DE2619002B2 - Elektromagnetisches Klappankerrelais - Google Patents
Elektromagnetisches KlappankerrelaisInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Klappankerrelais mit am Anker befestigten, etwa
parallel zu diesem verlaufenden Schaltkontaktfedern, mit einem aus Isolierstoff bestehenden Gehäuseunterteil,
das die Anschlußteile des Relais — von denen ein Teil die Festkontakte unmittelbar trägt — aufnimmt,
"> und das Ausformungen sowie Anlageflächen zur Halterung des Magnetjoches in einem vorbestimmten
Abstand zu den Festkontakten aufweist, und mit einem am Gehäuseunterteil angeordneten, im montierten
Zustand zusammen mit diesem die Lage der inneren
ι Ii Relaisbauteile sichernden Gehäuseoberteil.
Ein solches Relais ist beispielsweise durch die DE-Gbm-Schrift 72 35 698 bekannt geworden. Bei dem
dort beschriebenen Relais sind das Joch mit der Spule, der Anker und die Kontakte in Aussparungen oder
ι r> öffnungen des Gehäuses eingelegt, welche die Abstände
zwischen diesen Teilen festlegen. Das Gehäuse ist zweiteilig ausgeführt, wobei eine Gehäusehälfte das
Relaisunterteil bildet, in welchem die Kontakte und ein Halter für den Anker eingelegt sind. Das U-förmige
-'» Joch weist an beiden Seiten der Schenkel Zapfen auf, die
in die öffnungen der beiden Gehäuseteile eingreifen. Das Joch mit dem Kern und der Spule wird also
zwischen den beiden Gehäuseteilen gehalten.
Damit steht die genaue Stellung des Jochs in bezug
-''· auf den Anker und die Kontakte erst fest, wenn die
beiden Gehäuseteile zusammengefügt worden sind. Nach dem Zusammenbau ist eine Inspektion nur noch
dann möglich, wenn mindestens ein Gehäuseteil durchsichtig ausgeführt wird. Infolge der unvermeidli-
i» chen Toleranzen bei den aus Kunststoff gefertigten
Gehäuseteilen können auch nachträglich Verschiebungen zwischen den Gehäuseteilen auftreten, welche die
Abstände zwischen den Relaisstellen beeinflussen und somit die Charakteristik des Relais im Betrieb
'"' verändern können.
Durch die deutsche Gebrauchsmusterschrift 18 18 786 ist es bereits bekannt geworden, im Joch eines
Relais eine Bohrung anzubringen und in diese den Kern mit Übermaß einzupressen.
■·'· Die GB-PS 10 12 591 offenbart ein Spulengehäuse,
das eine Führung aufweist, um eine Metallplatte aufzunehmen, auf der auf der einen Seite die
Kontaktbänke und auf der anderen Seite die Relaisspule vorgesehen sind. Nach dem Einschieben der Grundplat-
■'■'· te ist die Spule im Gehäuse untergebracht, worauf dann
senkrecht zur Einschubrichtung ein weiteres Gehäuse über die Kontakte geschoben werden kann, um diese
abzudecken.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Γι|) elektromagnetisches Relais der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, das so ausgestaltet ist, daß im Betrieb praktisch keine ungewollten Verschiebungen von
Bauteilen des Magnetsystems auftreten können, welche die Betriebscharakteristik des Relais nachträglich
v' beeinflussen könnten.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der Kern des ein L-förmiges Joch aufweisenden
Magnetsystems im montierten Zustand des Relais parallel zur von den Anschlußteilen durchstoßenen
!l° Grundfläche des Unterteiles liegt und damit der Anker,
die Spulenflansche und der mit dem Kern verbundene Schenkel des L-förmigen Joches senkrecht zu dieser
Fläche stehen, daß an dem Unterteil im Bereich des mit dem Kern verbundenen Schenkels des L-förmigen
1^' Joches und im Bereich des ankernahen Spulenflansches
aus der Grundfläche des Unterteiles herausragendc Ansätze angeformt sind, deren Länge etwa gleich dem
Spulendurchmesser ist, und die Führungsrinnen aufwei-
sen, in die der kernnahe Jochschenkel und der
ankernahe Spuienflansch eingreifen.
Da der kernnahe Schenkel des Jochs nicht von zwei G ehäusehälften. sondern lediglich durch die Führung im
Unterteil in Bezug auf den oder die Fesikontakte im Unterteil festgelegt wird, können im Betrieb keine
Veränderungen der Abstände infolge Verschiebens von Gehäuseteilen auftreten. Trotzdem läßt sich die
Montage außerordentlich einfach ausführea da das Joch lediglich in die Führung eingeschoben werden muß und
keiner Befestigung durch Schrauben oder Nieten bedarf. Dadurch wird auch vermieden, daß mit dem Joch
verbundene metallische Teile nach außen ragen und berührbar sind. Da am Unterteil eine Spulenflanschführung
angeordnet ist, die parallel zur |ochführung verläuft und die Stellung der Spule auf den Kern in
Bezug auf den in der Jochführung gehaltenen Schenkel festlegt, braucht die Spule auf dem Kern nicht befestigt
zu werden, sondern kann bei der Montage bloß aufgeschoben werden.
Da ferner die Spule nicht nur durch den Kern, sondern auch am Unterteil und am Gehäuse abgestützt
ist, werden die bei Schlägen auftretenden Kräfte direkt auf das Unterteil und das Gehäuse übertragen, so daß
keine Tendenz besteht, den Kern aus dem Joch zu reißen. Der Kern braucht daher nicht im Joch
eingenietet zu sein, sondern es genügt, den Kern im loch einzupressen. Dadurch werden unerwünschte Verformungen
vermieden, was für die magnetischen Eigenschaften von Bedeutung ist.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, daß die Führungsrinne federnde Randlipyten
aufweist, welche den kernnahen Jochschenkel in der Führungsrinne festhalten. Damit wird auch bei kleinen
Unterschieden in der Dicke des Schenkels immer noch sichergestellt, daß eine Fläche des Schenkels an der
Bezugsfläche anliegt.
Der Spulenkörper kann eine Aussparung zur Aufnahme eines Kurzschlußringes vor dem Aufschieben
der Spule auf den Kern aufweisen. Bei dieser Ausgestaltung muß der Kurzschlußring nicht am Kern
befestigt werden, so daß das Kernmaterial nicht durch Verstemmen oder dergleichen ungünstig beeinflußt
wird. Zudem kann ein Arbeitsgang eingespart werden. Die Montage gestaltet sich besonders einfach, wenn die
Aussparung zur Aufnahme des Kurzsrhlußringes die Form einer Tasche im Spulenkörper aufweist und
federnde Halteteile vorgesehen sind, um den Kurzschlußring nach /dem Einführen in die Tasche in seiner
Lage zu halten. Es ist also möglich, den Kurzschlußring vorab in die Tasche einzuführen und die Spule
zusammen mit dem Kurzschlußring auf den Kern zu schieben. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform
weist das Unterteil Auflagenocken und das Gehäuse Rippen zur Abstützung der Spule und des Jochs auf.
Durch diese Rippen oder Nocken wird die Lage der Spule und des Jochs genau festgelegt.
Das Gehäuse ist vorteilhaft über Rastverbindungen lösbar mit dem Unterteil verbunden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch das Relais mit aufgesetztem
Gehäuseoberteil und schematisch dargestellter Steckschiene,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des Gehäuseunterteils
und des Magnetsystems,
F i g. 3 das Joch mit eingepreßtem Kern,
F i g. 4 einen Schnitt durch die Jochführung,
F i g. 5 einen Schnitt durch den Spulenkörperflansch, in dem ein Kurzschlußring angeordnet ist.
Das in Fig. 1 dargestellte Relais besteht im
wesentlichen aus dem Gehäuseunterteü i 1, dem darauf
■ angeordneten Magnetsystem 12 und dem Gehäuseoberteil 14.
Das Unterteil 11 besteht aus einem elektrisch
isolierenden Kunststoff, in dem die Anschlüsse für die Festkontakte 13, die Spulenanschlüsse 15 sowie die
ίο Anschlüsse 17 für die beweglichen Schaltkontaktfedern
31 eingepreßt sind. In das Unterteil 11 eingeschoben ist
das Magnetsystem 12 mit dem Joch 21, dem am Joch 21 befestigten Kern 23, der Spule 25 und dem Anker 29, der
drei von ihm betätigbare Schaltkontaktfedern 31 trägt.
ii Am Ende der SchaltUontaktfedern 31 sind Kontakte 19
ausgebildet. Das Ganze wird durch das Gehäuseoberteil 14 abgedeckt. Am Unterteil 11 sind Jochführungsrinnen
35 (Fig.2) ausgebildet, in denen der kernnahe Jochschenkel 37 des jlochs 21 eingeschoben ist. Das Joch
_>o 21 hat die Form eines L
Die an die Jochführungsrinnen 35 angrenzende Fläche 39 des Gehäuseoberteils befindet sich in einem
bestimmten Abstand von den Festkontakten 13. An den lochführungsrinnen 35 sind der Fläche 39 gegenüber
.· i angeordnete Randlippen 42 (F i g. 4) ausgebildet, welche
den Jochschenke! 37 gegen die Fläche 39 drücken und in den lochführungsrinnen 35 festhalten. Diese Ausbildung
ermöglicht eine Montage des Joches 21 ohne Schraub-, Niet- oder Klebeverbindungen. Außerdem wird da-Ki
durch vermieden, daß mit dem Kern 23 verbundene metallische Teile nach außen ragen und dadurch
berührbar sind.
Der Kern 23 ist in eine öffnung 41 des Jochschenkels
37 eingepreßt. Ungeachtet kleiner Unterschiede in der r> Länge des Kerns 23 kann die Ankerauflage 45 am Kern
in bezug auf die Jim Jochschenkel 44 ausgebildete
Ankerauflage 43 ausgerichtet werden, damit sich beide auf dem gleichen Niveau 47 befinden (Fig. 3).
Die Spule 25, die einen Spulenkörper 27 aus
κι Kunststoff aufweist, ist auf dem Kern 23 aufgeschoben.
Im ankernahen Spuienflansch 50 ist eine Tasche 51 ausgebildet, in der der Kurzschlußring 53 durch
Halteteile 55 (F i g. 51 in seiner Lage fixiert wird.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, ist der Γι ankernahe Spulenflsinsch 50 in Spulenflanschführungsrinnen
57, die praktisch parallel zu den lochführungsrinnen 35 verlaufen, gehalten. Die Spulenflanschführungsrinnen
57 sind in zwei in Abstand voneinander auf dem Unterteil 11 gegenüberliegend angeordneten Ansätzen
"in 56 angebracht und lind als Nuten 58 ausgebildet.
Auflagenocken 54 stützen die Spulenflansche 49, 50 ab, so daß die Lage des Spulenkörpers 27 zum Kern 23
definiert ist. Es besteht also keine Notwendigkeit, die Spule 25 auf dem Kern 23 mit irgendwelchen Mitteln zu
ü befestigen.
Die Schaltkontaktfedern 31 sind zum Teil in Kunststoff eingebettet, der gleichzeitig eine fest mit
dem Anker 29 verbundene Platte 67 bildet. Ebenfalls aus Kunststoff sind auf der Platte 67 Rippen 75 ausgebildet,
ho über die eine am Gehäuseoberteil 14 ausgeformte federnde Zunge 59 auf den Anker 29 bei entsprechender
Auslenkung von Hand einwirken kann.
Die Zunge 59 erstreckt sich über eine aus dem Gehüuseoberteil 14 ausgesparte öffnung 63 und deckt
hi diese ab. Am Gehäuseoberteil 14 sind zudem Rippen 69
ausgebildet, die das Joch 21 in den Führungsrinnen 35 halten, und die Spule 25 auf die Auflagenocken 54
drücken. Das Gehäuiseoberteil 14 ist mittels Rastverbin-
düngen 68 lösbar mit dem Unterteil 11 verbunden. Am Die an den Schaltkontaktfedern 31 befestigten
oberen Teil des Gehäuseoberteils 14 ist eine Haltecin- Vcrbindungsleiter 71 sind mittels lösbarer Steckverbin-
richtung in Form einer Nut 79 angeordnet, worin eine der 77 mit den im Unterteil 11 eingepreßten Anschlüsse
Halteklammer 83 mit Schnappeinrichtung 87 einge- 17 verbunden. Zwischen dem Ende 81 des Schenkels 37
schnappt wird, mit der das Relais an eine Steckschiene
> und der Ankerverlängerung 89 ist eine Ankcrrückstell-
befestigbar ist. feder 85 befestigt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Elektromagnetisches Klappankerrelais mit am Anker befestigten, etwa parallel zu diesem verlaufenden
Schaltkontaktfedern, mit einem aus Isolierstoff bestehenden Gehäuseunterteil, das die Anschlußteile
des Relais — von denen ein Teil die Festkontakte unmittelbar trägt — aufnimmt, und das
Ausformungen sowie Anlageflächen zur Halterung des Magnetjoches in einem vorbestimmten Abstand
zu den Festkontakten aufweist, und mit einem am Gehäuseunterteil angeordneten, im montierten
Zustand zusammen mit diesem die Lage der inneren Relaisbauteile sichernden Gehäuseoberteil, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kern (23) des ein L-förmiges Joch (21) aufweisenden Magnetsystems
im montierten Zustand des Relais parallel zur von den Anschlußteilen duichstoßenen Grundfläche
des Unterteiles (11) liegt und damit der Anker (29), die Spulenflansche und der mit dem Kern (23)
verbundene Schenkel (37) des L-förmigen Joches (21) senkrecht zu dieser Fläche stehen, daß an dem
Unterteil (11) im Bereich des mit dem Kern (23) verbundenen Schenkels (37) des L-förmigen Joches
(21) und im Bereich des ankernahen Spulenflansches (50) aus der Grundfläche des Unterteiles herausragende
Anätze (56) angeformt sind, deren Länge etwa gleich dem Spulendurchmesser ist, und die Führungsrinnen
(35, 57) aufweisen, in die der kernnahe Jochschenkel (37) und der ankernahe Spulenflansch
(50) eingreifen.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrinne (35) federnde Randlippen
(42) aufweist, welche den kernnahen Jochschenkel (37) in der Führungsrinne (35) festhalten.
3. Relais nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (23) in eine Öffnung
(41) des Jochschenkels (37) eingepreßt ist.
4. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (25) lose auf
dem Kern (23) aufgeschoben ist.
5. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil Auflagenocken
(54) und das Gehäuseoberteil Rippen (69) zur Abstützung der Spule (25) und des Jochs (21)
aufweist.
6. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (14) über
Rastverbindungen lösbar mit dem Unterteil (II) verbunden ist.
7. Relais nach einem der Ansprüche I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper (27)
eine Aussparung zur Aufnahme eines Kurzschlußrings (53) vor dem Aufschieben der Spule (25) auf
den Kern (23) besitzt.
8. Relais nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung zur Aufnahme des
Kurzschlußringes (53) die Form einer Tasche (51) im Spulenkörper (27) aufweist, und daß den Kurzschlußring
(53) nach dem Einführen in die Tasche
(51) in seiner Lage zu haltende federnde Halleteile (55) vorgesehen sind.
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