DE260322C - - Google Patents

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DE260322C
DE260322C DENDAT260322D DE260322DA DE260322C DE 260322 C DE260322 C DE 260322C DE NDAT260322 D DENDAT260322 D DE NDAT260322D DE 260322D A DE260322D A DE 260322DA DE 260322 C DE260322 C DE 260322C
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asbestos
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magnesium
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/30Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing magnesium cements or similar cements
    • C04B28/32Magnesium oxychloride cements, e.g. Sorel cement

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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

KAISERLICHES /i
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 260322 KLASSE 80 b. GRUPPE
WILLI HERDT in BERLIN-WILMERSDORF und ALBERT FRAASS in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. April 1910 ab.
Nach dem bisher allgemein üblichen Verfahren wird Stcinholzmasse hergestellt, indem man Magnesit, Holzmehl, Asbest, Talkum und Farbstoffe, gegebenenfalls unter Zusatz anderer Mineralien oder sonstiger Füllstoffe, trocken miteinander vermischt und hierzu eine entsprechende Menge Chlormagnesiumlösung zu-ίϋί,'ί. Die auf diese Weise hergestellte Masse
..*- hat jedoch nicht die gewünschte Dauerhaftigkoit gezeigt, indem die.mit ihr belegten Fußböden bald im Gebrauch rauh werden und Stau!) absondern. Es kommt dies daher, daß nach der Hinzufügung der Flüssigkeit zu den iibrip-n Bestandteilen das Chlormagnesium sehr rasch mit dem Magnesit reagiert und bald erhaltet, während es die Poren der übrigen Bestandteile kaum durchdringt. Das fertige Kujisthoi/. bestellt daher aus einem netzartigen Geripjx:· von basischem Magnesiumchlorid, in desc-en Hohlräumen alle übrigen zugesetzten Stoffe lagern, ohne daß eine wirkliche Verkittung derselben mit dem Gerippe vorhanden ist. Da nun das basische Magnesiumchlorid spröde ist, stoßen sich beim Begehen eines
-5 solchen Fußbodens Teile des netzartigen Gerippes ab. wodurch eine große Menge der Füllstoffe ihres Haltes beraubt und in Form vim Staub frei werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Steinholz, welches diesen übclstand vermeidet, indem es
eine innige
Verkittung sämtlicher Bestandteile miteinander bewirkt. Das Verfahren besteht in folgendem :
In die Chlormagncsiumlösung wird Asbest und Talkum eingetragen und durch mechanisches Bewegen derselben gut verteilt. In die Masse werden nun unter genügender Durchmischung die übrigen Füll- und Farbstoffe mit Ausnahme des Magnesits eingetragen. In der Masse bleiben die übrigen zugesetzten Stoffe suspendiert, so daß ein Entmischen auch bei längerem Lagern nicht eintritt. Diesem Gemisch wird dann kurz vor der Verwendung der Magnesit zugefügt, worauf bald eine Erhärtung der ganzen Masse eintritt. Da auf diese Weise die Bildung von Magnesiumoxydchlorid nicht nur in den freien Zwischenräumen zwischen den einzelnen Füllstoffen stattfindet, sondern auch in den Poren der Füllstoffe, ist es klar, daß hierdurch eine weit homogenere und damit haltbarere Masse entsteht. Ferner bewirkt diese Darstcllungsweisc, daß infolge der innigen Vereinigung des schmiegsamen Asbestes mit dem an und für sich spröden Magncsiumoxydchlorid der ganzen Masse ein gewisser Grad von Geschmeidigkeit verliehen wird, während bei der früheren Zubercitungsart der Asbest diese Wirkung nicht haben konnte.
Endlich war es bei der früheren Herstel-
j lungsart unmöglich, der Stcinholzmasse öle
oder Fette derart einzuverleiben, daß sie sich gleichmäßig darin verteilten, da man gezwun-
gen war, ilic.-e OK" usw. dem trockenen Gc-VTiii-ch zuzusetzen. Hierbei bildeten sich leicht Khimpen, und trotz sorgfältiger Durchmischung • lit :.'on sicli die geringen zur Verwendung kom- ;r,oiiden .Mengen des Öles nicht mit allen Teilen des trockenen Gemisches in Berührung Dagegen gelingt eine vollkommen Einverleibung von öl- oder Fettsubstanzcn leicht bei dem den Gegenstand der ίο Erfindung bildenden Herstellungsverfahren. Die mit Asbest und Talkum versetzte Chlormagncsiumlösung hat nämlich die Eigenschaft, daß sich ölartigc Substanzen leicht und dauerhaft mit ihr cmulsionieren lassen. Man verfährt daher in der Weise, daß man die ein-/ zuverlcibenden öl- und fettartigen Stoffe mit • der durch Asbest und Talkum verdickten Chlormagnesiumlösung innig vermischt und dieser Emulsion die übrigen Füllstoffe und den Magnesit zufügt. Infolge des gleichmäßig ver-
nnngen.
gleichmäßige
teilten Öl- oder Fettgehaltes zeigt das auf diese Art hergestellte Steinholz eine besondere Zähigkeit.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Steinholz durch Mischen von Magnesit, Asbest, Talkum, Füll- und Farbstoffen und Chlormagnesiumlösung, dadurch gekennzeichnet, daß in der Chlormagnesiumlösung Asbest und Talkum suspendiert werden, worauf die übrigen Füll- und Farbstoffe und zuletzt der Magnesit zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mischung von Chlormagnesium, Asbest und Talkum öle oder Fette emulsioniert und dieser Emulsion die übrigen Bestandteile nach Anspruch ι zugesetzt werden.
BERLIN. GEOHUCKT IN tmCHsniUJCKF.nl·:!.
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