DE26609C - Verfahren zur Herstellung eines verbesserten Cirolin genannten Wachstuchteppichs - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines verbesserten Cirolin genannten Wachstuchteppichs

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DE26609C
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K. SCHWAMKRUG in Saalfeld a. S
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. W
Zur Herstellung von Wachstuchteppichen bediente man sich bisher eines mehr oder weniger groben Gewebes aus Leinen oder Jute, welches, in Rahmen gespannt, zunächst mit einem Kleister und dann mit Oelfarbgründen bearbeitet wurde. Die so herausgearbeiteten Wachstuchteppiche wurden alsdann mit Oelfarbe bedruckt und zum Schütze des Druckes mit einem harten Lack überzogen. Das Lackiren der Wachstuchteppiche konnte indefs nicht verhindern, dafs sich der oberflächliche Druck mit der Zeit abnutzte, wodurch er an Aussehen und Werth verlor.
Diesem viel gerügten Uebelstand abzuhelfen, bezweckt das folgende Verfahren.
Ich verwende jetzt gemusterte oder bedruckte Gewebe beliebiger Art, die möglichst dicht und egal sein müssen, und bearbeite dieselben entweder in gespanntem Zustande oder vermittelst der Grundirmaschine auf beiden Seiten zunächst mit einer Masse aus Carragheen-Moos, kryst. Soda und Leinölfirnifs, wodurch dasselbe sich . mehr verdichtet und die erwünschte Geschmeidigkeit erhält, ohne dafs der gemusterten oder bedruckten Seite eine wesentliche Veränderung im Aussehen widerfährt.
Alsdann wird die gemusterte bezw. bedruckte Seite mittelst Bürsten weiter mit einem wasserhellen, gut trocknenden Leinölfirnifs imprägnirt, bis das Gewebe vollständig damit bedeckt ist, während die Rückseite des Teppichs entweder, wie bisher, mit. Oelfarbgründen, oder besser, um ihn stärker, haltbarer und gegen den Einflufs von Kälte schützender zu machen, unter Benutzung von in Benzin aufgeweichtem oxydirten OeI und Haar- bezw. WoIl- oder Faser-, auch Holzstaub aller Art bearbeitet wird.
Der so herausgearbeitete Teppich wird alsdann auf der bedruckten bezw. gemusterten Seite mit einem Lack versehen, um demselben einen schönen Glanz zu geben und noch haltbarer zu machen.
Die für das erste Stadium der Bearbeitung benöthigte Masse wird wie folgt hergestellt:
Ein entsprechendes Quantum Carragheen-Moos wird in einer Lauge (10 Theile Wasser und ι Theil kryst. Soda) zu einem dünnen Gallerte ausgekocht, welcher mit hellem Manganfirnifs im Verhältnifs von 2:1 in einer Mischmaschine zu einem Brei angerührt wird.
Die Masse bleibt, obwohl von grauem Schein, doch durchsichtig und wird durch die darauf folgende Bearbeitung mit einem gut abgelagerten Leinölfirnifs, welcher wasserhell sein mufs, derart getränkt, dafs das Dessin in wirkungsvoller Weise hervortritt.

Claims (1)

  1. Patent-AnSpruch:
    Das Verfahren zur Herstellung von Wachstuchteppichen, darin bestehend, dafs gemusterte oder bedruckte Gewebe aller Art zunächst mit einer durchsichtigen Masse aus Carragheen-Moos, Sodalösung und Manganfknifs behandelt, dann auf der gemusterten Seite mit Firnifs und Lack überzogen werden, während die Rückseite entweder mittelst der gebräuchlichen Oelfarbgründe oder mittelst einer aus in Benzin aufgeweichtem oxydirten OeI und Haaren, Wolle, Fasern oder Holzstaub aller Art bestehenden Masse bearbeitet wird.
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