliary power with mechanical sensing element not covered by groups G05D23/02 and G05D23/12
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. ■- Ju 236783 KLASSE 36/. GRUPPE
Die im folgenden beschriebene Anordnung soll die Aufgabe lösen, in solchen Fällen, wo
eine in ihrer Gesamtgröße feststehende Wärmemenge zu liefern ist und wo dieselbe
von mehreren parallel arbeitenden Wärmequellen geliefert wird, den verhältnismäßigen
Anteil einer jeden Einzelquelle an der Gesamtlieferung einzustellen und nach erfolgter
Einstellung noch die Möglichkeit einer Einregelung der gesamten Wärmelieferung unter
Aufrechterhaltung des vorher eingestellten verhältnismäßigen Anteils zu ermöglichen.
Als Wärmequellen, die zu mehreren parallel . arbeitend verwendet werden und deren g'emeinsame,
in der gedachten Weise wirkende Regelung in Frage kommen kann, sind insbesondere
zu nennen: feuerbeheizte Dampf oder Warmwasserkessel, feuerbeheizte Luftheizkaloriferen;
die Regelung findet dabei im allgemeinen durch Drosseln des Luftzutrittes zum Rost oder des Rauchgasabganges zum
Schornstein statt. Es kommen ferner in Frage mit Dampf oder Flüssigkeiten beheizte Warmwasserkessel,
Lufterwärm.er und ähnliches; bei ihnen geschieht die Regelung durch Abdrosseln
desZutrittsquerschnittes desDampfes oder des Abflußquerschnittes des gebildeten
Kondensates. In Frage kommen endlich'die in den Zimmern aufgestellten Heizkörper, die
im allgemeinen mit Dampf oder warmem Wasser beheizt werden und bei denen die Regelung
durch Drosseln des Dampf- oder Wasserzutrittes oder -abflusses erfolgt. Es
kann auch die Regelung der Wärmezuführung zu einem Raum durch Verstellen der Luftzuführungsklappe
einer Luftheizung in Frage kommen.
In allen diesen Fällen kann eine Regelung, die in der gleich zu beschreibenden Weise
wirkt, dann verwendet werden, wenn mehrere Wärmequellen der genannten Art, die gleicher
oder.verschiedener Art sein können, parallel arbeiten, d. h. gemeinsam zur Lieferung einer
insgesamt erforderten Wärmemenge beitragen. So arbeiten Dampf- oder Warmwasserkessel
parallel auf die gemeinsame Dampfcder Vorlaufleitung, so arbeiten mehrere
Zimmerheizkörper oder Luftheizungskanäle parallel, wenn sie zur Erwärmung eines und
desselben Raumes beitragen sollen; hierbei ist unter dem Ausdruck Raum unter Umständen
auch eine Gemeinsamkeit von Räumen zu verstehen, die nicht so weit voneinander getrennt
sind, daß keinerlei Wärmeaustausch zwischen ihnen möglich ist.
Auf alle die genannten Fälle bezieht sich das folgende:
Es ist oft erwünscht, daß beim Parallelarbeiten mehrerer Wärmequellen die Verteilung
der Wärmelieferung auf die verschiedenen AVärmequellen ihrer verschiedenen oder
gleichen Leistungsfähigkeit dauernd proportional bleibt; das kann erwünscht sein mit
Rücksicht auf ökonomischen Betrieb oder mit Rücksicht auf die gleichmäßige Wärmeverteilung
oder aus anderen Gründen. Außer-
dem muß in jedem Falle die gesamte Wärmelieferung auf der durch äußere Umstände vorgeschriebenen
Höhe gehalten werden; Dampfkesselbatterien müssen den von einem Maschinenbetrieb
oder von einer Heizung geforderten Dampf liefern, mehrere Zimmerheizöfen müssen zusammen immer den Wärmebedarf
des ganzen Raumes decken. Die Erfüllung dieser beiden Bedingungen geschieht bis jetzt
ίο von Hand, indem der Heizer am Dampfkessel
auf konstanten Druck achtet und indem er nach dem Augenmaß das Feuer unter den verschiedenen
Kesseln möglichst gleich hält. Gelegentlich findet man auch selbsttätige Regehingen,
die indessen dabei für jeden einzelnen der Kessel getrennt zu sein pflegen und daher
leicht gegeneinander an regulieren. Man hat auch versucht, gemeinsame Regelungen für
eine große Kesselbatterie zu schaffen, indem man ein allen Kesseln gemeinsames Regelorgan
anordnet. Im letzteren Falle hat der Heizer oder die selbsttätige Regelung nur Einfluß auf die gesamte AVärmeerzeugung,
nicht aber auf die einzelnen Kessel, und es kann vorkommen, daß einer derselben wenig
leistet, während der andere überlastet wird. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei Zimmerheizkörpern.
Den genannten Übelständen soll nun abgeholfen werden dadurch, daß jede Wärmequelle
eine eigene Einstellbarkeit erhält, die ihr ihren verhältnismäßigen Anteil vorschreibt,
daß ferner eine den verschiedenen Regelorganen gemeinsame Stellvorrichtung angeordnet wird, durch deren Bedienung —
selbsttätige oder von Hand — die Einstellung der Gesamtleistung erfolgt, und diese beiden
verschiedenen Verstellbarkeiten sollen organisch in solchen Zusammenhang miteinander
gebracht werden, daß der verhältnismäßige Anteil der einzelnen Wärmequellen auch bei
Änderungen der Gesamtleistung mehr oder weniger g'enau aufrecht erhalten bleibt.
Zu dem Zweck soll das Regelorgan jeder der Wärmequellen eine mehrfache Einstellbarkeit
erhalten. Die beiden Verstellbarkeiten sollen in solcher Weise zusammenwirken, daß
' es möglich ist, den größten Drosselquerschnitt für jeden einzelnen Kessel unabhängig von
der Einstellung der anderen einzuregeln, und von diesem nach der jeweiligen Einstellung
höchsten Querschnitt soll dann die gemeinsame Regelung proportionale Bruchteile herunterregeln,
dergestalt, daß bei Verminderung der geforderten Gesamtleistung auf Null auch sämtliche Drosselquerschnitte der einzelnen
Wärmequellen gleichzeitig zu Null werden oder einen genügend kleinen Wert erlangen.
Ausführungsformen zeigen Fig. 1 bis 4.
Fig. ι zeigt die von Hand zu betätigende Regelung der Wärmelieferung zweier gewöhnlicher
Hochdruckdampfkessel durch den Rauchschieber. Die beiden Rauchschieber a und b sind in den Füchsen der Kessel angebracht.
Sie werden bewegt durch Verstellen der Welle c, die über den Kesseln entlang läuft
und die durch einen Handgriff d gedreht werden kann. Die Rauchschieber α und b sind an
Arme e und / angehängt, dergestalt, daß der Angriffspunkt der Ketten g und h und damit
die wirksame Länge der Hebel e und / verändert werden kann. Durch verschiedenes
Einstellen dieser wirksamen Länge erreicht man, daß die verschiedenen Rauchschieber
verschiedene Öffnungen freigeben, je nach der Leistungsfähigkeit der verschiedenen
Kessel. Um jederzeit erreichen zu können, daß, alle Rauchschieber gleichzeitig in die
Nullage kommen, ist eine Veränderung der Seillängen durch Stellvorrichtungen i und k
vorgesehen.
Fig. 2 zeigt eine Zugregelung, wie sie insbesondere für Heizkessel anwendbar ist. Je
nach der Höhe des konstant zu haltenden Dampfdruckes wird der Hebel d von Hand
oder durch einen Druckregler bekannter Bauart betätigt, und zwar so, daß er emporgezogen
wird, wenn der Dampfdruck steigt. Dadurch werden die gekrümmten Deckel α und b,
die auf der gemeinsamen Welle c sitzen und die, die zum Rost führende Luftzuführungsöffnung
beeinflussen, gesenkt und sperren den Luftzutritt ab. Als Abschlußkanten dienen einesteils die gekrümmt begrenzten Seitenwände
der Zuführungsöffnung, ferner auch die Stellbleche g h, die zwischen jenen Seitenwänden
laufen, sich um ihre untere wagerechte Kante als Achse drehen lassen, und die sich durch Stifte in einer Lochreihe feststellen
lassen. Je mehr diese Stellbleche nach außen gedreht sind, desto größer ist die — durch
senkrechte Schraffierung angedeutete — Öffnung für den Luftzutritt der betreffenden
Feuerung bei einer bestimmten Stellung" der Welle c. Die Kupplung der gekrümmten
Bleche α b könnte auch in der Weise erfolgen, daß jedes derselben von einer Kette gefaßt
würde und die Ketten nachher vereinigt würden, unter Zwischenschaltung einer Längenänderung
für die Nullstellung. An Stelle der in Fig. 2 angedeuteten Regelorgane mit gekrümmtem
Deckel und Stellbleche — welche Regelorgane hier nur beispielsweise gezeichnet
sind und nicht geschützt werden sollen — könnte jedes andere Regelorgan benutzt werden,
das eine doppelte Beeinflussung des gleichen Querschnittes in dem eingangs angedeuteten
Sinne gestattet.
Fig. 3 zeigt die Beeinflussung der Leistung ι zweier Dampf warmwasserkessel nach der Vorlauftemperatur
durch Anstauen des Kondenswasscrs. Die Kessel / und m entleeren ihr
Wasser in den Vorlauf η, durch den Rücklauf ο kommt es zurück. In eine Verbindungsleitung zwischen Vor- und Rücklauf ist ein
selbsttätiger Temperaturregler d bekannter Konstruktion eingeschaltet, der an den Seilen
c p q zieht, wenn die Temperatur steigt. Dadurch werden Drosselorgane α und b in der
Kondensleitung betätigt. Die beiden Drosselorgane werden aber verschieden stark betätigt,
weil jedes von ihnen mit einem senkrechten Laufgewicht g h versehen ist, die man
verschieden hoch- einstellen kann. Die Seile sind elastisch genug ·— nach Bedarf können
aber auch elastische Glieder r und s eingeschaltet werden —, um je nach der Stellung
der Laufgewichte g und h mehr oder weniger der Kettenbewegung aufzunehmen und dadurch
die verschiedenen Bewegungen der verschiedenen Regelorgane zu veranlassen. Die Beeinflussung ist nur beispielsweise als selbsttätig
gezeichnet und könnte nach Bedarf auch von Hand erfolgen.
Fig·. 4 bringt die Anwendung auf Regelung von Zimmerheizkörpern zur Darstellung. Die
Heizkörper / und m erhalten Dampf durch die Regelorgane α und b. Diese werden senkrecht
verstellt durch den Druck, der auf die Membranen t und u ausgeübt wird. Die Regelorgane
α und b haben aber eine zweite Einstellbarkeit nach bekannter Bauart; die sogenannte
Voreinstellung hat eine Drehbewegung und dient in diesem Falle zum Bemessen des verhältnismäßigen Anteils der Einzelheizkörper.
Nun sind die vorher schon erwähnten senkrechten Verstellbarkeiten miteinander gekoppelt
; das könnte rein mechanisch geschehen, ist aber in Fig. 4 als hydraulisch erfolgend
dargestellt. Die auch schon erwähnten Membranen t und u werden durch den
Druck einer Flüssigkeit durch die Rohre p und q hindurch belastet, und p und q sind in c
vereinigt und gehen zu einer ähnlichen, nur entsprechend größeren Membran v, die durch
eine Verstelleinrichtung unter Druck gesetzt werden kann. Dazu soll man an der Hülse d
drehen und dadurch die Heizkörper / und m gemeinsam beeinflussen, indem man die
Hülse d niederschraubt und dadurch eine Feder gespannt, die auf der Membran drückt.
Zur Nullstellung kann zwischen den Membranen t u und den Regelorganen α b eine Längenänderung
vorgesehen werden. Die gemeinsame Regelung kann auch durch die Zimmertemperatur selbst erfolgen, indem man
außer oder statt der Membran ν einen Wärmeaufnahmekörper bekannter Art anordnet,
dessen Inhalt an Flüssigkeit nach der Zimmertemperatur sich ausdehnt oder siedet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Anordnung zur handbetätigten oder selbsttätigen Regelung der Wärmelieferung mehrerer Wärmequellen (z. B. Kessel, Heizkörper, Kochgefäß), deren jede ein Regelorgan mit mindestens doppelter, auf den gleichen Querschnitt wirkender Verstellbarkeit hat, gekennzeichnet durch eine Verkuppelung der einen Verstellbarkeit für alle Wärmequellen, um durch Bedienung des Koppelgliedes den Gesamtbetrag der Wärmelieferung einregeln zu können, während die anderen Verstellbarkeiten für jede Wärmequelle einzeln bedient werden und so mit den gekoppelten Verstellbarkeiten zusammenwirken, daß die gekoppelten Verstellbarkeiten unter allen Umständen gleichzeitig auf Null kommen, und von da an den einzelnen Kesseln ganz oder annähernd proportional bleibende Anteile an der Gesamtabgabe zumessen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE236783C true DE236783C (de) |
Family
ID=496442
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT236783D Active DE236783C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE236783C (de) |
-
0
- DE DENDAT236783D patent/DE236783C/de active Active
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