DE2672C - Verfahren zur Herstellung von rothem und gelbem Arsen aus Arsenmehl und Läutern des aus Mehl und Kies erhaltenen rohen, rothen oder gelben Arsenikglases unter Benutzung der dabei auftretenden schwefligen Säure und gleichzeitiger Vermeidung von schädlichen Einflüssen auf die Arbeiter und die Umgebung der Fabriken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von rothem und gelbem Arsen aus Arsenmehl und Läutern des aus Mehl und Kies erhaltenen rohen, rothen oder gelben Arsenikglases unter Benutzung der dabei auftretenden schwefligen Säure und gleichzeitiger Vermeidung von schädlichen Einflüssen auf die Arbeiter und die Umgebung der Fabriken

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G. PLESCH in Silberhofifnung bei Schwarzenberg (Sachsen)
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1878.
Ii.
GUIDO PLESCH in SILBERHOFFNUNG bei SCHWARZENBERG (Sachsen).
Verfahren zur Herstellung von rothem und gelbem Arsen aus Arsenmehl und Läutern des aus Mehl und Kies erhaltenen rohen, rothen oder gelben Arsenikglases unter Benutzung der dabei auftretenden schwefligen Säure und gleichzeitiger Vermeidung von schädlichen Einflüssen auf
die Arbeiter und die Umgebung der Fabriken.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Februar 1878 ab.
Der Apparat besteht aus einer in einen Ofen horizontal einzulegenden Retorte von Gufseisen, mit Vorlagen von Eisenblech, bezüglich mit Anhang, ferner mit Stutzen, von dem aus eine Rohrleitung abgeht, welche die entstehende schweflige Säure in Wo ul ff'sehe Flaschen, oder wenn schwefligsaure Salze erzielt werden sollen, in Kammern zur Absorption durch das entsprechende Alkali leitet und zuletzt zur Beseitigung der etwa noch vorhandenen Spuren Säure in einen Condensationsthunn, oder, soll das Hauptproduct Schwefelsäure sein, von dem Beginn der Rohrleitung an direct in die betreffenden Kammern.
Die in der Zeichnung dargestellten Apparate sind als zweckmäfsig befunden worden:
I. Zur Herstellung des rohen rothen oder gelben Arseniks:
α Retorte von Gufseisen;
b Vorlage von Eisenblech;
c Anhang mit Hut;
d Stutzen zur Rohrleitung;
e Rohrleitung.
II. Zum Läutern des rohen rothen oder gelben Arsenikglases:
α Retorte von Gufseisen;
b Vorlage von Eisenblech;
c Stutzen zur Rohrleitung;
d Rohrleitung.
Die Behandlung der Apparate ist folgende:
Die Retorte wird, um rohes rothes oder gelbes Arsenikglas herzustellen, mit einem Gemisch von Schwefel und Arsenikmehl beschickt. Um rohes Arsenikglas zu läutern, ist dieses mit einem der Qualität desselben entsprechenden Theil Schwefel zu vermischen, was durch Zerbröckeln der beiden Körper in einem Glasbrecher zweckmäfsig vorzunehmen ist.
Nach der Beschickung wird die Vorlage angedichtet und die Verbindung mit der Rohrleitung hergestellt.
Es sind nun die Retorten schnell zum Glühen zu bringen und so zu erhalten, so lange Schwefelarsenik übergeht. Darauf erfolgt Abkühlung, Abschliefsen der Rohrleitung, Entleerung der Vorlagen und der Retorte, letztere nur von den zurückgebliebenen Unreinigkeiten, und dann von neuem Beschickung.
Rother Arsenik wird jetzt aus einer Mischung von Arsenik- und Schwefelkies hergestellt, derart dafs Arsenik und Schwefel in thönerne Retorten, an welchen blecherne Vorlagen angestemmt sind, bei sehr hoher Temperatur vereint abgetrieben wird, während die Abbrände zur weiteren Behandlung in den Röstofen kommen.
Hierdurch entsteht ein erheblicher Aufwand von Retorten, die leicht zerreifsen und wegen ihrer Porösität schweflige und arsenige Säuredämpfe in den Rauchfang gehen lassen, was namentlich auch beim Entleeren und beim Beschicken in reichem Maafse der Fall ist.
Es dürfte deshalb wohl zu empfehlen sein, zur Herstellung von rothem Arsenik sich des Mehls zu bedienen und auf Gewinnung desselben mehr Werth zu legen.
Wie als bekannt vorauszusetzen, erfordert:
ι Aeq. arsenige Säure,
3,s - Schwefel, um
ι Aeq. zweifach Schwefelarsenik,
i,5 - schweflige Säure zu bilden,
und erfordert:
ι Aeq. arsenige Säure
4,5 - Schwefel, um
ι Aeq. dreifach Schwefelarsenik,
1,5 - schweflige Säure zu bilden.
Das Läutern des rohen Arsenikglases erfolgt, um die etwa vorhandene arsenige Säure zu reduciren, eine gleichmäfsige, den gewünschten Verhältnissen entsprechende Verbindung zwischen Schwefel und Arsenik herbeizuführen und etwa vorhandene Unreinigkeiten zu entfernen.
Zu diesem Zweck wird zur Zeit das rohe Glas unter einem Zusatz von Schwefel in einem vertical eingemauerten offenen Kessel unter Abschäumen bei Glühhitze geschmolzen; der lautere Schwefelarsenik wird dann durch ein geöffnetes Spundloch abgelassen, wobei derselbe Dämpfe verbreitet, während beim Schmelzen Schwefelarsenik sich entzündet und ein Theil, der auf mindestens 10 pCt. zu beziffern ist, durch den Schornstein als dichter Dampf in die Luft entweicht, was, da an den betreffenden Stätten in der Regel tausende von Centnern hergestellt werden, nicht ohne Bedeutung ist, während nach meinen Angaben absolut nichts verloren geht.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT2672D Verfahren zur Herstellung von rothem und gelbem Arsen aus Arsenmehl und Läutern des aus Mehl und Kies erhaltenen rohen, rothen oder gelben Arsenikglases unter Benutzung der dabei auftretenden schwefligen Säure und gleichzeitiger Vermeidung von schädlichen Einflüssen auf die Arbeiter und die Umgebung der Fabriken Active DE2672C (de)

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