DE262103C - - Google Patents

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DE262103C
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DE
Germany
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strip
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lever
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locking device
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DENDAT262103D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C11/00Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles

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  • Labeling Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE J^e. GRUPPE 48: ^'
aufgewundenen Markenstreifen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. November 1910 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Verausgabung von Marken, Karten, Scheinen u. dgl., die in Gestalt von perforierten, zu Rollen aufgewickelten Streifen hergestellt und in den Verkehr gebracht werden. Sie bezweckt die Beschleunigung der Verausgabung von kleinen Mengen .derartiger Scheine, also eine Ersparnis an Arbeit insbesondere bei dem Verkauf von Briefmarken an den Schaltern der Postämter durch Erleichterung und Vereinfachung der hierbei zu leistenden geistigen und manuellen Tätigkeit.
»Bekannt sind Vorrichtungen, die zur Verausgabung einzelner Scheine o. dgl. dienen.
bei denen Sperrzähne, die beim Erfassen des äußersten Scheines hochgehoben werden, beim Anziehen des Streifens automatisch in die nächste Perforation einfallen und ein Weiterziehen des Streifens über die Länge eines Scheines hinaus verhindern. Bei diesen Apparaten läßt sich jedoch die Marke nur einzeln abtrennen, es sei denn, daß die Sperrvorrichtung bei jeder Perforation von neuem ausgelöst oder so lange festgehalten wird, bis ein Streifen der gewünschten Länge der Ausgabevorrichtung entnommen ist und sodann zum Einfallen gebracht wird.
Es sind ferner Vorrichtungen bekannt, bei denen mehrere Marken oder Scheine zusammenhängend entnommen werden können. Bei diesen fehlt jedoch die Sperrvorrichtung entweder ganz, oder sie muß nach Herausziehen der gewünschten Anzahl von Marken durch 35
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eine besondere Tätigkeit in Eingriff gebracht werden.
Im folgenden wird eine Einrichtung beschrieben, die die Mängel dieser bekannten Vorrichtungen vermeidet und diesen gegenüber eine Anzahl wesentlicherer Vorteile bietet. ■:■.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsformen der Vorrichtung beschrieben.
Bei beiden Vorrichtungen wird der Markenstreifen ι von der Markenrolle 2 abgewickelt und durch eine Führungsrinne 3 geleitet. In Fig. ι ist diese Führungsrinne von oben, in Fig. 2 und 3 von der Seite gesehen, in Fig. 4 im Schnitt dargestellt.
In der Führungsrinne 3 befindet sich ein durchgehender Schlitz 4, durch den der Markenstreifen ι sichtbar wird und von der Hand des Bedienenden von beiden Seiten erfaßt werden kann. Dieser ist also in der Lage, den Streifen in der Führungsrinne weiterzuziehen, so daß er aus dem unteren Ende 5 der Führungsrinne heraustritt. Hierbei legt sich die Hand des Bedienenden gegen einen Hebel 6, der um ein Scharnier 7 drehbar angeordnet ist, und hebt diesen Hebel gegen die Führungsrinne. Hierdurch wird eine Sperrvorrichtung ausgelöst, wodurch der Markenstreifen vom Weiterziehen freigegeben wird.
Diese Sperrvorrichtung kann verschieden beschaffen sein. In Fig. 1 und 2 ist eine Ausführung s form des Apparates dargestellt, bei
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der das Sperren des Streifens durch Zinken 8 geschieht, die in die Perforationen einfallen und das Weiterziehen des Streifens verhindern. Die Auslösung dieser Sperrvorrichtung geschieht durch eine Querleiste 9, die mit dem Hebel 6 in Verbindung steht, und sich gegen die Zinken anlegt und diese dadurch aus der Perforation aushebt, sobald der Hebel 6 gegen die Führungsrinne 3 angehoben wird. Demgemäß bleibt die Sperrvorrichtung so lange außer Eingriff, als die' Hand des Bedienenden den Markenstreifen erfaßt hält und dadurch den Hebel 6 anhebt. In dem Augenblick, wo die Hand den Hebel losläßt, . was immer geschehen muß, sobald sie beim Weiterziehen des Markenstreifens das untere Ende 5 der Führungsrinne erreicht hat, gibt also die Querleiste 9 die Zinken frei, so daß diese in die nächste Perforation einfallen Und den Markenstreifen sperren. Das der Führungsrinne entnommene Stück kann dann abgerissen werden, ohne daß der in der Rinne liegende Teil des Markenstreifens weitergezogen wird.
. In Fig. 3 ist eine andere Sperrvorrichtung dargestellt. Hier läuft der Markenstreifen von der Rolle 2 in die Führungsrinne 3 über eine Trommel 10, auf der sich in regelmäßigem Abstande von einer Markenlänge Stift-, chen 11 befinden, die in die Perforation eingreifen. Diese Trommel ist mit einem Sperrrad 12 fest verbunden, dessen Zähne 13 durch die an dem Hebel 6 befindliche Nase 14 gesperrt werden, . solange der Hebel 6 nicht an die Gleitrinne 3 angehoben wird. Durch diese Vorrichtung wird also die gleiche Wirkung erzielt wie durch die beschriebene Zinkensperrung, da das Sperrad 12 und die damit verbundene Trommel 10 nur dann freigegeben werden, wenn der Hebel 6 an die Rinne 3 angehoben wird.
Die Sperrvorrichtung kann auch derart beschaffen sein, daß an Stelle der Klinken oder des Sperrades eine Klemmvorrichtung derart angebracht ist, daß der Markenstreifen so
lange frei läuft, als der Hebel 6 angehoben wird, während er in der Ruhelage durch dessen freien Schenkel festgeklemmt wird.
Das untere Ende 5 der Führungsrinne ist vorzugsweise als Schneidkante ausgebildet, um das Abreißen des Markenstreifens in der gerade darüber befindlichen Perforation
erleichtern.
Ein weiterer Vorzug des Apparates besteht darin, daß die Fördertrommel 10 in Verbindung mit einem Zähler gebracht werden kann, auf dem die jedesmal entnommenen Marken bzw. der Bestand abgelesen werden kann.
An dem Hebel 6 läßt sich, wenn erforderlieh, eine Verriegelung anbringen, durch die das Entnehmen von Marken verhindert werden kann, solange der Apparat außer Gebrauch gestellt ist.
Die Bedienung ; des Apparates geschieht in der Weisei.daß der damit betraute Beamte die gewünschte Markenanzahl von einer auf der Rinne 3 befindlichen, aus Fig. 1 ersichtlichen Skala 15 abliest, den Markenstreifen an der gewünschten Stelle mit Daumen und Zeigefinger erfaßt, hierdurch den Hebel 6 anhebt und den Streifen weiterzieht, bis das untere Ende der Rinne erreicht ist und der Zeigefinger von dem Hebel 6 abgleitet. Dieser wird dadurch freigegeben, die Sperrvorrichtung fällt selbsttätig ein, und der aus dem unteren Ende der Führungsrinne hervorgezogene Teil des Markenstreifens kann an der scharfen Schneidkante der Führungsmündung 5 abgerissen werden.
Zunächst bietet die auf der Führungsrinne befindliche Skala dem den Apparat bedienen- ^ den Beamten die Möglichkeit, auf das umständliche und zeitraubende Abzählen der einzelnen, dem Apparat entnommenen Marken zu verzichten. Er ist in der Lage, die Menge der zu entnehmenden Marken dadurch zu bestimmen, daß er die gewünschte Zahl von der auf der Führungsrinne befindlichen Skala abliest und den Streifen an dieser Stelle erfaßt. Wenn er dann den Markenstreifen, ohne ihn loszulassen, die Führungsrinne entlang bewegt, bis seine Hand an derem unteren Ende angelangt ist, und sodann das aus der Rinne heraushängende Stück des Markenstreifens ■ abreißt, erhält er die gewünschte Anzahl von Marken.
Bei längerer Übung erübrigt sich auch das Ablesen der Skala, da der Beamte sich mit der Zeit daran gewöhnt, die der gewünschten Markenzahl entsprechende Stelle des Streifens rein mechanisch und ohne weiteres Zählen oder besondere Überlegung richtig zu ergreifen. Diese Sicherheit wird ihm besonders dadurch erleichtert, daß ein genaues Zufassen nicht erforderlich ist, weil es hierbei auf die Länge einer halben Marke nicht ankommt.
Ein weiterer Vorzug der Vorrichtung besteht darin, daß sie sich mit einer Hand bedienen läßt. Es ist nicht notwendig, die andere Hand hinzuzunehmen, etwa um die Sperrung bis zur Entnahme der gewünschten Anzahl von Marken aufzuheben, weil diese Aufhebung der Sperrung ohne besonderes Zutun selbsttätig dadurch geschieht, daß bei dem Erfassen des Markenstreifens zwischen Daumen und Zeigefinger der letztere sich notwendigerweise gegen den Hebel 6 legt und diesen so lange anhebt, bis die Hand bei dem Herunterziehen des Markenstreifens am unteren Ende der Führungsbahn angelangt ist und von dem Hebel abgleitet. In gleicher Weise fällt die Sperrung selbsttätig ein, so-
bald der Zeigefinger von dem Hebel abgeglitten ist, und ermöglicht also das Abreißen des Streifens durch die gleiche von Daumen und Zeigefinger ausgeübte Zugwirkung, mit der auch der Streifen die Rinne hinab geführt wurde, ohne daß eine LTnterbrechung zwischen diesen beiden Bewegungen notwendig wäre.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Verausgabung von Briefmarken o. dgl. von einem in Rollenform aufgewundenen Markenstreifen, gekennzeichnet durch eine Führungsrinne (3) für den Markenstreifen (1), die mit einem über die Länge mehrerer Marken reichenden Schlitz (4) versehen ist, der bei einmaligem Zufassen ein Herausziehen des Markenstreifens (1) um eine beliebige Anzahl der durch den Schlitz sichtbaren Markenlängen gestattet in Verbindung mit einem Auslösehebel (6) für das das Abrollen des Markenstreifens hindernde Sperrwerk, der so angeordnet ist, daß er beim Erfassen des Markenstreifens zur Lösung des Sperrwerkes gegen die Führungsrinne angehoben und, sobald bei dem Weiterziehen des Streifens das untere Ende der Führungsrinne erreicht ist, wieder freigegeben wird, wodurch die Sperrvorrichtung selbsttätig wieder einfällt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1008938B (de) * 1952-11-11 1957-05-23 Karl Marti Vorrichtung fuer die gleichzeitige Ausgabe einer bestimmten Anzahl von Wertmarken
DE1153558B (de) * 1957-08-07 1963-08-29 Paul Baertschi Vorrichtung zum Ausgeben mittels Perforation von einem Streifen abreissbarer Abschnitte, insbesondere Briefmarken

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1008938B (de) * 1952-11-11 1957-05-23 Karl Marti Vorrichtung fuer die gleichzeitige Ausgabe einer bestimmten Anzahl von Wertmarken
DE1153558B (de) * 1957-08-07 1963-08-29 Paul Baertschi Vorrichtung zum Ausgeben mittels Perforation von einem Streifen abreissbarer Abschnitte, insbesondere Briefmarken

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