DE268378C - - Google Patents

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DE268378C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/74Methods of treatment in inert gas, controlled atmosphere, vacuum or pulverulent material

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)
  • Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 268378. -■■ KLASSE 18 c. GRUPPE
GEORG FALTER in MAGDEBURG.
Zusatz zum Patent 261354.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Juni 1913 ab. Längste Dauer: 5. März 1927.
' Es ist stets als Übelstand empfunden worden, daß die eigentliche Glühperiode in dem Ofen in erheblich kürzerer Zeit vor sich geht als das Kühlen. Es ist daher bei allen Kammerglühöfen eine lange Kühlretorte erforderlich, oder falls man die Kühlretorte in einzelne Kammern unterteilt, muß man eine große Anzahl von Kammern vorsehen. Hieraus ergeben sich wesentliche Nachteile:
i. wird der ganze Bau des Glühofens durch die lange Kühlkammer lang, und die Herstellungskosten werden verhältnismäßig hoch; '
2. gestaltet sich das Verschieben der Glühwagen in den langen Kammern schwierig, weil man bei jedem neu in die Glühretorte einzufahrenden Wagen eine große Anzahl von Wagen, die sich zum Teil in der Kühlretorte befinden, zu bewegen hat. Darunter leidet die Betriebssicherheit und die Genauigkeit der Bewegung der zu· beschleunigenden und zu verzögernden .Masse;
3. kann man die Wagen nur in der Reihenfolge aus dem Ofen herausnehmen, in der sie eingesetzt sind. Befindet sich also zwischen den Wagen mit normalem Material und die auch mit ' normaler Menge beladen sind, ein anderer Wagen, der aus irgendeinem Grunde nur eine geringere Belastung an Metall trägt oder Material führt, das sich in der Qualität von dem übrigen unterscheidet, derart, daß die Kühlperiode eine kürzere ist wie die des normalen Materials, so kann man trotzdem den Wagen nicht früher aus dem Ofen herausbringen, als bis er vor die Ofenmündung kommt. Mit anderen Worten: man muß den Wagen während einer übermäßig langen Kühlzeit in dem Ofen belassen.
Alle diese Nachteile werden vermieden, wenn man den Glühofen überhaupt nicht mit einer Kühlkammer versieht, sondern für jeden Wagen eine gewissermaßen transportable Kühlkammer verwendet, d. h. man umschließt den aus der Glühkammer kommenden Wagen vollständig derart, daß der Wagen samt der Abschlußvorrichtung aus dem Glühofen entfernt und an irgendeiner Stelle des Glühhauses niedergesetzt werden kann. Selbstverständlich muß der Raum, in dem sich der Wagen befindet, luftdicht verschlossen sein. Man erhält auf diese Weise bekanntlich einen kurzen Glühofen. Die Durchgangszeit des Glühgutes richtet sich lediglich nach der Dauer des Glühens, und die Abkühlung jedes Wagens kann unabhängig von den anderen erfolgen.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt, die sich an die in dem Hauptpatent angegebene Bauart anschließen.
Fig. ι und 2 zeigen eine Bauart, bei weleher der Wagen nach oben herausgenommen wird,
Fig. 3 eine Bauart, bei welcher der Wagen nach unten entfernt wird.
Fig. 4 zeigt einen Einzelteil der Einrichtung nach Fig. 3.
An die Glühkammer b, die sich in dem Ofen α befindet, schließt sich unmittelbar die Vorkammer c an, in welcher das Ausfahren der Wagen unter Vermeidung von Gaszutritt nach der im Hauptpatent beschriebenen Weise erfolgt. In der Kammer ist die Gleisplatte / heb- und senkbar, wobei in irgendeiner Weise der Tragstempel h der Platte mechanisch bewegt wird. Die Platte trägt eine Tauchrinne p, in welche der untere Rand des Aufsatzes d eingreift, die mit einem Dichtungsmittel gefüllt ist. Der Aufsatz selbst trägt die obere Dichtungsrinne f, in die die abnehmbare Haube g eingesenkt wird. Das Neue der Einrichtung besteht in folgendem:
In einer Aussparung der Gleisplatte / liegt
eine zweite kleinere Platte 0, auf die der Wagen m aufgefahren wird. Diese Platte trägt an ihrem Rande eine Tauchrinne φ1, in welche der haubenartige Ansatz r der Haube g eingreift. Der Durchmesser der Haube f ist so bemessen, daß ein mit Glühgut beladener Wagen m bequem in der Haube Platz hat.
Es ist noch erforderlich, eine Verschlußvorrichtung zwischen der inneren Platte und der abnehmbaren Haube vorzusehen, zwar muß dieser Verschluß gasdicht sein. Bei Anwendung einer Tauchrinne ist es nur erforderlich, Haken s anzubringen, die sich um Zapfen drehen und vermöge ihres Eigengewichtes unter entsprechende Nasen an der Platte 0 greifen.
Man kann auch eine mechanisch bewegte Verbindungsvorrichtung vorsehen, besonders wenn man statt der Tauchrinne eine Flächendichtung nimmt. Die Haken s werden dann beispielsweise durch ein Gestänge t verbunden, das von dem Handhebel ν aus bewegt wird. Ist der Verschluß in irgendeiner Weise hergestellt, so wird der Deckel g samt der inneren Platte 0 durch einen Kran abgehoben und an irgendeiner Stelle des Glühhauses abgesetzt. Der Ofen selbst ist dabei verschlossen, weil die äußere Gleisplatte I an ihrer Stelle bleibt und abdichtet. Es braucht nunmehr nur ein anderer Deckel aufgesetzt und der Raum über der Gleisplatte in bekannter Weise ausgeblasen zu werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 liegt die abnehmbare Platte 0 auch auf der Platte I auf. Hier werden zweckmäßig zwei voneinander zu trennende Hauben g1 und r1 verwendet. An der inneren Haube r1 sind Haken s, die sich unter entsprechende Nasen der Platte 0 legen, angebracht. Die Verbindung zwischen den Hauben g1 und r1 muß selbsttätig lösbar sein. Zu diesem Zwecke sind nach Fig. 4 an der Haube r1 Nasen χ angebracht, in deren Aussparungen die unter Federdruck stehenden Klammern ζ eingreifen, die an der oberen Haube g1 sitzen. Die Einrichtung wird in folgender Weise gehandhabt :
Die beiden Hauben werden zunächst mittels der Stange u gemeinsam angehoben. Darauf wird der aus der Glühkammer b kommende Wagen auf die Gleisplatte gefahren, und nunmehr werden beide Hauben gesenkt. Hierauf wird die Platte I gesenkt und die innere Platte 0, die mit der äußeren durch eine Verriegelung verbunden ist, mit herabgenommen. Dabei werden die Zangen ζ auseinandergedrückt, so daß die innere Haube r1 mit herabgeht und der Wagen vollkommen eingeschlossen ist. Nachdem die Verriegelung zwischen den beiden Gleisplatten gelöst ist, kann man die Kühlkammer von der Gleisplatte I abheben.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Ausführungsform des Ofens zum Ausglühen von Metallgegenständen in einer Atmosphäre von nichtoxydierenden Gasen, bei dem an beiden Enden der das Glüh-,gut aufnehmenden Retorte Vorkammern und in diesen senkrecht bewegliche Gleisplatten für die Zufuhr der Glühwagen angebracht sind, nach Patent 261354, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Gleisplatte (I) eine Platte (0) lose liegt, welche mit einer am Deckel der Vorkammer fest oder lösbar angebrachten Haube luftdicht so verbunden werden kann, daß für jeden Glühwagen eine durch Verriegelung in sich geschlossene Kühlkammer hergestellt wird, die zusammen mit dem Glühwagen von der Gleisplatte (I) abhebbar ist.
2. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich der mit dem Deckel (g) der Vorkammer fest verbundenen Haube (r) selbsttätig oder mechanisch schließende Haken (s), die mit der losen Platte (0) in Eingriff stehen, so angebracht sind, daß beim Abheben des Deckels die Platte (0) mit dem Glühwagen aus der Vorkammer ausgehoben wird.
3. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über den senkbaren, miteinander verriegelbaren Platten (I, 0) zwei voneinander unter Verwendung lösbarer Klammern (z) trennbare Hauben (g1, r1) so liegen, daß beim Niedergang der Platte (I) die innere Haube (r1) bei entsprechender Verriegelung mit der Platte (0) zusammen abwärts bewegt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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