DE264378C - - Google Patents
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- DE264378C DE264378C DENDAT264378D DE264378DA DE264378C DE 264378 C DE264378 C DE 264378C DE NDAT264378 D DENDAT264378 D DE NDAT264378D DE 264378D A DE264378D A DE 264378DA DE 264378 C DE264378 C DE 264378C
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Classifications
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Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Combustion & Propulsion (AREA)
- Nozzles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 264378 KLASSE 75 c. GRUPPE
ALFONS MAUSER in CÖLN-EHRENFELD.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1912 ab.
Zum Überziehen von Flächen bzw. Gegenständen mit einer Metallschicht, die dadurch
erzeugt wird, daß feines Metallpulver durch ein gasförmiges Druckmittel in eine Heizflamme
getrieben und dort zu Tröpfchen verflüssigt oder bereits vorher flüssig gemachtes
Metall einem Behälter entnommen und durch das Druckmittel einer Düsenöffnung zugetrieben
wird, aus der es austritt, sind Vorrichtungen vorgeschlagen worden, die im wesentlichen
aus einem an das Druckmittel (z. B. Druckluft) angeschlossenen Rohre und einer
mit dem letzteren am Austrittsende durch ein Düsenmundstück vereinigten zweiten Rohr-
*5 leitung bestehen, die mit dem das zu verspritzende,
pulverförmige oder flüssige Material enthaltenden Behälter in Verbindung gebracht ist.
Entsprechend den verschiedenen Verfahrensarten sind die zu ihrer Ausübung bisher angewandten Spritzapparate nach verschiedenen
Gesichtspunkten baulich völlig voneinander abweichend hergestellt, so daß es nicht
möglich ist, mit ein und demselben der gebräuchlichen Spritzapparate beide Verfahrensarten
ausüben zu können. Dieser Mißstand macht sich recht empfindlich fühlbar,
denn die Spritzapparate sind teure Einrichtungen und die doppelten Anschaffungskosten
hindern den Benutzer vielfach, bald
• die eine, bald die andere der je nach den vorliegenden Verhältnissen bzw. nach der Art
der zu behandelnden Gegenstände "und den an die Eigenschaften der herzustellenden Metallüberzüge gestellten Anforderungen sich als
am günstigsten ergebenden Spritzmethoden anzuwenden.
Diesen Übelständen sucht der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Spritzapparat
abzuhelfen, indem er die gleich gute 4a Anwendung beider in Rede befindlicher Verfahrensarten
zur Herstellung von Metallüberzügen lediglich durch Auswechseln des Düsenmündstückes
gestattet. Dabei ist zu bemerken, daß nicht etwa die an sich bekannte Auswechselbarkeit des Düsenmundstückes als
Erfindung angesehen wird, sondern das Wesen der letzteren liegt darin, daß die Einrichtungen
zum Führen der Druck- und Heizmittel so mit der Leitung zum Absaugen des zu verspritzenden
Metalles aus dem Materialbehälter kombiniert und gelagert sind, daß trotz der
bleibenden Verschiedenheiten in der Form und Anordnung der Düsenmündstücke beim Aufsetzen
der letzteren ein passender Anschluß der Leitungen für das Druck-, Heiz- und Spritzmittel hergestellt wird.
In den Fig. 1 bis 3 der Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung
dargestellt, welches folgende Beschaffenheit aufweist:
Das nach hinten hin mit einem Regulierhahn α versehene, pistolenlaufförmig gestaltete
Rohr b zur Zuführung des im Materialbehälter c untergebrachten pulverförmigen oder
flüssigen Spritzmetalles ist am vorderen (Ausfluß) Ende mit Gewinde versehen, welches gestattet,
je nach Bedarf das zum Verspritzen
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flüssigen Metalles dienende Düsenmundstück d
oder die zum Ausblasen pulverförmigen Metalles bestimmte Düse d1 aufzuschrauben. Das
Rohr wird von einem Handgriffe e getragen, der nach Art der Pistolenschäfte so ausgebildet
ist, daß er die Hauptgewichtsmasse des Apparates, insbesondere auch die Gewichtsmasse des auf der Oberfläche der Materialleitung
b mittels einer Verschraubung f befestigten, unten gegebenenfalls mit einer zu
seiner Beheizung dienenden Gasheizschlange g versehenen Materialbehälters c aufnimmt, so
daß die den Apparat festhaltende Hand auch nach längerem Gebrauche nicht ermüdet. Der
Hahn α regelt die Menge des aus dem Materialbehälter in den Rohrlauf δ tretenden
Metalles, das, wenn es flüssig verspritzt werden soll, durch Inbetriebsetzung der das Heizgas
für den Materialbehälter führenden Rohrschlange g flüssig gemacht und in diesem Zustande erhalten werden muß. Die Rohrschlange
g zweigt von einer durch den Handgriff β tretenden und parallel zum Rohrlauf b
bzw. unter demselben nach dem Rohrlaufende führenden Rohrleitung h ab, wobei ein
von Hand einstellbares Ventil i oder ein Regulierhahn die Menge des am Nippel h1
des Rohres h eintretenden Gases für die Rohrschlange regelt. Wenn es sich um die Anwendung
des Apparates zum Verspritzen pulverförmigen Metalles handelt, besteht das Gas zweckmäßig aus Wasserstoff, im anderen Falle
genügt gewöhnliches Leuchtgas. Der unterhalb des Rohrlaufes δ liegende Teil der Gasleitung
h ist mit nach dem Rohrlaufe gerichteten Austrittsöffnungen zur Beheizung des Rohrlaufes
versehen, um die in dem letzteren befindliche flüssige Metallmenge flüssig erhalten
zu können. Ein Rohrschieber k ermöglicht es hierbei, die Ausflußmenge des
Gases und damit den Grad der Beheizung zu regeln oder auch diese ganz zu unterbrechen.
Parallel neben der Gasleitung h, oder auch, soweit der den Randgriff durchziehende Teil
in Betracht kommt, innerhalb des Gasrohres verläuft eine zur Führung des Druckmittels
(z. B. Druckluft) dienende Rohrleitung m, in deren Nippel η das Druckmittel eintritt, während
es an dem offenen vorderen Ende, welches stumpf gegen eine Dichtungsfläche der Düsenmundstücke d, d1 stößt, entweder in
einen die Austrittsöffnung der Düse d ringförmig umgebenden Raum 0 oder in einen
vor dem Austrittsende der Düsenöffnung in diesen einmündenden Kanal fi ausfließt, je
nachdem die Düse d oder d1 an dem Rohrlauf
befestigt wird. Die Menge des ausfließenden Druckmittels kann durch ein Ventil oder
einen unter Federwirkung stehenden Schieber r geregelt werden, der sich durch ein
Gestänge s-t mittels des pistolenartig ausgebildeten Hebels u betätigen läßt.
Wird die Düse d1 aufgesetzt, so verbindet
man das Ende der Gasleitung h,- die, wenn sie zur Beheizung des Rohrlaufes b dient,
vorn durch eine Kappe ν verschlossen ist, nach Entfernung derselben, wie Fig. 3 zeigt,
beispielsweise durch eine Verschraubung oder auch durch Zusammenfügung konischer Paßstücke
mit einem Kanal w, der sich in dem auf den konischen Außenumfang des Düsenmundstückes
d1 geschobenen Mantel χ befindet, so daß das zur Bildung der Heizflamme
für die Verflüssigung des Metallstaubes dienende Gas aus dem Kanal w in die sich im
Mantel befindliche Rinne y und aus dieser in den durch Aufsetzen einer mit zentraler Öffnung
z1 versehenen Kappe ζ auf den Mantel gebildeten Raum j bzw. die Öffnung A treten
kann. Die saugende Kraft des Druckmittels reißt dann das pulverförmige Metall aus dem
Rohrlauf b durch das Düsenmundstück d1 in
die Heizflamme, aus der es, verflüssigt, auf den zu überziehenden Gegenstand tritt.
Eine ähnliche Wirkung auf das flüssige Metall im Rohrlauf b übt der ringförmig austretende
Druckmittelstrom am Düsenmunde d aus.
Die Mitbeheizung der Druckmittelleitung durch die Heizgasleitung hat den Vorteil, daß
die Heizwirkung der letzteren vergrößert bzw. ein Erkalten des flüssigen Metalles durch den
Zutritt des Druckmittels verhütet wird. Die Ummantelung q der Rohre h, m verhindert
dabei eine Ausstrahlung der Hitze nach unten bzw. nach dem Handgriffe hin.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:I. Vorrichtung zum Überziehen von Gegenständen mit dichten Metallschichten durch Aufspritzen des Metalles mittels gasförmigen Druckmittels, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks beliebiger Verwendung für das Verspritzen pulverförmigen oder flüssigen Metalles, das den Materialbehälter (c) mit der Spritzdüse (d, d1) verbindende Ausflußrohr (b) mit der zur Führung des Druckmittels und zur Fortleitung des Heizgases dienenden Leitung (tn, h) parallel und derart zu dem ganzen Apparat angeordnet ist, daß beim Aufsetzen der für das Verspritzen pulverförmigen Metalles dienenden Düse (d1) die Heizgasleitung (h) den Gasstrom lediglich in dem hinter der Austrittsstelle der Düsenöffnung liegenden, die Heizflamme zum Flüssigmachen des Metallstaubes speisenden Raum (j) zum Austritt gelangen läßt und die Druckmittelleitung (m) das Druckmittel durch einen Kanal des Düsenmundstückes (d1) in die im Ausflußrohr (b) be-findliche Menge des Metallstaubes führt, während beim Aufsetzen der für das Verspritzen flüssigen Metalles aus dem Materialbehälter (c) dienenden Spritzdüse (A) das Heizgas in bekannter Weise zur Beheizung des Ausflußrohres (b) verwendet wird und das Druckmittel vor den austretenden flüssigen Metallstrom tritt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die vorn offen ausmündende Heizgasleitung z. B. durch eine Verschlußkappe o. dgl. an einem Austritt des Heizgases aus ihrer vorderen Mündung dann gehindert werden kann, wenn pulverförmiges Metall verspritzt werden - soll.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
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|---|---|
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Country Status (1)
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