DE2645461B2 - Vorrichtung zur Dosierung eines Produktes - Google Patents
Vorrichtung zur Dosierung eines ProduktesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dosieren eines fließ- odei· schüttfäh'igen Produktes, insbesondere
eines teigigen, halbflüssigen oder körnigen Stoffes, mit einer vor eine Füll- und eine Auslaße- fnung schwenkbaren, zylindrischen Büchse, deren Hohlraum aus einem
Kanal besteht, dessen eines Ende in den Mantel der Büchse einmündet und der so ausgebildet ist, daß er eine
wechselweise Verbindung zwischen der Füllöffnung und einem an die Büchse heranreichenden Zylinder,
innerhalb dessen ein Dosierkolben bezüglich der Büchse hin- und herbeweglich antreibbar ist, sowie zwischen
diesem Zylinder und der Auslaßöffnung herstellt
Eine durch offenkundige Vorbenutzung bekanntgewordene Vorrichtung dieser Art ist in F i g. 1 offenbart
Bei dieser Vorrichtung ist nachteilig, daß sie einerseits drei Dichtungsstellen erfordert und andererseits die
Büchse zwischen zwei Füllvorgängen zwei unterschiedliche Arbeitswinkel durchlaufen muß, nämlich einen von
90°, um die eine Dichtfläche vor den Kolben und die andere Dichtfläche vor die Auslaßöffnug gelangen zu
lassen. Hieran schloß sich ein Arbeitswinkel von 270° an. Eine derartige Vorrichtung ist nicht nur platzraubend und kompliziert, sondern erfordert auch einen
entsprechend komplizierten Antrieb sowie die wirksame Abdichtung von insgesamt drei Dichtungsstellen. Zu
letzterem ist wesentlich, daß es sich bei den hier in Betracht zu ziehenden Produkten insbesondere um
teigige, halbflüssige oder körnige Stoffe handelt.
Eine Dosiervorrichtung anderer Art (nach der DE-AS 12 20 159) besteht im wesentlichen aus einem Zylinder,
einem darin drehbeweglich angeordneten Kolben und aus einem zweiten, über eine Gewindespindel axial
verstellbaren Kolben. In dem Zylinder ist eine Einlaß- und eine Auslaßöffnung angeordnet. Der von einem
Antriebsmotor über eine Kupplung und eine Welle angetriebene, drehbewegliche Kolben weist eine prismatische Aussparung mit kreissegmentförmigem Quer
schnitt auf, Durch diese Ausbildung können durch den drehbeweglichen Kolben wahlweise die Einlaßöffnung
und die Auslassöffnung geöffnet bzw, geschlossen
werden und somit die in dieser Druckschrift beschriebene Flüssigkeit über die Einlaßöffnung dem Zylinderin
nenraum zugeführt bzw, über die Auslaßöffnung daraus abgeführt werden. Bei dieser Vorrichtung führt der
drehbewegliche Kolben ausschließlich Djchtupgsfunk-.tionen, jedoch keine Aufnahmefunktionen durch. Er ist
ein reiner Drehkolben ohne jede Leitungsfunktion, da er hohle Inneräume nicht aufweist Der axial verstellbare
Kolben hingegen ist nicht zum Ausstoßen des im
Zylinderinnenraum befindlichen Füllgutes geschaffen, sondern ausschließlich durch Einjustierung der Größe
tfeses Zylinderinnenraumes. Diese Einjustierung erfolgt von Hand über ein Handrad und eine Gewindespindel.
Letztlich Ist die Funktion dieses axial verstellbaren Kolbens ausschließlich darin zu sehen, einen verstellbaren Boden des Zylinderinnenraumes zu schaffen. Das
wiederum ist jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Denn der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Dosieren eines Produktes der
eingangs genannten Art zu schaffen, die eine geringere Anzahl von Dichtungsstellen aufweist und eine einfachere Antriebsanordnung für die Büchse sicherstellt,
wobei unterschiedliche Dosierungen auch weiterhin über unterschiedliche Hubhöhen des Dosierkolbens
gewährleistet werden sollen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß
a) die Büchse zum Zylinder des Dosierkolbens weiterhin derart angeordnet ist, daß ihre Zylinderachsen fluchten,
b) diese fluchtende Achse die Schwenkachse der
c) das andere Ende des Kanals in die an den Zylinder des Dosierkolbens angrenzende Zylinderendfläche
der Büchse einmündet und oif dem Zylinder ständig dichtend fluchtet
Durch diese Anordnung wird eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung geschaffen, die gegenüber
der vorbekannten Vorrichtung des Standes der Technik gemäß F i g. 1 lediglich nur noch zwei Dichtungsstellen
aufweist und einen erheblich einfacheren Antrieb sicherstellt, da nunmehr die Zylinderachsen und die
Schwenkachse der Büchse zusammenfallen. Hierdurch kann einerseits über einen Hebel der Dosierkolben hin-
und herbewegt und andererseits die Büchse von der Füllöffnung zur Auslaßöffnung verschwenkt werden.
letztlich eine Verlängerung des Zylinders für den
vom Stand der Technik aufgezeigte Prinzip verlassen,
nach welchem entweder ein drehbeweglicher Kolben
innerhalb ein und desselben Zylinders mit einem
zusätzlichen Justierkolben beweglich angeordnet war
oder nach welchem stets drei Dichtungsstellen in
unterschiedlicher Winkelanordnung mit einem platzrau-
benden und komplizierten Antrieb erfoiderlich waren.
Ein Ausführungsbeispiel des am nächsten kommenden Standes der Technik ist in Fig. I sowie ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung in den Fi g. 2 und 3
der Zeichnung dargestellt.
Bei der Querschnittsdarstellung der vorbekannten Vorrichtung gemäß Fig. 1 weist die Büchse 1 eine
durchgehende Kammer 2 auf, welche in der Außenwand der Büchse 1 in zwei um 90° voneinander entfernte
öffnungen einmündet. In eier dargestellten Uge der
Büchse 1 wird die Kammer 2 bei 3 gefüllt und dabei wird
der zu dosierende Stoff gegen den Posierkolben 4 gestoßen, welcher gegenüber der anderen Mündung der
Kammer 2 liegt.
Wird sodann die zylindrische Büchse um 90" im Sinne
des Pfeiles 5 gedreht, so liegt die Füllöffnung vor dem
Dosierkolben 4, wohingegen die andere öffnung der Kammer 2 dem Ausstoßkanal 6 zugeordnet ist
Durch einen auf den Dosierkolben 4 ausgeübten Druck wird sodann der zu dosierende Stoff durch die
letztgenannte Öffnung in einem dem Kolbenquerschnitt und Hub entsprechenden, Maß ausgestoßen. Der Hub
kann naturgemäß eingestellt werden:
Durch eine weitere Drehung um 270° erreicht die
zylindrische Büchse 1 ihre Ausgangsstellung und der vorbeschriebene Vorgang wiederholt sich. Die Nachteile
dieser Vorrichtung wurden bereits in der Beschreibungseinleitung
beschrieben. Die Fig.2 und 3 der anliegenden Zeichnung zeigen eine beispielsweise
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Die F i g. 2 ist ein Querschnitt der Vorrichtung im Augenblick
des Füllens und die F i g. 3 zeigt die Vorrichtung im Augenblick des Ausstoßens,
Gemäß Fig,2 stößt eine Förderschraube 7 den zu
dosierenden Stoffe in den Kanal 9 der-Bücbse 10 hinein.
Dieser Kanal 9 öffnet sich an einem Ende seitlich an
der Einfüllstelle, hingegen am anderen Ende, das zu dem
Zylinder 11 fluchtet axial zu dem Dosierkolben 12, der
über Hebel 13 hin- und herbewegt wird.
Nach dem Füllen wird die stets in engem Anschluß
mit dem Zylinder 11 verbleibende Büchse 10 um 180° derart gedreht daß die seitliche Einfüllöffnung in
Deckung zu einer seitlichen Auslaßöffnung 14 gelangt durch weiche der Stoff gemäß F ig. 3 ausgestoßen wird.
Dieses Ausstoßen findet dadurch statt daß der Kolben 32 in Richtung des Pfeiles 15 vorgerückt wird
und der Stoff bei 16 ausgestoßen wird, wonach sich die
vorbeschriebenen Vorgänge wiederholen. Wie daraus ersehen werden kann, ist die Montage der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sehr einfach. Durch die gleichmäßige Drehung um je 180° wird die Anwendung
komplizierter Antriebsmittel verladen. Da eine
Endöffnung des Kanals 9 dem Koiben 12 gegenüberliegt
und lediglich in ihrer Ebene dreht wird an dieser Stelle eine bessere Abdichtung erzielt
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch;Vorrichtung zum Dosieren eines fließ- oder schottfähigen Produktes, insbesondere eines teigigen, halbflüssigen oder körnigen Stoffes; mit einer vor eine Füll- und eine Auslaßöffnung schwenkbaren, zylindrischen Büchse, deren Hohlraum aus einem Kanal besteht, dessen eines Ende in den Mantel der Büchse einmündet und der so ausgebildet ist, daß er eine wechselweise Verbindung zwischen der Füllöffnung und einem an die Büchse heranreichenden Zylinder, innerhalb dessen ein Dosierkolben bezüglich der Büchse hin- und herbeweglich antreibbar ist, sowie zwischen diesem Zylinder und der Auslaßöffnung herstellt, dadurch ge kenn-ζ e i c h η et, daßa) die Büchse (10) zum Zylinder (11) des Dosierkolbens (12) weiterhin derart angeordnet ist, daß 'Jire Zylinderachsen fluchten,b) diese fluchtende Achse die Schwenkachse der Büchse (10) darstellt undc) das andere Ende des Kanals (9) in die an den Zylinder (11) des Dosierkolbens (12) angrenzende Zylinderendfläche der Büchse (10) einmündet und mit dem Zylinder (U) ständig dichtend fluchtet
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| CH1027476A CH604134A5 (de) | 1976-08-12 | 1976-08-12 |
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| DE2645461C3 DE2645461C3 (de) | 1982-01-07 |
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| DE (1) | DE2645461C3 (de) |
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